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Plaudereien Club der Nightwriter und Nightreader

Tine1948
Tine1948
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Tine1948
als Antwort auf luchs35 vom 16.07.2018, 21:49:30
Hier können alle Schlafwandler, Nachtaktive oder Creative ihre nächtlichen Gedanken niederschreiben. Ich bin gespannt wieviele "Nachtgeister" sich einbringen
Nachteule Bruny

Liebe Eulen, das war ein Zitat aus den Anfangszeiten des Nightwriters. Danke Bruny. Du fehlst uns. 

Ich hab mal für uns zusätzlichen Wald bestellt:

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Wie findet ihr die Idee? Ein Erholungsraum für Nachteulen. Ist nicht gerade so ein Freiraum dazu einladend, um hier wieder sehr oft einzukehren? - Und was zu erzählen?

Ich erzähl mal, was mich heute 'gefreut, gewundert, geärgert' und was ich im 'gefreut' Thread heute Morgen nicht einstellen wollte (als Nachteule). -  Heute am Morgen mit Julchen am hiesigen Fluss: Am gegenüberliegenden Ufer Plastikflaschen, Kaffetogobecher etc. . Jule ist ja trainiert als Abfallsammelhund. Ich hatte, wie immer, eine grosse Mülltüte beim Spaziergang am Montag dabei. Sie trug zusammen, was sie am andern Ufer erwischen konnte (sie ist eine super Schwimmerin) und ich sammelte auf meiner Seite alles ein. Scherben, leere und zertrümmerte Bierflaschen, zusammengebundene Babywindeln, und mehr, das ich jetzt nicht beschreiben mag. Und nachher sassen wir im Schatten auf einer Bank und ruhten uns aus.

Mein Hund ist aus dem Tierschutz und hat offensichtlich Übles früher erlebt. Und lässt sich nicht gern knuddeln. Aber nach solch einem Arbeitseinsatz und so viel Lob, knautscht Jule sich an mich drannnn, wie wenn Körperkontakt das Beste auf der Welt wäre /ich bin dann auf einer Seite ganz nass vom nassen Hund). Und glücklich

So nah sind Ärger (über den Müll nach einen warmen Wochenende am Fluss) und Wundern ( wie kann es sein, dass Menschen ihren Müll an so einem schönen Fluss liegen lassen) und Freude ( mein Julchen ist die Beste) miteinander verwoben. 

Ich bin so froh, dass Johanna uns so viele Berichte schenkt. Und denke gleichzeitig, es könnten mehr noch hier geschrieben werden. Lasst uns doch einen Eulenblog starten. 

Liebe Bruny, ich mag dich nicht drängen, für mich ist es auch schön, wenn wir uns in Mails austauschen. Aber es ist eigentlich dein Thread. Und den hast du angefangen, will heissen: du wirst hier vermisst von mir. 

Liebe Grüsse, Barbara

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Majorie
Majorie
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Majorie
als Antwort auf luchs35 vom 16.07.2018, 21:49:30

Koestlich Dein Reim, liebe Luchs.
Ich ersticke hier in Papierkram und Tel.Beantwortungen (werde die Firma aufloesen-wird mir alles
zuviel).

Grabe mich durch alles und muss ausserdem die Anordnung des Arztes einhalten, d.h. 2 Stunden
mit dem Rollator auf den Beinen und 1 Stunde Bettruhe. Versuche ruhig und geduldig zu bleiben,
obschon das nicht gerade meine Staerken sind.

Sobald ich hier durch bin flattere ich wieder regelmaessig an. Bis dahin liebe Gruesse an alle Eulen
von Eurer momentan sehr 'gepeinigten' Ruth
Majorie.jpg


 

johanna
johanna
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von johanna
als Antwort auf Tine1948 vom 17.07.2018, 00:07:25

Ein Erholungsraum für Nachteulen?

