Forum Allgemeine Themen Plaudereien So richtig unappetitlich ... oder Welttoilettentag 2009

Plaudereien So richtig unappetitlich ... oder Welttoilettentag 2009

Re: Mit dem Kot kommt oft der Tod ... oder Welttoilettentag 2009
geschrieben von mart1
als Antwort auf eleisa vom 21.11.2009, 14:34:51
Die anfallenden Reste der Biogaserzeugung landen doch auch auf den Feldern.... ist der Gegeneinwand von eleisa.

Es ist ein sehr wesentlicher Unterschied, ob Fäkalien frisch oder als Ergebnis einer anaeroben, mikrobiellen Vergärung auf den Feldern landen.... hoffentlich landen sie dort! Sie besitzen eine wesentlich bessere und pflanzenverträgliche Düngewirkung und vor allem einen hygienisch (fast) einwandfreien Zustand.

Sollten nicht wir, die wir heute die Wohltaten der mehrstufigen Kläranlagen meist mit angeschlossenem Faulturm, was ja eine Biogaserzeugung bedeutet, genießen diese für viele Länder in jeder Hinsicht so wesentliche Frage ernster nehmen? Damit will ich schon gar nichts gegen Witze und Schwänke sagen; Ficken und Scheißen sind bekanntermaßen die Themen, die dazu am meisten anregen.

Zur Erinnerung: Die letzten europaweiten Choleraepidemien waren Ende des 19. Jhd.!

fenna
fenna
Mitglied

Re: Vollstes Verständnis ....
geschrieben von fenna
als Antwort auf peter25 vom 21.11.2009, 20:16:19
........komm du erst mal ins seniorenalter,dutch.
))
--
peter25


ich bin im seniorenalter, stimme dutch. aber völlig zu...)))

--
fenna
Medea
Medea
Mitglied

Re: Mit dem Kot kommt oft der Tod ... oder Welttoilettentag 2009
geschrieben von Medea
als Antwort auf mart1 vom 22.11.2009, 09:33:46
Die Biogaserzeugung verdient größte Beachtung, ich hoffe, sie gehört in die Programme für Hilfsmaßnahmen in den Entwicklungsländern. Ich verstehe Mart, daß dich als Biologin und engagierte politische Frau dieses Thema tangiert und es dir wohl weniger um frühere Abort-Gewohnheiten im Wien vergangener Jahrhunderte ankommt.
Zum Fressen gehört das Schei .... und danach wohl das Fi...., damit wieder Erleichterung auf der ganzen Linie aufkommt - zwar nicht zimperlich, aber
mit dieser Fäkalsprache offenbar beim richtigen Thema, auch wenn es beginnt, zum Himmel zu stinken.
--
M.

Anzeige

adam
adam
Mitglied

Re: Mit dem Kot kommt oft der Tod ... oder Welttoilettentag 2009
geschrieben von adam
als Antwort auf Medea vom 22.11.2009, 10:23:13
Nun sei`s drum! Wie ist das eigentlich in Literatur und Geschichte?

Schon als 10jährigen hat es mich gewundert, daß bei Karl May dessen Helden manchmal eine Woche gefesselt lagen, aber weder aus Angst noch aus natürlichem Drang die Hosen voll hatten. Auch stieg Winnetou nie vom Pferd und sagte: "Halt mal meinen Iltschi, ich muß mal eben........!"

Gibt es in dieser Richtung Erkenntnisse über "Faust" oder Dantes "Inferno"? Was oder wie machte es der alte Mann auf dem Meer? Ging Ghandi mit Brille und John F. Kennedy mit Stock? Wo ist im Reichstag das Örtchen? Von Harry Potter weiß ich, daß dort die unglückliche Myrthe wohnt, aber nichts über die natürliche Bestimmung.

Entsprechende Hinweise wären sicher interessant und hätten einen Flair von Ehrlichkeit. Spricht man im Übrigen von "Erörterung", weil die alten Griechen so frei waren und wichtige Besprechungen an den Ort der Erleichterung verlegten?

--

adam
Linta
Linta
Mitglied

Re: Mit dem Kot kommt oft der Tod ... oder Welttoilettentag 2009
geschrieben von Linta
als Antwort auf opti vom 20.11.2009, 14:14:21

Abschließend zu diesem Thema möchte ich noch auf die
früheren Abtrittanbieter/Innen als eine der ersten mobilen Toiletten hinweisen.

(Mir kamen sie in den Sinn als ich nach meinem Regencape suchte)

Diese Tätigkeit wurde hauptsächlich von Frauen
ausgeübt, die nämlich einen weiten Umhang trugen. Bei der Verrichtung der Notdurft schützten sie somit die Bürger vor neugierigen Blicken.
Ein Beruf, der nicht nur stinkend war, sondern auch viel Kraft erforderte. Volle Eimer wogen 20 bis 30 kg. Die Frauen liefen damals mit ihrer Ausrüstung durch die Straßen und zur Werbung der Kundschaft riefen sie laut: „Will einer mal machen?“ oder in Frankfurt: „Will mol aaner?“ Eine Abtrittanbieterin hatte ein
Täschchen bei sich, in dem Laub und Stroh aufbewahrt wurde, das die Kundschaft als Klopapier benutzte; häufig steckten die Abtrittanbieter/innen auch duftendes Grünzeug dazwischen.

Der Beruf war in den Städten bis in die zweite Hälfte des 19.Jahrhunderts häufig anzutreffen.
Wann es die ersten dieses Berufsstandes gab, ist nicht genau zu klären. Voraussetzung für die Existenz von Abtrittanbieter/innen war ein gewisses „Schmutz-Bewusstsein“: mit dem Wachsen der Städte fielen auch
immer größere Schmutzmassen auf den Straßen an und man empfand es als zunehmend unschicklich, sich im öffentlichen Raum einfach hinzuhocken und zu erleichtern.




Anzeige