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Plaudereien Rundreisen im Urlaub

Rundreisen im Urlaub
geschrieben von ehemaliges Mitglied

Nach einem langen Flug, Ankommen im Hotel, Neugier auf das was da kommen mag.

Die Gruppe findet sich am Morgen der Rundreise.

Spannung pur: Jetzt wird sich zeigen, mit wem du es die nächsten 14 Tage zu tun haben
wirst. Gleich werden sie sich melden, die Besserwisser, Vorturner, Ganzgenaunehmer, die
Angeber, die Nörgler, Neider, Nervensägen.

"Schönen Urlaub", beendet der Reiseleiter seine Vorstellung.

Na, hoffentlich!!!


karin2
arno
arno
Mitglied

Re: Rundreisen im Urlaub
geschrieben von arno
als Antwort auf vom 23.08.2008, 09:43:05
Hallo, karin 2,

ich mache andere Rundreisen. Und zwar mache ich solche mit dem Fahrrad
von Hotel zu Hotel. Der Grund für solche Rundreisen ist, daß ich zum
Ausgangspunkt zurückkomme, ohne daß ich für die Rückreise auf die
Bahn oder das Flugzeug zurückgreifen muß.
Der Startpunkt solcher Radrundfahrten liegt immer mehrere
Autostunden entfernt.
Deine Erfahrungen sind mir fremd!

Viele Grüße
--
arno
silhouette
silhouette
Mitglied

Re: Rundreisen im Urlaub
geschrieben von silhouette
als Antwort auf vom 23.08.2008, 09:43:05
Hallo Karin,
bei meinen fremdorganisierten Rundreisen, die zum größten Teil auch mit einem langen Flug verbunden waren, habe ich natürlich auch solche Idioten verschiedener Ausprägung kennengelernt. Aber bei 20 Teilnehmern ist das rein statistisch unvermeidlich. Zum Glück sind sie immer in der Minderzahl, so dass man Distanz halten kann.

Was ich sehr genossen habe (es war immer mit Studiosus), war die perfekte Organisation, und das in einer Ecke der Welt, in der ich mit Eigeninititative nicht die Hälfte gesehen und profitiert hätte, sondern viel Leerlauf gehabt und viel Zeit beim Suchen und Durchfragen verloren hätte. Und wie will man Fernreiseziele in etwas weniger "westliche", evtl. riskante Gebiete als Single kennenlernen? Zumal als älterer Single, der die Nacht nicht auf der Luftmatratze im Freien verbringen und nur mit Trekking-Rucksack verreisen will?

Leider habe ich jedes Mal aber auch festgestellt, dass (vermutlich wegen der harten Konkurrenz) das Programm viel zu vollgestopft war, dass viel zu viel gereist und geboten wurde. Bisher kannte ich solche Abhak-Programme nur von den Japanern. Extremes Beispiel: Eine sog. Wander- und Studienreise durch Patagonien enthielt zum Abschluss gerade noch 2 halbe Tage Aufenthalt in Buenos Aires, darunter einen halben Tag mit geführter Stadtrundfahrt, die sich größtenteils im Bus abspielte. Der andere halbe Tag stand "zur freien Verfügung". Ich habe ihn im Hotelzimmer verbracht, musste erst mal ausschlafen nach einer Reihe von vorangegangenen, viel zu langen, eben vollgestopften Tagen. In der Stadtrundfahrt einer Studienreise habe ich z.B. eine Besichtigung des Teatro Colón vermisst. Es wurde in einem Halbsatz im Vorbeifahren erwähnt! Nix Kultura!
--
silhouette

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Re: Rundreisen im Urlaub
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf silhouette vom 23.08.2008, 10:20:26

Wir haben bisher auch gute Erfahrungen gemacht. Eine durchorganisierte Reise hat den Vorteil,
daß man sich selbst nicht kümmern muss. Jede Nacht in einem anderen Hotel, da muss einfach
ein Profi mit, sonst kommt schnell der ganze Reiseplan durcheinander.

Selbst wenn manchmal der Tag mit Ereignissen vollgestopft ist, so hat man doch den Vorteil, daß
man enorm viel sieht und erfährt.

Und gerade die "bunte Mischung" der teilnehmenden Leute ist es, die es letzten Endes oft lustig,
spannend und unterhaltend macht.