Zur Zeit bin ich nur noch müde - furchtbar müde. Ob das mit der Hitze zusammenhängt? Aber dann frage ich mich wieso - das habe ich früher nie so richtig bemerkt. Hat dann wahrscheinlich doch etwas mit dem Alter zu tun.  Am Sonntag bin ich nach Hause geflattert - ich war sehr manierlich und bin nicht schnell geflogen.....dafür haben wir am Abend dann Brombeeren gesammelt, dabei wollte ich nur schauen, wie weit bzw. reif die Früchte jetzt schon sind. Der Montag war gerettet - da hiess es dann "entsaften". Und meine Küche sah aus wie ein Schlachtfeld, aber das Ergebnis waren 17 Gläser feinstes Brombeergelee. Ausreichend für meine geplanten Weihnachtspräsente.
@Tine zur Zeit sitze ich hier zu Hause fest und auch in der nächsten Zeit werden wir kaum grössere Wiochenendereisen oder andere Kurztrips unternehmen können. Der Caravan ist abgemeldet - ein Neuer nicht in Sicht. Da wird es mit neuen Berichten schwierig und ob die alten, von mir auch gesammelten Berichte so interessant sind kann ich nicht beurteilen. Denn die habe ich mir alle fein säuberlich ausgedruckt damit ich später - irgendwann, wenn ich mal in einem Seniorenheim herumsitzen sollte - mein Gedächtnis auffrischen und in Erinnerungen schwelgen kann.

@Majorie ich wünsche Dir dass Du die Geduld nicht verlierst und weiterhin auf Deine vollständige Genesung hinarbeitest.
und Bruny wird nicht nur von Dir vermißt liebe Tine.
Ich wünsche allen Nachteulen frohe Stunden und winke Euch zu

Johanna_1.gif


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Tine1948
Tine1948
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Tine1948
als Antwort auf johanna vom 17.07.2018, 16:58:49

Liebe Johanna, das geht mir auch so. Die Hitze vertrage ich nicht mehr so gut wie früher. Glückwunsch aber zu deinem Brombeergelee: Da geht doch noch was.

Bei mir ist es so: Jetzt endlich Regen
Eulenschirm_1.jpgDie mit den Augen zu ist Julchen ;-))))

Quelle vom Bild: 
Oh now, das Onlinemagazin zum Staunen. Fotograf: Tanto Yensen (36),  sichtete die zwei Jungtiere in einem Park in der Nähe seines Hauses in Jakarta, Indonesien.
 

Majorie
Majorie
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Majorie
als Antwort auf johanna vom 17.07.2018, 16:58:49

Ja, liebe Johanna, auch hier ist es fast unertraeglich heiss, so heiss dass ich mich am liebsten
wieder ins Hospital unter die Klimaanlage legen moechte.
Danke fuer Deine Wuensche; aber da hast Du eine Schwachstelle von mir angesprochen.
Geduld ist und war niemals meine Staerke und ich verpulvere viel Energie, um sie aufzubringen.
Draussen steht mein kleines Auto, lacht mich an und moechte zur Kueste gefahren werden.
Leider haben meine Beine noch andere Vorstellungen.
Ja ja - wird schon wieder werden.
Meine Stimmung ist auf dem Nullpunkt und ein jeder der reinkommt und denkt, ich sei wieder die
'Alte' geht enttauescht wieder heraus.
Bin am liebsten momentan alleine.
War an sich heute hier angeflattert, um eine Story von Dir zu lesen, was ich jetzt auch tun werde.
Wird mich sicherlich wieder etwas nach oben bringen.
Ich gruesse Dich aus der Ferne und der Tropenhitze (90 % Luftfeuchtigkeit). Da muessen die Beine
eigentlich garnicht krank sein um schwach zu werden.
Glueckwunsch zu Deinem Brombeergele ! Der Gedanke an frisch gebackenes Brot und selbst
zubereiteten Gele war immer ein Genuss. Ich kaufe ihn hier von den Landfrauen auf dem Markt.
Sie verstehen ihr Handwerk.

Ich gruesse und denke an alle Euch Eulen.
Liebe Gruesse von Ruth
Majorie.jpg
Kann mich mal jemand aufklaeren was mit
Bruni passiert ist? Hoffentlich ist sie nicht krank !!!

















 

Majorie
Majorie
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Majorie
als Antwort auf Shenaya vom 14.07.2018, 17:32:42

Danke Dir fuer Deine lieben Zeilen Shenaya. So ganz auf dem Damm bin ich noch nicht.
Brauche neue Beine und Fuesse. Warte auf ein Sonderangebot.

