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Plaudereien Tag der deutschen Sprache

mart1
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Re: Tag der deutschen Sprache
geschrieben von mart1
als Antwort auf olga64 vom 13.09.2010, 17:06:13
Besonders interessant sind die Strukturen nichtindogermanischer Sprachen. z.B. Türkisch oder Ungarisch. Da beginnt der Kopf zu arbeiten - ganz andere Denkstrukturen eröffnen sich.

olga64
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Re: Tag der deutschen Sprache
geschrieben von olga64
als Antwort auf mart1 vom 13.09.2010, 17:22:22
Da bin ich nicht mehr verführbar! Zu den angesprochenen Sprachen dürfte doch sicher auch finnisch gehören? Olga
clara
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Re: Tag der deutschen Sprache
geschrieben von clara
als Antwort auf mart1 vom 13.09.2010, 17:22:22
So ist es auch mit Chinesisch. Ich bewundere meine inzwischen 16-jährige zweisprachig aufgewachsene Nichte (Vater Deutscher, Mutter Deutsch-Chinesin), wie sie von einer der wahrhaftig völlig verschieden aufgebauten Sprachen zur anderen springt. Beim Übersetzen muss sie noch überlegen. Clara

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clara
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Re: Tag der deutschen Sprache
geschrieben von clara
als Antwort auf olga64 vom 13.09.2010, 17:28:17
Finnisch und Ungarisch sind verwandt. Ein Freund studierte Finn-Ugristik. Clara
olga64
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Re: Tag der deutschen Sprache
geschrieben von olga64
als Antwort auf clara vom 13.09.2010, 17:30:26
Es gibt ja nicht das "Chinesisch" - wichtig ist glaube ich Mandarin. Schon die Schriftzeichen würden mich abhalten, diese Sprachen zu lernen. Auch russisch würde ich mir nicht antun.
Allerdings habe ich am eigenen Leib erlebt, wie leicht es zwischen 12 - 19 Jahren war, fremde Sprachen zu erlernen und wie schwer es dann mit 63 war, italienisch anzugehen.
Da Wichtigste ist aber, in diese Länder zu fahren (oder besser noch, dort zu leben) und ohne Scheu zu sprechen - da lernt man auch viel. Ich bin immer wieder erstaunt über TV-Sendungen, wo vermittelt wird, dass Menschen "auswandern" in andere Länder, ohne auch nur ein Wort dieser Sprache zu können und sich dann wundern, dass sie arbeitslos bleiben, bzw. wieder zurück nach Deutschland gehen, weil es nicht klappt. Oft haben diese Leute ja auch noch schulpflichtige Kinder dabei. Wenn es klappt, sprechen diese dann in kürzester Zeit die Landessprache und die Eltern nicht. Gut zu vergleichen mit bei uns lebenden Türken, wo die Kinder auf Ämtern oder beim Arzt übersetzen müssen. Olga
clara
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Re: Tag der deutschen Sprache
geschrieben von clara
als Antwort auf olga64 vom 13.09.2010, 17:35:55
Ja, Olga, Mandarin ist das Hochchinesisch und wichtig für die Verständigung innerhalb dieses Riesenreichs.
Diese Nichte lernte vernünftiger Weise die Sprache von Kindesbeinen an, als wichtiger Grund wurde auch angegeben, dass sie sich mit ihren chinesischen Großeltern verständigen kann, wo sie öfter Ferien verbringt. Eine oder zwei Fremdsprachen kann Jeder mühelos erlernen, es muss aber vor der Pubertät geschehen.
Wenn ich mir vorstelle, welche Möglichkeiten dieses Mädchen bei entsprechender Ausbildung mit dieser Sprachkombination hat (Englisch lernt sie natürlich auch) und bei diesem aufstrebenden Land! Clara

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gerry
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Re: Tag der deutschen Sprache
geschrieben von gerry
als Antwort auf clara vom 13.09.2010, 17:44:05
Es stimmt, man soll die Landessprache lernen um sich mit den "Eingeborenen" unterhalten zu können.
Deswegen lerne ich jetzt Esperanto, falls ich da mal hinfahre.
eleonore
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Re: Tag der deutschen Sprache
geschrieben von eleonore
als Antwort auf mart1 vom 13.09.2010, 17:22:22
Friedrich Dürrenmatt soll einmal gesagt haben, dass es in Europa zwei furchtbar schwere Sprachen gäbe; nämlich Portugiesisch und Ungarisch.
Portugiesisch sei ja schon unglaublich schwer, aber Ungarisch sei schon so schwer, dass es nicht einmal mehr die Portugiesen verstünden.

dafür verstehe ich kein wort, wenn 2 finnen sich unterhalten, trotz unsere sprach verwandschaft :)

irgendso ein schlaue kopf hat mal behauptet, dass ungarisch zu eine der logischste sprachen gehört.
dem kann ich unumwunden beipflichten *grins*
olga64
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Re: Tag der deutschen Sprache
geschrieben von olga64
als Antwort auf clara vom 13.09.2010, 17:44:05
Ja, Clara - auch ich finde, das grösste Kapital, das Eltern ihren Kindern mitgeben können, ist gute Bildung und das Erlernen von Fremdsprachen. Ohne diese werden sie in unserer globalisierten Welt sonst erfolglos sein. Mein Neffe besuchte in Berlin das französische Gymnasium. Zeitweise wurde er nur in französisch (und englisch) unterrichtet und war der einzige deutsche Junge in der Schule. Abitur machte er zeitversetzt auch in französisch und deutsch.
Heute ist er Physiker und kann sich weltweit raussuchen, wo er leben und arbeiten möchte. Er ist seinen Eltern für diese Weitsicht sehr dankbar - diese sollen und können ein eventuelle, finanzielles Erbe getrost selbst verprassen - dem Sohn haben sie alles möglich gemacht, was geht. Olga
sysiphus
sysiphus
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Re: Tag der deutschen Sprache
geschrieben von sysiphus
als Antwort auf olga64 vom 14.09.2010, 16:03:30
Zeitweise wurde er nur in französisch (und englisch) unterrichtet und war der einzige deutsche Junge in der Schule.


WIKIPEDIA:

Das Französische Gymnasium Berlin – oder Collège Français – wurde 1689 vom Kurfürsten Friedrich III. von Brandenburg für die hugenottischen Einwanderer aus Frankreich gegründet.

Das Gymnasium hat es immer geschafft, Französisch als Unterrichtssprache beizubehalten, selbst während der Zeit des Nationalsozialismus

Die Schule befindet sich im Ortsteil Tiergarten im Bezirk Mitte. Der überwiegende Anteil der ca. 800 Schüler sind deutscher oder französischerHerkunft.

sysiphus...


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