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Plaudereien Club der Nightwriter und Nightreader

ahle-koelsche-jung
ahle-koelsche-jung
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von ahle-koelsche-jung
als Antwort auf Majorie vom 10.10.2018, 19:07:33

Liebe Majorie / Ruth,

also als ich noch arbeiten ging war der Mittwoch hier überall als Bergfest bekannt.
Drum stoss ich mit dir auf die Wochenteilung mit nem leckeren Kölsch an

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na dann Prost !!!

der a-k-J

Bruny
Bruny
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Bruny
als Antwort auf ahle-koelsche-jung vom 10.10.2018, 19:47:51

Boah, kaum bin ich mal ein Weilchen weg,
wird hier ge...trunken an jedem Eck.
Ich aber, brav wie ich halt mal bin, Tränen lachen
trinke einen Entspannungstee mit gar nix drinn Zwinkern.
Morgen früh soll ich zum Onkel Dok marschieren
und da soll ich nüchtern sein, so stand es in den Papieren Tränen lachen.
Morgen Abend bin ich aber wieder fit
dann feiere ich mit allen Eulen mit,
ob Bier oder Wein, das ist egal
dann heben wir unser Gläschen, nicht zum letzten Mal.
Bis dahin bleibt mir gut gewogen
ich komme morgen wieder angeflogen.
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Tine1948
Tine1948
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RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Tine1948
als Antwort auf Komet vom 10.10.2018, 19:41:38

Komet, bleib bitte, ich werd dir Mäuse borgen
denn ohne dich hier wärs dann morgen
so schade, denn ich möchte ja gern viele Eulen locken
um hier sogar nachts noch plaudernd zu hocken!
Dass wir mit Bruny, Majorie, dem AKJ und dem Luchs
und allen anderen Eulen, die so treu sind im Sternenlux
immer gemütlich in den Ästen sitzen und plaudern:
Hier muss man sich nicht allein durchschlagen oder zaudern
Es ist immer alles da; was die Eule braucht für's Sein
Bei Tag gar, oder über Mittag, und selbst im Mondenschein.
Und den Werbelink muss Margit gar nicht entfernen
Er wird angestrahlt von vielen Eulen und Sternen.
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Tine1948
Tine1948
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RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Tine1948
als Antwort auf luchs35 vom 10.10.2018, 19:33:21

Haben Eulen Flügel, Luchs?
Dann mach die Augen zu ganz flugs:
Du wärst jetzt mal nicht Pelzgetier
sondern in  Gedanken ganz bei dir:
Du magst grad jetzt kein Luchs mehr sein
Nur Eule, die schon kostet von dem Wein.
Nur Nachtgetier kann Realität verwandeln
Und bei Wein mit Eulen  jetzt anbandeln.
Mach die Augen zu ,,,,  klappts?
Genau: Geht doch


Rotwein wird in übervolles Weinglas gegossen

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ahle-koelsche-jung
ahle-koelsche-jung
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von ahle-koelsche-jung
Die Eulen sitzen schon auf ihren Ästen,
und wollen schreiben mit neuen Gästen.
Damit der Abend gelungen wird und heiter,
komm ich mal runter von meiner Leiter.
Euch zu Bringen den Nachttrunk als bald,
und alle kommen geflogen aus dem Wald.
Für Komet hab ich ein paar Mäuse besorgt,
im Zoo hab ich sie mir ausgeborgt.
Wein gabs ja heute schonmal hier,
drum roll ich hin nen Kasten Bier.

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ne gute Nacht wünscht

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luchs35
luchs35
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von luchs35
als Antwort auf Tine1948 vom 11.10.2018, 00:18:23

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Richtig, Tine, das ist der nächtliche Zaubertrick,
bei Tag kommen dann die Puschelohren zurück,
und nachts lernen Luchse gerne das Fliegen,
da können sie nicht genug davon kriegen. 

Von a-k-Js coolem Buffet ist nichts übrig geblieben,
was die Eulenmägen eben so innig lieben.
Nur von Wein und Bier  dröhnt noch etwas der Kopf,
doch als Lerche beruhigt sich schnell der gesträubte Schopf ...

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johanna
johanna
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von johanna

Eine Brücke für Hermann

Wir wollten einen Tagesausflug machen und hatten uns das Ziel Zella-Mehlis ausgesucht – aber: planen kann man nichts. Meistens kommt es anders wie man denkt.

