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Plaudereien Club der Nightwriter und Nightreader

Bruny
Bruny
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Bruny
als Antwort auf Roxanna vom 21.12.2017, 10:57:27
Tja, nun sitze ich alleine im Eulennest emoji_confused,
weil sich an Weihnachten kein Eulchen hier mehr blicken lässt.
So sitze ich und beobachte stumm
das weihnachtliche Geschehen um mich herum emoji_flushed.
Kein Eulerich ist mehr in Sicht,
niemand mehr der zu mir spricht emoji_angry.
Darum sitze ich hier und heule emoji_cry,
denn ich bin eine vernachlässigte Eule.
@Roxie Eule, nimm dich in Acht,
der dunkle Wald hat schon manchem das Gruseln beigebracht emoji_wink.
Komm zum Eulennest bald wieder,
dann feiern wir uns singen lustige Lieder emoji_thumbsup
Tine1948
Tine1948
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Tine1948
als Antwort auf Bruny vom 21.12.2017, 12:35:08

Nein, Bruny, das ist nicht wahr
denn ich bleib zu Hause, das ist klar
Und besuche auch trotz Weihnachtsfest
Bestimmt ganz oft das Eulennest.
Dort werden wir zusammen singen
und mit allerlei Glöckchen klingen
Wer weiss, vielleicht, das wär nämlich fein,
kommt der Justus noch daher mit seinem Wein
und Johanna wirds schon richten
uns weiter zu schreiben ihre Reisegeschichten.

Danke für deinen letzten Bericht, liebe Johanna
Und dir liebe Grüsse, Bruny

pippa
pippa
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von pippa
als Antwort auf Tine1948 vom 21.12.2017, 14:01:40

Ich liebe Eulen, das ist wahr,
und sammelte sie schon Jahr um Jahr,
doch kann ich nur am Tage kommen,
weil ich gehöre zu den Frommen,
die artig nachts im Bettchen schlafen,
und dort dann keine Eulen trafen,
jedoch am Tag, da les' ich gerne,
obwohl dann leuchten keine Sterne,
Johanna dank’ ich für’n Bericht,
Kroatien krieg ich zu Gesicht,
im Frühjahr wenn nur alles klappt
und mich vorher kein Untier schnappt.

Jetzt wünsch ich Euch das Allerbeste
zum diesjährigen Weihnachtsfeste,
auch, dass ihr kommt ins neue Jahr,
ganz ohne ein gekrümmtes Jahr. (bzw Feder)



Euch allen weihnachtliche Grüße
Pippa

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Bruny
Bruny
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Bruny
als Antwort auf pippa vom 21.12.2017, 15:53:07

Pippa, das hast du schön gesagt Schneeflocke,
ich habe mich heute auch als Lerche hervorgewagt.
Auch ich mag Eulen gerne, sie sind weise
beobachten viel und sind ganz leise.
Im Eulennest ist für viele Vögel Platz,
für Amsel, Drossel, Specht und Spatz.
Eule Tine, auf dich ist halt Verlass 
und ich muss nicht alleine sitzen in dem Fass

pippa
pippa
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von pippa
als Antwort auf Bruny vom 21.12.2017, 16:14:21
Jetzt wünsch ich Euch das Allerbeste
zum diesjährigen Weihnachtsfeste,
auch, dass ihr kommt ins neue Jahr,
ganz ohne ein gekrümmtes Haar. (bzw Feder)

Da hat mich mein PC wieder eigenmächtig verschlimmbessert.



PippaLachender Teufel
johanna
johanna
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von johanna

