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Plaudereien Überlebt das derzeitige Bundeskabinet den 30. Juni

hinterwaeldler
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Überlebt das derzeitige Bundeskabinet den 30. Juni
geschrieben von hinterwaeldler
oder haben wir weitere Rücktritte, weil sie gerade in Mode gekommen sind, zu erwarten? Zumindest Ullrich Deppendorf aus der Nachrichtenredaktion der ARD und Urban Priol aus der Satiresendung "Neues aus der Anstalt" haben berechtigte Zweifel. Ich übrigens auch, denn an deren Argumentation ist was dran.

Deppendorfs Woche und Neues aus der Anstalt Folge 36

Ich habe vorsätzlich kein anderes Brett gewählt. Noch scheint es Ulk zu sein, aber nach dem Widerstand selbst aus den eigenen Reihen und den Ländern gegen das Sparpaket könnte es Ernst werden. Selbst Merkels Absage zum Besuch von Sarkozy in Berlin wird von der seriösen Presse damit in Zusammenhang gebracht. FAZ-Online: Fast ein Eklat So etwas ist auf dem diplomatischen Parkett unüblich und mit "Gurkentruppe", "Wildsau" und "Rumpelstilzchen" beschimpft man sich unter Kollegen nicht. Auch dann nicht, wenn man sich gegenseitig nicht mag.
Re: Überlebt das derzeitige Bundeskabinet den 30. Juni
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf hinterwaeldler vom 09.06.2010, 16:30:28
Deppendorf wirkte auf mich vorgestern Abend ein bisschen - nunja -
relaxed ...

zu lange in die Orakeldämpfe geschaut?



30. Juni scheint mir ein bisschen knapp kalkuliert!
olga64
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Re: Überlebt das derzeitige Bundeskabinet den 30. Juni
geschrieben von olga64
als Antwort auf hinterwaeldler vom 09.06.2010, 16:30:28
[/indent] So etwas ist auf dem diplomatischen Parkett unüblich und mit "Gurkentruppe", "Wildsau" und "Rumpelstilzchen" beschimpft man sich unter Kollegen nicht. Auch dann nicht, wenn man sich gegenseitig nicht mag.[indent]

Es solle nicht nur auf "diplomatischem Parkett" unüblich sein, sich dermassen zu beschimpfen. ABer Politiker
sind eben auch Menschen wie Du und ich - auch darunter befinden sich solche, die nie eine entsprechende Erziehung
genossen haben und für die Bildung ein Fremdwort ist. Ganz wie im richtigen Leben - oder wie in diesem Forum?
Da wird ja auch viel und gerne unterhalb der Gürtellinie beschimpft, oft nur deshalb, weil sich jemand erlaubt,
anderer Meinung zu sein. Olga

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hinterwaeldler
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Re: Überlebt das derzeitige Bundeskabinet den 30. Juni
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf vom 09.06.2010, 16:32:56
30. Juni scheint mir ein bisschen knapp kalkuliert!
geschrieben von sorella

Nehmen wir mal blos so an, die Wahl des neuen Bundespräsidenten würde irgendwie einen völlig anderen Verlauf nehmen, etwa so: http://www.spiegel.de/video/video-1067475.html
Re: Überlebt das derzeitige Bundeskabinet den 30. Juni
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf hinterwaeldler vom 09.06.2010, 18:33:35
Tja hinterwaeldler - schwere Zeiten erfordern eben kreative Lösungen


Im Moment sehe ich im Inland noch nicht mehr als das erwartungsgemäße Aufheulen der diversen Versteher der gebeutelten Massen.

Diese heulen nach meiner Ansicht zwar zu Recht - aber die Masse ist zäh, gutgläubig und unbeweglich ...

Meine Wette geht dahin, dass man sich auf "Ruhe im Karton" verständigt, also elegant ein neuer Bundespräsident durchgewunken wird.
Kleinere Verschiebungen im Kabinett ja, aber in diesem Jahr keine weiteren großen politischen Ereignisse im Inland.

