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Plaudereien ein schwarzer Tag - Wenn Jugendliche im Verkehr sterben

florian
florian
Mitglied

ein schwarzer Tag - Wenn Jugendliche im Verkehr sterben
geschrieben von florian
Aus gegebenen Anlass, frage ich mich, warum dürfen 16/17 Jährige schon Motorrad fahren (125ccm), die schneller als 50km/h sind?

Heute morgen kamen wir fröhlich und ohne Sorgen zur Schule. In der 2. Stunde ereilte uns die Nachricht, dass ein Mitschüler bei einem Verkehrsunfall tödlich verletzt wurde.

Er knallte frontal mit einem PKW zusammen, der Junge schoss in die Frontscheibe. Er war sofort tot.

Einer, den alle kannten, die viele mochten. Sein Leben endete noch vor seinem Abitur.

Ich habe noch nie so viele Menschen weinen gesehen. Die Schule glich einer Situation wie ein Amoklauf. Lehrer und Schüler nahmen sich in die Arme und ließen ihren Gefühlen freien Lauf.

Seine Mutter kam wie hypnotisiert zum Unfallort, wo ihr Sohn 1 Std. lang abgedeckt lag, sie redete fast eine halbe Stunde noch mit ihm.

Der uns betreuende Unfallseelsorger sagte, er schien zu schlafen, so friedlich lag er da. Das Tränenmeer war perfekt.

Nun nochmal, ist es sinnvoll, Jugendliche ohne Eltern schon mit Fahrzeugen (abgs. von Fahrrädern) auf die Strasse zu lassen?


--
florianwilhelm18

PS: Wie es aussieht, hatte der PKW trotz Gegenverkehr und schlechter Sicht überholt und somit einen jungen Menschen das Leben genommen.
ehemaligesMitglied57
ehemaligesMitglied57
Mitglied

Re: ein schwarzer Tag - Wenn Jugendliche im Verkehr sterben
geschrieben von ehemaligesMitglied57
als Antwort auf florian vom 13.12.2007, 20:46:36
Dann hätte es auch jeden x-beliebigen 30-, 40- oder 50-jährigen, erfahrenen Fahrer "erwischen" können. Die von Dir beschriebene Unfallsituation hat deshalb mit der von Dir aufgeworfenen Problematik nicht unbedingt was zu tun. Ich denke, 16/17-jährige sind in der Regel durchaus fähig, sich relativ fehlerfrei auf Mopeds durch die Gegend zu bewegen.

--
gerald
florian
florian
Mitglied

Re: ein schwarzer Tag - Wenn Jugendliche im Verkehr sterben
geschrieben von florian
als Antwort auf ehemaligesMitglied57 vom 13.12.2007, 21:04:54
Durchaus ja---

Aber sie verführen auch zum Risiko! Mit welcher Folge?
Man hatte nichts von seinem Leben!
--
florianwilhelm18

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monika
monika
Mitglied

Re: ein schwarzer Tag - Wenn Jugendliche im Verkehr sterben
geschrieben von monika
als Antwort auf florian vom 13.12.2007, 21:12:52
Flori, es tut mir sehr leid, was Du da erlebt hast. Man kann jungen Menschen aber durchaus vertrauen in dem Alter ein Fahrzeug zu führen. Dieser Unfall hätte auch älteren Menschen passieren können. Da wir viele Jahre eine Fahrschule hatten, kann ich Dir sagen, daß die jungen Leute sehr verantwotungsbewußt waren und diszipliniert. Es gab Erwachsene (die nach dem Theorieunterricht) in ein in der Nebenstraße abgestelltes Auto stiegen, obwohl die Fahrerlaubnis noch in weiter Ferne war. Was hätte da alles passieren können, wenn man so einem Erwachsenen begegnet wäre.
Daß Du erschüttert bist kann ich verstehen, habe meinen 21jährigen Enkel auch schon trösten müssen, der 3 seiner Kameraden schon verloren hat. Ich wünsche Dir, daß Du alles verarbeitest.
--
monika
pilli †
pilli †
Mitglied

Re: ein schwarzer Tag - Wenn Jugendliche im Verkehr sterben
geschrieben von pilli †
als Antwort auf florian vom 13.12.2007, 21:12:52
nö Florian;

nicht um dir trostreiche worte zu schreiben:

aber nicht immer ist das alter eine ursache für unfälle im strassenverkehr.