Donnerstag 21.12.
Früh morgens. Wir starten nach einem ausgiebigen Schlaf und kargen Frühstück. Der Sonne entgegen, die uns mit einem wunderschönen Morgenrot weckte. Nach dem Aufräumen und Stühle verstauen geht es weiter. Die Küstenstraße hinter jeder Kurve ein anderes Bild!. Die vorgelagerten Inseln, die kleinen Orte die wir passieren - der Sonnenschein der mich blendet. Wir biegen bei einem Ort ab und Uwe meint, nachdem er eine Autowaschanlage und einen mit einem Besen bewaffneten jungen Mann sieht: das ist mein Gesprächspartner. Wie Recht er hatte. Dieser junge Mann konnte unsere Gasflaschen auffüllen, sodass wir jetzt nicht mehr so stark wärmeeingeschränkt sind. Anschliessend fanden wir eine Tankstelle. Auch das war bitter nötig. Uwe hat da die Ruhe weg, während ich schon kribbelig bin. Jetzt fehlte nur noch fett und eine Presse, damit das unangenehme Knarren in der Bremsanlage des Anhängers abgestellt wird. Wir fahren weiter. Auf einmal stoppte Uwe das Gefährt. Auf meine fragenden blicke meinte er, dort in dem Geschäft mit den Besen und Schaufeln ist mein zweiter Gesprächspartner. Wo er nur seine Blicke hat! Ich hatte diesen Laden nicht gesehen. Aber dort bekommt Uwe alles was er noch braucht. Fett und Presse. Wir fahren durch Split. Die Kroaten fahren wie die gesengten Säue, drängeln, halten sich oft an keine Regeln. Uwe musste eine Notbremsung mit dem Gespann hinlegen. Noch ein Mal gut gegangen. Später sehen wir, dass der Tisch im Caravan umgekippt war, Bücher und Polster lagen auf dem Boden, die Teppiche waren verrutscht. In Split:ein Kroate überholt selbstmörderisch und verursacht vor uns fast einen Unfall. Beinahe wären wir mit hineingezogen worden.
Die Küstenstraße sehr eng, sehr kurvenreich bergauf und bergab. Anstrengend zu fahren.
Aber wir sehen viele Zweigstellen der Firma B. Grosse Haufen Holzscheite zum Heizen. Jede Menge davon. Riesige Baumstämme, die noch auf ihre Verarbeitung warten. Ausserdem stellen wir bei der gesamten Reise fest, dass Kaufland, Mac Donald, LIDL, Obi, Deichmann, dm, Kik und co immer gesammelt an ein  und dem selben Ort in einem Einkaufscenter zu finden sind. Bauhaus nicht zu vergessen!
Wir suchen einen  Rastplatz für das Mittagessen. Schwierig bei der engen Uferstraße. Aber dann entdeckt Uwe einen Platz mit einem Fußweg zum Meer. Ich packe alles für ein Picknick ein. Uwe läuft vor. Meine Schuhe haben keinen gripp. Ich rutsche auf dem letzten steilen Abschnitt aus, liege flach und Uwe hilft mir beim aufstehen. In zwei oder drei Tagen habe ich bestimmt wieder einen Bluterguss am  Busen. Das Picknick am Meer, die Aussicht, die Sonne, schöner kann es gar nicht sein. Nach dem steilen Aufstieg Weiterfahrt und suche nach einem Standplatz für die Nacht. An einem Hafen finden wir das, was wir brauchen. Es stürmt, der Caravan wackelt. Aber es ist warm und ich kann kochen, während Uwe die Gegend mit dem Fahrrad erkundet. “Ich kenne mich nicht aus, aber gleich" Uwe kommt zurück und fragt ob ich nicht merkte dass das Oberlichtfenster fast Weggeweht worden wäre. Ich habe nichts gemerkt, es wurde nur etwas wackelig und kühler. Uwe zurrt die Fenster fest und dann genehmigen wir uns einen absacker in einem nahegelegenen Lokal. Auf unsere Frage, wann es dort Frühstück gibt erhalten wir eine positive Auskunft. Wir werden also wieder Zahnbürste und eine Tube Zahnpasta einstecken. Toilette dort benutzen. Uwe hat dafür extra die kleinen Zahnpastaproben, denn eine grosse Zahnpastatube in seiner Hosentasche veranlasst alle, auf seine Hose zu starren.
Wir liegen im Wohnwagen am Hafen und sehen die ein- und Ausfahrt der Fähren. Diese löschen nach dem Auslaufen die Lichter. Der Wind heult um den Caravan.


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Bruny
Bruny
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Bruny
als Antwort auf johanna vom 21.12.2017, 20:23:20
Uwe hat dafür extra die kleinen Zahnpastaproben, denn eine grosse Zahnpastatube in seiner Hosentasche veranlasst alle, auf seine Hose zu starren.
Tränen lachen Tränen lachen Tränen lachen - na, da würde sich doch ein weiterer Spruch anbieten. Wie wär es denn mit „nur kein Neid“.