Leider.
Diese Wette würde ich auch gern verlieren, denn von Problemkosmetik halte ich nichts.
hinterwaeldler
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Re: Überlebt das derzeitige Bundeskabinet den 30. Juni
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf vom 09.06.2010, 19:01:37
Meine Wette geht dahin, dass man sich auf "Ruhe im Karton" verständigt, also elegant ein neuer Bundespräsident durchgewunken wird.
Kleinere Verschiebungen im Kabinett ja, aber in diesem Jahr keine weiteren großen politischen Ereignisse im Inland.
geschrieben von sorella

Gut, Ok. Die Mehrzahl der Wähler wusste im vergangenen Sommer, was er da wählt und hat alle Warnungen tapfer ignoriert. Verständigen wir uns auf diese Zukunft: Parlamentsmitglieder aller Welt verprügelt euch Da hätten wir wenigsten noch was zu lachen in all diesem merkwürdigen Elend. Bis dahin muss aber unsere von uns allen heiß geliebte und verehrte akademische Pfarrerstochter aller Deutschen noch dieses Tretminenfeld räumen: ZDF: Minenfeld - schwarz gelbe Koalition

Wenn sie nicht tut, passiert das Gleiche, wie bei Michels Spaziergang auf einer Kuhweide: Er hüpft von einer Nichthaufenstelle zur nächsten. Wie lange er das durch hält ist fraglich, irschendwann latscht er vull nei und der Erscher is wiedr do.

hinterwaeldler
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Re: Überlebt das derzeitige Bundeskabinet den 30. Juni
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf hinterwaeldler vom 09.06.2010, 21:38:47
Erst vor drei Tagen stellte ich diese Frage. Inzwischen scheint die Rücktrittsepidemie weiter um sich zu greifen. Es klingt wie ein schlechter Witz: Unser auf Liste der beliebtesten Politiker ganz oben stehende Minister für Krieg in Afghanistan (aktuell Platz 1 beim ZDF) überdenkt seine Lage und befragt Freunde und Bekannte nach ihrer Meinung: Krach in der Koalition - Guttenberg denkt über Rücktritt nach.

Karl wird wohl den Thread in den nächsten Tagen verschieben müssen.
hinterwaeldler
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Re: Überlebt das derzeitige Bundeskabinet den 30. Juni
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf hinterwaeldler vom 12.06.2010, 20:24:22
Der 30. Juni rückt immer näher. Nun beschimpft nicht mehr die Opposition die Koalition und umgedreht, sondern die Koalition ausschließlich nur noch sich selbst. Die Kanzlerin steht hilflos am Rand des Spielfeldes und eilt flugs zu einem Gipfel, der ihre Bedeutungslosigkeit bescheinigt. Die Zuschauer auf den Rängen geben ihr gute Ratschläge. Das zur Ordnung gerufene ZDF-Online findet wieder Worte und schreibt unter dem Titel "Familienpolitik à la Pinochet":
Der derzeitige Stil der koalitionsinternen Auseinandersetzung schade dem Land, befand der Vorsitzende der Linken, Klaus Ernst. "Jetzt vergleicht schon der eine Koalitionspartner den anderen mit einem rechtsradikalen Diktator." Das sei keine politische Auseinandersetzung mehr, sondern ein Schaukampf ohne Gewinner. Das Beste wäre, wenn Schwarz-Gelb die Ehe einvernehmlich lösen würde. Neuwahlen wären jetzt die sauberste Lösung. Auch SPD-Chef Sigmar Gabriel sprach sich erneut dafür aus.
Um noch einmal auf den 30. Juni zurückzukommen:
Selbst der Alt-Sachsenfürst Kurt Biedenkopf und der Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker ermahnten die Kanzlerin mit "Die Wahl ist frei". Andersherum gesagt: Die Beschwerde gegen die Wahl beim BGH kann ja auch mal von einem Beschwerdeführer kommen, der dazu befugt ist: Bundesverfassungsgericht verhängt Missbrauchsgebühr

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