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Plaudereien Club der Nightwriter und Nightreader

johanna
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RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von johanna

Ein Märchenwald

wir fuhren am Montag nach Goslar – die Altstadt von Goslar zählt zu den Weltkulturerbestätten der UNESCO.
Schieferverkleidete Fachwerkhäuser – die Kaiserpfalz - wir wurden gleich durch weihnachtliche Beleuchtung in dieser Stadt begrüsst.
Als wir zur Altstadt kamen sahen wir einen kleinen Bummelzug für Stadtrundfahrten und da man hier am meisten sieht und auch Erklärungen und Informationen über Stadt und Geschichte erhält, entschlossen wir uns mit diesem Bummelzug eine Runde zu drehen. Noch waren ca 15 Minuten Zeit bis zur Abfahrt und Uwe lief los um uns Grillwürste zu besorgen um unseren Hunger zu bekämpfen.

Durch das Katzenkopfpflaster wurden wir während der Fahrt durch die engen Gassen der Altstadt ganz schön durchgeschüttelt.
Die Familie Siemens hatte hier ihren ursprünglichen Lebensmittelpunkt und die Firma begründete von hier aus ihren geschäftlichen Erfolg.

In den Anfängen der Stadt die durch Bergwerke reich wurde gab es hier für ca. 10.000 Einwohner 47 Kirchen, Kapellen und 1 jüdisches Gotteshaus. Mittlerweile hat Goslar nur ca. 56000 Einwohner und sehr viel weniger Gotteshäuser.
Der Name Goslar wurde wahrscheinlich von dem Namen des kleinen Flusses Gose der durch Goslar lief abgeleitet.

Konrad II. soll bereits 1025 den Grundstein für die Kaiserpfalz gelegt haben und unter Heinrich III. Entwickelte sich Goslar zum Zentrum des Reiches. 1075 wurde Goslar zum ersten Mal als civitas (Stadt) bezeichnet.
Von 1267 bis 1566 gehörte Goslar dem Städte- und Kaufmannsbund der Hanse an. Goslar erlebte durch die Einnahmen aus Bergwerk und Hütten einen großen Aufschwung. Bis 1511 gelang es dem Rat, alleiniger Besitzer aller Gruben am Rammelsberg zu werden.

Über den Besuch von Rammelsberg habe ich bereits einen Bericht geschrieben.

Wir sahen unter anderem den Befestigungsturm mit 6,5 Meter starken Mauern aus dem Jahre 1517, Reste der Stadtmauer.
Nach dieser informativen Rundfahrt liefen wir in die Altstadt – wir kamen an einem ehemaligen Hospital vorbei. Dieses Gebäude – grosses Heiliges Kreuz - wurde im Jahre 1254 als Hospital gegründet und war seit der Reformation ein Stift. Vom Innenhof aus führten Türen und Tore zu Nebenräumen die jetzt kleine Geschäfte beherbergen. Vor einem dieser kleinen Läden stand eine Schneiderpuppe – das Oberteil war über und über mit Knöpfen bestückt, die ein Kleidungsstück darstellten. Bunt, wunderschön diese Arbeit.

In einem anderen Laden stand eine grosse handgeschnitzte Krippe – Tiere, Fenster mit Fensterläden, angelehntes Werkzeug mit Holzrädern, Kornsäcken usw., zweistöckig mit vielen Figuren und Zubehör kostete diese Fachwerkkrippe insgesamt 1.250,- Euro.
Ein dreistöckiges Puppenhaus mit insgesamt 9 liebevoll eingerichteten Zimmern stand ebenfalls hier – doch hier habe ich nicht auf den Preis geachtet sondern nur diese aussergewöhnliche Arbeit bewundert.

An einer Wand in diesem Innenhof war ein grosses Kruzifix an der Wand – daneben eine Bank. Eine Tür führte zu einem Garten. Hier sah man bei der gegenüberliegenden Hauswand zwei Stühle die die Form von einem Mann und einer Frau hatten, die sich gerade ausruhen.

Ein ganz besonderer Christbaumschmuck war an einer kleinen Tanne aufgehängt. Aus Holz geschnitzte Sterne, Rhomben, filigrane Kreise die ineinander „verschachtelt“ waren. Sehr viel Glaskunst und Tiffanyarbeiten waren zu sehen.

Durch einen mit vielen kleinen Lichtern beleuchteten Bogengang konnte man auf einen kleinen Platz gelangen. Hier war ein ganz besonderes Handwerk ausgestellt. Aus alten Gasflaschen hatte der Erbauer Öfen für den Aussenbereich gearbeitet. Die Flaschen waren mit ausgestanzten Figuren verziert – Weintrauben, Glas oder andere Muster wie Löwenkopf und ähnliches. Der untere Teil war als Feuerstelle konzipiert. Eine Gasflasche hatte wie ein König eine Krone auf. Und eine kleine Gasflasche wurde mit weiteren Teilen zu einer Brockenhexe!

