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Plaudereien Club der Nightwriter und Nightreader

justus39 †
justus39 †
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von justus39 †
Als alter Uhu, reich an Jahren,
betrachte ich mein Eulenleben.
So manches musste ich erfahren,
mir ward genommen und gegeben.

Meine Flügel trugen mich
einst über Feld und Forst,
und Mäuse die erspähte ich
aus meinem Eulenhorst,

Das Fliegen ist nicht mehr mein Ding,
ich sitz auf meiner Fichte,
die Zeit, da ich nachts Mäuslein fing,
auch die ist längst Geschichte.

Geblieben ist mir nur der Wein,
davon hab ich genug.
drum lade ich Euch gerne ein
auf einen guten Schluck.


 
Tine1948
Tine1948
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Tine1948
als Antwort auf Bruny vom 28.09.2017, 21:39:19

Bruny, ich mach spät nachts noch mal einen Klick,
hierein und wünsche euch für Morena viel Glück
und schicke dir und euch viel Liebe
dass in dem ganzen Getriebe
die Sorgen weniger werden für Morgen
und ihr mit ihr habt weniger Sorgen

Ich hoffe, es wird alles gut
Und wünsche euch viel Mut

Alles Liebe
Von Tine
 

justus39 †
justus39 †
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von justus39 †

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johanna
johanna
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von johanna

Heute habe ich erst die Zeit gefunden hier alles von den letzten Tagen durchzulesen. Ich bin überwältigt und sage Dank für die vielen Geburtstagsgrüsse und guten Wünsche!
Youngster, Luchsi und Nixe 44, sowie Shenaya Charlotte Susanne und Bruny fühlt Euch umarmt. Justus die Einladung für einen leckeren Schluck Wein nehme ich gerne an emoji_blush

Jetzt habe ich auch gesehen, dass wieder so einiges los ist in unserem Eulennest, dann möchte ich Euch auch nicht folgenden Ausflug vorenthalten......denn der Ausflug mit der Werranixe war nicht meine letzte Reise vor meinem Geburtstag....


Time to say Good Bye (16.-18.09.17)

