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Plaudereien Was sind Eure Golfbälle?

mane
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Was sind Eure Golfbälle?
geschrieben von mane
Folgende Geschichte (der Autor ist unbekannt) hat schon einen "Bart", trägt aber nach wie vor viel Wahrheit in sich.
Es ist eine Parabel über das Wichtige und Unwichtige im Leben.

Golfbälle und Bier

Die Golfbälle stehen für die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Die Kieselsteine symbolisieren das Notwendige, die Pflichten und der Sand sind die vielen Kleinigkeiten, auf die man auch verzichten könnte.

Was sind Eure "Golfbälle"? Zollt Ihr ihnen genug Aufmerksamkeit oder geraten sie zu oft in den Hintergrund?

Was hat bei Euch welche Priorität? Ich bin gespannt, ob Männer andere Dinge als wichtig ansehen, als Frauen. Vielleicht das Bier?

Gruß Mane
schorsch
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Re: Was sind Eure Golfbälle?
geschrieben von schorsch
als Antwort auf mane vom 31.08.2014, 16:42:54
Ich glaube, diese Geschichte hatten wir schon mal hier verarbeitet.....
det
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Re: Was sind Eure Golfbälle?
geschrieben von det
als Antwort auf mane vom 31.08.2014, 16:42:54
Eine altbekannte Geschichte, die ich aber immer noch nicht so ganz nachvollziehen kann. Deshalb möchte ich vor der Präsentation der individuellen Golfbälle eine Verständnisfrage stellen. Die Golfbälle und Kiesel als wichtige bzw. notwendige Dinge sind klar. Nicht verständlich finde ich den Sand als Dinge, auf die man verzichten kann. Denn wenn der Topf das Leben darstellt, dann füllen Golfbälle und Kiesel es noch nicht aus. Erst der Sand und dann noch die Flüssigkeit machen den Topf voll, d.h. das Leben vollständig.
Darum ist mir das Bild des Topfes als Sinnbild des Lebens nicht klar. Das ist scheinbar OT, aber ich finde es zum Beantworten der Frage wichtig.

det

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mane
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Re: Was sind Eure Golfbälle?
geschrieben von mane
Schorsch, ich habe vor Einstellen des Themas die Suchfunktion betätigt und nur etwas unter Blogs/Geschichten gefunden.
Aber ist ja auch egal, oder?

Det , Du verstehst aber schon, wie es gemeint ist?
Trotzdem hast Du Recht, der Sand ist das Salz in der "Suppe". Ohne schmeckts nicht.
Es geht nur darum, die "Suppe" nicht zu versalzen.

Gruß Mane
Re: Was sind Eure Golfbälle?
geschrieben von lara
als Antwort auf mane vom 31.08.2014, 17:35:46
Meine Golfbälle änderten sich in den Jahren.

Als ich jung war, waren andere Sachen für mich wichtig.

Als ich geheiratet und eine Familie hatte, waren sie meine Golfbälle, aber ich bekam auch viel Kieselsteine und Sand in meinen Blumentopf geschüttet ohne mein Zutun, und wunderte mich dann wie sie sich einander rieben. Es war oft mühsam die Kieselsteine zu entfernen oder sie in die Richtung zu legen, dass sie die Golfbälle nicht beschädigtet wurden. Dann war ich froh dass da auch der Sand war, und alle in der richtigen Lage lagen.

Jetzt im letzten Drittel meines Lebens stelle ich für mich fest, dass ich oft meinen eigenen Golfball nicht beachtet habe, und ich hätte ihn genau so sorgsam wie die anderen mit Kieselsteinen und Sand umgeben müssen.

Ich meine damit:
Wenn erst einmal die Kinder ihr Abitur, dann ihr Studium beendet haben, dann das Haus fast abbezahlt ist dann…..ja dann fang ich mit meinen Wünschen an.

Ein gesundes Selbstbewusstsein und gesunder Egoismus gehören auch zum Leben.
det
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Re: Was sind Eure Golfbälle?
geschrieben von det
als Antwort auf mane vom 31.08.2014, 17:35:46
Ich glaube schon, daß ich die Frage verstanden habe. Beim Nachdenken merkte ich, daß ich Golfbälle und Sand nur schwer unterscheiden kann und so ergab sich auch die Nachfrage. Erst durch den Burnout merkte ich, daß ich dem "Salz in der Suppe" zuwenig Gewicht beigemessen hatte.

Wirklich wichtig sind Gesundheit und mit gleicher Gewichtung die Beziehung mit meiner Freundin. Das Salz in der Suppe sind meine Hobbies wie die programmierbaren Roboter, verschiedene philosophische Themen und vielleicht bald praktische Astronomie. Ohne die Beschäftigung mit den philosophischen Themen wie den Grundlagen des (Theravada-)Buddhismus, der Frage nach dem "Ich" oder der Quelle des Denkens und Handelns wäre ich aber ganz anders, so daß ich diese Beziehung bestimmt nicht halten könnte und vielleicht nicht einmal die Grundlagen hätte, um den Burnout zu besiegen.
Das sind jetzt nur ein paar Sätze "aus dem Bauch heraus". Golfbälle und Sand sind viel zu sehr miteinander verzahnt, als daß ich sie trennen könnte.

det

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mane
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Re: Was sind Eure Golfbälle?
geschrieben von mane
als Antwort auf lara vom 31.08.2014, 18:29:15
Hallo Lara,

Du schreibst sehr schön, fast poetisch.