Sehe immer mal wieder ins Eulennest rein und denke, bald bin ich wieder voll funktionsfaehig.
Die Idee von Tine, einen Blog einzurichten finde ich gut. Was meinst Du?

Es gruesst Dich 'Deine' Eule
Ruth
Majorie.jpg



 


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Majorie
Majorie
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Majorie
als Antwort auf Komet vom 14.07.2018, 17:17:52

Meine liebe Ruth,
ich entdecke erst jetzt, wie schoen Deine Eule ist. Laufe etwas hinter der Zeit her.
Danke fuer Deine guten Wuensche!
Komm' mal oefters her mit Deiner Eule.
Hier bei uns im Nest geht es friedlich zu.
Komm' her und trinke mit uns ein Glas von Justus Wein.
Ich vermisse ihn allerdings im Moment - kein Faesschen in Sicht.

"So long" und liebe Gruesse ,
Deine NS Ruth
Majorie.jpg

 

Majorie
Majorie
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Majorie

Hallo Tine,
haette Dir gerne ein paar nette Worte gesagt zu Deinem 'Abfallbeitrag'. Leider fehlt hier das
'Antwortfeld'. Liegt sicher an meinem PC, denn ich finde auch nirgendwo die Beitraege von
Johanna, auf die ich mich so gefreut hatte.
Muss irgendjemand an meinem PC herumgespielt haben von meinen Freunden, die Zugang zu
meinem Apptm. hatten. Er bockt andauernd.
Nun, jedenfalls, Deine Geschichte ist herrlich und das was Ihr Beide -Du und Julchen- tut sehr
anerkennenswert.
Hier bei uns wird auch viel Unrat an die Straende gespuelt. Die Passagiere der Kreuzfahrtschiffe
werfen alles was sie nicht brauchen gedankenlos ins Meer. An die Fische denkt niemand. Es ist zum
Heulen.
Mehrere Male im Jahr sammeln die Studenten der Uni alles auf, stopfen es in Saecke und die
Muellabfuhr entsorgt sie. So sind die Straende meistens sauber; trotzdem ist es eine Riesenschweinerei, dass so etwas ueberhaupt passiert.

Deinen Gedanken mit dem Blog kann ich nur unterstuetzen. Waere sicherlich interessant und
amuesant. Lassen wir das mal nicht fallen und starten es zu gegebener Zeit.
Ich werde nicht fuer immer fluegellahm bleiben und habe Etliches auf Lager.

Sei lieb gegruesst von Deiner Eule
Ruth
Majorie.jpg

 

johanna
johanna
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von johanna

Liebe Majorie dann will ich Dir mal einen meiner alten Beiträge/Berichte einstellen. Es ist kein Reisebericht, eher eine Kurzbeschreibung eines kleinen Teils meines Lebens.....so hast Du wenigstens ein bisschen was zu lesen *smile*
Allerdings habe ich dies schon vor Jahren geschrieben und jetzt nur die Zahlen berichtigt.

