Plaudereien zahnlos

old_go
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Mitglied

Re: zahnlos
geschrieben von old_go
als Antwort auf ehemaliges Mitglied_84475 vom 13.05.2009, 12:34:31
Ursula

ein peinliches Thema,aber ich habe keine Hemmungen Auskunft zu geben,wenn ich vielleicht anderen damit helfen kann.

Als Kind hatte ich Rachitis
später dann Knochenschwund,äh,
sehr viel später natürlich.......
1992 wurde im Kiefer Knochenaufbau vorgenommen,
eben,weil zu wenig Knochensubstanz vorhanden war und eine normale Prothese keinen Halt mehr hatte.........
zum Einbau von Implantaten wurde aus der Hüfte Knochensubstanz abgetragen und im Kiefer einge"baut".

Fragt nicht,was das für Schmerzen waren und WIE schön ich ausgesehen habe!!!!!!!!

Damals wurden Branemarck-Implantate
(Schweden)
eingesetzt,ca 6 Monate,nachdem der Knochenaufbau fest eingewachsen war.

Diesen Implantaten wurde eine "Bisszeit" von 7 bis 10 Jahren gegeben.

Na,dachte ich,in 10 Jahren lebe ich sicher nicht mehr......
und zahlte selber ca 23.000,-DM insgesamt.
Damals trug die Krankenkasse noch einen Teil der Kosten.
Falsch gedacht-denn ich werde bald 2x40 Auguste und lebe immer noch,kann sogar noch folgerichtig denken)
ABER:
der weiter fortgeschrittene Knochenschwund macht eine neue Implantateinsetzung erforderlich......
um den -auch-erforderlichen neuen Zahnkranz im Ober-und Unterkiefer einsetzen zu können.

Die Operationen wurden damals in der Uni-Zahnklinik in Tübingen gemacht und ich war höchst zufrieden!!!!!!!!!!!
Der damalige Oberarzt hat in Stgt inzwischen eine eigene Praxis und ist natürlich "mein" Zahnarzt.

Witzig ist,dass sich erst im Nachhinein herausstellte,dass seine Frau eine Studienfreundin meiner ältesten Tochter und die Ehepaare seit langen Jahren befreundet sind!

So ist das Leben.......

Ach,noch etwas
heute ist die Art meiner damaligen Implantate
natürlich veraltet und wesentlich besser weiter entwickelt worden!

Ich habe lange Jahre mit diesen Implantaten in Äpfel
oder Brötchen genüsslich und herzhaft beissen können!

Und lachen und singen konnte ich auch damit)

ihr könnt jetzt ruhig über mich lachen,aber weder meine Kinder,Freunde oder ich können glauben,dass ich wirklich schon so eine alte Schachtel bin ....

Re: zahnlos
geschrieben von ehemaliges Mitglied_84475
als Antwort auf old_go vom 13.05.2009, 13:16:00
Danke für die Infos, Gudrun. Aber warum ist das Thema peinlich?

Da hätte ich gleich noch eine Frage: Wieviel Implantate brauchst Du denn eigentlich?

Und der Knochenaufbau aus Hüftknochen muss ja stationär durchgeführt werden. Wieviel kostet das, und bezahlt das auch Deine Zusatzversicherung? In dem "Heil-und Kostenplan" über die zu erwartenden 30 000 € muss das alles im Einzelnen aufgeführt sein.


Gruß, Ursula
Re: zahnlos
geschrieben von mart1
als Antwort auf ehemaliges Mitglied_84475 vom 13.05.2009, 11:24:46
Nun, ich hänge nicht an meinen Zähnen, aber jeder soll es halten wie er will.
Ein guter Zahnarzt wird den Patienten das Gefühl geben, das Beste für ihn gemacht zu haben. Umso besser, wenn auch er davon profitiert. Wenn das Ziel ist jeden Zahn bis zur letzten Vorstellung zu retten, dann wird er das tun... und alle sind happy.

