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Plaudereien Der Weg in die Selbständigkeit!

digi
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Re: Der Weg in die Selbständigkeit!
geschrieben von digi
als Antwort auf olga64 vom 13.08.2014, 16:30:10
...Ich habe es immer geschätzt, dass automatisch Abzüge von meinem Gehalt für meine Altersversorgung erfolgten, Zuschüsse zu meiner Krankenversicherung erfolgten und mir 6 Wochen jährlich bezahlter Urlaub vergönnt war. Und dazu 6 - 8 Wochen Gehaltsfortzahlung, wenn ich krank werden sollte
Das war sicher eine weise überlegte Entscheidung.

Da darf ich aber dennoch eine der häufigsten Irrtümer erwähnen?
Nämlich - dass Der Arbeitgeber diese Abgaben bezahlt.
Nein, der Angestellte ermöglicht es durch seine Arbeit dem Arbeitgeber, diese Abgaben zu zahlen. Denn der zahlt sie woher? Richtig, aus den Einnahmen, die er erzielt - dank der Arbeit seiner Angestellten.

Und der Arbeitgeber zahlt auch nicht die Hälfte der Krankenkasse; er führt sie nur ab. Erwirtschaftet wird es stets vom Arbeitnehner. Sinngemäß gilt das auch für Urlaub.

Das dürfte sich im wesentlichen also ausgleichen, vorausgesetzt der Selbständige handelt so korrekt, dass er diese Abgaben auch wirklich abdrückt. D. h. dieses Geld muss schon bei der Preisgestaltung beachtet werden, ob es überhaupt erzielbar sein kann.
Diese Abgaben sind erheblich, was regelmäßig unterschätzt wird. Auch deswegen empfehle ich dringend den Besuch der IHK.
nnamttor44
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Re: Der Weg in die Selbständigkeit!
geschrieben von nnamttor44
als Antwort auf Kleeblatt55 vom 13.08.2014, 17:38:51
Die Verpflichtungen in einem Franchisebetrieb sind manchmal mörderisch, vor allem in der Gastronomie!! Ich erinnere mich noch sehr gut, dass ein (wohl naiver) Ex-Kollege meines Mannes sich als Gastronom selbstständig machte.

Die Gastronomie-Verträge der Brauereien haben ihm sehr schnell den Garaus gemacht.
olga64
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Re: Der Weg in die Selbständigkeit!
geschrieben von olga64
als Antwort auf digi vom 13.08.2014, 21:28:59
Digizar - als Ökonomin ist mir dies ja alles bekannt. ABer da ich immer in seriösen, grösseren Unternehmen beschäftigt war, die mich auch anständig bezahlten und behandelten, war dies nie ein Problem für mich. Für meine Rentenversicherung bezahlte der ARbeitgeber damals ca 10% (ich auch). Für meine private Krankenversicherung weniger, weil dieser Zuschuss auf der HÖhe der Zuzahlung zur GKV bezahlt wird (was ja meine Entscheidung war).
Urlaub- und Urlaubsgeld (gab es ja noch obendrauf) sowie 13. Gehalt gehören natürlich zu den Lohnnebenkosten (z.B. auch der Arbeitsplatz als solcher, der zur Verfügung gestellt wird). Will sagen,dass jedes Gehalt eines Mitarbeiters plus ca 33% Lohnnebenkosten kalkuliert wird und auch in die Kalkulation für die Produkte mit einfliessen muss, die das Unternehmen herstellt, bzw. vertreibt.

Das vergessen die Leute oft - insbesondere auch die, die sich selbstständig machen. Und die anderen, die sich über Unternehmen empören, weil diese "Profit" machen wollen - sie müssen es, sonst gehen sie pleite und die Mitarbeiter stehen auf der Strasse, bzw. liegen dem Steuerzahler auf der Tasche. Olga

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blumilein
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Re: Der Weg in die Selbständigkeit!
geschrieben von blumilein
als Antwort auf Kleeblatt55 vom 13.08.2014, 17:38:51
Ich habe diese Diskussion leider erst jetzt gesehen und meine Vorposter haben ja schon viele Tipps mitgegeben.

Ein Neffe von uns ist, nachdem er ebenfalls lange als Arbeitnehmer in der Gastronomie tätig gewesen war und auch immer mehr Verantwortung übernommen hatte, vor einem Jahr den Weg in die Selbstständigkeit gegangen.