Vor einem Café stand ein Schild welches uns sehr amüsierte: „Je mehr Du wiegst, desto schwerer kannst Du entführt werden. Schütze Dich selbst. Iss Kuchen!“ Dazu waren auf dieser Tafel ein Stück Kuchen und ein Lebkuchenmann gezeichnet. Wir liessen uns nicht lange bitten – Kuchen wollten wir nicht, aber an einem Stand wurde Spanferkel mit Krautsalat angeboten – das dazugehörige Brötchen war wie Gummi! Nicht gerade appetitanregend. Aber es stillte den Hunger.


Auf dem Platz des Weihnachtsmarktes stand eine sehr grosse Tanne, über und über mit vielen kleinen Lichtern in Netzform bestückt. Ein Stand „Spezialitäten vom Ross“ war eigentlich ungewöhnlich, denn Pferdemetzger gibt es ja kaum noch. Ein kleines Schweizer Schokohüsli bot hier auch Spezialitäten an.
Viele grosse Tannenbäume waren überreich beleuchtet. Und auch auf der Marktplatzmitte waren von der Brunnenfigur auf dem oberen Ende (ein Adler, der eine Weihnachtsmütze auf dem Kopf hatte) beleuchtete Girlanden zu den äusseren Pfeilern gezogen. Vor einem Laden stand eine Hexe die auf ein Schild „Grünkohl mit Salzkartoffeln und Bregenwurst oder Kassler hinwies – die Hexe war mit ihrem Lachen ein guter Fotohintergrund!

Auf einer Seite des Platzes war ein Tannenwald aufgebaut – so etwas habe ich vorher auf einem Weihnachtsmarkt noch nicht gesehen – sehr viele hohe Tannen waren im Boden fest verankert und bildeten einen Wald. 10 Meter hohe Tannen die von oben mit beleuchteten Netzen (kleinen Kerzenlichtern) geschmückt waren. Am Eingang konnte man innen zuerst nicht viel sehen – nur so viel ausmachen, dass man die kleinen runden Stehtische die ab und zu in Nischen standen gerade erkennen konnte. Ein beleuchteter Weihnachtsstand gab etwas Licht in diesem Tannenwald – der Weg war so verwinkelt angelegt, dass man das Ende nicht sehen konnte. Und immer wieder ein Stehtisch – an dem Pärchen standen, sich unterhielten oder sich auch in den Hintergrund zum knutschen verzogen hatten. Holzschnitzel lagen auf dem Boden - das Bild eines verwunschenen Weihnachtswaldes war wirklich vollkommen.

Für Kinder war eine kleine Eisenbahn auf dem Platz aufgebaut, die ihre Runden drehte.

In der nahegelegenen Marktkirche ein schlichter Altar, holzfarben, die Fenster liessen durch die bunten Glasscheiben genug Licht hinein. Am linken Rand des Kirchenschiffes waren Tische und Stühle aufgebaut – rechts eine Leseecke und Schaukästen. In einem dieser Vitrinen lagen Ausgaben von kostbaren Bibeln in altdeutscher Schrift. Die Schrift und die Orthographie waren auch für mich sehr schwer zu entziffern. Es gab wohl einen öffentlichen „Schlagabtausch“ denn es war ein Schild ausgestellt, welches besagte dass dadurch die Debatte über die Reform der Kirche den akademischen Raum verliess und öffentlich geführt wurde. Luthers Schriften verbreiteten sich rasant schnell in ganz Europa. Damit war die Flugschrift als Mittel der religiösen Propaganda erfunden.

In einer Ecke der Kirche ein Standbild einer Christusfigur, die zwar die Arme weit ausgebreitet hatte, aber ein Kreuz war nicht zu sehen.
Die Heimfahrt bei Dunkelheit war anstrengend für Uwe

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johanna
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RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von johanna

Alles hat seinen Grund

Gotha – ein Weihnachtsmarkt zum vergleichen. Soll zwar nicht so toll sein, aber wir haben im Moment kein interessanteres Ziel – also versuchen wir es. Mal sehen was andere Städte so auf die Beine stellen.
Wir fahren durch die Strassen und sehen noch so einige Gebäude, die eine Restaurierung dringend nötig hätten, neben anderen Häusern die aufs feinste heraus geputzt sind.
Der historische Stadtkern – Parkplatzsuche – wir finden eine Lücke, doch hier ist die Parkuhr defekt. Also Parkscheibe anbringen und hoffen, dass wir ohne Knöllchen davonkommen. Wir laufen zum oberen und unteren Weihnachtsmarkt. Beim oberen Weihnachtsmarkt – er nennt sich Kreativmarkt sind alle Buden noch geschlossen – an den Bäumen hängen grosse rote Kugeln. Der untere Weihnachtsmarkt hat geöffnet. Bereits am Anfang sehen wir einen weiss gekleideten „Engel“ der vor einem Ehepaar steht und ein Weihnachtslied singt. Uwe grinst, gestern sahen wir das Schild „…..je mehr du wiegst desto schwerer kannst Du entführt werden, schütze dich selbst iss Kuchen….“ und dieser Engel sieht aus als ob er sich sehr gut geschützt hat und deswegen nicht mehr fliegen kann und singen muss……
Das Rathaus – wir gehen in das Gebäude – es gefällt uns. Bei der Dame an der Rezeption, dem Auskunftstresen sehen wir über ihr an der Wand eine Figur – einen Mohren. Er hält in der Hand einen Kreis der auf einem Kreuz steht, die andere Hand ist grüssend an seinem Kopf. Er trägt ein Röckchen und auf dem Kopf so etwas ähnliches wie einen kleinen Turban. Wir fragen nach ob das einen besonderen Grund hat, dass dieser Afrikaner hier steht. Und wir erhalten die Auskunft:“Alles hat seinen Grund“: Diese Skulptur war ein Geschenk und an einem anderen Gebäude angebracht. Dieses Gebäude gibt es nicht mehr, aber der Äthiopier wurde übernommen.
In diesem Rathaus sind auch die Fenster sehenswert – Die Scheiben mit Ornamenten – der runde eiserne Leuchter fällt auch auf, verziert trägt er dicke Kerzen. Und in der Ecke vor dem schönen Kamin ein geschmückter Tannenbaum. So lasse ich mir den Eingang in einem Rathaus gefallen.

