Plaudereien Ich oute mich mal

bongoline
bongoline
Mitglied

Re: Ich oute mich mal
geschrieben von bongoline
als Antwort auf vom 23.05.2009, 03:00:30
Ich habe keine Kinder,
aber wie Eltern ihre Kinder ohne Bücher aufwachsen lassen können,
ist für mich schlicht unverständlich.
geschrieben von malgeorg


Ich nehme an, Du meinst mich damit, da ich ja anscheinend die Einzige hier bin, die dem Kind die Möglichkeit gegeben hat, aus freien Stück seiner Fantasie freien Lauf zu lassen.

Na ja, nachdem mein Sohn dann doch so intelligent geworden ist, dass er die Schule besuchen konnte - also lesen gelernt hat - habe ich ihn auch, was seinen Geschmack an Lektüre anlangt - nichts dreingeredet. Und er hat nie zu mir gesagt - Mama ich hab schon ein Buch, brauchst mit mir nicht mehr in den Buchhandel gehen, damit ich mir eines aussuchen kann

Bücher können viele daheim rumstehen haben, wichtig ist dann, was vom Inhalt des Buches erwartet wird bzw. welche Interessen mit einem Buch befriedigt werden sollen. Und da muss ich sagen, bietet sein wie mein Bücherfundus so manches, wo die mit Büchern Aufgewachsenen sagen würden, das ist mir zu schwer - nicht vom Gewicht sondern vom Inhalt her

Darum gönne ich Dir schlicht u.a. "Nils Holgerson" und Du sicher jedem Anderen das Seine.

---
bongoline

luchs35
luchs35
Mitglied

Re: Ich oute mich mal
geschrieben von luchs35
als Antwort auf bongoline vom 23.05.2009, 12:05:07

Nee, Bongo, du bist garantiert nicht die Einzige, die ihr Kind zur freien Fantasieentfaltung angeregt hat. Meine beide Söhne sind wie ich und jetzt auch meine Enkel mit Büchern aufgewachsen, die sie - ebenfalls wie ich - noch heute wie Schätze hüten. Aber das bedeutet doch nicht, dass ich z.B. nicht auch diese eigenen Fantasiegeschichten mit ihnen erlebt und gelebt habe. Und auch meine Enkel erfinden ihre eigenen Geschichten, schreiben sie nieder und lesen sie ihrerseits voller Stolz vor.
Das eine schliesst doch das andere nicht aus!

Viele Geschichten, Märchen und Sagen sind auch ein Stück Kulturgut, das leider immer weniger weitergegeben wird.

Fasse meine Meinung nun bitte nicht als Kritik auf, denn das wichtigste ist doch, dass wir Eltern uns mit den Kindern beschäftigt haben. Das Wie ist doch zweitrangig.
--
luchs35
bongoline
bongoline
Mitglied

Re: Ich oute mich mal
geschrieben von bongoline
als Antwort auf luchs35 vom 23.05.2009, 12:25:53
luchsi,

bitte warum sollte ich Deine Antwort als Kritik auffassen, im Gegenteil.

Ich war halt der Meinung, dass ich meinen Sohn zum Buch hinführen soll, wenn er des Lesens mächtig ist und ihm vor dieser Zeit die Möglichkeit zu geben, eigene Gedanken entwickeln zu können. Sicher wäre oftmals vorlesen bequemer gewesen, denn seine Fantasie hat mich zeitweise schon sehr gefordert Das Berufsleben hat eben in manchem doch dazu geführt das eine oder andere nüchterner zu betrachten und es war für mich auch eine große und positive Erfahrung, wieder in kindliches Denken mich zurückzuversetzen.

Ich habe alle Aufsatzhefte meines Sohnes aufbewahrt und stöbere manchmal darin. Vieles erheitert mich ungemein und ich fühle mich in die Zeit zurückversetzt, über manches Geschriebene muss ich selbst heute noch nachdenken, denn er hat relativ früh begonnen, seine philosophische Ader auszuleben. Das auch zum Leidwesen seiner Lehrerin, die mich mal fragte, wer ihm denn bei den Aufsätzen die Feder führt, sie sei manches mal überfordert. Was in der Volksschule noch Überforderung war, wurde in den höheren Schulen dann aber absolut als positiv empfunden. So ändern sich die Zeiten.