Ich kenne es von meiner Mutter und habe es häufig auch so gelebt, wie Du über Dein Leben schreibst. Da nahm/nimmt man sich einfach nicht so wichtig, vergisst sich über dem Wohl der anderen.

Zur Zeit ist mein Topf nicht gefüllt, weder mit Golfbällen, noch mit Kieselsteinen. Ich habe zuviel Zeit (Sand?) und fülle sie mit Dingen, die ich nicht brauche und eigentlich auch nicht will. Du hast recht, manchmal haben wir nicht die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, wie der Blumentopf gefüllt wird.

Auch passiert es oft, dass uns das Wichtigst verloren geht und nicht ersetzbar ist. Auch Kieselsteine und Sand sind dazu nicht fähig.

Oh je, ich bin heute Abend sehr melancholisch und höre lieber auf zu schreiben. Morgen sieht die Welt schon wieder freundlicher aus.

Gruß Mane
Re: Was sind Eure Golfbälle?
geschrieben von lara
als Antwort auf mane vom 31.08.2014, 22:31:59
Guten Morgen Mane,
dass Du durch meinen Beitrag melancholisch wirst, war nicht meine Absicht, ich wünsche Dir für Dein Knie das Beste, und dass Du Deine Zeit auch mit angenehmen Dingen ausfüllen kannst.

Wenn Ich sehe heute die Frauen mit ihrem Leben umgehen, sie sind Partnerin und Mütter, stehen im Beruf ,haben somit sehr viel mehr Stress als ich zu meiner Zeit, vergessen sich aber nicht und ihre Wünsche. Oft denke ich aber auch, bleiben dann nicht die Kinder auf der Strecke? Ich weiß von meiner Tochter und ihren Freundinnen, dass sie ständig ein schlechtes Gewissen gegenüber den Kindern haben.

Ich wollte einfach nur ausdrücken, so ist das mit diesen vergleichen, erst in der Rückschau stellt man fest ob der Blumentopf so gefüllt wurde, dass man auf ein zufriedenes Leben zurück schauen kann. Dann ist m.M. nur wichtig, dass man sieht, was von außen kam, und man eben nicht beeinflussen kann.
Liebe Grüße
Lara
mane
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Re: Was sind Eure Golfbälle?
geschrieben von mane
als Antwort auf det vom 31.08.2014, 19:42:59
[quote=det]

Hallo Det,

der Gesundheit messen wir oft zu wenig Bedeutung bei, wie Du schmerzlich durch den Burnout erfahren hast. Manchmal muss man erst krank werden, um die Wichtigkeit eines funktionierenden Körpers zu erfahren und diesen als "Golfball" zu erkennen. Mir ging es vor etwa 30 Jahren so, als mich eine Rheumatische Erkrankung zwang, mehr auf mich achtzugeben. Soweit ich mich erinnere, bist auch Du in dieser Richtung belastet.

Gerade heute habe ich in unserer Tageszeitung einen Artikel über thailändische und deutsche Buddhisten in Gremberghoven und Hürth gelesen. Es wird zwar nicht ausdrücklich erwähnt, ich lese aber heraus, dass es sich um den Therava-Buddhismus handelt.
Lebst Du nach buddhistischen Regeln und hast, auch durch Meditation, Gelassenheit gelernt?
Es klingt ermutigend, wenn Du schreibst, dass Du so den Burnout besiegen konntest und fähig wurdest, Deine Beziehung zu halten.

Weiterhin alles Gute,

Mane
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Re: Was sind Eure Golfbälle?
geschrieben von mane
als Antwort auf lara vom 01.09.2014, 07:51:24
[quote=lara]

Hallo Lara,

herzlichen Dank für Deine lieben Wünsche.

Nein, es war nicht Dein Beitrag, der mich traurig machte. Manchmal überkommt es mich halt, doch meistens nur kurz.

Du hast recht, die meisten jungen Frauen heutzutage schaffen es, alles unter einen Hut zu kriegen und sich selbst dabei nicht zu vergessen. Bewundernswert, finde ich das.
Wer es sich nicht zutraut, entscheidet sich oft gegen Kinder und das geschieht heute immer mehr.

Es ist sicher so, dass wir vieles in unserem Leben nicht beeinflussen können und manchmal auch nicht wollen. Meine Kinder waren z.B. meine größten "Golfbälle" und ich habe ihnen gerne für einige Zeit, diesen Platz in meinem Leben eingeräumt.
Es hängt oft auch damit zusammen, wie abhängig wir von der Meinung anderer und deren Wohlwollen uns gegenüber sind. Wenn wir uns davon etwas lossagen können und einen gesunden Egoismus entwickeln, kommt das, wie ich meine, auch unserem Umfeld zugute.

Liebe Grüße,

Mane.

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