Plaudereien Aberglaube......

wikinger
wikinger
Mitglied

Re: Aberglaube......
geschrieben von wikinger
als Antwort auf rolf † vom 25.11.2008, 23:47:17
Ich kenne es auch von meiner Oma. Der Aberglaube war wohl früher auch ausgeprägter. Es sollte im nächsten Jahr Unglück bringen, Wenn Wäsche zwischen den Tagen auf der Leine hing.
--
wikinger
karl
karl
Administrator

Aberglaube entwickelt instinktiv ein jeder von uns
geschrieben von karl
als Antwort auf liwo63 vom 25.11.2008, 22:16:25
... auch wenn er es nicht so nennt. Mein Zitat von Lorenz sollte darauf aufmerksam machen. In meinen eigenen Worten: Letztlich bedeutet Aberglaube

"Lieber alte Gewohnheiten (die mich nicht umgebracht haben) nicht aufgeben, denn wer weiß schon, was passiert, wenn ich meine Gewohnheiten ändere".

In diesem Sinne haben übrigens auch Tiere Aberglauben.

--
karl
Medea
Medea
Mitglied

Re: Aberglaube entwickelt instinktiv ein jeder von uns
geschrieben von Medea
als Antwort auf karl vom 26.11.2008, 08:23:43
Ich hatte dich verstanden und genauso lieber Karl sehe ich es
- vieles was womöglich von anderen belächelt wird, ist längst bei mir zur lieben Gewohnheit geworden, es sind Rituale, die schon die Eltern und Großeltern pflegten und die niemandem geschadet haben.
Und es ist auch viel Fantasie dabei - wenn ich den Rosenstrauß vom Liebsten trocknen lasse und in der Diele aufhänge, dann erinnert mich das an viele schöne und aufregende Stunden - und auch daran, dieses möglichst lange zu bewahren.

M.


Anzeige

Re: Aberglaube entwickelt instinktiv ein jeder von uns
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf Medea vom 26.11.2008, 09:06:27
Auch in modernen Zeiten entwickelt sich Aberglaube.
Wenn ich eine Wochenendaktion hatte, also Rechnerumbau, Kabelarbeiten und Änderungen größeren Art, wurde der Werkzeugkoffer erst dann zugemacht, wenn der letzte Test gelaufen und alle für gut befunden wurde.
Sonst ging es garantiert in die Büx und man wurde vom Pförtner zurück gerufen.

Und ein Rechenzentrum war dabei, wo mit Sicherheit Wasseradern drunter waren.
Was da alles aus heiterem Himmel an Fehlern auftrat, geht nicht auf eine Kuhhaut.
Man konnte sich zum Wartungsfenster auf einen Stuhl hinsetzen und auf die rote Fehlerlampe warten.
So entsteht Aberglaube.
--
clabauterman
lars
lars
Mitglied

Re: Aberglaube entwickelt instinktiv ein jeder von uns
geschrieben von lars
als Antwort auf vom 26.11.2008, 09:23:04
Habe eine Tochter, die ist Feng Shui Beraterin, hat das nicht auch mit dem Aberglauben zu tun? Verdient aber jede Menge Geld damit.
Vor paar Wochen war sie in Hongkong, da gibts ein Hochhaus, mit einem Riesenloch, so gross wie ein Einfamilienhaus, damit der Feng Shui durch das Hochhaus durch "sausen" kann!
Und meine Frau musste das Bett zum schlafen, quer ins Zimmer stellen. Ich mache da nicht mit, aber glauben macht seelig, sagt man doch?
--
lars
schorsch
schorsch
Mitglied

Re: Aberglaube......
geschrieben von schorsch
als Antwort auf yankee vom 25.11.2008, 19:24:43
Ja genau. Und onanieren macht blind.
--
yankee


