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Plaudereien Ladenöffnungszeiten

gerry
gerry
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Ladenöffnungszeiten
geschrieben von gerry

Was hat es gebracht das neue Ladenschlußgesetz? Nun kann ich auch nachts einkaufen. Wenn ich mal nicht schlafen kann, wird nicht, wie bisher, ein Buch gelesen, nein, dann ziehe ich mich an und gehe einkaufen. Am Tag habe ich ohnehin keine Zeit, da muß ich die erhöhten Fernseh- und Kabelanschlußgebühren "abgucken". Da wird keine Talkshow und keine Soap mehr ausgelassen.

Ob die "Dienstleister" auch längere Öffnungszeiten haben? Ich versuch’s und gehe zum Rathaus, um mir meinen Ausweis verlängern zu lassen, (wieso eigentlich, das Format ist doch prima und paßt in jede Brieftasche.)doch das Rathaus liegt in völliger Dunkelheit. Was nun? Da fällt mir ein, ich könnte einen neuen Mantel gebrauchen. Leider paßt nichts mehr in den Schrank rein, also muß auch ein neuer Schrank her.

Erstmal zum "Herrenbestatter Kolle", Fehlanzeige, der schließt wie immer um 20.00 Uhr. Moment mal, was haben den die da beschlossen? Der "Einzelhandel" kann von Montag bis Freitag seine Geschäfte rund um die Uhr öffnen. Der Einzelhandel ist auch mein Gemüsehändler, der Fleischer und der Bäcker. Die schließen aber, nach wie vor, um 18.00 Uhr.

Bleibt noch der neue Schrank. Das Möbelhaus hat rund um die Uhr geöffnet, liegt aber außerhalb der Stadt auf der "grünen Wiese. Wie dort hinkommen? Busse fahren nachts nicht, nehme ich das Auto, ist meine Einfahrt von rücksichtslosen Studenten zugeparkt, die die hundert Meter bis zur Hochschule nicht laufen möchten. Praktisch müßte ich bis zum Unterrichtsbeginn einkaufen. Doch das möchte ich nicht. Ich könnte ja auch laufen, nachts durch die menschleeren Straßen. So ein nächtlicher Fußmarsch von einer Stunde ist sicher gesund. Wann hat man das schon? Ich kann es drehen wie ich will, ich finde keine Vorteile für mich. Ob das Verkaufspersonal für sich welche entdeckt?
Fragt sich Gerry ))
vitaraw
vitaraw
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Re: Ladenöffnungszeiten
geschrieben von vitaraw
als Antwort auf gerry vom 17.06.2007, 16:07:04



das neue ladenschutzgesetz hat gebracht , das jeder ladeninhaber selbst entscheiden kann wann und wie lange er geöffnet haben will .......ich kenne noch noch kein möbelhaus das rund um die uhr auf hat ... und selbst mein großmarkt wie zb. die metro ist zu meinem leidwesen ab 22 uhr geschlossen.

ich wäre der ideale kandidat für nachts einzukaufen ... und ich denke manche mutter von kinder arbeitet lieber nachts oder spätabends wenn die kinder im bett sind .

also warum schimpfen ? wer tagsüber gehen will soll es tun und für die , die es nachts wollen ...prima es geht !

ist doch wie bei gutem sex ....zwinker ..jeder hat seine lieblingszeiten ..und die unersättlichen machen es tag und nacht .......

also auf auf zum einkauf ....
--
vitaraw
old_go
old_go
Mitglied

Re: Ladenöffnungszeiten
geschrieben von old_go
als Antwort auf gerry vom 17.06.2007, 16:07:04
< Ich kann es drehen wie ich will, ich finde keine Vorteile für mich. Ob das Verkaufspersonal für sich welche entdeckt?>

Ja,Gerry
das frage ich mich auch so oft!

Dieses rundumdieuhreinkaufenkönnen ist unsinnig!

Verkäufer und Verkäuferinnen haben sowieso keinen leichten Job!
In den meisten Geschäften sind sehr viel weniger angestellt,als vor Jahren!
Und ich beobachte häufig,dass sie sehr gestresst sind!