Wir kamen in Creuzburg vorbei – hier hat die heilige Elisabeth bleibende Spuren hinterlassen. Vor 800 Jahren ist die Königstochter in Ungarn geboren und wurde später die Thüringer Landgräfin. Bis heute berührt es viele Menschen wie kompromißlos sie sich aus tiefstem Glauben für die Armen einsetzte. Elisabeth lebte gerne auf der Creuzburg – darüber habe ich bereits in einem anderen Beitrag berichtet.

Die steinerne Werratalbrücke ließ ihr Gemahl der Thüringer Landgraf Ludwig IV. 1223 aus Dankbarkeit über den erstgeborenen Sohn Hermann bauen.

Ein Schild weist darauf hin – dass die 1223 errichtete Brücke sieben Bogen aus Naturstein hat und 1747 durch den Thüringer Landesbaumeister generalinstand gesetzt wurde.
Im zweiten Weltkrieg wurde sie zerstört und nach 1945 in ihrer alten Linienführung wieder hergestellt. 1986 wurde sie durch eine neue Brücke entlastet.

Diese Brücke ist die älteste Natursteinbrücke im mittleren und östlichen Deutschland und steht mit der Liboriuskapelle unter Denkmalschutz.

Die 1499 errichtete Liboriuskapelle zeigt in ihrem Innern an der Ostwand einen großfigurigen Zyklus von Wandmalereien ausa dem leben der heiligen Elisabeth, Die anderen Wände sind mit Szenen aus dem Leben und der Passion Jesu Christi geschmückt. Die Wandmalereien sind um 1520 entstanden und sehr restaurationsbedürftig. Das innere der Kirche ist schlicht und sehr hell durch die grossen Bogenfenster.

In der Ecke habe ich Pfeiler aus rotem Stein entdeckt, der spiralförmig geschnitten war.
Diese Kapelle St. Liborius steht ganz im Zeichen des Regenbogens.
Wer mehr über den Heiligen St. Liborius wissen möchte, dem empfehle ich hier den folgenden Link:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liborius

Ein Förderverein engagiert sich für die Sanierung.

Die Brücke sieht fast so aus wie die steinerne Brücke in Würzburg – es fehlen hier nur die Lebensgrossen Steinfiguren, die die Würzburger Brücke schmücken und – natürlich die Gasthäuser rechts und links der Brückenaufgänge…..

der weitere Weg führte uns dann dem ursprünglichen Ziel näher…..

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johanna
johanna
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von johanna

„Beziehungen und Hämmer ist das halbe Leben“

Auf unserem weiteren Weg nach Zella-Mehlis bog Uwe bei einem Hinweisschild „Tobiashammer“ bei Ohrdruf ab und folgte dem Weg bis zu einer Pferdekoppel und einem Parkplatz. Dahinter war eine Anschlagstafel, daneben ein Gartentürchen welches offen stand.
Unter dem Namen Tobiashammer konnte ich mir gar nichts vorstellen.

Der Eingang zu dem Museum lag versteckt in einem kleinen Park. Wir hörten beim Eintreten, dass gleich eine Führung losgehen würde und das lassen wir uns nie entgehen.

Tobiashammer – der Name geht auf den ersten Besitzer Tobias Albrecht zurück, der hier ca 1482 die erste Hammerschmiede baute. Sie wurde durch Wasserkraft angetrieben und man kann heute auch noch bei den Führungen die funktionierenden Wasserräder bei der Arbeit sehen. Produziert wurden Sensen, Lanzen, Schwerter – später kamen dann auch Kessel dazu.
Zur Demonstration konnten wir ein 20 kg schweres Materialstück heben, aus welchem später durch die Arbeit der Hammer ein Kessel ausgetrieben wurde.

Zur Demonstration wurde einer der Hammer in Betrieb genommen – der Krach: ohrenbetäubend wenn ca 400 kg auf ein Metallstück niedersauste. In der ersten Scheune wurden uns die Kessel gezeigt, die Arbeitsweise erklärt und vor allem die vielen Arbeitsgänge in der Verarbeitung aufgezählt wie zerhacken der Platten zu Schroten, Schroten erwärmen und zu Ronden schmieden. Diese Ronden abbreiten und mittels Holzaschenbrei einäschern. Später musste die Schale dann immer wieder erwärmt werden. Bei der Verarbeitung in der Kupferschmiede kam dann u.a. auch noch hinzu: Bord ansetzen, Drahtring einlegen, Gelenk ausstellen, Kesselrohling auf Maß einziehen usw. Bis zum blankbeizen des Kessels. Wenn man sich so einen Kessel ansieht vermutet man nicht diese harte, schwere und viele Arbeit.

