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Plaudereien Club der Nightwriter und Nightreader

ahle-koelsche-jung
ahle-koelsche-jung
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von ahle-koelsche-jung
als Antwort auf johanna vom 14.09.2018, 23:34:55

Hallo Johanna,

durch Zufall bin ich auf deine Erzählung zum Heide Kastell Iserhatsche gestossen und bin neugierig geworden.
Habe sofort mal danach gegoogelt. Scheint ja echt ein interessantes Gebäude/Gelände zusein, auch wenn Alles echt was überladen wirkt. 
Allerdings würde mich diese  Art der Führung ehrlich gesagt nerven. Bei sowas sollte lediglich einer die Führungstexte vortragen.
Aber du hast das wirklich sehr gut wiedergegeben.
Danke dafür.

a-k-J

johanna
johanna
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von johanna

Freut mich wenn es dir gefallen hat. Leider blieb keine Zeit im haus etwas in Ruhe an zu sehen.
lg. Johanna

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von WoSchi
als Antwort auf johanna vom 14.09.2018, 23:34:55

Hahaha ja die sind schön grössenwahnsinnig :-) Aber ein Vergleich mit Neuschwanstein ist doch offensichtlich da - besichtigen geht nur mit Führung und man wird im Schweinsgalopp durchs Schloss getrieben, nachdem man draussen 2,5 Stunden gewartet hat, ist alles in weniger als 30 Minuten vorbei und ein bisschen grössenwahnsimmig war der König ja auch :-)

Nenenene, da geh ich doch lieber mit einer Eule kuscheln :-)
 


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johanna
johanna
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von johanna
als Antwort auf WoSchi vom 15.09.2018, 08:34:20

*ggg* WoSchi dann warst Du auch dort? Wir mussten nicht lange warten, weil wir gleich früh morgens dort ankamen. Die Dame konnte nicht mal einen grösseren Schein wechseln, den ich für die Eintrittszahlung hinlegte. Ich musste sämtliches Kleingeld zusammensammeln welches ich bei mir hatte.....lol
Schweinsgalopp durch das Haus meinst Du wohl, Schloss sieht für mich anders aus und diese Lobhudelei kommt wirklich dem Grössenwahn nahe....*lach*
Für mich jedenfalls steht fest, dass ich da kein zweites Mal hinfahre, obwohl ich Leute kenne, die dieses Sammelsurium ganz toll finden.....stööööööhn....

Majorie
Majorie
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Majorie
als Antwort auf WoSchi vom 15.09.2018, 08:34:20

Ganz herrlich dieses Huskypuppie und die Snowy Owl. Ich habe mir das kurze
Video 3x angesehen.
Meine Laune wird zusehends besser.

Habe eine zweite Eule geschenkt bekommen. Sie ist schon sehr, sehr alt und sicherlich nicht
mehr zum Spielen geeignet :-)

OWL BARRED lg MAY 22 2006 (1).jpgLG  Gruesse , Ruth

getimage.jpg

Majorie
Majorie
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RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Majorie
als Antwort auf johanna vom 14.09.2018, 23:34:55

Oh, Johanna, das war wieder einmal eine koestliche Schilderung. Hat mich irgendwie amuesiert.
Du verstehst aber auch es alles so auszudruecken dass man glaubt, man ist mitten drin.
Also ich haette ja die Platzangst bekommen bei all dem Sammelsurium, und dann auch noch eine
Fuehrung in Eile. Schrecklich !
Neuschwanstein habe ich zwar vor Jahrzehnten zuletzt besucht; aber jedenfalls zu der Zeit war es
ja nun wirklich alles andere als einen Vergleich mit diesem 'Iserhatsche' (nie gehoert - Bildungsluecke)? wert.
Nun ja, war mal etwas total Uniques und auch das bleibt im Gedaechtnis als Erlebtes zurueck -
in welcher Art auch immer :-)
Danke jedenfalls fuer's Einstellen! Ich find's sehr interessant und amuesant, und das alles mit

LG  und halte Dich in der Senkrechten !
Ruth
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Majorie
Majorie
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Majorie
als Antwort auf Majorie vom 15.09.2018, 20:20:07

Vervollstaendigung meines Eintrages an Dich, Johanna, von soeben. Der letzte Satz ist im Nirwana verschwunden.
Ich hatte noch von mir gegeben :  ....... ich finde es sehr interessant und amuesant, und das alles
mit Deinem etwas 'angeschwaerzten' Humor zu Papier gebracht, ist es einfach ein 'Leckerbissen' !

