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Plaudereien Merkwürdige Gedanken bei einer Trauerfeier,

eleonore
eleonore
Mitglied

Merkwürdige Gedanken bei einer Trauerfeier,
geschrieben von eleonore
Die ich ja nur via TV angesehen habe.
Trotz Anruf von ein bekannten, ob ich mitginge zu O2 Arena…es wäre für umsonst.

Ja, ich hab Jacksons Musik teilweise gemocht, und manches auch nicht, aber soweit geht nun die liebe auch nicht, dass ich dort hinmuss.
Die musiksender haben gestern Jackson Songs gedudelt, rauf und runter, dass genügt, sagte ich.

Stattdessen hab ich mein sensationslüsterne innere schweinehund anders befriedigt, und hab in Fernsehen einiges angeschaut.

Und meine Gedanken haben sich teilweise verselbstständigt.
Es fehlte mir mitunter jede Verständnis, als ich hörte, wie ein Pärchen in LA erzählte, sie waren 3 Tage unterwegs, mussten einiges verkaufen für diesen Trip…..aber sie wollten es so.

Ja, Jackson prägte ein ganze Musikära, auch wenn es nicht so deutlich vortrat wie z.B. bei der Beatles oder die Stones.
Zu Jacksons Zeiten waren wir ja schon „Hottentottenmusik“ gewöhnt.
Auch wenn MTV bis *Thriller* alle Rekorde brach, sich weigerte, Clips und Musik von *schwarze Musiker* zu senden.
Da half auch nicht, dass z.B. Isaac Hayes für sein unvergleichbar gute Soundtrack für *Shaft* ein Oscar bekam, die Hautfarbe ist ihm geblieben.
Eine subtile Art von Rassismus.

Dann brachten sie seinen Sarg in diese Staples Center, getragen von seinen Brüdern.
Die Herren trugen ein weißes Glitzerhandschuh an eine Hand(in Memoriam sozusagen) und natürlich Sonnenbrillen.
Es waren sowieso sehr viel Sonnenbrillen zu sehen………jedem seins.

Und da kam mein erste Gedanke, die mir nicht gehorchte………der Sarg sieht aus wie ein WMF warmhalte Gefäß.
Dabei war er mit Gold beschlagen, und mit roten Blumen überhäuft.
Ich rief diesen renitenten Gedanken zu Ordnung, immerhin ist er jetzt bald 14 Tage tot, also muss ein Sarg her, was alles Unappetitliche ausschließt.

Ein Gospelchor sang dazu, alles sehr feierlich.
Pastor Lucius Brown sprach ein Gebet, Lionel Richie (mal nicht grinsend) sang mit der Gospelchor *Jesus is Love*.

Soweit so gut.
Dann kam Mariah Carey…..und ein kleine Gedanke machte sich wieder eigenständig.
Die Dame trug ein schwarzes fummel, vollkommen unpassend für ein Trauerfeier.
Dekolleté weit bis sehr weit, ein gruselige fönwelle in Pony vorne……und diese Gedanke dachte……ihre Stimme ist nicht mehr dass, was es mal war.


Es waren eine Menge Menschen, die redeten oder sangen………Brooke Shields, Magic Johnson,Usher, Queen Latifah…..Stevie Wonder,sein Bruder Jermaine….und, und, und.
Als seine Tochter Paris Michael Katherine an Mikrophon stand, und sagte, wie sehr sie ihren Papa liebt………..dann hatte ich doch ein schniefige Moment.

Elisabeth Taylor, seine mütterliche Busenfreundin trauerte allein, abseits jede o-ton: Tamtam.
Alles in allem, er wurde verabschiedet, wo er begraben wird?? da wird noch wild gerätselt.

Und dann kam wieder so ein eigenständige Gedanke, die ich nicht wegscheuchte.

Egal, was man ihm nachsagt, dass er immer mehr wie ein Gipsfigur in Gesicht aussah………..er war ein Mensch mit alle schwächen und leider wenige stärken.
Man sollte ihm jetzt in Frieden ruhen lassen.
Ebenso bedürfen seine Kinder Rücksicht.

Goodbye Michael, wenn alles nicht mehr hilft……..Billy Jean ins Player, und es geht gleich ein Tick besser, auch wenn der Text Bände spricht über ihm, die Musik geht in die Beine.

--
eleonore
pilli †
pilli †
Mitglied

:-)
geschrieben von pilli †
als Antwort auf eleonore vom 08.07.2009, 14:32:06
wild gezappt habe ich gestern, zwischen CNN, ARD, ZDF & RTL

und manchen kommentar gehört, der mir erklärte, warum es wert war, so zu zappen vieles berührende habe ich gesehen & gehört; z.bsp. als sich die leute erhoben und klatschten, nachdem offen von den schwierigen geschehnissen während des gerichtsprozesses in seinem leben gesprochen wurde.