Schmunzel: Ich schreibe also in Blindenschrift (


--
schorsch

Anzeige

yankee
yankee
Mitglied

Re: Aberglaube entwickelt instinktiv ein jeder von uns
geschrieben von yankee
als Antwort auf vom 26.11.2008, 09:23:04
Aberglaube entsteht doch ständig und immer wieder aufs neue.
Der Fussballspieler der fest daran glaubt zuerst den linken Schuh anziehen zu müssen um Tore zu schiessen während ein anderer Spieler darauf schwört bei ihm sei es der rechte. Die Vorgänge die zu einem Aberglauben führen sind daher m.E. ziemlich komplex.
Zuerst ergibt sich für einen Menschen eine bestimmte Situation.
Die individuelle Kombination der Zusammenhänge des jeweils Betroffenen führt zu einem Ergebnis.
Dieses wird als Erfahrung für künftige Situationen herangezogen in der Annahme, daß das Ergebnis ja schon bekannt ist.
Diese innere Sicherheit das künftige Ereignis bereits aufgrund einer Erfahrung schon zu kennen, beeinflusst dann das Verhalten.
Im Sport kann dieser Placeboeffekt zu besseren Leistungen führen, weil die betroffene Person im festen Glauben an ein vorherbestimmtes Ergebnis sicherer agiert, mit mehr Selbstbewusstsein an die Sache herangeht und nicht verkrampft. Dies erhöht die Leistungsfähigkeit und führt dann häufiger zum Erfolg, was den Aberglauben wieder bestätigt.
Der grundsätzliche Ablauf zur Entstehung eines Aberglaubens ist nach meiner Ansicht immer derselbe, egal ob schwarze Katze, Schornsteinfeger, Wäsche aufhängen, Dämonenglaube, kleine Sünden bestraft der Herr sofort usw.
--
yankee
Re: Aberglaube entwickelt instinktiv ein jeder von uns
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf yankee vom 26.11.2008, 10:05:04

Diese innere Sicherheit das künftige Ereignis bereits aufgrund einer Erfahrung schon zu kennen, beeinflusst dann das Verhalten.

yankee



Manchmal führt das auch zu "Erfahrungswerten" und nicht zum Aberglauben.

Zum Beispiel ein typischer Fall sind technische Anschaffungen.
Da ist es falsch, mit der Partnerin drüber zu diskutieren.

Besser ist es, kurz und knapp eine Bemerkung zu machen (da gibt es jetzt sowas Tolles....PC, Verstärker, Radio, Fernseher usw. usw.)
Dann ein Vierteljahr zu warten und es kommt als eigenständiger Vorschlag zurück.
Da gibt es jetzt sowas Tolles....(PC, Verstärker, Radio, Fernseher).
Dann geht es reibungslos.

Ich dachte erst, das wäre ein Sonderfall bei mir.
Aber im Freundeskreis klappt es auch genauso.
Da wäre ich fast geneigt, über Aberglauben nachzudenken.
Oder doch Erfahrung ?
Wo ist der Grenzbereich ?
--
clabauterman
supi62
supi62
Mitglied

Re: Aberglaube entwickelt instinktiv ein jeder von uns
geschrieben von supi62
als Antwort auf lars vom 26.11.2008, 09:53:11
Habe eine Tochter, die ist Feng Shui Beraterin, hat das nicht auch mit dem Aberglauben zu tun? Verdient aber jede Menge Geld damit.
Vor paar Wochen war sie in Hongkong, da gibts ein Hochhaus, mit einem Riesenloch, so gross wie ein Einfamilienhaus, damit der Feng Shui durch das Hochhaus durch "sausen" kann!
Und meine Frau musste das Bett zum schlafen, quer ins Zimmer stellen. Ich mache da nicht mit, aber glauben macht seelig, sagt man doch?
--
lars
geschrieben von lars


wenn du die lehre der harmonie (gleichklang) aller lebensräume und lebenssituationen als aberglaube bezeichnen möchtest...

und das bürohochhausgebäude, welches zu ansprichst hat bevor das loch "geschaffen" wurde zich todesfälle gefordert und seit dem man sich entschieden hat nach feng shui aspekten zu handeln, gab es keine todesfälle mehr...
aberglaube, zufälle oder alte weisheitslehren?

und seine schlafrichtung nach seiner eigenen "gesundheitsrichtung" auszurichten kann zumindest nicht verkehrt sein, oder?

s
marianne
marianne
Mitglied

Re: Aberglaube......
geschrieben von marianne
als Antwort auf rolf † vom 25.11.2008, 23:47:17
Rolf, "zwischen den Jahren" (ich hörte das auch von den Vorfahren) sind die besonderen Nächte.
Ich denke, zwischen Weihnacht und Epiphanias.

Der Name dieser Nächte fällt mir gerade nicht ein-("Rauhnächte" ?)
aber früher glaubten die Leute hier an "Wotans Heer", das da nächtens stürmt... :)

Was es mit nicht-Wäsche -aufhängen zu tun hat, weiss ich nicht!
marianne

Anzeige