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Plaudereien Koffer packen fürs Jenseits

miriam
miriam
Mitglied

Koffer packen fürs Jenseits
geschrieben von miriam
Eine Ausstellung die zurzeit in Moskau zu sehen ist, trägt den Titel:
"Koffer packen fürs Jenseits"

Ein wenig erinnert mich dieser Titel an Spiele, die wir in unserer Kindheit spielten.
Später, als wir größere Kinder waren, spielten wir nur noch Poker - dies nur nebenbei erwähnt.

Zurück zum Thema: eigentlich habe ich nicht vor über die Moskauer Ausstellung hier zu erzählen – ich habe ja nur ihren Titel im Internet gefunden – dies brachte mich aber auf die Idee, diese Frage, an Euch gerichtet, hier zu stellen.

Meinen Koffer habe ich noch nicht gepackt – werde es im Laufe des Tages noch machen.

http://www.wirsiegen.de/wp-content/uploads/2013/02/DSC_5376.jpg[/img]

[i]Also – was würdet Ihr in einem Koffer fürs Jenseits packen
?

Miriam
pippa
pippa
Mitglied

Re: Koffer packen fürs Jenseits
geschrieben von pippa
als Antwort auf miriam vom 08.06.2013, 10:02:19
Liebe miriam,

nichts würde ich packen, gar nichts!!!

Im Jenseits gibt es doch alles - und noch viel mehr - und auch viel schöner.

Pippa
qilin
qilin
Mitglied

Re: Koffer packen fürs Jenseits
geschrieben von qilin
als Antwort auf pippa vom 08.06.2013, 10:08:47
Hm - da müsste ich erst mal eine Vorstellung von diesem Jenseits haben - ob ich Gehörschutz oder Brandschutzkleidung brauche...

Dazu ein Witz, den ich mal gelesen habe:

Ein reicher Mann war so verzweifelt, dass er seinen Reichtum nicht 'mitnehmen' konnte, dass er Gott Tag und Nacht anflehte, für ihn doch eine Ausnahme zu machen - bis es dem zu lästig wurde und er nachgab... [Lk 18,3ff] Als der Mann dann gestorben war, erschien er am Himmelstor mit zwei großen Koffern voll Gold. Petrus fragte ihn, was denn da drin wäre - ob er denn nicht wisse, dass die Mitnahme von Waren nicht erlaubt sei. Der Verstorbene erklärte ihm, dass er von Gott persönlich die Genehmigung erhalten hätte, sein Gold mitzunehmen. Petrus zuckte die Achseln - "Na gut, wenn's der Chef sagt - aber Straßenbelag haben wir eigentlich schon genug hier oben..."

() qilin

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pschroed
pschroed
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Re: Koffer packen fürs Jenseits
geschrieben von pschroed
Mein Koffer habe ich im Kopfe immer bei mir, beim eintreten in das Nicht's wird dieser sich schlagartig entleeren.

Phil.
digi
digi
Mitglied

Re: Koffer packen fürs Jenseits
geschrieben von digi
als Antwort auf miriam vom 08.06.2013, 10:02:19
So ein gezeigter Koffer passt doch in keine Urne; und wenn doch, dann ist es kein Koffer mehr.
Man sollte an eine kostbarere Begleitung denken, an eine Goldmaske beispielsweise nach Bauart der Pharaonen- Zeit.

Bei den Russen macht(e?) so'n Koffer allerdings Sinn;
denn wenn die nach Sibirien zwecks Besserung verschickt wurden, dann war das so gut wie ein Todesurteil. Sie wollten da nicht mit leeren Händen ankommen, folglich brauchte man schon einen Koffer für diese letzte Reise.
Und Geschichte wiederholt sich bekanntermaßen.

Beitrag von -digi- (Kenner russischer Seele und Umgangsform)
Natürlich deswegen alles bierernst nehmen - Nastrovje.

Ich hab' noch einen Koffer in Berlin.
Schön ist es auf der Rue Madeleine,
allerdings noch schöner ohne Rue
karl
karl
Administrator

Re: Koffer packen fürs Jenseits
geschrieben von karl
als Antwort auf qilin vom 08.06.2013, 10:26:08
Da ich auch noch nicht vorhabe, die Koffer zu packen, erzähle ich auch einen Witz (irgendwo gehört, nicht selbst erfunden):

Kommt Frau Merkel ans Himmelstor. Petrus will sie hineinlassen und öffnet bereits die Türe einen Spalt. Merkels Blick fällt auf einen ziemlich leeren Raum, in dem aber ein braver Engelschor Hallelujah singt. Merkel denkt sich "Das auf Ewigkeit?" und bittet Petrus um den Gefallen, sich doch auch einmal die Alternative anschauen zu dürfen.