Am Freitag (15.09.) wurde von der Meyer-Werft in Papenburg bekannt gegeben, dass das neugebaute Schiff „World Dream“ am Sonntag die Werft verlässt und durch den Emskanal in die Nordsee ausläuft, bzw. geschleppt wird.
Das wollten wir – mein Bekannter und ich uns unbedingt vor Ort ansehen. Da Uwe einen Campingwagen hat, buchte er in Weener einen Stellplatz. Wir fuhren am Sonnabend los, fanden den Stellplatz und nachdem wir uns eingerichtet hatten fuhren wir nach Papenburg. Es regnete, alles war in einen grauen Dunstschleier gehüllt – als wir uns Papenburg näherten sah ich zuerst eine Erhöhung im Regendunst auftauchen und dachte, dass dies wohl ein Fabrikgebäude sein müsste.
Doch als wir näher kamen erspähte mein Begleiter viele Fenster, also konnte das nur das Riesenschiff sein. Uwe hat wesentlich bessere Augen wie ich. Wir kamen näher – das Ungetüm nahm einen den Atem. Riesengross, hoch – so viele Decks – so lang…...die Aufbauten. Und die schreiend bunten Farben, man sah den gemalten Figuren an, dass dies für den asiatischen Markt konzipiert war. Parkplätze voll mit Wohnmobilen und Pkw. Wir stellten unser Auto auf einem der Parkplätze ab und sahen uns alles genau aus der Nähe an. Einen von uns geplanten Museumsbesuch verhinderte einer der Wächter, der vor dem Eingang zum Museum stand und uns ziemlich unwirsch aufforderte das Gelände zu verlassen, da wir nicht mit einer gebuchten Gruppe angekommen wären. Karten gäbe es hier nicht zu kaufen sondern nur in der Stadt. Den unfreundlichen Ton erwiderte ich genauso indem ich ihm mitteilte, dass uns bisher Niemand den Zutritt bis zu diesem Gebäude verweigert hätte, obwohl bereits am Eingang einige Wächter stehen würden. Nun Kleingeister machen sich eben besonders breit um sich in ihrer Wichtigkeit selbst zu bestätigen.
Nachdem wir uns das Schiff noch einmal genauestens betrachtet hatten fragten wir uns wie dieser Koloss durch die enge Dockschleuse in den Emskanal geschleppt werden kann. Viel breiter dürfen die zukünftigen Schiffe der Meyer-Werft wohl kaum ausfallen ohne weitergehende Veränderungen am Umfeld auszuführen. Dann fuhren wir nach Weener zur nächsten Engstelle. Diese liegt nicht weit vom Campingplatz entfernt. Wir liefen den Deich hoch und schauten uns um – das Wetter lud nicht gerade zu einem längeren Verbleib ein. Regnerisch und windig war es – wir fuhren zu unserem Campingwagen zurück. Am Sonntag beschlossen wir am Vormittag in Papenburg zuzusehen wie das Schiff durch die Dockschleuse bugsiert wird. Jeder Geburtskanal ist eng, aber was man hier dem Können der Schlepperbesatzungen und dem Kapitän und seiner Mannschaft abverlangt ist schon einiges! Wir mussten weit fahren bis wir einen freien Parkplatz fanden. Der Weg zurück führte uns an der Fertigungshalle vorbei. Wir umrundeten diese und standen zuerst ziemlich nah am Absperrgitter am Hafenbecken der Meyerwerft. Pünktlich um 10 Uhr ertönte das Typhon und dann kam auch schon die Musik „Time to say good bye“. Langsam schob sich das Schiff, man konnte fast sagen Zentimeter um Zentimeter , durch die Dockschleuse. Und als ob Petrus selbst Regisseur dieses Schauspiels war, schien die Sonne – kein Regenwölkchen war weit und breit zu sehen. Das Schiff ist ca 40 m breit, die Dockschleuse „nur“ ca 45 m. Da ist wirklich „Millimeterarbeit“ gefragt. Jeder Geburtskanal ist eng das ist unbestritten, aber die World Dream musste ja noch mehrere „Geburtskanäle“ durchlaufen bis zur Einfahrt in die Nordsee. Wir liefen zum „Deich“ der auf der anderen Seite des Meyer-Werft-Hafens liegt. Dort war durch ein Gitter der nähere Zugang abgesperrt. Also machten wir uns auf den Rückweg nach Weener zur nächsten Engstelle als der Friesenkanal fast passiert war. Wir fuhren bis zum Campingplatz, ruhten uns eine kurze Zeit aus, assen ein paar Bissen und liefen dann auf den Weener Deich. Uwe hatte sich mit zwei leichten Klappstühlen bewaffnet, da wir nicht genau wussten, wann das Schiff hier passieren würde. An der Friesenbrücke sassen wir auf unseren Klappstühlen oben am Deich und hatten einen guten Überblick bis sich die Menschen dicht an dicht vor uns stellten. Also nahmen wir unsere Stühle und liefen bis hinunter fast an die Ems. Hier konnte uns Niemand mehr die Sicht verbauen. Und dann kam sie die Dream World – gross, majestätisch, sehr langsam glitt sie an uns vorbei. Der Typhon rief uns ein „hier komme ich“ zu und die Melodie „Time to say good bye“ erklang noch einmal.
Ich bin froh dass ich das real erleben durfte. Im Internet kann man sich viele Clips anschauen, aber das beinhaltet nicht die Wirklichkeit, die Spannung die die Menschen erfasst, das ungläubige Staunen und die Kommentare, die man ringsherum mit anhört. Nicht nur deutsche auch niederländische, französische und englische Wortfetzen habe ich wahrgenommen,
Den Nachmittag beschlossen wir mit einer Innenbesichtigung einer voll funktionierenden Mühle in Stapelmoor. Tranken in der danebenliegenden Mühlenscheune einen Tee nach friesischer Art mit Kluntjes und Sahne und liessen diesen ereignisreichen Tag still ausklingen.
 

Bruny
Bruny
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Bruny
als Antwort auf justus39 † vom 29.09.2017, 08:54:00

Hab es ihr ausgerichtet. Sie liegt einfach nur den ganzen Tag herum und schläft viel. Vielleicht sind es ja auch die Schmerztabletten die sie so müde machen. Ich bin am Ende mit meinem Latein und sehr traurig weil ich ihr nicht helfen kann emoji_cry.

youngster
youngster
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von youngster
als Antwort auf johanna vom 29.09.2017, 13:46:31

Liebe Johanna,

herzlichen Dank für den interessanten Bericht der Schiffsgeburt.