Und dann auch noch die blödsinnige Anweisung,dass sie jeden Kunden an der Kasse fragen müssen,ob alles zur Zufriedenheit war und einen schönen Tag wünschen müssen..........
na,also,wieviel Mal denn am Tag ??????????
und nun auch noch nachts?


Wenn die nun auch noch bis in die späten Abendstunden oder gar nachts arbeiten müssen-
wann haben die denn Zeit für sich und ihre Familien?

Jaaaaaaaaaaaa,
wenn an der Abendkasse das nötige Klein-bis Grossgeld
verschenkt werden würde)




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Re: Ladenöffnungszeiten
geschrieben von claude
als Antwort auf old_go vom 18.06.2007, 06:59:52
Nun ich käme auch ohne längere Ladensöffnungszeiten aus, jetzt als Rentner, erinnere mich aber noch gut daran zurück unter welchen Zeitdruck meine Frau und ich manchmal standen als wir beide noch arbeiteten. Um 18:00 fiel der Hammer die meisten Geschäfte waren dann zu, und wenn man bei der Arbeit nicht so pünktlich rauskam wurde es eng.
Es muß ja keiner einkaufen gehen aber er kann wenn er will,was ist da so verkehrt?? Es ist ja auch nicht so das Personal jetzt länger arbeiten muß sondern anders und es funktioniert. Themen die mit Arbeit zusammenhängen interessieren mich immer noch, so sprach ich mit zwei Verkäuferinnen die ich schon lange kenne und die mich schon jahrelang an den Kassen bedienten. Und siehe da die waren gar nicht so unzufrieden. Einige andere wurden neu eingestellt als vier oder sechs Stundenkräfte und machen nur den Abenddienst, da sie Kinder haben kam es ihnen nicht ungelegen.
claude
eleisa
eleisa
Mitglied

Re: Ladenöffnungszeiten
geschrieben von eleisa
als Antwort auf old_go vom 18.06.2007, 06:59:52
Einmal bin ich Abends einkaufen, es ließ sich nicht anders einrichten. Da waren die Verkäuferinnen an der Frische Theke aber schon ziemlich frustriert und gar nicht mehr freundlich.Vielleicht haben sie ja schon ab frühmorgens gearbeitet,weil es plötzliche Krankmeldungen gab.Aber für Berufstätige finde ich die Regelung gut.
Wir Rentner müssen ja nicht Abends einkaufen.
--
eleisa
Re: Ladenöffnungszeiten
geschrieben von claude
als Antwort auf eleisa vom 18.06.2007, 09:20:56
eleisa ich glaube Frust gibt es überall und nicht nur abends außerdem sollte man nicht vergessen das eh schon sehr viele Menschen gibt die abends und auch nachts arbeiten müssen, meine Frau und ich gehören auch dazu.
Sicher müssen Rentner nicht abends einkaufen gehen aber wenn sie es tun ist es auch nicht schlimm, denn rammelvoll ist es abends in der Regel nicht!! ) Die stören eher am späten Vormittag, aber da habe ich mir überhaupt noch keine Gedanken gemacht wem ich wann stören könnte!
Freundlicher Gruß Claude

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hugo
hugo
Mitglied

Re: Ladenöffnungszeiten
geschrieben von hugo
als Antwort auf eleisa vom 18.06.2007, 09:20:56
Schichtarbeit muss doch nicht zwangsläufig etwas Schlimmes, Schlechtes Unzumutbares sein.
Wenn ich dran zurückdenke das ich viele Jahre im durchgängigem Vier-Brigade-Dreischichtsystem gearbeitet habe, also 7 mal nachts, kurzer Wechsel, 7 mal spät, kurzer wechsel, 7 mal Frühschicht langer Wechsel,,,

Kein Hahn hat mich nach Einkaufen gefragt, die HO und der Konsum machten pünktlich spätestens 20 Uhr zu (und das war schon die Ausnahme, außer einige Früh-, und Spätläden in den Städten)

Wenn also auch heutzutage Millionen in den Elt-Werken, den Krankenhäusern, den Sportbetrieben, den Bädern, den Hotels und Gaststätten, der Bahn, der Feuerwehr, usw. rund um die Uhr für unser gutes Leben sorgen,,,,warum sollte es den Verkäufern schlechter oder besser ergehen ? Schichtarbeit bringt ungeheure Vorteile für die Masse der Bevölkerung und kann sogar Vorteile (mehr Lohn, mehr Freizeit, zusammenhängende freie Tage usw. ) für die Schichtarbeiter bringen.