Wie gesagt, mir sind saubere Lösungen lieber als ein ewiger Murks, den ich bei Verwandten miterlebte und noch miterlebe, wo jeder Zahn erhalten werden soll, der sich eigen nennt. (Natürlich sind das alles erhaltenswerte Zähne.) Damals schwörte ich mir, mit mir nicht. So, und nun bin ich meine noch ziemlich tadellosen 8 Zähne im Oberkiefer los, habe dafür 4 Implantate und daran eine herausnehmbare Vollprotese. Bin voll zufrieden, kann ausgezeichnet beißen, keine Haken und Häkchen, sehr hygienisch und sehr gut ausschauend. (Außerdem verhindere ich bei meiner zukünftigen Verbrennung die Schwermetallbelastung)
Die andere Lösung, Überkronung und Brücken, wäre zwar nur halb so teuer gekommen, würden mit Garantie aber nur die Hälfte der Lebenszeit der jetzigen Lösung halten und mit Sicherheit würde ich in Zukunft noch immer treuer und zahlender Kunde meines Zahnarztes sein.

Über die Kosten kann ich nichts anderes sagen als oben.

Tut mir leid, das weicht jetzt vom Ausgangsthema ab - aber ich habe ein halbes Jahr mit oberer, sehr billiger Vollprothese gelebt.... es gibt wesentlich Schlimmeres als das, finde ich .... und mein gefühltes Alter mache ich nicht von meinen nicht mehr vorhandenen Beißerchen abhängig.


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Re: zahnlos
geschrieben von mart1
als Antwort auf wikinger vom 13.05.2009, 12:43:50
Nun, ich glaube, wir mißverstehen uns.

Eine herausnehmbare Vollprothese kostet im zahnlosen Oberkiefer: etwa 500- 600 Euro; Festzuschüsse: ohne Bonus 257,93, mit höchstem Bonus 359,31 (Quelle: Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung, Stand 2007, Dr. Martin Bonsmann, Dr. Martin Frank)

Es ging ursprünglich um eine Frau, die sich nach ihrer Aussage 300 Euro Zuzahlung zu einer Prothese im Oberkiefer nicht leisten kann. Unterkiefer wird wohl ähnlich sein. In einem solchen Notfall gäbe es etliche Lösungsmöglichkeiten - falls der Wille dafür da ist.
--
mart1
Re: zahnlos
geschrieben von ehemaliges Mitglied_84475
als Antwort auf mart1 vom 13.05.2009, 14:40:29


Wie gesagt, mir sind saubere Lösungen lieber als ein ewiger Murks, den ich bei Verwandten miterlebte und noch miterlebe, wo jeder Zahn erhalten werden soll, der sich eigen nennt. (Natürlich sind das alles erhaltenswerte Zähne.) Damals schwörte ich mir, mit mir nicht. So, und nun bin ich meine noch ziemlich tadellosen 8 Zähne im Oberkiefer los, habe dafür 4 Implantate und daran eine herausnehmbare Vollprotese. oben.





Also Mart, um den Zahnarzt, der Dir Deine "noch ziemlich tadellosen 8 Zähne im Oberkiefer" rausgerissen bzw. Dir diese Maßnahme empfohlen hat, hätte ich persönlich rechtzeitig einen riesengroßen Bogen gemacht!!

Und was die von Dir propagierte "saubere Lösung" mittels herausnehmbarer Vollprothese betrifft, empfehle ich für eine (sogar sehr) "saubere Lösung" doch lieber eine gute Putztechnik mit einer guten elektrischen Schallzahnbürste plus Zahnseide etc. sowie regelmäßige professionelle Zahnreinigungen ... )

Gruß, Ursula
olga64
olga64
Mitglied

Re: zahnlos
geschrieben von olga64
als Antwort auf ehemaliges Mitglied_84475 vom 13.05.2009, 15:59:08
Allmählich wird dieses Thema etwas unappetitlich! Jemand erklärte seine Zähne für in Ordnung und lässt sie sich dann doch ziehen und erneuern. Wurde dieser Jemand auf dem Zahnarztstuhl gefesselt oder wäre er in der Lage gewesen, aus der Praxis zu fliehen und gegebenenfalls einen anderen Dentisten aufzusuchen?