Liebe Grüße youngster


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Roxanna
Roxanna
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Roxanna
als Antwort auf johanna vom 29.09.2017, 13:46:31
Heute habe ich erst die Zeit gefunden hier alles von den letzten Tagen durchzulesen. Ich bin überwältigt und sage Dank für die vielen Geburtstagsgrüsse und guten Wünsche!
Youngster, Luchsi und Nixe 44, sowie Shenaya Charlotte Susanne und Bruny fühlt Euch umarmt. Justus die Einladung für einen leckeren Schluck Wein nehme ich gerne an emoji_blush


 

Die Eule Roxanna heult, weil die Eule Johanna nicht gesehen hat, dass sie auch gratuliert hat.
 
 
 
justus39 †
justus39 †
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von justus39 †
als Antwort auf Roxanna vom 29.09.2017, 20:01:47

Sie hat wohl auch meine Glückwünsche nicht gefunden?

Bruny
Bruny
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Bruny
als Antwort auf johanna vom 29.09.2017, 13:46:31

Danke dass du uns mitgenommen hast, Eule Johanna. Bei deinem tollen Bericht fühlte ich mich, als ob ich dabei gewesen wäre emoji_thumbsup.
Ich war heute sehr beschäftigt, zuerst habe ich 2 Damen zum Zahnarzt gefahren, am Nachmittag musste ich mich im Garten betätigen, umtopfen, verwelkte Blätter und Blüten abzupfen, verblühte Rosen abschneiden, Unkraut zupfen und dann ausgiebig im Pool schwimmen, am Abend dann mit Morena eine Hunderunde gehen, dann war der Tag gelaufen. Entweder ich habe wirklich so viel zu tun oder die Zeit vergeht tatsächlich schneller als früher. 
Für morgen habe ich eine Radltour geplant, der Wetterbericht sagt 27° voraus, also beste Bedingungen. Eigentlich wollte ich ja an unserem "Hausberg" klettern gehen, aber meine Finger schmerzen von der Gartenarbeit, also lasse ich das lieber bleiben. Ich möchte meinen Schutzengel nicht herausfordern. Der Berg läuft mir ja nicht weg.
Ich schnappe mir jetzt noch ein Glas Rotwein, das Justus bestimmt irgendwo gebunkert hat und dann heule ich la Luna noch ein bisschen an emoji_laughing.
Ich sag schon mal buenas noches

Tine1948
Tine1948
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Tine1948
als Antwort auf Bruny vom 29.09.2017, 22:37:56

Einmal etwas Anderes. Aber, liebe Bruny, ich denk an Morena und dich, und eine Kerze brennt bei mir im Odenwald und morgen zuhause, dass es ihr besser gehen mag.

Meinen Liebling, den Wilhelm, hab ich im Googel abgesucht und tatsächlich kommt eine Eule vor und deshalb muss er hier rein. Er dichtet fast ( ;-))

besser als ich und  das noch viele Zeilen länger als ich... aber da ist er jetzt.. Gute Nacht an alle Eulen, die sich hier ja schon wieder heimisch fühlen. Nur kurz von mir:

Es ist so wunderbar,
dass eine grosse Schar
von Eulen
hier nicht mehr heulen
Nur toll in guten Weilen
So viel mtieinander teilen

Der Versuch war von mir,
doch zu notalgischer Zier
Kommt nun der Wilhelm - Busch
Und ich mach nun jetzt scnnell noch hier
Einmal vorerst 'kusch und Husch'


Wilhelm Busch,

"Hänschen Däumeling

Es lebt' ein Schneider leicht und dünn
Mit seiner Frau gemütlich hin.
Sie hatten auch ein Söhnlein schon.
Sehr klein und zierlich von Person.
Er war nicht dicker wie die Pflaumen
Und grad so lang als wie mein Daumen.
Drum, weil er so ein kleines Ding,
Nennt man ihn Hänschen Däumeling.
Sein Mut jedoch ist ohne Tadel,
Sein Degen spitz wie eine Nadel;
Damit hat er an einer Wand
Drei Fliegen durch und durch gerannt.