Natürlich gefällt das der Kirche nicht,,ist doch klar. Wer im Laden steht geht nicht in die Kirche aber der Pfaffe, der darf, dar kann auch Sonntags,,, *gg*

Also ich sehe das nicht so verbissen. Schlecht ist das nur für Leute die nicht Schichtarbeit wollen oder möchten, aber sollen oder müssen,,und das bei der derzeitigen miserablen Arbeitsplatzangebotslage,,

hugo
eleonore
eleonore
Mitglied

Re: Ladenöffnungszeiten
geschrieben von eleonore
als Antwort auf hugo vom 18.06.2007, 10:16:18
in mittelalter regelten die gilden, wer wielange öffnen kann.
es war ein schutzfunktion, das alle handwerker und dienstleistende die gleiche chancen haben, auf einen verdienst.

daraus wurde dann mit der zeit der ladenschlussgesetz, als gesetz.

*Das Deutsche Ladenschlussgesetz hat seinen Ursprung am Anfang des vorigen Jarhunderts. 1900 trat im Deutschen Reich ein erstes Ladenschlussgesetz in Kraft. In den folgenden Jahren wurden die anfänglich großzügigen Regelungen auf Druck verschiedenen Interessenverbände wie Gewerkschaften und Kirchen immer weiter eingeschränkt. Generationen von Politikern, Verbandsvertretern und Beamten beschäftigten sich mit der Gestaltung und der Kontrolle der Öffnungszeiten. Mit der Föderalismusreform wurde die Gesetzesgebungskompetenz in Sachen Öffnungszeit an die Bundesländer übertragen. An die Stelle eines Gesetzes treten 16 eigenständige Regelungen, die nicht einmal den gleichen Namen tragen.*
(quelle:fastticket)

ich weiss gar nicht, warum so ein aufstand gemacht wird.
ich empfand es in new york sehr angenehm, das man jederzeit einkaufen konnte.
was ich für wichtiger halten würde, die ladenbesitzer anzuhalten, dementsprechend personal zu beschäftigen, was auch den arbeitslosen markt gut bekommen würde.
und sei es auf stundenbasis bezahlung.
--
eleonore
Re: Ladenöffnungszeiten
geschrieben von claude
als Antwort auf eleonore vom 18.06.2007, 10:24:26

eleonore und Hugo,

bin absolut eurer Meinung , verstehe nicht was das gedöns soll, schaffen strengt halt gelegentlich an!
Ja die Arbeitsbedingungen haben sich in Deutschland eheblich verschlechterthugo einen Idealzustand in dem jeder zufrieden ist wird es wohl nie geben, bleibt wohl ein Wunschtraum, ich sucht manchmal Leute für den Spätdienst, manchmal war das ein Alptraum!! Lache
Gruß Claude
ehemaligesMitglied451
ehemaligesMitglied451
Mitglied

Re: Ladenöffnungszeiten
geschrieben von ehemaligesMitglied451
als Antwort auf gerry vom 17.06.2007, 16:07:04
eine typisch deutsche diskussion.

Gab es jemals ein "Büroschlußgesetz" nein
Wurde bisher in einem Büro deshalb rund um die Uhr gearbeitet, waren die Bürogebäude nachts hell erleuchtet? auch nein

In ganz Europa war Deutschland mit seinem "Ladenschlußgesetz" ein Exot. Habe in England zb aber nie versklavtes, rund um die Uhr schuftendes Verkaufspersonal entdeckt.

Kein Laden öffnet zu Zeiten, in den allenfalls drei Schlafwandler eine Tüte Milch kaufen wollen. Ich fand es absolut bescheuert, daß ein freundlicher Ladeninhaber die Attitüden eines Rauschgiftdealers annahm, wenn er einem ausnahmsweise mal eine Kleinigkeit nach Ladenschluß verkaufte.

donaldd

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