 Herrlich sind deine Reiseberichte und ich freue mich auf weitere Daumen hoch.
Bruny
Tine1948
Tine1948
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Tine1948
als Antwort auf Bruny vom 21.12.2017, 16:14:21

zweiundzwanziguhrsechzehn: 
Eulen habt ihr grad gesehn:
Das Eulennest ist leer
keine(r) kommt hierher

Aber lasst euch sagen
Auch an den Weihnachtstagen
Ist hier jeder willkommen
egal ob allein unter dem Baum
Oder er will grade schau'n
Ob noch jemand jemand online
An diesen Tagen muss niemand alleine sein.
Ich wärme mal das Nest und stelle fest
Die Kerzen brennen
Und wie wir uns kennen
treffen wir uns bald
im schönen Eulenwald.

Alles Liebe von der Tine
mit der spanischen Hundebiene
Und Julchen wünscht ihren Hundefreundinnen
dass sie viel Gesundheit gewinnen.
 

Bruny
Bruny
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Bruny
als Antwort auf Tine1948 vom 22.12.2017, 22:37:16

Boah, ich bin noch ganz benommen,
habe heute leider ganz schlechte Nachrichten bekommen.
Mir scheint, dass mich vor großen Feiertagen
immer ganz große Nöte plagen.
Einen Tag habe ich jetzt noch Zeit,
denn für diese Weihnacht bin ich überhaupt nicht bereit.
Morgen aber muss ich dringend noch einkaufen gehen
und wenigstens für Morena einen Knochen erstehen.
Ich werde wohl mein Essen trinken
und danach hoffentlich in einen Tiefschlaf sinken Zwinkern.
Ich wünsche allen Eulen besinnliche Tage
und ich komme wieder, gar keine Frage.


 