Draussen auf dem Platz ein grosses Gebäude, die Form wie ein Schwibbogen. Man kann sich innen an Tische setzen und gemütlich etwas trinken oder essen. Der Schwibbogen ist auch mit „langen Kerzen“ bestückt. Ein Weihnachtliches Gebäude welches sehr ungewöhnlich ist und die Blicke auf sich zieht.
Auf dem Platz in der Mitte eine Pyramide – ebenfalls mit Beleuchtung, die sich dreht.. An dem einen Ende des Platzes eine dreiteilige Krippe mit schön geschnitzten Holzfiguren – davor ein „Brunnen“ mit aufgeschichteten Hölzern.
Wir umrunden den Markt und sehen eine weitere aussergewöhnliche Darstellung einer Krippe. Die Figuren sind aus gehämmertem Blech, Josef, Maria, die Krippe das Kind, die Könige die das Kind anbeten. Daneben ein Schild dass diese Figuren von Gotha glüht e.V. hergestellt wurden. Die Unterstützung kam unter anderem von einer Stahlmanufaktur und der Handwerkerschule Chemnitz (Metallbau und Installationstechnik). Eine tolle Idee. Wir laufen die Strasse weiter und sehen ein Schild, welches ich auch sofort an eine meiner Töchter weitergab: „Mein Geheimtipp bei Frauen? Einfach zuhören.“ Das Schild war wegen einem kostenlosen Hörtest aufgestellt worden.
In einem Geschäft sehen wir an einer Wand den Stammbaum derer von Gotha.
Gotha adelt! Darunter ist der Stammvater der Monarchien Europas abgebildet: Ernst der Fromme, Herzog von Sachsen – Gotha. Er lebte von 1601-1675

Liechtenstein ist ebenso aufgeführt wie die Herrscher von Monaco und den Niederlanden – Luxemburg und Belgien. Großbritannien ist genau wie Norwegen, Dänemark und Schweden vertreten, Spanien nicht zu vergessen. Und hier sind alle Generationen aufgeführt. Bis hin zu den Letztgeborenen.
Ein toller Stammbaum!


Was uns dann aufgefallen ist – Gotha hat sehr viele Cafés. Alle haben ausgezeichnete Auslagen an Kuchen und sind auch gut besucht. Wir setzen uns in ein Café – auch hier ist alles auf den Slogan „Gotha adelt“ ausgerichtet.
In einem der Gasthäuser die wir aufsuchen war ein grosser Braukessel aufgebaut. Die Rohstoffe, die zum Bierbrauen nötig sind waren am Kessel aufgeführt:
Hopfen - hat zwar mengenmässig den kleinsten Anteil, ist aber sehr wichtig für den Geschmack des Bieres. Er verschafft ihm die angenehme Bittere.
Malz – verleiht dem Bier den vollmundig-kernigen Geschmack und liefert die Zucker für den Gärprozeß.
Wasser – frisch und klar muss es sein, um zusammen mit der traditionellen Rezeptur ein ausgesprochen bekömmliches Bier zu brauen.
Hefe – vergärt die Zucker der Bierwürze zu Alkohol und Kohlensäure und reichert dass Bier mit wertvollen Vitaminen an.

Mittlerweile ist es dunkel geworden und es dauert nicht mehr lange bis zum Beginn eines besonderen Konzertes in der Margarethenkirche. Wir haben auch erst davon erfahren als wir bereits in Gotha waren und Uwe sich bei der Touristinformation erkundigte. Ein Benefizkonzert des Rotaryclubs Gotha. Die Hornisten des Philharmonieschen Orchesters Erfurt und der Thüringen Philharmonie Gotha/Eisenach spielten besondere Stücke auf Wald- und Alphorn, dem Wagnerhorn zur Vorweihnachtszeit.
Wir betreten die Kirche. Die 4 Alphörner liegen bereits vor dem Altar – die anderen Hörner zum Teil auf den Bänken neben dem Altar. Insgesamt sind 9 vortragende Musiker, wie man an den aufgestellten Notenständern zählen kann. Da noch etwas Zeit ist schauen wir uns in der Margarethenkirche um und sehen an einer Wand Tafeln die beschreiben, dass sich die Gemeinde 4 neue Glocken giessen liess. Eine Taufglocke, Sterbeglocke, Trauglocke, Friedensglocke. Auf Fotos ist das Schaugiessen der Taufglocke vor dem Rathaus festgehalten. Das Ganze wurde am Gothardusfest 2017 durchgeführt. Ebenso kann man auf Bildern den Einbau der Klöppel im Oktober 2017 verfolgen. Die Einweihung der Friedensglocken erfolgte am 31. Oktober 2017