Familie und Beruf - eine Sache der Organisation
Nach meiner ersten Ehe fand ich vor über 47 Jahren den "Mann meiner Träume". Er war Witwer, hatte sieben Kinder, war 17 Jahre älter und hatte einige Schulden. Wir wagten einen Neuanfang und zogen mit Sack und Pack und allen Kindern vom Süden der Republik über 650 Kilometer weit nach Nordwesten. Was das für die Kinder hieß, konnte ich mir sehr gut vorstellen - war mein Leben doch bis zu diesem Zeitpunkt umzugsmässig im wahrsten Sinne des Wortes "zigeunerhaft". Von einer kleinen Wohnung in ein Haus mit Garten umsiedeln heißt: mehr Räume einrichten. Gardinen, Lampen, Schränke – notwendige Dinge anschaffen. So kamen zu dem Abtragen der Altschulden die Kosten der Neuanschaffungen dazu. Als das erste gemeinsame Kind zur Welt kam, war unser größter Vorteil, dass alle Kinder sich über das Baby freuten und jedes der Geschwister wollte unbedingt Babysitter sein. Daher entschloss ich mich, wenigstens einen Halbtagsjob anzunehmen, damit die finanzielle Belastung für meinen Mann und mich erträglicher wurde. Nach dreimonatiger Suche fand ich auch einen sicheren Arbeitsplatz. Die Organisation machte mir zuerst ein wenig Kopfzerbrechen... nicht wegen der Arbeit. Nein, das Problem bestand nur in mir selbst. Ich hatte ein fürchterlich schlechtes Gewissen, das Baby (als ich anfing zu arbeiten war es sechs Monate alt) und manchmal auch den mittlerweile knapp Siebenjährigen für eine halbe bis maximal eine Stunde allein zu lassen. Alle Familienmitglieder waren es gewohnt einen Teil der täglichen Pflichten zu erledigen. Sei es Schuhe putzen oder auch bügeln; Müll herausbringen oder Staubsaugen; Fenster putzen und Schränke auswischen war auch kein Thema. Das Wäsche flicken, Strümpfe stopfen usw. wurde von allen gemeinsam erledigt. In Zeiten der Erdbeerschwemme, Apfelernte usw. wurde von allen Kindern fleißig mitgeholfen. Der Wocheneinkauf war zwar nur mit Hilfe des PKW möglich – denn die Mengen, die in einer Woche benötigt wurden, waren enorm. Aber trotzdem waren es niemals mehr als zwei bis drei Einkaufswagen voll Lebensmittel. Mit einem oder zwei von den Kindern zum Wagenschieben, auspacken an der Kasse – einpacken in den Wagen und dann das Auto vollladen war diese Arbeit schnell geschafft. Ich war es schon aus früheren Jahren gewohnt, immer einen vorbereiteten Zettel an der Pinnwand zu haben um sofort fehlende Lebensmittel aufzuschreiben. Der Vorrat ging niemals aus – dafür sorgte ich. Außerdem hing in der Küche immer ein großer Kalender, damit ich alle Termine der Kinder eintragen und diese auch stets "vor der Nase" hatte. So wurde nichts vergessen! Vom Zahnarztbesuch bis zum Geburtstag – alles war vermerkt. Ein ganz bestimmter Tag in der Woche wurde zum Einkaufstag erklärt und davon wich ich auch nicht ab. Wenn etwas vergessen wurde einzukaufen (kam so gut wie niemals vor wegen dem Einkaufszettel), dann wurde der Speiseplan umgeschmissen und so gestaltet, dass ich mit den vorhandenen Lebensmitteln zurechtkam. Für den Sonnabend wurde von allen Familienmitgliedern die Parole an Freunde ausgegeben: "Fest verplant". An diesem Tag wurden gemeinschaftliche Arbeiten erledigt. Betten abziehen, waschen, bügeln, Gardinen abnehmen und waschen usw., gemeinschaftliches Wäsche flicken auf der Terrasse – mit lachen, Geschichten erzählen wie zu Großmutters Zeiten. Oder wir fuhren zum Erdbeerpflücken (120 Kilogramm waren in diesen Jahren die Norm) - anschließend wurde alles verarbeitet zu Marmelade, Gelee oder auch eingefroren. Bei Sonderangeboten von Gemüse im Herbst kauften wir im Großen ein und alle Familienmitglieder – vom ältesten bis zum jüngsten Kind - standen in der Küche und putzten, wuschen und schnippelten, bis alles in der großen Wanne zum mischen parat war. Mein Mann schweißte die mit Gemüse gefüllten Beutel zu. Und ich brauchte meistens nur zu dirigieren. Hatte zwar die Verantwortung und klebte auch mal hier ein Pflaster und versorgte da ein Leckermäulchen, aber durch die gemeinschaftliche