Religionen-Weltanschauungen Die Göttin

teri
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RE: Die Göttin
geschrieben von teri
als Antwort auf Kettwiger vom 04.01.2020, 22:03:26
Dutch, unbestätigten Berichten zufolge soll es schwarzer Afghan oder sowas gewesen sein, obwohl, roter Libanon wäre auch denkbar.
@Kettwiger, hast du auch was zum Thema hier zu sagen?

teri
Kettwiger
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RE: Die Göttin
geschrieben von Kettwiger
als Antwort auf teri vom 04.01.2020, 22:05:26

Oh jaaaaa, ich sei, gewähr mir die Bitte, in deinem Bunde der Dritte

teri
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RE: Die Göttin
geschrieben von teri

Die große Göttin hatte ehemals viele Namen. Einer davon war die "Große Mutter"

Der Name „Magna Mater" (Große Mutter) stammt ursprünglich aus der archäologischen Fachliteratur und wurde da fast ausschließlich für die phrygische Göttin Kybele verwendet.

Kybele ist der gräzisierte Name der Göttin, welche „Die große Göttermutter vom Berge Ida" oder, latinisiert, „Mater Deum Magna Ideae" hieß. Daraus wurde dann vereinfachend „Magna Mater".

Im Anatôlischen wird ihr Name mit Kybele oder Kubaba überliefert, ursprünglich mit „Matar Kubile (Mutter Kybele).

Älteste Zeugnisse der Göttin stammen aus dem 19. Jh. v. Chr. vom oberen Euphrat (Mesopotamien).

Kybele galt ursprünglich in Kleinasien und nach der Hellenisierung auch bei den Griechen als die Erzeugerin des Lebens, als Berg- und Erdmutter, als Beschützerin der Städte, sowie als Fruchtbarkeitsgöttin und Göttin des weiblichen Geschlechtes.

Aus dem 19. Jh. v. Chr. haben wir zwar keinerlei schriftliche Zeugnisse, doch wurden stattdessen in dem Bereich zwischen Balkan, Donau und heutiger Ukraine, einem Gebiet, das die Archäologin Marija Gimbutas als Alteuropa bezeichnet hatte, Tausende von Statuetten aus dieser Zeit gefunden, die durch Brüste, Schamdreieck und teilweise überbreite Hüften gekennzeichnet sind. Insgesamt wird von über 20.000 weiblichen Statuetten aus der Jungsteinzeit berichtet. Solche Figuren wurden auch in Anatolien, unter anderem in der jungsteinzeitlichen Großsiedlung Catalhöyük gefunden, wo sie bis ins 8. vorchristliche Jahrtausend zurück datiert werden konnten.

teri
 


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teri
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RE: Die Göttin
geschrieben von teri

In der germanischen Mythologie hat die Rote Göttin die ihr „verwandten" Gegen- oder Spiegelbilder in der chtonischen Göttermutter Jörd und der astralen Göttermutter Frigga.

Die Mutter, Herrin oder Rote Göttin ist jener Aspekt der Urzeitmutter, der mit dem Gebären, dem Kindersegen, dem Nähren, Beschenken und Umsorgen zu tun hat.

Die Fruchtbarkeit ist ihre besondere Gabe, ebenso die Früchte der Erde, deretwegen wir im Spätsommer das Erntedankfest für sie feiern. Am deutlichsten zeigen sich ihre Liebe und Fürsorge am wärmenden Lichte der Sonne, ihrem Herzen.

Das Weiß der Mutter ist die Farbe des Schnees, der die Erde deckt und die Saaten vor dem Frost schützt. Nicht zufällig hat sich dieser Aspekt der Mutter unter dem späteren Namen „Frau Holle" bis in unsere Zeit herüber gerettet. Und noch immer werden Frau Holle und der Schnee miteinander in Verbindung gebracht.

Ihr Rot ist das Blut der Frauen, aus dem sie neues Leben schaffen. Die Göttin ist aller Frauen Mutter, Schwester und Tochter zugleich.

Ihr Schwarz ist der dunkle Mutterboden (Humus), der alle Ton- oder Lehm-, Kalk- und Sandböden erst fruchtbar macht. Nicht von ungefähr war die Arbeit an der Erde ursprünglich den Frauen vorbehalten.

Die Mutter hat ihre hohe Zeit zwischen Sommer und Frühherbst, der Zeit des Fruchtens und Reifens und der Ernten. Ihre besondere Tageszeit reicht vom Mittag bis zum späten Abend. Es ist die Zeit der intensiven Wärme, die Zeit des hellsten, wärmsten, aber auch des scheidenden Lichtes, was sich sowohl auf den Tag wie auf das Jahr bezieht.

Unter den Namen „Frau Holle" oder „Frau Perchta" wird die Mutter in den Sagen späterer Zeit von den „Heimchen" begleitet, den Seelen derer, die im Folgejahr geboren werden. Damit zeigt sich eine weitere Seite ihres Wesens: Sie ist die „Spinnerin des Lebensfadens".

teri

 

teri
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RE: Die Göttin
geschrieben von teri

Die Kultur der Großen Mutter wird von Altertumsforschern unterschiedlich weit zurückdatiert.