Als erstes wurde Carmen Entrance vorgetragen – wunderschön diese Melodie mit Hörnern zu hören. Nach der Begrüssung durften wir u.a. den Klängen von Mendelsohn und Bruckner lauschen – es wurde ein Marsch, Blues und Walzer gespielt. Das Going Home ertönte und bei jedem Stück lief mir Gänsehaut nicht nur über die Arme, sondern auch den Rücken hinunter. Es war ein vollkommener Genuss das Alphorn in dieser Kirche mit der hervorragenden Akustik zu hören!
Eine Filmmusik aus Jurassicpark ertönte und der Abendsegen aus Humperdinks Hänsel und Gretel verzauberte die Zuhörer. Uwe meinte des öfteren zu mir: Kinnladen bitte wieder schliessen – ich gab mich voll und ganz diesem Musikgenuss hin…….
Zur Verabschiedung gab es als Zugabe ein Medley The Christmas Horn Spirit – wunderschön und einfach phantastisch. Zu dem Weihnachtsmedley setzten sich die Musiker spasseshalber rote Nikolausmützen auf – bis auf den grössten Bläser in diesem „Chor“ er trug ein Rengeweih aus Filz. Man kann diesen Ohrenschmaus nicht beschreiben – ich war hingerissen von dieser Art Musik zu präsentieren. Ungewöhnlich mit Horn, Horn-Tuben, Wagnerhorn und Alphorn. Ein Solo des Alphornbläsers – der Applaus war lang und anhaltend.
Ein sehr würdiger Abschluss eines wunderschönen Nachmittags.
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johanna
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RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von johanna

Ein Kescher für die Milz

Eine Ankündigung in der Werra-Rundschau hatte es uns angetan. Umbau des Krankenhauses, d.h. eigentlich eine Erweiterung des Operationstraktes. Öffentliche Besichtigung für Interessierte heute am Freitag von 15 – 18 Uhr. Führungen werden angeboten – anschliessend in der Cafeteria kleiner Imbiss zu ermässigten Preisen.

Der Tag war bisher so grau – regnerisch – unfreundlich. Man hat eigentlich gar keine Lust irgend etwas zu unternehmen, aber das geht nicht.
„Auf auf Du schwacher Geist und stell Dich auf die Hinterbeine“, das hab ich schon als Kind und Jugendliche gehört, wenn ich so gar keine Lust zu irgend etwas hatte.
Es war gut, dass wir uns um 15 Uhr verabredet hatten. Uwe kam pünktlich – wir fuhren zum Krankenhaus – draussen keine Menschenseele – aber im Eingangsbereich.

Wir meldeten uns an und dann holten wir uns erst einen Becher Kaffee. Als wieder eine Führung aufgerufen wurde, stürzten die Besucher alle nach vorne – wir blieben sitzen. Es hat schliesslich keinen Zweck, bei so vielen Besuchern da kommen ja noch mehrere Führungen. Wir hörten wie eine Frau zu ihrem Mann sagte: „Lass uns gleich ganz vorne Platz nehmen, sonst kommen wir so spät dran…..so ein Unfug. Wenn man sich schon für so etwas interessiert, dann stürmt man nicht im Düsenantrieb durch das Gebäude, sondern nimmt sich Zeit. Wir liessen noch eine weitere Gruppe starten und dann waren wir ca. 15 Personen die einer Operationsassistentin und einem Operationsassistenten folgten.

Wir bekamen Schutzhüllen für die Schuhe und wurden aufgefordert die Hände zu desinfizieren. Dann begann die Führung. Ziel des Anbaus war es kurze Wege, moderne Ausstattung zu schaffen – es ging hier schliesslich um eines der technischen Herzstücke der Klinik. Am 29. November 2016 erfolgte der erste Spatenstich – der Innenausbau begann im Oktober 2017. Ein solches Unterfangen so umzusetzen, dass der gesamte Bau im Plan bleibt ist keine Selbstverständlichkeit. Man sieht das nicht nur an BER. Aber hier wurde es erreicht

Alles sehr hell, großzügig und dem neusten technischen Standard entsprechend. 3 Operationsräume und die dazugehörigen Nebenräume. Schleusen, Waschraum um Hände Arme zu waschen und zu desinfizieren. Umkleideräume, Materialräume – Anlieferungen und Weiterverteilungen. Zwei gesonderte Zugänge zu den Operationsräumen. Vorbereitungsräume, Aufwachräume, Isolierstationen und auch Operationssaal für die septischen Fälle. Diese dürfen auf keinen Fall mit den aseptischen Operierten in Berührung kommen, deswegen ist hier alles getrennt.