In einer anderen Scheune stand eine der grössten Dampfmaschinen Europas, die ebenfalls kurzzeitig in Betrieb genommen wurde. Sie wiegt 305 Tonnen und hat eine Leistung von 12.000 PS.
Uns wurde erklärt, dass die Dampfmaschine aus einer ehemaligen Hütte stammt – die Dampfmaschine wurde erst angeliefert und dann wurde später darum herum die Scheune gebaut.
Die Maschine hat eine Länge von 16,2 m, eine Breite von 6,5 Metern und die Höhe beläuft sich auf 5,2 Meter – ein Riesending!

An der Wand Bilder die den Aufbau zeigen und auch detaillierte Beschreibungen liefern. Ein Auszug aus dem Familienbuch des Pioniers der Maxhütte Unterwellenborn – Ferdinand Chelius komplettiert das Ganze.

Im Park sind die geschmiedeten Skulpturen aufgestellt, die hier durch namhafte Künstler einmal im Jahr während eines Schmiede-Symposiums hergestellt werden. Zuerst im kleinen Maßstab, dann im grossen.
So ein Kunstwerk könnte ich mir in einem Vorgarten vorstellen – die Sonnenuhr z.B. oder das Siegertreppchen, ein Skorpion oder ein stilisierter Springbrunnen. Ein Künstler erklärte uns in einem Film seine Gedanken die er sich über sein Stück machte – es waren eigentlich nur umgekehrte Fragezeichen mit einem langen „Hals“, die an einer Leiste aufgereiht waren. Man konnte sie immer wieder in andere Richtungen drehen und sollten die Lebenswege und Entscheidungen der Menschen darstellen. Denn man selbst steht ja immer wieder vor Veränderungen und hat die Wahl.


In einer der Hallen sind Hammer an der Wand aufgereiht mit Sprüchen, die zum Schmunzeln anregen: „Ein fröhlicher Hammer ist niemals ein Jammer“ oder „alte Hämmer und junge Weiber sind die besten Zeitvertreiber“ oder „sobald ein Mädel hämmern kann, denkt sie nur an einen Mann“ und das beste daran: „Hämmern alleine macht noch keine schlanken Beine“…,
Alle möglichen Sorten/Arten von Hammer hängen hier vom Nasenhammer über den Schlosserhammer, Dengelhammer, Schlägel oder Vorschlaghammer. Die Liste kann man beliebig fortsetzen.

Schilder mit Bekanntem über die Besitzverhältnisse runden das Bild ab.
Am Schluss der Führung wurde jedem Besucher ein Streichholzheftchen mit dem Aufdruck Tobiashammer Ohrdruf in die Hand gedrückt.

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johanna
johanna
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von johanna

Highlight für eine Hochzeit.......
Auf unserer Weiterfahrt von Tobiashammer nach Zella-Mehlis sehen wir das Hinweisschild auf eine Gesenkschmiede. Für mich ein total neuer Begriff. Wir läuten an dem Haus und ein Mann öffnet die Tür, der sich später als Meister der Erklärungen herausstellt. Bereits im Vorraum steht ein kleines Modell eines Brettfallhammers. Nach dem Bezahlen des Eintritts werden wir zuerst über die Geschichte des Hauses informiert.

Die Familie Wahl gründet 1842 den Schmiedebetrieb. Hier wird noch am offenen Feuer gearbeitet. Als erste Hilfsmittel werden eine grosse Handbohrmaschine mit Schwungrad und einfache Gesenke benutzt. Die Gesenke werden durch schmieden, feilen und ausstemmen mit Hammer und Meißel hergestellt und gehärtet.
Auf diese Art wird bis zum Ende des 19. Jahrhunderts gearbeitet. Der Maschinenantrieb erfolgt durch Wasserkraft und erst 1918 wird in der neu gebauten Firma der erste Brettfallhammer aufgestellt. Es kommen noch zwei weitere Fallhämmer aus dem Jahr 1867 und 1875 dazu, die in New York und Hardford/USA hergestellt wurden. Ausserdem ist jetzt auch eine Gesenkfräsmaschine, eine Bohrmaschine und diverse Koksöfen vorhanden.