Drauf legt er sich im grünen Grase,
Um auszuruhn, auf Bauch und Nase.

Ein Rabe, der spazierengeht,
Hat ihn mit einem Aug' erspäht.
Er denkt: Was ist das für ein Käfer?

Und rupft und zupft den kleinen Schläfer.

Der dreht sich um und will den Frechen
In seine dürren Waden stechen.
»Kraha!« lacht dieser. »Wär' nit übel!
Gottlob! Ich habe dicke Stiebel!«

Grapps! – packt er ihn, fliegt in die Höh'
Und weit, weit über einen See.

Die Eltern aber fragen bange:
Wo bleibt denn Hänschen nur so lange?
Sie suchen ihn in allen Taschen
In Stiefeln, Hauben, Büchsen, Flaschen.
Sie rufen: »Herzchen!« – rufen: »Liebchen!« –
Allein es kommt und kommt kein Bübchen.

Der Rabe mit dem Hänschen flog
Auf einen Baum, erschrecklich hoch.
Hier wünscht er ihm recht guten Morgen
Und läßt ihn für sich selber sorgen.

Uhu! Im Astloch mit Geheule
Hockt eine alte Schleiereule.

Und über ihm die dicke Spinne
Hat auch nichts Guts mit ihm im Sinne.

Schon sträubt die Eule sich und droht,
Das Hänschen sticht die Spinne tot.
Schnell läßt er sich an ihrem Faden
Vom Baum herunter ohne Schaden.

Juchhe! Hier unten in dem Moos
Geht's lustig her und ist was los.
Drei muntre Käfer trinken Met
Von allerbester Qualität.

Da heißt es: »Prost!« und: »Was wir lieben!«
Das Hänschen trinkt so viel wie sieben.
Der Kopf wird schwer, die Beine knicken,

Bums! liegt das Hänschen auf dem Rücken.

Das gibt 'n Spaß! Die Käfer laufen
Mit ihm zu einem Ameishaufen.

So was macht munter. O wie schnelle
Verläßt er diese Wimmelstelle.

Er läuft und schlupft mit großer Freude
In ein sehr enges Wohngebäude.

Nun ja! denkt sich der Jägersmann.
Jetzt zieh' ich meine Handschuh an!

Auweh! Was war das für ein Stich?!
Der Jägersmann schreit jämmerlich.

Dem Hänschen wird's bedenklich doch;
Er möchte in ein Mäuseloch.
»Ein Dieb, ein Dieb!« – So schreit die Maus
Und zieht ihn hinterwärts heraus.

Und plötzlich geht's: »Kraha! Kraha!«
Der böse Rab' ist wieder da.
Er faßt die Maus bei ihrem Schwänzchen
Und flattert weg mit Maus und Hänschen.

»Die« ruft der Jäger – »muß ich haben!«
Bauz! Richtig trifft er Maus und Raben.

Und Rabe, Maus und Hänselein
Plumbumsen in den See hinein.

Sofort erscheint die kleine Sylphe
Zephire, Königin im Schilfe,
Reicht ihm die Hand und lispelt fein:
»Sprich, Prinz, willst du mein Liebster sein?«
»Schön' Dank!« spricht er. »O Königin!
Ich muß zu meinen Eltern hin!«

»So geh' ich mit dir!« haucht Zephire.
»Mein Schifflein wartet vor der Türe!«

Und wie sie so dahingefahren
Und mitten auf dem Wasser waren,
Da kommt ein dicker Hecht und schwapp!
Schluckt er sie in den Bauch hinab.

Ein Fischer, welcher grade fischt,
Hat aber gleich den Hecht erwischt.

Er überbringt ihn Hänschens Mutter,
Die denkt: Den braten wir in Butter!
Ratsch, wird der Bauch ihm aufgeschnitten,
Und sieh, wer kommt herausgeschritten?

Ei! Unser Hänschen, und galant
Führt er Zephiren an der Hand.
Das wurde mal ein hübsches Paar!
Sie lebten fröhlich manches Jahr.
Und Hänschen ward ein Damenschneider
Und machte wunderschöne Kleider;
Und was er machte, saß.
Er stieg auf eine Leiter
Und nahm genau das Maß."





 


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