Dir noch viel Freude mit Deinen Enkelkindern
und einen schönen Sonntag wünscht Dir

bongoline

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Re: Ich oute mich mal
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf bongoline vom 23.05.2009, 12:45:44
meine kinder- und jugendbücher stehen wohl verpackt im keller. obwohl ich mich von allen anderen büchern zwischenzeitlich getrennt habe, die hab ich behalten.
--
plumpudding
eelewu
eelewu
Mitglied

Re: Ich oute mich mal
geschrieben von eelewu
als Antwort auf Drachenmutter vom 21.05.2009, 21:27:16
unsere gesammelten werke noch aus unserer kindheit und teilweise der eltern beinhalten insbesondere märchenbücher, ein kleines büchlein von jonathan swift >gullivers reisen< 2. büchlein der blauen bändchen mit federzeichnungen von prof. fritz loehr
einen kleinen leckerbissen hab ich dabei "fünfzig fabeln für kinder" von 1833 mit zeichnungen von otto speckter- --
eelewu
Re: Ich oute mich mal
geschrieben von meli
als Antwort auf eelewu vom 23.05.2009, 13:41:05
Als ich ein kleines Mädchen von etwa 4 Jahren war, erhielt meine ältere Schwester von Hertha Vogel-Voll das Buch "Die silberne Brücke" zum Geburtstag. Ich erinnere mich daran, wie unsere Mutter uns dieses vorgelesen hat.

Wir haben später Bücher ausgetauscht und das Buch wechselte so in meinen Besitz.
Also habe ich es meinen Kindern vorgelesen - und dann fiel es wohl den Scheidungswirren zum Opfer. Es verschwand - und es tat uns allen sehr weh.

In der damaligen DDR war es nur einmal verlegt und, wenn auch nicht offiziell verboten, gab es keine Möglichkeit zu drucken, die Papierzuteilungen blieben einfach aus.

Nach der Wende und der Möglichkeit über Fr. Google Dinge in Erfahrung zu bringen, spürte ich einen Verlag auf, der dieses traumhaft schöne Buch erneut verlegte. Diesmal in einer sündhaft teuren, aber wunderschönen Aufmachung, in Samt gebunden - herrliche Illustrationen.
Ich bestellte dies für meine Kinder - die nun wiederum ihren Kindern vorlasen, was vorher immer nur als Erzählung bekannt war.

Es ist "das Buch" in unserer Familie.
Ich habe meinen Kindern und später auch Enkeln immer vorgelesen - bin heute noch das Vorlese-Öhmchen.
Und alle bekannten Kinderbücher gehörten dazu.

Und leider ging wohl der Verlag in die Insolvenz und ich habe jetzt noch schnell über Amazon nachbestellt, die Familie wächst schließlich weiter.

--
meli

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Re: Ich oute mich mal
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf bongoline vom 23.05.2009, 12:05:07
Nein,Bongoline,
-
ich habe nicht von Dir gesprochen.
--
malgeorge
eleonore
eleonore
Mitglied

Re: Ich oute mich mal
geschrieben von eleonore
als Antwort auf vom 23.05.2009, 18:30:14
als ich klein war, war ich mit meine mama viel in ausland.
sie musste oft tagelang zu messungen, und ich war in jeweilige unterkünfte/camps.

erinnern kann ich mich an die gesänge am abends von der *nomaden* damals am mongolisch-chinesische grenze.
sie versuchten es uns zu erklären mit hände und füße, worum es in ihre lieder ging.
dass waren oft meine gute nacht geschichten.

dass gleiche war in afrika, wo noch die geräusche von tiere in nacht die kindliche fantasie zusätzlich beflügelten.
ich hab sehr vieles mit stift auf papier als zeichnung umgesetzt, und meine mama, wenn sie zeit hatte, erklärte mir alles.
abere sie liess mich immer machen.

als ich dann zu schule kam, konnte ich schon ein wenig lesen,und in laufe der jahre entdeckte ich die zauber von geschriebenen.

doktor doolittle, winnie puh,die ganze *lederstrumpf* reihe,auch nils holgerson und einiges mehr gehörten dazu, und waren meine ganz private, persönliche freunde.

das bibliothek meine eltern stand mir immer offen, man verbot mir nie irgendein buch zu lesen.
mama fragte mich immer, hast du es auch verstanden, worum es geht?
meistens tat ich es.

als kleine anekdote:
ich entdeckte mit 12 die *tolldreiste geschichten* von balzac, mit drollige illustrationen.
mama grinste, als sie sah, was ich lese, und fragte mich anschliessend, wie es mir gefallen hat.
ich teilte mit, es war ganz lustig, nur was soll das wort *ficken* (pardon) bedeuten?
ich bekam es erklärt.

meine kinderbücher hab ich alle, vieles hab ich mein sohn in deutsch dann auch gekauft.

--
eleonore
Linta †
Linta †
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Re: Ich oute mich mal
geschrieben von Linta †
als Antwort auf vom 23.05.2009, 03:00:30

Nils Holgerson besaß ich leider nie.

Doch als längst erwachsene Frau sah ich mir mit
Begeisterung im TV die Zeichentrickfilme an.

n.
Re: Ich oute mich mal
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf Linta † vom 23.05.2009, 19:30:24
der trotzkopf war mein lieblingsbuch - passte so gut zu mir.
--
plumpudding

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