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Plaudereien Das olympische Feuer...

hafel
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Re: China vor Olympia Hinrichtungsweltmeister
geschrieben von hafel
als Antwort auf marina vom 16.04.2008, 14:43:47
@ marina: „Es ist höchste Zeit, dass das Internationale Olympische Komitee und die Regierungen dieser Welt, aber auch Sponsoren wie adidas und Volkswagen ihren Einfluss geltend machen und öffentlich einen Wandel fordern“, sagte Lochbihler.


Ich denke, dass auch die Wirtschaft ihren Einfluss geltend machen sollte. So wird es allerhöchste Zeit, dass die IOC den weltweiten Protest endlich nutzt, um die Pekinger Führung mit der Kritik unter Druck zu setzen. Denn Sport und Politik sind nun mal nicht zu trennen. Das müssten auch die Funktionäre anerkennen. Wir Deutschen sollten uns daran erinnern, dass wir selber in der Nazizeit eine Olympiade ausgerichtet haben die nicht nur sportlich sondern auch politisch bemessen wurde.
--
hafel
outofspain
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Re: China vor Olympia Hinrichtungsweltmeister
geschrieben von outofspain
als Antwort auf marina vom 16.04.2008, 14:43:47
Wie ist es ,angesichts dieser Hinrichtungen möglich gewesen,dass China die Olympiade ausrichten darf?
Das ist mir völlig unbegreiflich.
Die chinesische Tibetpolitik,als kleiner Teil der maroden Politik Chinas, war doch schon oft in der Kritik der UN oder Amnesty.
--
outofspain
dutchweepee
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nächster Olympiaboykott USA?
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf marina vom 16.04.2008, 14:43:47
@marina

dann müssten wir auch jede olympischen spiele in den USA boykottieren und auf die fackel pissen, denn dort wird die todesstrafe auch praktiziert und gefeiert. ja sogar noch schlimmer: der präsident und die regierung befürworten die folter von gefangenen und die aufhebung der bürgerrechte. das fängt ja schon damit an, daß vom FBI jedes buch registriert wird, daß du dir aus der bibliothek holst.

wann verstehen die menschen endlich, daß die olympischen spiele nur funktionieren können, wenn sie politikfrei ablaufen. sport ist kein forum für politik, sonst könnten wir ja gleich mit messern aufeinander losgehen, anstatt ball zu spielen.

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hafel
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Re: nächster Olympiaboykott USA?
geschrieben von hafel
als Antwort auf dutchweepee vom 16.04.2008, 18:29:45
@ dutch: wann verstehen die menschen endlich, daß die olympischen spiele nur funktionieren können, wenn sie politikfrei ablaufen. sport ist kein forum für politik, sonst könnten wir ja gleich mit messern aufeinander losgehen, anstatt ball zu spielen.

Das wäre bestimmt von der Mehrheit der Menschen 100%ig mit zu unterschreiben. Nur sieht eben leider (wenn man in die Geschichte zurück blättert) die Praxis ganz anders aus. Die Tatsache ist, dass der Sport nicht frei von der Politik ist.

--
hafel
marina
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Re: nächster Olympiaboykott USA?
geschrieben von marina
als Antwort auf dutchweepee vom 16.04.2008, 18:29:45
dutch, könntest du mir bitte die Stelle zeigen, wo ich für den Boykott plädiert habe? Ich kann mich nämlich leider nicht daran erinnern, das getan zu haben.
Danke im voraus für deine Mühe.