--
olga64

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Re: zahnlos
geschrieben von ehemaliges Mitglied_84475
als Antwort auf olga64 vom 13.05.2009, 16:34:04
Allmählich wird dieses Thema etwas unappetitlich! Jemand erklärte seine Zähne für in Ordnung und lässt sie sich dann doch ziehen und erneuern. Wurde dieser Jemand auf dem Zahnarztstuhl gefesselt oder wäre er in der Lage gewesen, aus der Praxis zu fliehen und gegebenenfalls einen anderen Dentisten aufzusuchen?

--
olga64


Das musst Du bitte nicht mich fragen, sondern Mart
--
ursula
Re: zahnlos
geschrieben von mart1
als Antwort auf ehemaliges Mitglied_84475 vom 13.05.2009, 16:54:18
Ursula, du fragtest nach meinen Implantaten, besonders weil du Zweífel an den genannten Inklusivkosten hattest .... ich antwortete.

Der Anfangsbeitrag beinhaltete die Kosten für Vollprothesen .... ich antwortete.

Aber um der Unappetitlichkeit noch das Schöne hinzuzufügen.

Manche Männer lieben zahnlose Münder:))
--
mart1
heide
heide
Mitglied

Re: zahnlos
geschrieben von heide
als Antwort auf astrid vom 13.05.2009, 11:32:21
Hallo Astrid, sich als GK-Versicherter eine Zusatzversicherung zu leisten, finde ich persönlich sehr vernünftig, wobei man sich im Wust der angebotenen Policen allerdings nicht “verrennen“ sollte, denn im Fall der Fälle kann gerade das Kleingeschriebene – wie bereits von einem anderen User erwähnt – ausschlaggebend für die tatsächliche Regulierungsmaßnahme von Seiten der Kasse werden.
Gudrun, die von Dir geschilderte Krankengeschichte hat Dir in der Vergangenheit bestimmt sehr viel Schmerzen und Umstände bereitet, die GKV scheint lt. Deiner Schilderung auch für bislang alle entstandenen Kosten aufgekommen zu sein, nur, gerade oder besser gesagt vor dem Hintergrund Deiner Vorgeschichte kann ich mir wenig vorstellen, dass Du hier in Deutschland eine Kasse gefunden hast, die sich bereit erklärt, 30T€ aus ihrer Schatztruhe zu rücken, weil neue Implantate erforderlich werden.
In der Regel werden für Implantate - Oberkiefer 6 Zähne und dem Unterkiefer 4 Zähne – nach Abzug des GKV-Betrages die restlichen Kosten übernommen..........nicht mehr und auch nicht weniger.
Auch Karstadt Versicherungen wird hier keine Ausnahme machen.

Habe zwar selbst keinen Ersatz im Mund, weiß aber dennoch genau, was hier Sache ist.


--
heide
astrid
astrid
Mitglied

Re: zahnlos
geschrieben von astrid
als Antwort auf heide vom 13.05.2009, 17:33:31
Hallo Astrid, sich als GK-Versicherter eine Zusatzversicherung zu leisten, finde ich persönlich sehr vernünftig, wobei man sich im Wust der angebotenen Policen allerdings nicht “verrennen“ sollte, denn im Fall der Fälle kann gerade das Kleingeschriebene – wie bereits von einem anderen User erwähnt – ausschlaggebend für die tatsächliche Regulierungsmaßnahme von Seiten der Kasse werden.

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Ich mußte mich nach der Scheidung übrigens freiwillig
versichern lassen.
Außerdem habe ich mich da schon ausgiebig beraten lassen, meine mit dieser Zusatzversicherung.
Ich habe bis jetzt keine Schwierigkeiten gehabt, im
Gegenteil, mir hat meine Zahnärztin immer dabei geholfen
und mich beraten. Und auch Sie fand diese Zusatzver-sicherung ok,befürwortete sie also.
Wie ich schon schrieb, bin ich nicht erst seit gestern
in dieser Versicherung,sondern schon einige Jährchen.
Muß meine dünnen 4 Schneidezähne jedes Jahr neu machen
lassen und das bezahlt die Zusatzversicherung immer.

Nur die unteren Backenzähne sind alle hin, ansonsten
habe ich noch alle Zähne. ))

Lieben Gruß, Astrid




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