Natürlich hat er einen passenden Standort gesucht, aber da ihm ein eigenes Konzept trotzdem zu unsicher vorgekommen ist, ist er Franchise-Nehmer bei Subway geworden. Das ist wie gesagt rund ein Jahr her und auch wenn der Aufwand natürlich groß ist, ist der Plan voll aufgegangen.
Kleeblatt55
Kleeblatt55
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Re: Der Weg in die Selbständigkeit!
geschrieben von Kleeblatt55
als Antwort auf Kleeblatt55 vom 09.08.2014, 15:04:38
Ja, also ich denke dass es da generell sowohl Vor- als auch Nachteile gibt. Natürlich ist es in einem Angestelltenverhältnis praktisch, wenn man sich quasi um "nichts" kümmern muss, also Abgaben, Steuern etc., aber das ist eben auch die Herausforderung am Selbständig sein. @blumilein: das klingt ja interessant, Wie lange hat das denn bei eurem Neffen gedauert, musst er da vorher irgendwelche Kurse machen?
Bruny
Bruny
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Re: Der Weg in die Selbständigkeit!
geschrieben von Bruny
als Antwort auf Kleeblatt55 vom 18.08.2014, 15:09:58
Hallo Kleeblatt, weisst Du was mir bei der Sache eigenartig vorkommt? Es ist doch Deine Nachbarin die sich selbständig machen will? Wäre es da nicht angebracht, dass sie sich eventuelle Fragen notiert und versucht darauf Antworten zu bekommen?

Gruß, Bruny

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olga64
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Re: Der Weg in die Selbständigkeit!
geschrieben von olga64
als Antwort auf blumilein vom 17.08.2014, 17:03:08
Überall in Deutschland - ausser an den wirklichen Hotspots in den Grossstädten - ist die Gastronomie nicht mehr erfolgreich; seit Jahren gibt es ein hohes Kneipensterben, insbesondere in der Provinz und in den Kleinstädten.
Da müsste jemand schon mit einem ganz tollen Konzept aufwarten können, um Leute anzulocken, die dafür viele Kilometer fahren oder sich ein Taxi gönnen. Meist machen die Kneipen so schnell wieder zu wie sie mit Riesentheater aufgemacht haben - sogar bei uns im vielbesuchten und wohlhabenden Oberbayern. Auch die Platzhirsche in touristischen Gegenden lassen eine neue Konkurrenz nicht so leicht hochkommen. Geht das schief, hat der "Selbstständige" eine Mengen SChulden und sein Weg führt ihn umgehend ins Jobcenter. Olga
Edita
Edita
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Re: Der Weg in die Selbständigkeit!
geschrieben von Edita
als Antwort auf olga64 vom 18.08.2014, 15:58:32
Meist machen die Kneipen so schnell wieder zu wie sie mit Riesentheater aufgemacht haben - sogar bei uns im vielbesuchten und wohlhabenden Oberbayern. Olga


So ist es liebe Olga, weil es sehr oft, gastronomiemäßig ziemlich unbedarfte Leute sind, die denken, daß die paar Kröten, die abends in ihrer Kasse klimpern, auch noch komplett ihnen gehören, und am nächsten Tag schon auf den Kopf gehauen werden!

Edita
olga64
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Re: Der Weg in die Selbständigkeit!
geschrieben von olga64
als Antwort auf Edita vom 18.08.2014, 16:06:03
....und oft sind ja Wirte ihre eigenen,besten Gäste. DA gibt es ja auch Alkoholiker unter dieser Berufsgattung, die dann völlig den Überblick verliert. Für mich wäre das nie etwas gewesen. Ich gehe nach wie vor gerne aus, hätte aber nie Lust gehabt, mir das Gesabble von Besoffenen anzuhören oder noch Schlimmeres zu erleben. In Bayern gibt es ja den Spruch: wer nix wird wird Wirt. Olga
Edita
Edita
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Re: Der Weg in die Selbständigkeit!
geschrieben von Edita
als Antwort auf olga64 vom 18.08.2014, 16:11:09
In Bayern gibt es ja den Spruch: wer nix wird wird Wirt. Olga


Och , den gibt es quer durch die Republik! ......" Und will ihm dieses nicht gelingen, dann macht er in Versicherungen " !

Edita

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