nochmals LG
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RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von WoSchi
als Antwort auf johanna vom 15.09.2018, 14:36:02
*ggg* WoSchi dann warst Du auch dort? Wir mussten nicht lange warten, weil wir gleich früh morgens dort ankamen. Die Dame konnte nicht mal einen grösseren Schein wechseln, den ich für die Eintrittszahlung hinlegte. Ich musste sämtliches Kleingeld zusammensammeln welches ich bei mir hatte.....lol
Schweinsgalopp durch das Haus meinst Du wohl, Schloss sieht für mich anders aus und diese Lobhudelei kommt wirklich dem Grössenwahn nahe....*lach*
Für mich jedenfalls steht fest, dass ich da kein zweites Mal hinfahre, obwohl ich Leute kenne, die dieses Sammelsurium ganz toll finden.....stööööööhn....
Nen nein, ich meinte schon Schloss, denn es ging ja um den Vergleich mit Neuschwanstein umd da werden die Besuchergruppen auch durchgetrieben wie im Schweinsgalopp .. ichwar mit Freunden aus den USA immer wieder einmal da, wenn ich sie durch Deutschland begleite u Neuschwanstein ist immer ägerlich
Tine1948
Tine1948
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Tine1948
als Antwort auf Majorie vom 15.09.2018, 20:03:37

Wunderschöne Eule, liebe Majorie. 
@ all:
Ich bin etwas im Freundeskreis im ODW versunken, schöne Einladungen jagen sich, dann war ich nur mal kurz noch mit der Fussballsatire beschäftigt, aber ich lese immer hier mit, auch wenn ich nicht so viel schreibe. Danke für alle Eure Beiträge. Zum Julchen: Sie hat sich jetzt etwas beruhigt. Das Blutbild ist ok. Der Arzt hat mir ein Hanfpräparat gegeben, die Tröpfchen beruhigen ein bisschen, sagt er. Mir war nie so bewusst, dass es hier in der Ein-und Abflugzone vom Frankfurter Flughafen oft so laut ist. Ich bemerke, dass sie diese donnernden Geräusche der Flieger als Gewitter interpretiert. Und ihre Gewitterangst kenne ich ja. Ich habe gute Orte für die Spaziergänge entdeckt, die nicht so exponiert sind und einen breiten Bach, in dem sie schwimmen kann. Das macht ihr nun schon bessere Laune. Mir auch. Liebe Grüsse an euch alle, Tine
PS: Frauchen hat, obwohl 68erin, noch nie gehascht, nun hascht der Hund Tränen lachen

johanna
johanna
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RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von johanna

10.09.
Lüneburg, die alte Salz- und Hansestadt war unser Ziel. Salz, ein Stoff der viele Einwohner dieser Handelsstadt zu Millionären machte.
Allerdings waren dies von damals 110 Einwohnern insgesamt „nur“ ca. 33, die durch die harte Arbeit der ärmsten der Armen diesen Profit eingestrichen haben. Wer 4 Salzpfannen besass, der konnte sich mit Fug und Recht zu den Wohlhabenden zählen.

Das Salzmuseum war in dem ehemaligen Herstellungsgebäude eingerichtet, in dem einst die Arbeiter das weisse Gold förderten.

Der erste Blick fiel auf einen Güterwaggon mit der Aufschrift „Salzmuseum“ wenn man in die Strasse einbog. Die Kasse war mit 3 jungen Damen besetzt, die sehr kundenfreundlich alle Fragen beantworteten. Eine etwas ältere, sehr elegante Dame sprach uns nach dem Ticketkauf an und empfahl uns vor der Führung noch die Besichtigung einer Ausstellung in einem Nebengebäude. Diese Ausstellung hätte das Thema: Wohneinrichtung der 50-er Jahre. Da dieses Nebengebäude schnell zu erreichen war, nahmen wir den Vorschlag gerne an.
Vieles kannte ich aus meiner Kinder und Jugendzeit. Manches hatte ich auch noch als junge Frau in Gebrauch. Das Küchenbuffet, mit Schubladen, Glastüren im Oberschrank, damals der letzte Schrei oder die kleinen Sessel passend zu einem leichten dreieckigen Tisch.
Das Kinderzimmer mit den Regalen, einfach – braunes Holz und das Schlafzimmer , welches auch ausser Nachtschränkchen noch eine Spiegelkommode aufwies. Vom dreiteiligen Spiegel liessen sich die Seiten so umklappen, dass man sich auch von der Seite betrachten konnte.

Alte Illustrierte, Radios der damaligen Zeit und auch die ersten Fernseher die man sich nur leisten konnte, wenn man sehr gut verdiente. Wir kürzten den Besuch ab, denn wir wollten auf keinen Fall die Führung im Salzmuseum verpassen. Kündeten aber unseren zweiten Besuch nach der Führung im Salzmuseum an

Sofort als wir den Vorraum – Kassenbereich – wieder betraten, kam die nette ältere Dame auf uns zu und bot uns an, den Rucksack welchen wir dabei hatten, hinter der Kasse zu deponieren. Sehr aufmerksam von ihr. Dann stellte sie sich mit Namen vor. Frau Peterson, nicht gebürtig aus Lüneburg, aber schon viele Jahrzehnte die sie in dieser Stadt lebt.
Sie forderte die Damen und Herren auf sich mit den zur Verfügung stehenden leichten Hocken zu bewaffnen, weil manche der Besucher sonst während der Führung evtl. Probleme durch langes Stehen und langsames Gehen haben könnten.