Luzifer empfängt Merkel ausgesprochen höflich und zuvorkommend. Er zeigt ihr brechend volle Räumlichkeiten, in denen es hoch hergeht. Party, wohin das Auge blickt und froh gelaunte Gesichter überall.

Für Merkel ist die Wahl klar und teilt dies Petrus mit, der betrübt den Kopf wiegt. Aber, oh Schreck, zurück in der Hölle findet Merkel nur noch Heulen und Zähneklappern vor und Menschen, die sich vor Schmerzen winden. "Aber, Luzifer, wo sind denn alle die glücklichen Menschen hin, wo werden die Parties gefeiert?"

"Es gibt keine Parties und keine glücklichen Menschen hier, das alles war vor der Wahl!"


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miriam
miriam
Mitglied

Re: Koffer packen fürs Jenseits
geschrieben von miriam
als Antwort auf pippa vom 08.06.2013, 10:08:47
Pippa - deine Antwort verunsicherte mich ein wenig - und veranlasste mich schnell mal Kontakt mit dem Jenseits aufzunehmen.
Ich stellte dem diensthabenden Engel nur eine einzige Frage:

"Haben Sie in Ihrer Bibliothek die Bücher von Kurt Tucholsky?"

Die Antwort aus dem Jenseits war etwas enttäuschend: der Engel bat mich diesen Namen zu buchstabieren...

Also wanderten gleich Tucholskys Werke in dem Koffer...

Qilin ziemlich ungewöhnlich: nicht nur, dass dein Witz toll ist, aber ich kannte ihn noch nicht...

Bei dieser Gelegenheit, packte ich auch Salcia Landmanns "Der jüdische Witz" ein.

Bis später

Miriam

Karl - deinen Beitrag habe ich erst jetzt gesehen - danke für den Witz.
Allmählich macht mir die Tatsache Sorgen, dass wir anscheinend nur Witze ins Jenseits mitnehmen.

Haben wir das Diesseits nur durch dessen witzige Form ertragen können?

Miriam
digi
digi
Mitglied

Re: Koffer packen fürs Jenseits
geschrieben von digi
als Antwort auf miriam vom 08.06.2013, 10:47:02
Allmählich macht mir die Tatsache Sorgen, dass wir
anscheinend nur Witze ins Jenseits mitnehmen.

Das Jenseits ist doch ein Witz, also würde es doch hervorragend passen.

Auf einer Beerdigung in einem gottverlassenen Kaff wird anschließend 'das Fell versoffen'. Es geht hoch her, und immer höcher und deftiger.
Da lässt einer die krönende Botschaft raus:
Es wurde aber mal langsam Zeit, dass hier einer starb,
da kommt wenigstens wieder mal Leben in die Bude.
mane
mane
Mitglied

Re: Koffer packen fürs Jenseits
geschrieben von mane
als Antwort auf miriam vom 08.06.2013, 10:47:02
Wer stirbt kann nichts mitnehmen.
In Vietnam kennt man die Lösung. Es gibt Läden, die sich um die Toten-Versorgung kümmern. Man kann sich hier für die Verstorbenen z.B. Autos, Fernseher und Kleidung kaufen, wenn auch aus Papier, welches bei der Trauerfeier verbrannt wird.

Autos fürs Jenseits

Viele Vietnamesen glauben daran, dass ihre gerade Verstorbenen die Hilfe der noch lebenden Menschen dringend nötig haben. Das Leben im Jenseits soll, so der verbreitete Volksglaube, ziemlich teuer sein.
Es heißt, dass der Rauch ins Reich der Toten wandere, so dass die Dinge dort den Verstorbenen zur Verfügung stehen.
geli
geli
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Re: Koffer packen fürs Jenseits
geschrieben von geli
als Antwort auf miriam vom 08.06.2013, 10:47:02
Zu diesem Thema fällt mir auch (nur?) ein Witz ein.
Ist leider ein Cartoon (ich weiß nicht mehr, von wem), aber ich werde mich bemühen, ihn zu beschreiben:

Zu sehen:
Petrus als Pförtner am Himmelstor, vor ihm zwei unterschiedlich lange Menschenschlangen, eine sehr kurze und eine sehr lange.
In der kurzen Schlange einige Menschen, nur mit einer Art Nachthemd bekleidet.
In der langen Schlange viele Menschen mit all ihrer Habe, verpackt in Wohnmobiles u.ä.
Fragt ein Mann in der kurzen Schlange einen anderen:
"Haben Dir Deine Erben etwa auch erzählt, dass man ins Jenseits nichts mitnehmen kann?"

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