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Plaudereien Wie soll das Kind denn heissen ???

mart
mart
Mitglied

Re: Wie soll das Kind denn heissen ???
geschrieben von mart
als Antwort auf vom 17.12.2007, 09:33:59
Ein Aspekt wurde bisher noch nicht angesprochen.
Er muß auch zum Nachnamen passen und sollte nicht ausgesprochen eindeutige Assoziationen beinhalte.

Eine voluminösere Barbie Dünnbier wird wohl nicht happy werden oder ein sehr gesundes Selbstbewußtsein brauchen.

Ein Tobias Spielmann wird schwierig werden, wenn das Kind einen Sprachfehler hat.


Deshalb zwei Vornamen - ein herkömmlicher oder in der Familie traditioneller, besonders wenn der eine in die Kategorie "Selbstdarstellung der Eltern" gehört.


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mart
angelottchen
angelottchen
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Re: Wie soll das Kind denn heissen ???
geschrieben von angelottchen
als Antwort auf mart vom 17.12.2007, 12:28:01
na, zum Glück können in D Standesämter Namen auch wirklich ablehnen - so wurden zB folgende namen nicht zugelassen:
Störenfried
Bierstübl
Schroeder
Pillula
Lenin
Schucki
Atomfried
Agfa
Sputnik
Omo
McDonald
Grammophon
Ogino
Ikea

wobei man sich wirklich auch fragen muss, was Eltern sich dabei gedacht haben ..

Gerhard Müller prüft diese Namensvorschläge. Wenn sie in irgendeiner Sprache existieren und das Geschlecht eindeutig ist, dann spricht er Empfehlungen aus. Diese sind aber keineswegs bindend für die Standesämter. "Mein persönlicher Geschmack darf dabei keine Rolle spielen", fügt er hinzu. Daher sind auch Namen wie "Winnetou", "Gneisenauette" und "Blücherine" zulässig. "Pumuckl" kommt nun mal von Nepomuk. Ein Schelm, wer bei "Pepsi-Carola" an die braune Brause denkt. Denn "Pepsi" kommt von "Pepita".

Und in Brasilien herrscht in Sachen Vornamen die totale Narrenfreiheit: Dort wimmelt es geradezu von "Washingtons", "Lincolns" und "Mozarts". Ein Elternpaar liebte es eher in Kürze und nannten ein Kind "Abc", das andere "85". Andere Vornamen wiederum sind aus ganzen Sätzen gebildet: "José-Casou-de-Calças-Curtas", zu deutsch: "Josef heiratete in kurzen Hosen".


Schön soll er sein und zum Familiennamen passen. Immer mehr Eltern grübeln vor der Geburt des Kindes über dessen Namen und entscheiden sich dann für kreative Wortschöpfungen. Manchmal wird die Wahl zur Qual.


Das Mädchen "Andalucia" enstand im Spanienurlaub und "Nemax'" Mutter arbeitet an der Börse. "Die Phantasie von Eltern bei der Namensgebung ihrer Sprößlinge ist manchmal grenzenlos", erzählt Gerhard Müller. Er arbeitet als Namensberater bei der Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden. Rund 30 Anfragen landen tagtäglich auf seinem Schreibtisch.

Trend zum Exotischen

Seit längerem beobachtet er bereits einen Trend zu exotischen Vornamen. Ihren Anteil in Deutschland schätzt er derzeit auf 10 bis 20 Prozent. "Grund ist vor allem eine Individualiserung der Gesellschaft", erklärt Müller. "Und dann greifen die Eltern zu allem, was sie finden. Gerade das Internet ist eine schier unerschöpfliche Quelle". Der Renner sind derzeit indische und indianische Namen.


Eingreifen bei Witzvorlagen


Bei allzu großen Witzvorlagen versucht Müller, die stolzen Eltern umzustimmen - auch wenn der Name nachweislich existiert. "Der Mädchenname 'Nagina' zum Beispiel stammt aus dem Sanskrit", erinnert er sich, "es braucht nicht viel Fantasie, um den Namen zu verunstalten. Und wir wissen doch alle, wie boshaft Kinder sein können", schmunzelt er. Immerhin: "Nagina" wurde nur noch der Zweitname.

"McDonald", "Störenfried", "Omo" und "Bierstübel" fielen hingegen bei Müller durch. "In Deutschland ist der Gebrauch von Produktnamen verboten", erklärt Müller.

USA: Unbegrenzte Möglichkeiten


Davon wollen die Amerikaner nichts wissen: Ein New Yorker Ehepaar versuchte bereits, die Namensrechte für ihr Baby im Internet zu versteigern. Gegen einen Mindestpreis von 500.000 Dollar hätte das Kind dann "Microsoft", "McDonalds" oder auch "Nike" geheißen. Das Interesse der Firmen blieb allerdings aus.