ich möchte dir von einer guten freundin meiner tochter berichten, die im alter von 26 jahren auf dem weg zur dienststelle mit ihrem motorrad, wenige wochen vor ihrer hochzeit, tödlich verunglückt ist, weil der fahrer eines LKW die vorfahrt nicht beachtet hatte.

gerade erst hatte sie ihre ausbildung zur Polizeikommissarin mit sehr gutem prüfungsergebnis beendet und motorrad fuhr sie gerne und bereits zu schulzeiten. sie dürfte sicherlich die erforderliche rücksicht gezeigt haben nur wenn der unfallgegner eben nicht rücksichtsvoll fährt, geschehen solche traurigen unfälle.

bleibt den eltern des jungen verbunden; nicht nur in diesen tagen.

--
pilli
adam
adam
Mitglied

Re: ein schwarzer Tag - Wenn Jugendliche im Verkehr sterben
geschrieben von adam
als Antwort auf pilli † vom 13.12.2007, 21:45:39
Florian,

vor fast genau sieben Jahren hat es mich erwischt. Da war ich 49. Ein Pkw holte mich frontal von meinem Cruiser. Der Fahrer hatte sein Handy am Ohr als er mich übersah. Ich hatte nicht mal mehr Zeit "Hoppla" zu denken.
Dank meinem Helm habe ich überlebt. Sechs gebrochene Rippen, die rechte Schulter 3 cm in den Körper gestaucht und das rechte Schulterblatt gesplittert. Vier Wochen Krankenhaus mit Operation, seitdem habe ich eine Metallplatte in der Schulter.
Mit dem Alter hat die Situation, in der dein Schulfreund um Leben kam, nichts zu tun.
Das alles ist tragisch, aber leider auch Alltag auf den Straßen. Du wirst lernen, solche Schicksalsschläge zu beurteilen und sie einzuordnen, die einen als schwer, andere als sehr schwer und wieder andere als.....ich weiß es nicht!

--

adam

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florian
florian
Mitglied

Re: ein schwarzer Tag - Wenn Jugendliche im Verkehr sterben
geschrieben von florian
als Antwort auf adam vom 14.12.2007, 00:27:04
Danke für die lieben Worte,
auch Dank für eure Meinungen.

Mehr möcht ich erstmal nicht sagen.
--
florianwilhelm18
peter25
peter25
Mitglied

Re: ein schwarzer Tag - wenn Menschen im Verkehr sterben..
geschrieben von peter25
als Antwort auf adam vom 14.12.2007, 00:27:04
Ein interessanter Artikel stand in der Zeitschrift
"ACE Lenkrad".

Drogen am Steuer.---Die Anzahl der Drogenfahrten steigt.

Die Polizei stellt bei Verkehrskonntrollen und Unfällen immer häufiger fest,dass Autofahrer unter dem Einfluss von Drogen stehen.Während Alkoholdelikte im Straßenverkehr in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken sind, hat sich die Anzahl der mit Drogen erwischten Autofahrer in den vergangenen fünf Jahren vervierfacht. Grund sind auch die vermehrten Drogenkontrollen durch die Polizei.2006 verzeichnete das Statistische Bundesamt 1315 durch Drogen verursachte Unfälle mit Verletzten.Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft engagiert sich mit einer bundesweiten Kampagne unter dem Motto -"Just say no"- gegen Drogen im Straßenverkehr.

Mehr dazu unter: www.dont-drug-and-drive.de

::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

"Sicher Autofahren im Alter"
(Ein Ratgeber der Alzheimer Forschung Initiative)

www.alzheimer-forschung.de


peter25
omaria
omaria
Mitglied

Re: ein schwarzer Tag - Wenn Jugendliche im Verkehr sterben
geschrieben von omaria
als Antwort auf florian vom 13.12.2007, 21:12:52
Flori - so schriebst du:
"Man hatte nichts von seinem Leben!"

Das glaube ich nicht!

Jedes Leben - und sei es auch noch so kurz -
hat "seine" Erfüllung!
Es hatte Sinn, auch wenn das Ende uns sinnlos erscheint!

Wie gesagt, das ist mein GLAUBE!
Und der hilft mir in vielen Situationen...

Auch dir wünsche ich einen Glauben, der dir hilft!

Herzlich Maria

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