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Plaudereien Wichtige Hilfe für überforderte Angehörige von Senioren

det
det
Mitglied

Wichtige Hilfe für überforderte Angehörige von Senioren
geschrieben von det
Aus der Einleitung zur Meldung:
Gute Nachrichten für überforderte Angehörige! Aufgrund der zunehmenden Überalterung der Gesellschaft wurde in Köln die deutschlandweit erste Seniorenklappe eingerichtet. Dort können seit zwei Wochen alte Menschen, die ihrer Familie zur Last fallen, anonym abgegeben werden.
geschrieben von Hilfe für überforderte Angehörige: Köln richtet erste Seniorenklappe ein


zur vollständigen Meldung

det, immer auf der Jagd nach den neuesten Sensationen
old_go
old_go
Mitglied

Re: Wichtige Hilfe für überforderte Angehörige von Senioren
geschrieben von old_go
als Antwort auf det vom 02.01.2014, 16:15:10
wie gut,nun zu wissen,was mit mir werden könnte...

G.
olga64
olga64
Mitglied

Re: Wichtige Hilfe für überforderte Angehörige von Senioren
geschrieben von olga64
als Antwort auf det vom 02.01.2014, 16:15:10
Diese Klappe muss aber schon grösser sein als die Babyklappen. Oft sind ja auch Senioren recht mollig und würden sich vermutlich auch wehren, wenn sie dort reingesteckt werden. Bekommen die dann ein Flasche Bier mitgeliefert für die Wartezeit? Olga

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karl
karl
Administrator

Re: Wichtige Hilfe für überforderte Angehörige von Senioren
geschrieben von karl
als Antwort auf det vom 02.01.2014, 16:15:10
Aber det,

der Postillion enttäuscht mich immer mehr . Offensichtlich leiden die Macher unter akutem Gedächtnisverlust, jedenfalls ist diese Meldung vom 2.1.2014 gar nicht neu. Ich kenne das noch von 2010:

http://www.der-postillon.com/2010/11/hamburger-babyklappe-zur-seniorenklappe.html

Alle Jahre wieder der gleiche Witz, nur die Städte ausgetauscht? Vielleicht brauchen die Postillion Redakteure Verstärkung aus unseren Reihen?

Karl

P.S.: Auch die Art des Humors ist ein Spiegel für eine Gesellschaft. Nachdem ich den Text im Postillion jetzt noch einmal ganz gelesen habe, ist mir eigentlich zum Lachen nicht mehr zumute. Ich empfinde es eher als deprimierenden Humorversuch eines unreifen Schreibers.
Loana
Loana
Mitglied

Re: Wichtige Hilfe für überforderte Angehörige von Senioren
geschrieben von Loana
als Antwort auf karl vom 02.01.2014, 19:27:53
Hallo Det,

das finde ich weder humorvoll noch witzig . tut mir leid.

LG Loana
Re: Wichtige Hilfe für überforderte Angehörige von Senioren
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf Loana vom 02.01.2014, 20:29:20
Ja, da stimme ich Dir zu, weil.....

Ich weiß, wie schwer es oft für PartnerInnen, Kinder/Eltern ist,
Familienangehörige zu betreuen, zu pflegen, und nicht fallen zu lassen.
Das geht bis hin zur Pflege eines Wachkomapatienten.
Das ist eben bei Menschen so, die einem etwas bedeuten,
die einem etwas wert sind.

Solche Aufgaben bestimmen öfter, als einem lieb sein kann,
das Leben von Menschen oder ganzen Familien.
Davor habe ich Hochachtung.
Gleichzeitig kann ich deshalb in solchen Fällen auch keinen Witz oder Humor empfinden.

Bin ich selber nicht betroffen, halte ich mich eben zurück,
wenn ich merke, das Lachen unpassend ist.
Aus gegebener Veranlassung.

Das ist nun mal eben so.
Jedenfalls für mich.
Kein Grund zur Aufregung.

Edit:


P.S.: Auch die Art des Humors ist ein Spiegel für eine Gesellschaft. Nachdem ich den Text im Postillion jetzt noch einmal ganz gelesen habe, ist mir eigentlich zum Lachen nicht mehr zumute. Ich empfinde es eher als deprimierenden Humorversuch eines unreifen Schreibers.
geschrieben von karl


Ich würde nicht soweit gehen, es als Spiegel der Gesellschaft zu sehen.
Es bleibt der Humorversuch eines unreifen Schreibers.
Das auf die Gesellschaft anzuwenden, wäre nach meiner Auffassung etwas zu hoch gegriffen.
Leider gibt es solche "Humoristen" noch mehr.
Dann ist es unsere Aufgabe, deutlich zu kommunizieren, was wir davon halten.
Wer witzig sein muss, indem er Andere verletzt, ist nicht witzig, sondern anmassend.

nordstern

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mane
mane
Mitglied

Re: Wichtige Hilfe für überforderte Angehörige von Senioren
geschrieben von mane
als Antwort auf vom 02.01.2014, 21:19:48

Leider gibt es solche "Humoristen" noch mehr.
Dann ist es unsere Aufgabe, deutlich zu kommunizieren, was wir davon halten.
Wer witzig sein muss, indem er Andere verletzt, ist nicht witzig, sondern anmassend.
nordstern
geschrieben von nordstern


Ob man Witze über sensible Themen reißen sollte oder nicht, lässt sich schwer beantworten und wird jeder, je nach Thema und eigener Geschichte, unterschiedlich sehen.