"das wird wohl hoffentlich die noch zweifelnden nachdenklich stimmen..."

dachte ich. gut gewählt und gelungen fand ich die art des abschiedes...eine mischung von gedenkenden worten der familie, freunde und den musikalischen weggefährten und gesang...in eben diesem rahmen, wie Michael es zu lebzeiten geliebt hat. überrascht hat mich persönlich die immense spendenfreudigkeit von der mehrfach gesprochen wurde. menschlichallzumenschliches berichtete Brooke Shields, die auch von jung an auf der bühne stand, das verband die beiden:

Ergreifender noch war die Rede unter Tränen von Brooke Shields, die in jungen Jahren eine enge Freundschaft mit Michael Jackson verband: " Wir haben so viel gemeinsam gelacht. Sein Sinn für Humor war unglaublich. Wir beide mussten sehr früh erwachsen werden aber wenn wir zusammen waren, waren wir zwei kleine Kinder, die Spass hatten
geschrieben von gala.de


nun... ich war nur eine von millionen zuschauer, die dem abschied von Michael Jackson zeit gewidmet hat und das habe ich nicht bereut; es war m.e. grandios!


--
pilli
olga64
olga64
Mitglied

Re: :-)
geschrieben von olga64
als Antwort auf pilli † vom 08.07.2009, 15:11:37
"wie Michael es zu Lebzeiten geliebt hatte" - da sind sie wieder die Unverbesserlichen, die so tun als hätten sie diesen armen, verstörten vermutlich Pädophilen persönlich gekannt, der dafür viel zu scheu gewesen wäre und dies auch aus marketingtechnischen Gründen vermieden hätte.
Auch ich hatte einige Male reingezappt - man konnte es ja praktisch nicht verhindern, da auf allen Kanälen nur Jacko lief.
Unerträglich fand ich diesen überaus kitschigen Sarg für 25.000.-- Euro - imponierend fand ich die Aussage von Liz Taylor, einer alten Freundin von Jacko, die meinte: sie würde sich diesem Spektakel nicht aussetzen wollen und persönlich um ihn trauern.
Das Ganze ist wieder mal eine typisch amerikanische Geldmaschine; es sollen jetzt ja die CD's so lange verkauft werden, wie in unserer schnelllebigen Zeit Jacko noch im Gespräch ist.

olga64

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myrja
myrja
Mitglied

Re: :-)
geschrieben von myrja
als Antwort auf olga64 vom 08.07.2009, 15:26:53
Nun, auch ich konnte mich dem ganzen Spektakel nicht entziehen. Es war ja auf allen Sendern ein fast abendfüllendes Programm.

Olga, ich hatte zeitweise ähnliche Gedanken wie Du.

Eigentlich hatte ich die Hoffnung ein paar gut gesungene Lieder zu hören. Aber irgendwie hatte ich den Eindruck, dass z. B. Mariah Carey gar nicht wirklich singen kann, und ihr Kleid mit dem tiefen, tiefen Ausschnitt passte wirklich nicht zu einer Trauerfeier.

Liz Taylor hat meine Achtung. Zu diesem Spektakel nicht zu erscheinen, war die richtige Entscheidung. Ihr kann man die Trauer auch glauben.

Ebenso hätte man die Kinder von M. J. von dieser Veranstaltung fernhalten sollen. Sie mit ihrer Trauer um ihren Vater der Öffentlichkeit auszusetzen, war wirklich das Allerletzte.

Und die ganzen Verrückten, die sogar Schulden machten, nur um dabei sein zu können, werde ich nie verstehen. So bescheuert war ich früher nicht und so bescheuert werde ich wohl auch nie werden.

Meine Güte, letztendlich war auch ein Michael Jackson nur ein ganz normaler Mensch, der das Glück hatte, dass ihm das Talent "Musik und Tanz" in die Wiege gelegt wurde.
--
myrja
ehemaligesMitglied47
ehemaligesMitglied47
Mitglied

R.I.P
geschrieben von ehemaligesMitglied47
als Antwort auf myrja vom 08.07.2009, 16:34:29
Nun..zum einen ist in den USA alles ein bisschen anders und in der afro-american Community sowiese. Da geht man auch mit Dekolleté und sexy Kleid auf eine Beerdigung. Ich habe mit die ganze Veranstaltung viel schriller vorgestellt und und fand sie durchaus sehr würdig und feierlich - dem Jacko hätte es gefallen. Sich nun immer noch weiter das Maul zu zerreissen - wozu...