Ich kann mit diesen Dingen auch gut leben, jede unserer Rundreisen durch die USA hatte solche
Leute, die einem noch nach Jahren im Gedächtnis sind, positiv oder auch negativ.
Und nach 14 Tagen des Zusammenseins fällt manchmal sogar der Abschied schwer.


karin2
arno
arno
Mitglied

Re: Rundreisen im Urlaub
geschrieben von arno
als Antwort auf vom 23.08.2008, 20:06:20
Hallo, karin 2,

Deine Erben brauchen keine Dias mehr !

Sie brauchen Bares!!!!


Viele Grüße
--
arno
angelottchen
angelottchen
Mitglied

Re: Rundreisen im Urlaub
geschrieben von angelottchen
als Antwort auf arno vom 23.08.2008, 20:29:13
hallo arno, wieso das denn und wer macht denn noch dias????


hallo karin2 - ich habe rundreisen ja nun immer von der anderen seite kennengelernt, eben weil ich eine von diesen vielen geliebten und gehassten studienreiseleiterinnen war es war sehr selten, dass ich wirklich mal genervt war - eigentlich überwog die freude daran, anderen menschen einen teil der welt zu zeigen und ich hatte immer spass daran, sie ein wenig zu überraschen und eben nicht nur herunterzuleiern, was sowieso im reiseführer steht - aber du hast schon recht, es gibt immer ein paar unangenehme zeitgenossen in so einer truppe und da kann man eigentlich nur da vorne im bus so arbeiten wie eine lehrerin der grundstufe - immer alle loben, jeden tag 2 andere in der ersten reihe sitzen lassen - gerecht sein zu jedem - nur ja bei keinem zu lange privat am tisch sitzen - verbindlich sein und trotzdem distanz halten - und bei deutschen reisegurppen vor allem immer die essenpausen ja pünktlich einhalten , denn sonst rappelt es in der kiste

ich bin ja bin nicht nur mit deutschen sondern auch mit ösis und schweizern herumgereist und auch mit spaniern, mit südamerikanern, australiern und vor allem mit us-amerikanern. da gibt es auffällige verhaltensmerkmale, die ich über all die jahre beobachten konnte - und leider kommen die eigenen landsleute nicht so wahnsinnig gut dabei weg
ich denke da so an disziplin beim anstehen vor irgendwelchen museen ... tischmanieren ... bekleidungskodex in einzelnen ländern .. und dem phänomen des begegnens anderer reisegruppen aus dem eigenen land. da, wo amerikaner sich fröhlich begegnen und zusammengehörigkeit zeigen, australier sich amüsieren und erst mal gemeinsam ein bier trinken oder südamerikaner aus dem selben land sich in europa in die arme fallen und abknutschen, da mustern deutsche sich misstrauisch, gucken weg, wenn die anderen gucken und tuscheln ösis und schweizer machen das übrigens weniger und begegnen sich eher freundlich in der fremde.

ach ja, ich sollte doch ein buch über die freuden und leiden eines reiseleiters schreiben )

ich überlege schon seit einigen tagen, wer mir in der zeit jemals die dümmste frage gestellt hat .. ich glaube, es war auf einem griechischen cruiseship , wo eine us-amerikaner mich fragte "sagen sie, geht diese treppe da nach oben oder nach unten?"

) trotzdem... ich hab sie geliebt, diese jahre

--
angelottchen

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Re: Rundreisen im Urlaub
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf arno vom 23.08.2008, 20:29:13
--arno, keine Sorge. Dafür ist auch noch gesorgt.
Und - wir sind noch jung genug, um selbst noch etwas erleben zu wollen.

Wer rastet, der rostet. Komm runter von der Coach, falls DU ein Couch-potato sein solltest.


karin2
bongoline
bongoline
Mitglied

Re: Rundreisen im Urlaub
geschrieben von bongoline
als Antwort auf vom 23.08.2008, 09:43:05
Ein einziges mal in meinem Leben habe ich eine Gruppenreise auch über Studiosus nach Sizilien mitgemacht und was mir immer schon bewußt war, ich bin kein Gruppenmensch.