johanna
johanna
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von johanna

Freitag der 22.12.
Ein wunderschöner Tag beginnt. Morgenrot vom feinsten. Wir stehen am Hafen und sehen wie die Sonne langsam aufgeht. Unser Frühstück nehmen wir in bewährter Manier in einem kleinen Restaurant am Hafen ein. Mit Zahnbürste und Zahncreme bewaffnet. Wir beobachten die Fähre und sehen die schwarze Katze, die immer wieder erfolglos versucht an Bord zu kommen. Ständig wird sie verjagt. Ihre wiederholten Versuche und ihre Ausdauer wird noch bis zur Abfahrt ergebnislos bleiben. Dann machen wir uns auf den Weg nach Dubrovnik. Das letzte Stück nehmen wir allerdings die Küstenstraße. Hier kann man keine Kilometer machen, aber dafür kommt hinter jeder Kurve eine andere schöne Sicht. Ein fantastisches Bild löst das andere ab. Uwe ist immer wieder aufs neue begeistert “schau doch nur, wie schön das hier ist”  höre ich sehr oft und im geheimen muss ich ihm Recht geben. Die Adria Mal tiefblau, Mal grünlich-blau je nach Tiefe. Die Sonne die sich im Meer spiegelt und dafür sorgt, dass man von diesem strahlen geblendet ist. Schroffe Felsen auf der einen Seite, auf der anderen Seite der steile Abhang zum Meer. Orangenbäume Felderwirtschaft, wo es möglich ist. Felsige Abschnitte, wo man nichts anbauen kann. Häuser die wie an Felsen geklebt wirken….und immer wieder Hinweisschilder auf verstärkte Windböen. Kurvenreich bis zur Landesgrenze Bosnien-Herzegowina. Hier stehen wir beim Kontrollpunkt Ausreise - Einreise und verlieren dadurch fast neunzig Minuten. Wir fahren mit erlaubter Geschwindigkeit, trotzdem für viele zu langsam. Drängler, Raser sind unterwegs auch bei unübersichtlicher Strecke, scharfen Kurven. Selbstmörderisch in meinen Augen und ich fahre auch gerne rasant. Uwe hält an einem Rastplatz, der eine grandiose Aussicht auf das Meer und die vorgelagerten Inseln bietet. Die Sonne brennt und ich sage zu ihm:”jetzt hier einen Liegestuhl hinstellen und die Wärme und die Aussicht genießen, das wäre es doch”. Uwe entgegnet trocken:”ich gehe jetzt erst einmal pinkeln, damit fangen wir dann schon Mal an” und verschwindet hinter einem Busch. So ernsthaft und trocken kommt dieser Satz dass ich laut loslache. Wir fahren weiter, verlieren bei der nächsten Zollstelle wieder ca. 60 Minuten. Hier ist Kroatien auf kurze Strecke geteilt - Bosnien hat hier einen Zugang zum Meer. Ca. 35 km vor Dubrovnik biegt Uwe wieder in einem Ort von der Landstrasse Nummer 8 ab. Wir suchen im dem Ort Slano einen Campingplatz. Oder einen Platz an welchem wir für ein paar Tage stehen können. In Dubrovnik selbst wird das nicht möglich sein. Uwe schlägt einen sehr schmalen Weg direkt am Meer ein, der zum Hafen führt. Der Weg wird schmaler und kurviger. Manchmal denke ich, dass der Caravan bestimmt mit einem Rad in der Luft hängt. Ich schwitze Blut und Wasser und bin doch nur Beifahrer. Uwe fährt gelassen weiter und meint nur “was für ein Abenteuer”. Am Hafen ist ein grosser Parkplatz. Bewacht und mit einer Schranke gesichert. Obwohl viel Platz ist dürfen wir hier nicht parken. Der Platz ist nur für Bootseigner. Und dann kommen wir weiter weg zu einem Campingplatz, der geöffnet hat. Aber kein Wohnwagen steht auf dem kleinen Gelände. Wir suchen bei der Rezeption klingeln an verschiedenen Türen, klopfen und rufen. Plötzlich kommt ein alter Mann langsam angelaufen. Wir fragen auf deutsch und auf Englisch ob wir hier auf dem Platz parken dürfen. Er versteht die Sprache nicht, aber aus seinem “da, da” entnehmen wir, dass wir einen Platz gefunden haben. Der Alte schlurft hin und her aber er versteht kein Wort. Sicher ist er schon über Achtung  jahre. Ich will wissen, wieviel es pro Tag kostet. Ich rufe Katharina an, damit sie ihn fragen kann. Aber der Alte kann mit dem Smartphone nicht telefonieren - ich leiste  Hilfestellung. Danach geht er langsam zum Zaun und ruft einem jungen Burschen etwas zu. Der reagiert nicht. Auch zwei andere Männer die erscheinen, reagieren auf die Rufe des Alten nicht. Also mache ich mich  auf den Weg zu den Nachbarn, rufe dem jungen Mann Hallo zu, der sofort sein Telefongespräch unterbricht. Und schon kommt einer der älteren Männer aus dem Haus und beantwortet meine Fragen. Wir können bleiben mit Strom, Wasser, Toiletten und Duschen eingerichtet wird es hier im Winter ein billiges Vergnügen. Jetzt sind Uwes Fahrkünste gefragt. Die Einfahrt ist eng mit Mauern begrenzt. Die Uferstraße - eigentlich nur ein schmaler Weg lässt für das rangieren auch nicht viel Platz. Das ist Abenteuer zwei für den heutigen Tag. Zentimeterarbeit ist gefordert. Ich denke, dass Uwe mit dem Caravan an der Mauer hängen bleibt, es passt kein Blatt Papier mehr zwischen Mauer und Caravan. Aber er schafft es. Für die Ausfahrt werden wir Vaseline in grösserer Menge benötigen, um die Mauern der Wand  damit zu beschmieren, damit der Wagen durchrutschen kann. Gleitgel würde wahrscheinlich nichts nützen……
Uwe koppelt den Wagen ab, wir fahren weiter nach Dubrovnik. Katharina sagte uns, dass die Eltern ab drei Uhr zu Hause sind. Da noch etwas Zeit ist, trinken wir unterwegs noch eine Tasse Kaffee. Kurz nach 15 Uhr stehen wir vor dem Haus. Ich steige aus und sehe Pietro. Er kam gerade nach Hause und winkt. Wir begrüßen uns herzlich und Uwe kann sein Auto abstellen. Der Platz ist sehr beengt vor dem  Haus. Dann nehmen wir uns die ca 90 Stufen bis zur Wohnung vor.


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