Mir hat besonders der Reverend Al Sharpton gefallen, mit Worten, die sich direkt an die Kinder richteten:

"There weren't nothing strange about your daddy.It was strange what your daddy had to deal with but he dealt with it."

.. da war nichts merkwürdiges an eurem Vater, merkwürdig waren die Dinge, mit denen er umgehen musste, aber er hat sie bewätigt ...

Die Popwelt hat einen grossartigen Künstler verloren, 3 Kinder einen liebenden Vater, Freunde einen Freund, eine Mutter einen Sohn Geschwister einen Bruder ..

--
cundinamarca
hafel
hafel
Mitglied

Re: Merkwürdige Gedanken bei einer Trauerfeier,
geschrieben von hafel
als Antwort auf eleonore vom 08.07.2009, 14:32:06
Na elo, ob Du hier mit Deinem Beitrag "punkten" kannst, bezweifle ich etwas. Wieder eine, die gegen den Strom schwimmt )))

Ich habe mir das gestern Abend gar nicht erst angetan (herum zappen im TV), sondern bin gleich auf der Terrasse geblieben und die Abendsonne genossen.
--
hafel

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luchs35
luchs35
Mitglied

Re: R.I.P
geschrieben von luchs35
als Antwort auf ehemaligesMitglied47 vom 08.07.2009, 17:11:22

Zu den Jacko-Fans kann ich mich nicht zählen, aber meine voyeuristische Ader hat trotzdem gesiegt, und ich habe munter mitgezappt, damit mir nichts entgeht.

Ganz nüchtern musste ich feststellen: es war eine amerikanische Inszenierung, aber sie hatte eine stille Würde, die trotz manchen Showeffekten nicht zerstört wurde.


--
luchs35
florian
florian
Mitglied

Re: :-)
geschrieben von florian
als Antwort auf olga64 vom 08.07.2009, 15:26:53
Man man man, soviel Blödsinn in einem zusammenhängenden Text... Wurde je die Anklage der Pädophilie bewiesen?
--
florian
pilli †
pilli †
Mitglied

Re: Merkwürdige Gedanken bei einer Trauerfeier,
geschrieben von pilli †
als Antwort auf hafel vom 08.07.2009, 17:23:53
vielleicht hafel

magst du verstehen, dass es doch bei den gemeinsamen diskussionen m.e. nicht allen um das "punkte sammeln geht" ?

menschen tauschen sich aus, die unterschiedliche sichtweisen haben; aber das bedeutet doch für mich nicht, alles gleichmachend sehen zu wollen? wenn elo nicht längst von mir einen symptie hätte für ihre art & weise, locker vom forenhocker mal dies oder das in der ihr eigenen weise zu schildern, bekäme sie ihn jetzt!

...

wer einmal in den U.S.A. das "vergnügen" hatte, an einer trauerfeier teilzunehmen, kennt das procedere, das auch mich zunächst befremdet hat. abschied wird von der geschminkten leiche genommen am offenen sarg mit erinnernden gesprächen in lockerer runde. meine tante stellte mich vor und so, als sei ich eine alte bekannte, nahm mich die tochter der verstorbenen an die hand und führte mich hin zum sarg mit den worten "sieht mum nicht schön aus?"

tja...andere länder; andere sitten?!


--
pilli
eko †
eko †
Mitglied

Re: :-)
geschrieben von eko †
als Antwort auf olga64 vom 08.07.2009, 15:26:53
@ olga:

Es sei Dir unbenommen, Deine Sicht der Dinge hier darzulegen.

Wenn Du es so widerlich findest, wie Du es hier beschrieben hast, nun ja, Deine Sache.

Von mir kriegste da keinen Beifall, denn ich finde Deine Art, hier noch mit Dreck zu schmeißen, ganz einfach.....widerlich!

Tut mir Leid, aber das musst Du nun auch aushalten.

Zum Thema selbst:

Ich persönlich hatte und habe keinen Draht zu dieser Art von Musik, ich habe mir auch die Trauerfeier deshalb nicht angeschaut. Das Ganze fand nun mal eben in den USA statt.....und da gehen halt die Uhren ein bisschen anders. Die US-Amerikaner haben nun mal eine andere Art, von ihren Toten Abschied zu nehmen, ich denke, da spielt auch viel Afrika mit hinein. Das dürfen und können wir nicht mit unseren mitteleuropäischen Augen betrachten.

Wer, wie Michael Jackson so viele Millionen von Menschen mit seiner Musik begeistert hat, wer soviel bewegt hat, der darf ruhig auch in einem für unsere Verhältnisse "teuren" und andersartigen Sarg zu Grabe getragen werden.

Möge er jetzt den Frieden finden, der ihm zu Lebzeiten verwehrt war.--
eko

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