Desinfektion, Hygiene ist das oberste Gebot in diesen Räumen.
Die Zuluft und Abluft in den Operationsräumen wurde erklärt. Frisch-Zuluft kommt von der Decke – Abluft wird vom Boden abgesaugt, damit kein Staubpartikel wieder in die Höhe gewirbelt wird und Unheil anrichtet. Die Wände abwaschbar – im Isolationsbereich mit spezieller Technik ausgerüstet – da die Reinigung hier mit stärkeren Mitteln erfolgen muss.

Bei der Intensivstation ein grosser Vorraum mit den Möglichkeiten der heutigen Technik – also grosser Bildschirm auf dem sämtliche Patienten erfasst sind – sämtliche Medikationen, „Schläuche“ usw. zu sehen sind. Auch sind alle technischen Einrichtungen dieses Traktes bereits so ausgelegt, dass eine Umstellung bei zukünftiger neuerer Technik ohne Probleme möglich ist.

Das erinnert mich an eine meiner Stieftöchter die im Brüsseler Uniklinikum nach einer schweren Operation auf der Intensivstation lag. Niemand wusste ob sie überleben wird – sie lag allein in einem winzigen Raum – ca 11 Schläuche schauten aus ihrem Körper, sämtliche Monitore und Geräte ganz nah bei ihrem Bett - es war ein Bild welches mir starke Nerven abverlangte.

Hier sind die Räume um einiges größer, Kontrollgeräte und anderes Nötige kann hier großzügiger verteilt werden. Auch der Raum für die Vorbehandlung – d.h. die Narkosevorbereitungen ist grösser. Das Narkosekontrollgerät wurde im groben erklärt. Das Bett vor dem Narkosegerät hat eine besondere spezielle Unterlage, die sich jedem Körper anpasst. Wir erfuhren dass ein Operationsbett ca. 100.000,-- € kostet, dass jetzt auch Betten vorhanden sind, die eine lebendige Last von ca. 300 kg tragen können. Bisher waren nur Lasten bis 250 kg möglich und auch da stiess man an die Grenze des machbaren. Hier konnte ich es mir nicht verkneifen und fuhr mit meinen Armen einmal um mich herum, so weit wie ich eben kam.

Der gesamte Anbau kostete um die 13 Millionen €, dabei gab es dann allerdings einen Zuschuss von ca 8,8 Millionen – denn so eine Summe kann ein Krankenhaus wirklich nicht alleine erwirtschaften. Ich erkundigte mich nach den zusätzlich geschaffenen Quadratmetern und hörte die Zahl 3.391– daran kann man ermessen wie umfangreich hier alles gestaltet wurde. Auch die Wäscherei musste aus dem alten Gebäude ausziehen. Nur die Technikräume sowie die Küche blieben im Keller erhalten.

Nach der Besichtigung und der Beantwortung unserer Fragen gingen Uwe und ich in die Cafeteria – dort waren in einer Ecke Tische aufgebaut auf denen Instrumente lagen.
Instrumente für die Minimalinvasive Operationstechnik. Instrumente und künstliche Hüftgelenke in allen möglichen Ausführungen und Grössen – dazu eine Patienten-Informations-Broschüre.
In diesem Heft ist alles Wissenswerte über das Hüftgelenk, Arthrose, Abnutzungen am Gelenkknorpel usw. erläutert. Es wird ausführlich darauf eingegangen was Arthrose eigentlich ist und die Behandlungsmethoden erläutert. Denn bevor es zu einer Implantation eines künstlichen Gelenks kommt werden andere Behandlungsmethoden eingesetzt wie z.B. schmerzlindernde Medikamente, Einsatz von orthopädischen Hilfsmitteln oder aber auch Krankengymnastik. Ausserdem wird hier noch ausführlich auf die Möglichkeiten der Vorbereitungen zu Hause eingegangen – was im Krankenhaus auf den Patienten zukommen kann. Auch Risiken und Komplikationen werden angesprochen – denn nichts ist risikolos. Ganz wichtig ist auch die Nachbehandlung mit Tipps und Übungen für zu Hause.


Einige Instrumente sahen aus wie ein Kescher an einer langen Stange – hier erklärte der Chefarzt Dr. Karenkov die Handhabung bei der minimalinvasiven OP, wenn z.B. Organe wie die Milz durch die kleine Öffnung im Körper geholt werden müssen. Denn die kleine Operationsöffnung ist nicht mehr auf gleicher Höhe wie das Organ sondern liegt wesentlich tiefer. Narben sind heutzutage möglichst klein und an versteckten Stellen. Andere Op-Hilfsmittel versetzen den Chirurgen in die Lage trotzdem mit beiden Händen zu arbeiten – und dann war da ein Gerät welches wir uns nicht erklären konnten. Uwe meinte nur wir wären wohl in der falschen Veranstaltung – da dieses Stück einem ausgebildeten Penis ähnlich sah.