Auch Jungs mit Mädchennamen werden in den USA immer häufiger. Zum Beispiel heißen viele Jungs 'Sara'", weiß der Namensberater und vermutet: "Aus Streben nach Gleichberechtigung." Und natürlich nimmt die Namensgebung in Hollywood besonderere Auswüchse an. So müssen sich etwa Bob Geldorfs Töchter mit den Namen "Peaches Honeymoon", "Little Pixie" und "Fifi Trixibelle" durchs Leben schleppen.

Auch andernorts wird nicht so streng reglementiert: In Belgien hatte eine Mutter mit Hungerstreik den Namen "Anakin" für ihren Sohn durchgesetzt - nach dem gleichnamigen Jedi-Ritter aus "Star Wars". Ein bulgarischer Fußballfan nennt sich jetzt wie sein Lieblingsclub: "Manchester United".

Zwölf Vornamen sind zu viel

In Deutschland hingegen werden nicht nur allzu kreative Namensschöpfungen ausgebremst. Zwölf Vornamen sind zu viel - das entschied das Düsseldorfer Oberlandesgericht. Die Mutter hatte argumentiert, mit einem Dutzend Namen verschiedener Herkunft ihrem Kind zeigen zu wollen, dass es "keine Grenzen im Herzen der Menschen" geben sollte. Sie wollte ihr Kind "Chenekwahow Migiskau Mikapi-Hun-Nizeo Alessandro Majim Chayara Inti Ernesto Prithibe Kioma Pathar Henriko" nennen. Jetzt heißt der Junge nur noch: "Chenekwahow Migiskau Kioma Ernesto Tecumseh"
geschrieben von vielen Websites und Foren, Original unbekannt


zum letzten Fall kann man wohl nur sagen: armer Junge ...
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angelottchen
eleonore
eleonore
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Re: Wie soll das Kind denn heissen ???
geschrieben von eleonore
als Antwort auf angelottchen vom 17.12.2007, 14:49:34
bekannte von uns nannten ihr sohn *justinius*.
dass armer junge.

--
eleonore

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angelottchen
angelottchen
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Re: Wie soll das Kind denn heissen ???
geschrieben von angelottchen
als Antwort auf eleonore vom 17.12.2007, 15:54:05
mein Vater hatte einen Kollegen (ein Diakon), der 5 Töchter mit sehr merkwürdigen Namen wie Demuth usw hatte ... dann kam endlich ein Sohn .. der hiess Touché ...
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angelottchen
schorsch
schorsch
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Re: Wie soll das Kind denn heissen ???
geschrieben von schorsch
als Antwort auf angelottchen vom 17.12.2007, 16:00:46
Erinnert mich an den Namen jenes Indianerjungen, der von seinen Eltern "Digwananee" (= Geplatzter Gummi) benannt wurde. (

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schorsch
eko †
eko †
Mitglied

Re: Wie soll das Kind denn heissen ???
geschrieben von eko †
als Antwort auf schorsch vom 17.12.2007, 16:05:58
Das Fräulein Zwiebel (Vorname unbekannt) litt sehr unter ihrem "anrüchigen" Namen und so hoffte sie, dass sie bei der Heirat..............

...........doch dann lernte sie Herrn "Knoblauch" kennen und lieben. ())
--
eko

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lollipop
lollipop
Mitglied

Re: Wie soll das Kind denn heissen ???
geschrieben von lollipop
als Antwort auf Medea vom 17.12.2007, 07:31:27
Als unser erstes Kind zur Welt kam, konnte man noch nicht wie heute das Geschlecht des Kindes schon vor der Geburt wissen.
Wir waren uns ganz ganz sicher, es wird ein Junge, und er soll Daniel heissen.
Was kam?
Es kam eine Tochter, und wir nannten sie Anne, und der Vokalharmonie wegen dazu noch Daniele in Erinnerung an unseren Irrtum, dass es gaaanz sicher ein Junge würde.
Besagte Anne lag noch im Kinderwagen, als ein etwa 5 jähriges Mädchen in denselbigen sah und fragte: "wie heisst denn das Kind?"
Die Antwort lautete kurz und bündig: Anne.
Ist das aber ein komischer Name, sagte die Fünfjährige, und antwortete dann auf meine Frage nach ihrem Namen ganz stolz:
Jaqueline.
--
lollipop
Linta †
Linta †
Mitglied

Re: Wie soll das Kind denn heissen ???
geschrieben von Linta †
als Antwort auf eko † vom 18.12.2007, 17:15:49


Muss hier sooo lachen.........
n.
wolfgang38
wolfgang38
Mitglied

Re: Wie soll das Kind denn heissen ???
geschrieben von wolfgang38
als Antwort auf vom 17.12.2007, 09:33:59
Ich kannte einen Mann, der hieß Schmidt und wollte seinen Sohn "Sehrgut" nennen. Damit er in der Schule und im späteren Leben immer mit "Sehrgut Schmidt" angesprochen würde.
Der Name wurde leider auch abgelehnt.
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wolfgang
heide
heide
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Re: Wie soll das Kind denn heissen ???
geschrieben von heide
als Antwort auf vom 16.12.2007, 18:03:12
mein fünftes Kind wird Valentina heissen......hm, hm, hm
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heide

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