"Die Seniorenklappe" ist Satire, in der eine Wahrheit steckt, die man hier nicht suchen muss.
Humor, auch der schwarze ist "ein Loch, aus dem die Wahrheit pfeift".
det
det
Mitglied

Re: Wichtige Hilfe für überforderte Angehörige von Senioren
geschrieben von det
als Antwort auf mane vom 03.01.2014, 01:01:56
@Karl:

Ob der Postillon die Meldung schon einmal gebracht hat, ist mir total egal. Ich schaue mir auch jedes Jahr seit 1976 "Dinner for one" an und kann immer noch über jedes Detail lachen. Nach dem Verlauf, den die Diskussion jetzt nimmt, wundert es mich, daß sich noch niemand über "Dinner for one" ereifert hat, denn in dem Sketch werden zwei alte Leute kräftig auf die Schippe genommen. Mir fällt dazu ein Zitat ein, das meine Meinung perfekt wiedergibt:
Die Satire muss übertreiben und ist ihrem tiefsten Wesen nach ungerecht. Sie bläst die Wahrheit auf, damit sie deutlicher wird, und sie kann gar nicht anders arbeiten als nach dem Bibelwort: Es leiden die Gerechten mit den Ungerechten. […] Was darf die Satire? Alles.
geschrieben von Kurt Tucholsky, "Was darf die Satire?", Berliner Tageblatt, Nr. 36, 27. Januar 1919


det
Re: Wichtige Hilfe für überforderte Angehörige von Senioren
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf mane vom 03.01.2014, 01:01:56

Ob man Witze über sensible Themen reißen sollte oder nicht, lässt sich schwer beantworten und wird jeder, je nach Thema und eigener Geschichte, unterschiedlich sehen.

"Die Seniorenklappe" ist Satire, in der eine Wahrheit steckt, die man hier nicht suchen muss.
Humor, auch der schwarze ist "ein Loch, aus dem die Wahrheit pfeift".
geschrieben von mane

Markierung durch mich.

Demzufolge hat man dazu eine unterschiedliche Einstellung.
Es gibt aber Themen, meist durch eigene Geschichte begründet, wo es weh tut.
Und da entscheidet der Einzelne, was für ihn noch Satire ist und was nicht mehr.
Und da gibt es eben Grenzen.
Nur eines Lachers wegen verletze ich Menschen nicht in ihrem Innersten.
Humor ist, wenn alle lachen können.

Darf ich an die "Mohammed Karrikaturen" erinnern ?
Da werden religiöse Gefühle verletzt.
Und wenn Du mal in diese Richtung weiter denkst, kommst Du darauf,
was man auch alles nicht tun sollte.
Das fängt beim Zigeunerschnitzel an und hört bei der Seniorenklappe nicht auf.

Wenn Du es anders siehst, bitte sehr.
Man kann alles zerreden und lächerlich machen.
Nur nicht mit mir.

nordstern
det
det
Mitglied

Re: Wichtige Hilfe für überforderte Angehörige von Senioren
geschrieben von det
als Antwort auf vom 03.01.2014, 08:42:39
Nordstern, wir sollten einmal die Konsequenzen aus deinem Text überdenken. Egal worüber Satire schreibt, es wird garantiert irgendwo irgendjemanden geben, der darauf anspringt und sich verletzt fühlt. Folgt man deiner Argumentation, dann gibt es fast nichts mehr, was noch erlaubt wäre und sei die vorgebliche Verletzung auch noch so an den Haaren herbeigezogen. Es ist schlichtweg unmöglich, noch Satire zu schreiben, wenn man dabei stets bedenken muß, daß nicht irgendwo auf diesem Planeten jemand sich angegriffen fühlen könnte.

Folgt man deiner Meinung, dann müßte man "Das Leben des Brian" noch heute verbieten, weil es garantiert fanatische Christen gibt, die sich in ihrem Glauben verletzt sehen. Gerade die von dir angeführten Mohammed-Karikaturen sind ein gutes Beispiel dafür, was folgen würde. Sie sind zwar schlecht gemacht, aber im Rahmen der Satire bzw. Karikatur. Nur weil eine Gruppe das Beleidigtsein zur Kultur erhebt, bin ich nicht bereit, das Recht auf freie Rede einschränken zu lassen. Denn glaube mir, hat die erste Gruppe Erfolg damit, dann folgt die nächste bald nach und kurze Zeit später laufen alle nur noch mit der Schere im eigenen Kopf herum, falls die Zensur nicht schon längst wieder eingeführt ist.

So traurig es ist, wenn jemand durch eine Satire an eigenes schlimmes Erleben erinnert wird, so hat er doch nicht das Recht, von der gesamten Welt Rücksichtnahme auf seine persönlichen Gefühle zu fordern. Ich bleibe jedenfalls bei dem Zitat von Tucholsky, denn nichts könnte treffender sein.

det

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