Anschliessend hatten wir noch etwas Zeit und wollten uns Krippen anschauen. In der Neustädter Kirche war Licht, aber leider waren die Damen erst dabei die Krippen, die von Privatpersonen zur Verfügung gestellt wurden, aufzubauen. Man konnte zwar schon die diversen Arbeiten vergleichen, aber das Gesamtbild war noch nicht vollständig. Eine der anwesenden Damen gab uns ein Informationsblatt mit den Zeiten der Krippenausstellung. Es gibt dann auch zusätzlich wieder Waffeln und Kaffee, einen mobilen Eine-Welt-Laden und auch ein musikalisches Programm. Diese Krippenausstellung ist nur für 5 Tage der Bevölkerung zugänglich.

Auch die anschliessende Fahrt zum Hülfesberg war leider erfolglos. Wir konnten zwar die Kirche betreten, aber eine Krippe war in der Kirche nicht aufgebaut.

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johanna
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RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von johanna

„Und wenn Sie glauben Sie sind am Arsch der Welt…
….dann sind Sie immer noch in Dessau - da kommt dann das Kornhaus“

100 Jahre Bauhaus – es wird umgebaut, angebaut, restauriert. Bauhaus, ich dachte es wäre so etwas wie Obi oder Praktiker oder Toom-Markt. Weit gefehlt. Uwe meinte er könne das nicht so genau erklären, das müsste man sehen. Es wären Alltagsgegenstände die man vor vielen Jahrzehnten neu konzipierte, die heute überall in Gebrauch sind. Alt und doch wieder in ihrer Funktionalität neu.

Bauhaus ist eigentlich eine philosophische Art zu leben – klar, ohne Schnörkel, minimalistisch. Vor hundert Jahren gründete Henry van de Velde die großherzoglich-sächsische Kunstgewerbeschule in Weimar. Als der Belgier wegen des 1. Weltkrieges Deutschland verlassen musste, schlug er als Nachfolger Walter Gropius vor. Gropius der es verstand Kunst und Handwerk unter einem Dach zu vereinen. Gropius der es auch fertig brachte Künstler wie Paul Klee, Oskar Schlemmer, Kandinsky und andere zu verpflichten. Gropius der bei der Übernahme bereits einen Namen hatte, besass die seltene Gabe der Vermarktung und war ein Genie der Selbstinszenierung wie man schnell feststellte.

Im Jahr 1925 siedelte das Bauhaus von Weimar nach Dessau um. Hier wurden dann die Ideen zum Entwerfen von Architektur, Möbeln, Alltagsgegenständen sowie Verständnis zu Tanz, Musik und Kunst zu einer Einheit zusammengeführt. Auf einen einfachen Nenner gebracht: Kunst und Handwerk unter einem Dach sollten ineinander greifen. Dieser Ansatz umschloss auch eine neue Pädagogik und ein neues Grundverständnis von Körperlichkeit und Teamgeist. Als einmaliger Ort der Avantgarde entstand das heute weltberühmte Hochschulgebäude.

In Dessau stehen heute die Meisterhäuser. Im ersten Haus (Meisterhaus) lebte immer ein Architekt. Die Häuser sehen aus wie aus Würfeln zusammengesetzt, was trotzdem immer wieder diverse Raumverschiebungen möglich machte.

Für die grosse Bauhausausstellung 1923 liess Walter Gropius ein exemplarisches Arbeitszimmer entwerfen, um nach dem von ihm formulierten Konzept „Kunst und Technik – eine neue Einheit“ die Zusammenarbeit der Werkstätten zu demonstrieren.Die geometrische Abbildung des Raums in dem alle Gegenstände bis hin zu Teppich, Schreibutensilienragel, Wandbespannung und Leuchte auf das Quadrat bezogen sind zeichnete der spätere Bauhauslehrer Herbert Bayer. Es war ein Zimmer wie vom Fliessband der Bauhauslehre und das genaue Gegenteil was in den zwanziger Jahren sonst als gemütlich, wohnlich oder repräsentativ gelten mochte. 1997 entschloss man sich das in der Bauhausgeschichte ikonisch gewordene Zimmer des Gropius zu rekonstruieren. Es wird von einem Architekten G. Oschmann jahrelang recherchiert. Man konnte kaum glauben, dass der Direktor im Direktorenzimmer wirklich auf diesem Stuhl gesessen haben soll. Dieser Stuhl gehört nicht in die Kategorie Sitzmöbel sondern zum Strafbestand vorsätzlicher Körperverletzung. Dieser Stohl am Schreibtisch drückt in den Rücken, die Ellbogen werden hinterrücks von den Lehnen drangsaliert aber vor allem: ohne selbst ein Titan zu sein 183 cm in der Höhe messwend schafft man es einfach nicht, die Knie unter den Tisch zu zwängen. Man sitzt auf Gropius Schreibtischstuhl wie in einer zum Möbelstück gewordenen Zwangsjacke. Auch der Stuhl ist ein Quadrat, wie alles in diesem Raum, der selbst eine Kantenlänge von 5 mal 5 Metern hat. Das Büro als Leben auf Millimeterpapier. Reiner Irrsinn – wäre auch der Hintern ein Quadrat würde sich das Ganze swohl fügen doch so muss man sagen: Der Mensch entzieht sich der Bauhauslehre die ihm am Dingens vorbeigeht. Colani ein Designer der fast so alt wie das Bauhaus geworden ist (90 Jahre) sagte einmal: „Wie kann so ein Idiot etwas eckig machen, wo ein runder Arsch drauf kommt“.