Dann begann die Führung – zuerst mit der Geschichte der Stadt. Die Besonderheit der Salzstock, den Lüneburg aufwies. Und einer dieser grossen Salzbrocken war gleich im Eingangsbereich ausgestellt. Dazu die Informationen wieviel Salzgehalt jeweils ein Liter Wasser hat aus der Ostsee, dem Toten Meer usw.
Kinder fingen mit der Arbeit bereits mit 7 Jahren an. Wer 25 oder 30 Jahre wurde, war bereits als alt zu bezeichnen.
Die Arbeit wurde sehr drastisch beschrieben, oftmals war es Arbeit in Dunkelheit. Die Arbeiter klemmten sich dann einen Kienspan zwischen die Zähne, damit sie wenigstens etwas Licht hatten. Barfuß bei der Arbeit war die Normalität und am Ende des 12-Stunden-Tages war die Kontrolle, ob man nicht doch etwas Salz gestohlen hatte. War dies der Fall und man wurde erwischt, wurde die Hand abgehackt und der Armstumpf in flüssigen Teer getaucht. Niemand wehrte sich dagegen – alle nahmen es hin.

Die Menschen waren klein, dem zu Folge auch die Zugänge zu den Salzpfannen. Aus einem Brunnen wurde das Solewasser per Hand mit einem grossen Eimer nach oben befördert. Der Eimer fasste fast 150Liter und im Laufe eines Tages mussten die Männer 20 dieser vollen Eimer nach oben ziehen. Dieses solehaltige Wasser wurde dann in den Bleipfannen weiter erhitzt bzw. gekocht bis das Wasser verdampft war und nur noch das Salz übrig blieb. Auch das Befeuern dieser Salzpfannen war reglementiert und das Verdampfen der Flüssigkeit hatte innerhalb einer bestimmten zeit zu erfolgen. Dafür waren Frauen ud teilweise auch Kinder eingesetzt. Aus diesem Grund wurden in der Gegend um Lüneburg herum die Wälder abgeholzt.
Der Salzstock der Lüneburg reich machte, wurde bis in die neuzeit abgebaut. Erst als für die Befeuerung und den Betrieb der Saline die Kosten zu hoch im Gegensatz zum Ertrag wurden, stellte man die Salzförderung ein.
Nach Beendigung der Führung gingen wir noch einmal zu der Sonderausstellung im Nebengebäude und anschliessend machten wir uns auf den Weg in die Altstadt.
Das Auto parkten wir auf einem Platz in der Nähe des Wasserturms. Und von diesem Parkplatzschild mit dem Namen macht ich ein Foto – man lernt schliesslich….

Die Altstadt hat zahlreiche wunderschöne Backsteinhäuser, die auch schon äußerlich vom Reichtum der Altvorderen zeugten. Die Giebelformen sehr unterschiedlich, schmale hohe Fenster, gemauerte Backsteinfassaden. Manche gemauerten Verzierungen mit Backsteinen sehen aus wie geflochten. Erker an den Häusern sind wunderschön mit den schlanken hohen weissen Fenstern.
Ein buntes, mit viel Malerei verziertes Tor zu einer Apotheke – das Rathaus mit dem Glockenturm. Die 41 Glocken aus Meißner Porzellan wurden zum 1000-jährigen Jubiläum der Stadt 1956 von den Bürgern gestiftet. Alle Melodien die hier gespielt werden, stammen von dem 1747 in Lüneburg geborenen Komponisten J.A.Peter Schulz. Das Glockenspiel ertönt in der frostfreien Jahreszeit um 08.00 Uhr, 12:00 Uhr und 18:00 Uhr.
In Nischen über den Grundpfeilern des Rathauses Figuren, darüber ein Balkon und als Abschluss eine grosse Uhr darüber mit zwei Löwen, zwischen denen eine Krone ist.
Vor der Touristinformation eine Miniaturansicht der Stadt aus Metall.

Da ich wieder Schwierigkeiten mit dem Laufen hatte baten wir einen Taxifahrer uns zu unserem Parkplatz zu fahren. Und wenn er vorher noch eine kleine Stadtrundfahrt mit uns machen würde, wären wir auch nicht böse.

So wurden wir durch die Altstadt kutschiert und bekamen noch eine interessante Privatführung mit sehr vielen Informationen über diese Stadt.
Johanna_1.gif

 

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