All die Reisen in die USA, wo ich mich meist zwischen 4 und 6 Wochen aufgehalten habe, habe ich selbst geplant, wie auch alle meine anderen Urlaube. Auf diese Weise bin ich auch in Kontakt mit der Bevölkerung gekommen, ich war nicht abgeschirmt in der Gruppe und ich habe schöne Erinnerungen an diese Begegnungen. Es ist schon Vorurlaub, wenn ich mir für eine Reise die entsprechende Lektüre kaufe und mich darin vertiefe. Nein, ich bin absolut kein Reisegruppenmensch

--
bongoline
silhouette
silhouette
Mitglied

Re: Rundreisen im Urlaub
geschrieben von silhouette
als Antwort auf bongoline vom 23.08.2008, 21:37:56
Sizilien und USA außerhalb der Haupturlaubszeit würde ich mir auch sehr gut ohne Bärenführer zutrauen. Man liest sich ein und bucht ein Paket aus Flug und Mietwagen. Haben wir in Portugal gemacht und viel davon profitiert. Das Studiosus-Programm hatte nur halb so viele Sehenswürdigkeiten drin, allerdings auch auf eine viel kürzere Zeit komprimiert. Auch 4 Hawaii-Inseln-Hopping kann man von zu Hause aus auf eigene Faust reservieren und optimal die Inseln kennenlernen und dabei den japanischen Busgruppen aus dem Weg gehen.. Aber im Falle von z.B. Südamerika sehen die Voraussetzungen anders aus. Bei einer Stadtrundfahrt in Rio geht der brasilianische Reiseführer mit, wenn einer bei der öffentlichen Toilette bei der Kathedrale des deutschstämmigen Wunderarchitekten (Niemeyer?) etwas erledigen will. Er wartet vor den Türen. Mein privater Taxifahrer hat darauf bestanden, abends auf dem Corcovado an meiner Seite zu bleiben, weil ich die große Kamera mit 2 besseren Objektiven mitgenommen hatte. Meine Studiosusser waren schon im Flieger via Heimat, der Schlenker nach Rio war ganz privat.

Und im Kanadischen Sommer hast du Mühe, als Einzelreisender ein Hotelbett zu kriegen. Da brauchst du sicherheitshalber ein Womo (hoffentlich gibt es genug Stellplätze in den Nationalparks), weil die Hotels fest von den Agenturen blockiert sind, bei denen Leute wie Studiosus die Zimmerkontingente kaufen.

Patagonien individuell bedeutet einen Riesen-Tourenrucksack und gute Trekking-Erfahrung. Wenn du dann den Mut hast, die Zivilisation zu verlassen und eine Woche auf dem Inland-Eisfeld zu verbringen, ist das natürlich das Größte. So was kann kein Verantstalter bieten.
--
silhouette
bongoline
bongoline
Mitglied

Re: Rundreisen im Urlaub
geschrieben von bongoline
als Antwort auf silhouette vom 24.08.2008, 00:22:59
Du hast recht, silhouette, aber ich dachte, es sei nicht von Wichtigkeit, zu erwähnen, daß ich die großen Reisen in Begleitung meines Sohnes gemacht habe. Das ist schon klar, dass Frau alleine sich nicht überall sicher fühlen kann und manche Unternehmungen alleine auch nicht angeraten sind. Und bei der Länge meines Sohnes von 1,90 m konnte ich mich sicher fühlen

Die Problematik der Hotels in den Nationalparks ist mir bekannt, darum habe ich schon mal Monate im Vorhinein mich mit der Route geschäftigt und dann vorgebucht, wie z.b. im Yellowstone das Fronthouse vom Faithful Inn Hotel im Jänner für Ende August. Doch das hat immer gut geklappt. Es stimmt, Studiosus packt in ein paar Tage so ein umfangreiches Programm, das wirklich keine Verschnaufpause gönnt. Und es ist uns z.b. in Phoenix passiert, daß wir vom Hotel quer durch einen Park zu einem Restaurant zum Abendessen spaziert sind und von einem Polizisten dann bis ins Lokal begleitet wurden, der meinte, es sei ein Wahnsinn, abends um die Häuser zu ziehen. Zurück sind wir dann die paar Meter mit dem Taxi gefahren . Aber passieren kann überall was, wenn ein Strolch zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Ich weiß, ich bin da ein eher leichtsinniger und absolut nicht ängstlicher Typ. Also lieber mal ein Taxi mehr, als in der Gruppe selbst zur Toilette zu gehen. Und in Gebieten weit abseits der Touristenrouten hat man ja sowieso mehr Tier- als Menschenbegegnungen, selbst in der Hochsaison und diese können mich schon gar nicht erschrecken.



--
bongoline

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