Das Haus Auerbach in Jena von 1924 ist eines der ersten privaten Wohnhäuser, die nach dem Baukastenprinzip von Walter Gropius geplant wurden.

Marcel Breuer wird Jungmeister und Leiter der Möbelwerkstatt. In Kooperation mit den Junkers Flugzeugwerken entwickelt er eine Reihe von Stahlrohrstühlen.Unter anderem auch den Wassily Stuhl. Die Stahlrohrstühle der Bauhausdesigner waren revolutionär. Noch heute verkaufen sich die Klassiker hervorragend – und auch die Fertigung hat sich seit 90 Jahren kaum verändert – bis auf ein paar Details.

Dass sich Designer und Architekten vom Bauhaus für die Firma Thonet interessierten, dürfte kein Zufall gewesen sein. Der Firma gelang es schlichte Möbel herzustellen und zwar für einen Preis, der selbst für einen Arbeiter erschwinglich war. Architekten wie Wagner, Loos oder Le Corbusier begeisterten sich für die minimalistischen und modernen Thonet-Stühle und verwendeten sie für ihre Häuser. Sie wollten allerdings mehr: wenn sie Holz biegen können, dann können sie auch Stahl biegen soll nach einer Anekdote Marcel Breuer Mitte der Zwanziger Jahre der Firma erklärt haben. Der ungarische Leiter der Tischlereiwerkstatt erprobte gerade Stahlrohr als Material für seine Möbel. Ein Fahrradlenker soll ihn dazu inspiriert haben.
Es stecken erstaunlich viele Handgriffe in einem Stuhl. Es wird gelötet, poliert, geschliffen, gebeizt und genäht. Das macht jedes Sitzmöbel dank deutscher Tariflöhne teuer aber auch irgendwie wertvoller. Bis in die zwanziger Jahre galt Stahlrohr noch als viel zu kalt für eine Wohnung.

Warum vier Beine nehmen, wenn zwei ausreichen? Wer war der Erfinder der Freischwinger? Diese Frage musste vom Gericht geklärt werden da sich ein cleverer Patenthai die Rechte an dem Stuhl sicherte. Obwohl hinterbeinlos ja wie amputiert klingt war gerade das Weglassen der zwei Beine die grandiose Leistung dieses Entwurfs. Dieser Stiel passte zu den schwebenden Balkonen des Bauhausgebäudes von Walter Gropius in Dessau. Aber auch Mies van der Rohe und Mart Stam statteten ihre Häuser mit diesen Freischwingern aus. Ein Stuhl für die Zukunft sozusagen. Heute findet man diese Stühle immer noch in Arztpraxen, Krankenhäusern und Büros.


Herbert Bayer avancierte zum Leiter der neuen Werkstatt für Druck und Reklame und setzte die Kleinschreibung am Bauhaus durch.
Marianne Brand organisierte eine Zusammenkunft mit zwei Herstellern und so gehen bald Tisch- Wand- und Stehlampen in Serienproduktion. Die Nachttischlampe wird ein Verkaufsschlager.
Die Bauhaustapete von Maria Rasch kommt auf den Markt und wird das ertragreichste und erfolgreichste Produkt der Schule

Georg Muche erinnerte sich Anfang der 1960er Jahre an Diskussionen mit Marcel Breuer über die Wandfarbe in seinem Schlafzimmer.
„Überraschend war die Lösung die er für mein Schlafzimmer fand. Er strich es schwarz an. Schwarz sei die Farbe des Schlafs, welche die Erinnerung an die Wirklichkeit am schnellsten vergessen lasse. Ich machte den Einwand dass streng genommen, schwarz die Farbe des Todes sei und wünschte mir ein wenig Blau oder wenigstens Blaugrau an die Zimmerdecke.
Der Architekt rechtfertigte jedoch seine Auffassung mit guten Gründen. Er sagte:“Schwarz ist die Farbe des Todes nur dann, wenn es matt auf rauhem Grund steht. Auf geglätteter Fläche hochglänzend wirkt es nicht dsüster. Je nach dem Einfallswinkel des Lichtes und nach der Farbe der Lichtquelle reflektiert es weisses oder auch buntes Licht.“
Meinen Wunsch nach der mitternachtsblauebn Decke hielt er für Hirtenjungen-Romantik. Er sei für poliertes Schwarz. Als ich von einer Reise zurückkam, war mein Zimmer schwarz gestrichen, I ch legte mich schlafen und wäre dankbar gewesen, wenn über mir ein wenig Blau geschimmert hätte. Denn hinter der abgeschirmten Lampe der Decke verlor sich ohne die versprochenen Reflexe das lackierte Schwarz in raumlosen Tiefen, die weiter zu reichen schienen als die kosmische Kuppel nächtlichen Himmels. Am Morgen begriff ich meine neue Lage. Ich erinnerte mich an die tröstliche Wirkung der weissen Reflexe und fand an Wand und Decke das weisse Bettzeug gespiegelt. Ich erschrak als ich mich erhoben hatte und sah wie mein nach Gottes Plan geschaffener Leib von den Unebenheiten der vier Wände verquollen und zerfetzt surrealisiert und reflektiert wurde. Nach dieser Demonstration habe ich das Schlafzimmer nie wieder betreten. Es wurde mit Koffern und überflüssigem Hausrat voll gestopft. Dafür hätte auch weiss ausgereicht.