Zuerst werden nur Stockspitzen, Stimmgabeln und Stimmhämmer für Klaviere, Revolversicherungen und Flintenhähne sowie Patronenzieher und Mauserauswerfer hergestellt.
Bei Wassermangel im Sommer kommt ein Benzolmotor zum Einsatz.

Das Gesenkschmieden wurde im 18./19. Jahrhundert für die Industrieproduktion entwickelt. Der erwärmte Rohstoff wird in die aus einem zweiteiligen Stahlkorpus herausgearbeitete Hohlform hineingeschmiedet bzw. eingesenkt. Der Name „Gesenk" ergibt sich weil der glühende Stahl durch den Schmiedevorgang in die gehärtete Stahlform (Gesenk) „eingesenkt" wurde.
Durch diese Art der Produktion konnte man wesentlich schneller identische Schmiedeteile herstellen.
Beim Brettfallhammer wird die im Hammer gespeicherte Energie für das maschinelle Schmieden genutzt. In dieser waldreichen Gegend war genügend Hartholz für die Hebebretter vorhanden. Leder dehnt sich mit der Zeit aus – ein neues Brett dagegen war auch schnell ausgetauscht.

Vor dem Schmieden müssen beide Gesenkhälften aufeinander ausgerichtet werden. Dann wird der Bär mit dem Obergesenk auf Fallhöhe gebracht und arretiert. Wenn der Schmied das erhitzte Rohmaterial auf das mit dem Amboss verbundene Untergesenk gelegt hat löst er mit einem Fusstritthebel den Hammerschlag aus. Die Schlagkraft muss natürlich entsprechend hoch sein. Grundsätzlich wird mit einem Materialüberschuss gearbeitet, der dann am fertigen Werkstück mit einer Stanzmaschine abgegratet wird. Diese Arbeit haben die Frauen übernommen.

Der grösste Brettfallhammer hat ein Bärgewicht von 700 kg, wurde 1923 von der Ernsthütte bei Coburg hergestellt und hat ein Gesamtgewicht von ca. 16 t.
Der erste Brettfallhammer stammt von den USA, wurde von der Familie Wahl bereits 1900 angeschafft und wegen ihm verliess die Firma 1917 das Stadtinnere. Der jüngste Brettfallhammer ist aus dem Baujahr 1925 hat ein Bärgewicht von 300 kg und kann immer noch vorgeführt werden.

Wir sahen einfache Gesenke für alle Arten von Metallteilen. Fleischerhaken, andere Haken und Ösen, Formen - man muss sich nur einmal einen einfachen Korkenzieher anschauen – die Teile werden in Massen hergestellt und ein Stück sieht wie das andere aus.
Nach dem zweiten Weltkrieg werden Kreuzhacken, Äxte, Kartoffelhacken usw. gefertigt. Aus alten Materialbeständen entstehen Wagenreifen, geschmiedete Hufeisen und Ersatzteile für Landmaschinen.


1951 wird durch ungeschicktes Nachfüllen eines Ölofens ein Großbrand ausgelöst, aber nach 4 Wochen kann bereits wieder mit der Produktion begonnen werden.

Das ursprüngliche Freiformschmieden welches seit der Antike praktiziert wurde und auch immer noch wird, setzt die Beherrschung eines umfangreichen Arbeitsspektrums voraus. Der Rohstoff wird am offenen Feuer erwärmt und unter Verwendung diverser Werkzeuge auf dem Amboss mit Hämmern und Zangen zur gewünschten Form bearbeitet. Bei Kunstschmiedearbeiten kommt dieses Verfahren hauptsächlich zur Anwendung.

Und hier kann man bei Interesse das Schmieden lernen – ein Kursangebot für Macher beinhaltet z.B. das Schmieden eines Jagd- Trachten oder Küchenmessers – es gibt einen Tageskurs für das Schmieden einer Messerklinge oder eines Kleingegenstandes und als Highlight kann man am lodernden Feuer die Liebe für die Ewigkeit zusammen schmieden. Man verbindet beide Eheringe miteinander – und auch für ein Hochzeitsjubiläum wird eine Zeremonie organisiert, wenn man es als einen besonderen Tag im Gedächtnis behalten will.

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Komet
Komet
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Komet
als Antwort auf Tine1948 vom 10.10.2018, 23:54:11
Danke liebe Tine, dass du mir mit ein paar Mäuschen aushelfen willst
denn vor Sorgen um das tägliche Brot.......äh Futter.....bin ich mal kurz aufgewacht.
Nun kann ich beruhigt noch ein paar Stündchen schlafen.


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