Arbeit war auch gemeinschaftliches Unterhalten, Lachen usw. angesagt. Die Gemüsemenge war so kalkuliert, dass ich stets gut über den Winter kam. Wenn wir Fleisch einkauften, geschah dies auch nur in großen Mengen. Hackfleisch zum Beispiel wurde frisch gekauft und sofort zu Frikadellen verarbeitet. Da stand ich dann mit insgesamt vier bis fünf Pfannen (ich hatte zusätzlich eine Athmosphera) und briet die Dinger ab, was das Zeug hielt. Nach dem Auskühlen wurde auch dies portionsweise eingefroren. Denn drei oder vier Mahlzeiten kochen dauert unwesentlich länger wie nur eine Mahlzeit zuzubereiten. So waren es niemals unter 150 Frikadellen, die von mir an einem Tag zubereitet und dann eingefroren wurden. Frühmorgens war ich die erste, machte mich fertig, weckte meinen Mann und die Kinder. Während sich mein Mann rasierte, duschte, sich anzog, bereitete ich das Frühstück und die Schulpausenbrote zu. Die Kinder kamen je nach Schnelligkeit (beim Waschen, Zähne putzen, kämmen usw) zum Frühstücken in die Küche. Dies - und in den ersten Jahren auch das Abendbrot - waren die beiden wichtigsten Mahlzeiten des Tages. Denn diese verbrachten wir gemeinsam alle zusammen am Tisch. Anschließend – noch vor dem Schulweg - mussten die Größeren das Morgengeschirr abwaschen, abtrocknen und wegräumen. So hatte ich die Gewähr, dass die Küche in Ordnung und sauber war und die älteren Kinder auf zügiges frühstücken der Kleineren achteten. Wenn dann alle das Haus verlassen hatten, lüftete ich, machte die Betten und erledigte meinen Teil der Hausarbeit. Versorgte das jüngste Kind und bereitete das Mittagessen zu. Mittags verließ ich zusammen mit meinem Mann das Haus, nachdem ich für die ersten "Rückkehrer" aus der Schule den Tisch gedeckt hatte. Der Arbeitsplatz meines Mannes lag nur vier Kilometer von der Wohnung entfernt, so dass er jeden Tag die Mittagspause zu Hause verbringen konnte. In späteren Jahren, als ich meine Arbeitszeit auf Vollzeit erweiterte, kochte ich abends vor, mein Mann erledigte das Überwachen der Hausaufgaben, bereitete für die Kinder das Abendbrot zu. (Dies war allerdings nur eine begrenzte Zeit). Die anfallende Arbeit war ja auch unter den Kindern geregelt. Eines der jüngeren Kinder war für das Staubsaugen verantwortlich. So bekam unsere damals 12jährige Tochter von uns einen Staubsauger "geschenkt". Mit dem Hinweis "Der ist nur für dich und wenn jemand den Staubsauger benutzen will, muss er dich fragen!" hatte ich nie wieder so einen sauberen Teppichboden wie zu dieser Zeit! Dadurch, dass wir alle anfallenden Arbeiten gemeinsam erledigten, hatten wir natürlich auch zusammen Freizeit, die wir gemeinsam verbringen konnten. Wir spielten mit den Kindern abends draußen im Dunkeln verstecken, fangen oder gingen zum Schwimmen, machten Lagerfeuer und Hausmusik. Mit den Jahren kamen dann noch auf meinen Wunsch hin zwei weitere Kinder hinzu, andere verließen das Haus – heirateten und zogen wieder in andere Städte. Man fragte mich früher oft: "Wie machen Sie das, so viele Kinder und noch arbeiten?!" Meine Antwort war und bleibt: "Organisation ist alles - und vor allen Dingen Kinder zum Helfen anhalten." Der Rest ist einfach nur Liebe!

__________________

 

Majorie
Majorie
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Majorie
als Antwort auf johanna vom 18.07.2018, 08:35:18

Liebe Johanna,

finde gerade Deine Geschichte. Werde sie mir morgen als erstes einverleiben. Muss jetzt ins Bett,
bin furchtbar muede und Deine Geschichte moechte ich geniessen.
Danke Dir sehr, dass Du mir diesen Gefallen tust.
Mein PC Geist muss her, dann finde ich vielleicht auch Deine anderen Sachen wieder.
Das dumme Ding streikt - bin sicher, irgendjemand hat dran rumgefummelt.
Andauernd habe ich neuen Aerger damit.

Ich sage jetzt mal "gute Nacht" und freue mich auf morgen auf Deine Geschichte :-)

Du wirst schon selig schlummern - hoffentlich mit schoenen Trauemen.

"So long",
Ruth
Majorie.jpg


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