Das 1926 gebaute Hochschulgebäude von Walter Gropius ist eine Ikone der Moderne Es umfasst ein vielfältiges Raumprogramm. 1928 verliess Gropius das Bauhaus und ging nach England, später in die USA. 1933 wurde das Bauhaus aufgrund des Drucks der NSDAP aufgelöst, Klee emigrierte in die Schweiz, Kandinski nach Frankreich. Als der Zweite Weltkrieg zu Ende war, kam das Bauhaus zurück nach Deutschland. 1947 und 1948 besuchte Gropius das zerbombte Berlin. Als offizieller Architekturberater für die amerikanische Besatzungsmacht hielt er Vorträge über den Wiederaufbau.

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kapek
kapek
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von kapek

Hallo liebe Nightreader und Nightwriter
aus traurigem Anlass schreibe ich Euch heute im Auftrag von Ruth (Majorie). Sie hat sich bei einem Haushaltsunfall den Arm derart verbrannt, dass sie zur Zeit nicht mehr schreiben kann. Wenn Ihr sie grüßen wollt ist das gut, denn lesen kann sie ja alles.
Ich wünsche Euch - vor allem auch von Ruth - noch eine wunderschöne Vorweihnachtszeit, ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest und alles Gute zum Neuen Jahr.
Mit lieben Grüßen, auch von Ruth
Karl Peter (kapek)

Bruny
Bruny
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Bruny
als Antwort auf kapek vom 14.12.2018, 17:27:08

Zunächst vielen Dank für die Benachrichtigung, die mich jetzt sehr bestürzt hat. Bitte richten Sie unserer lieben Eule Ruth viele ganz liebe und herzliche Grüße aus und gute Besserung.
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wünscht
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Tine1948
Tine1948
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Tine1948
als Antwort auf Bruny vom 14.12.2018, 17:38:41

Lieber Karl Peter, vielen Dank für die Nachricht. Ich bin sehr erschrocken und besorgt. 
Liebe Ruth, jetzt bit du gerade keine Nachteule, sondern in Unglücksrabe. Es tut mir sehr leid, dass du verletzt bist. Ich hoffe, dass du bei Ärzten und Mitmenschen in guten Händen bist und dich gesund pflegen lässt. Ich schicke dir einen lieben Gruss und viele Wünsche zur guten Besserung, Barbara (Tine)

heide †
heide †
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von heide †
als Antwort auf kapek vom 14.12.2018, 17:27:08

Oh, Herr Kapek, vielen Dank für Ihre freundliche Tat, uns über Marojies Unfall zu berichten. Sie darf sich freuen, Sie zu kennen.Herz

Dir, liebe Ruth, wünsche ich das Allerbeste. Und hätte ich nicht rein zufällig hier ´reingeschaut, dann wüßte ich gar nicht, welch dummes Unglück Dir widerfahren  ist. Verbrennungen sind mehr als übel - Ruth, ich fühle mit Dir und wünsche Dir zum kommenden Fest trotzdem alles Gute. Lass Dich verwöhnen - ob Herr Kapek Lust dazu hat?

Herzlichste Grüße von

Heide





 

kapek
kapek
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von kapek
als Antwort auf heide † vom 14.12.2018, 20:09:31

Liebe Heide,
Lust hätte "Herr kapek" Karl Peter  - für Ruth Charly - schon, aber er ist in Bad Rothenfelde und sie lebt auf Nova Scotia Canada. Ja, sie hat aber dort auch einen lieben Freund, der ihr beisteht nach allen Kräften.
Liebe Grüße und ein schönes Weihnachtsfest
Karl Peter

heide †
heide †
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von heide †
als Antwort auf kapek vom 14.12.2018, 21:24:59

Na, schau mal einer an. Die Welt ist sooo groß und doch wiederum sooo klein.
Da hat die liebe Ruth doch tatsächlich auch in Bad Rothenfelde einen Freund, der ihr fern der jetzigen  Heimat sogar Gutes tut.
Und stell Dir vor, lieber Karl Peter, ich kann Ruth sogar verstehen, denn Bad Rothenfelde samt der dort lebenden Menschen empfand ich als junges Mädchen schon angenehm und rundum schön. Ich habe mit meiner Mutter dort x-mal Urlaub gemacht - die Bäder in den Salinen hatten es uns angetan.
Aber ich will Dich nicht langweilen - und hab Dank für Deine prompte Reaktion, kommt hier im ST in dieser sympathischen Form wirklich nur selten vor.

Gruß
Heide


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