Ansonsten ist die Behauptung, die olympischen Spiele hätten mit Politik nichts zu tun, eine sehr naive und geschichtsvergessene. Für weitere Erklärungen habe ich im Moment keine Lust und keine Zeit, außerdem wurden diese bereits zahlreich abgegeben, wären also nur Wiederholungen.
--
marina
mulde1
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Re: nächster Olympiaboykott USA?
geschrieben von mulde1
als Antwort auf dutchweepee vom 16.04.2008, 18:29:45
marina
leider , leider sind das Wunschträume- ds mag wohl bei den
ersten Spielen der Neuzeit noch angegangen sein, später dann nicht mehr.( Wobei ich mir nicht absolut sicher bin )
Denken WIR an 1936 mit dem ersten Olympischen Fackellauf
kann mich noch als Knirps erinnern mit Eltern am Strassenrand - unten der/die Läufer oben am Himmel ein
Zeppelin und wie wurde der Transport der Olympiaglocke
politisch gewertet, kann man heute noch in den Stadtarchiven nachlesen.
würden die Spiele heute in den USA stattfinden bekäme
die Presse / Medien einen maulkorb verpasst.
Es würde nur das berichtetet werden Was Sponsoren
über beeinflussbare Politiker erlauben würden.
Gerade heute hat das Oberste Gericht der USA die Giftspritze wieder erlaubt"
Papst zu Besuch - Olympia für die USA am verkehrten Ort
er denkt was Böses und bringt das mit Verletzung der Menschenrechte zusammen.
Was der eine nicht darf, doch der andere immer noch!
--
mulde

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ehemaligesMitglied57
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Re: China vor Olympia Hinrichtungsweltmeister
geschrieben von ehemaligesMitglied57
als Antwort auf outofspain vom 16.04.2008, 17:23:56
Wie ist es ,angesichts dieser Hinrichtungen möglich gewesen,dass China die Olympiade ausrichten darf?
Das ist mir völlig unbegreiflich.


Ganz einfach, outofspain. Weil es bei der Vergabe der Spiele schlicht keine Rolle spielt, ob in dem betreffenden Land Hinrichtungen stattfinden, oder nicht.
Wenn das Vorhandensein der Todesstrafe zum Kriterium erhoben worden wäre, die Spiele nicht zu vergeben, hätten einige davon ausfallen oder anderweitig vergeben werden müssen. Also die in Atlanta 1996 bspw. oder auch die in Helsinki, Grenoble, Athen, Montreal, Mexiko, Oslo oder auch Stockholm. Da war man aber nicht so pingelig. Warum aber nun auf einmal das überzogene Eindreschen auf China, und das messen mit zweierlei Maß? Auch die in diesem Zusammenhang gern gebrachten Vergleiche mit 1936 sind daneben. Denn während Deutschland zu diesem Zeitpunkt eine lupenreine faschistische Diktatur war, der man erlaubte, die Spiele auszurichten, müssen wir bei China mal beachten, woher die kommen, also wo die bspw. noch vor 10 oder 15 Jahren standen. Hier gibt es eine ganz klare Tendenz hin zu mehr Öffnung dieses aufstrebenden Landes. Mit einem Boykott würde man hier mehr kaputt machen, als irgend jemanden nützen. Man würde China wieder in eine Isolationshaltung bringen, was niemanden zu einem Vorteil gereichen würde.
Ich denke, outofspain, hier läuft gerade ein ganz anderer Film ab. Hier geht`s doch offensichtlich darum, gegen eine kommende wirtschaftliche Übermacht einen neuen kalten Krieg zu beginnen. Hier werden vor unseren Augen Pfähle eingerammt.

--
gerald
outofspain
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Re: China vor Olympia Hinrichtungsweltmeister
geschrieben von outofspain
als Antwort auf ehemaligesMitglied57 vom 17.04.2008, 17:15:43
Wenn ich über deine geschriebenen Worte nachdenke, muss ich dir Recht geben.
In vielen Ländern wird gemordet, zum Tode verurteilt und dennoch gab es dort die Olympiaden.Angesichts dessen ist doch Olympia ein Farce. Der olympische Gedanke ein friedlicher. Viele Athleten werden mit gemischten Gefühlen an dieser Olympiade teilnehmen.
Sie sind machtlos gegen die Willkür-Profitgier der Machthaber. Trotzdem sträubt sich mein Gerechtigkeitsgefühl gegen diese machtbessesenen-korrupten Politiker.

--
outofspain

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