Älteren Darstellungen zufolge soll es eine derartige Gottheit gar nicht gegeben haben, und die Fülle an Bildnissen der Gottheit wurde in Ermanglung geistreicherer Erklärungsmöglichkeiten als „steinzeitliche Pornographie" interpretiert.

Spätere Forscherinnen und Forscher datierten die Kultur der Urmutter-Gottheit auf die Jungsteinzeit (ca. 10.000-2000 v. u. Z.). Das erklärte jedoch nicht die zahlreichen sehr viel älteren Funde.

Viele heutige Forscher halten daher einen Kulturbeginn schon ab etwa 600.000 v. u. Z. (oder noch früher) für möglich. Das Ende dieser Ära ist dann übereinstimmend die Zeit, in der die (patriarchalen) indogermanischen Inder vom Kaspisee aus südwärts ziehen und das Indusgebiet in Vorderindien besiedeln.

Die nahezu 600.000 Jahre einer wie auch immer gearteten Urmutter-Kultur wären der weitaus längste homogene Zeitraum in der Geschichte der Menschheit.


Wie können wir uns die Lebensweise der Menschen in der Altsteinzeit vorstellen?

Vorausgesetzt, die Große Mutter existierte „real" (ohne uns festzulegen, was genau das heißt): Wie waren bei den damaligen Menschen Lebensgefühl, Tages- und Jahresablauf, Glaube, Liebe, Hoffnung, die gesamte Palette menschlicher Regungen und Verhaltensweisen beschaffen?

Wenn die Gottheit anstelle der menschlichen Individualität in jeder Seele noch präsent war (modifiziert vielleicht nur durch Vererbung, Temperament, Erfahrung und den Ansatz vor-individueller Züge), so mögen Empathie und Gemeinsinn wohl unvorstellbar hoch entwickelt gewesen sein, umso mehr, als alle Erziehung von den Frauen ausging und die gemeinsame Blutsverwandtschaft so vieler eine zusätzliche Vertrautheit schuf.

teri
Clematis
Clematis
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RE: Die Göttin
geschrieben von Clematis
als Antwort auf teri vom 08.01.2020, 02:47:04

@teri

mir gefällt, dass Du (jetzt) von einer Gottheit sprichst, und nicht von einzelnen Göttern.

Das Göttliche ist weit mehr als alle Forscher, Datumgeber und Religionen jemals erfassen könnten.

Gruß
Clematis
 


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teri
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RE: Die Göttin
geschrieben von teri

Mit einigen längeren Pausen möchte ich hier noch weitere interessante Beiträge zu diesem Thema einstellen. Inzwischen danke ich ganz herzlich für die likes und würde mich freuen, wenn auch DU einiges dazu beitragen würdest. Ich glaube, daß diese Thematik heute mehr Menschen bewegt, die sich Gedanken gegen die Zerstörungswut  unserer Erde - Große Mutter - machen.

Inzwischen einen kleinen Filmbeitrag, der mir sehr gut gefallen hat.

LG
teri
 

Drachenmutter
Drachenmutter
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RE: Die Göttin
geschrieben von Drachenmutter
als Antwort auf teri vom 08.01.2020, 02:26:05

@teri


Nun will ich auch noch einmal einen Beitrag in diesen Thread setzen. Allerdings weiß ich nicht, ob er so wirklich passt. Es fiel mir ein, dass ich vor etlichen Jahren einmal etwas zur guten Mutter schrieb. Das setze ich jetzt einmal hier ein.
 

Gute Mutter


Deine Liebe zu Deinen Kindern muss unendlich sein,
doch wie danken wir sie Dir?
Wir treten Dich mit Füßen, fügen Dir tiefe Wunden zu, beuten Dich aus.
Wir zerstören Deine wunderbare Natur und nehmen uns alles, was wir zu brauchen glauben ohne ein einziges Dankeschön.
Wir töten Deine Geschöpfe, um sie zu essen und uns mit ihren Häuten zu kleiden.
Wir verpesten die Luft, die alle Geschöpfe zum Leben brauchen.
Wir verschmutzen die Flüsse, Seen und Ozeane.
Wir werfen unseren Abfall auf Dich und schätzen Dich gering, dabei bist Du es doch, aus deren Schoß wir gekommen sind.
Du gibst uns immer wieder die Früchte Deines Seins.
Du schenkst uns immer wieder den notwendigen Regen.
Du ziehst unablässig Deine Bahn durch das dunkle All.
Wir kriechen auf Dir herum wie Ameisen und haben nichts anderes als Zerstörung im Sinn.
Selbst vor unseren eigenen Brüdern und Schwestern macht unsere Zerstörungswut nicht halt.
Wir töten, in der Annahme jeden töten zu dürfen, der anders denkt und handelt als wir.
Und wenn wir nicht physisch töten können, so töten wir psychisch, mit Worten, die schärfer sind als ein Schwert.
Gute Mutter, wie kannst Du das alles ertragen?
Wir haben drei der vier Elemente zugrunde gerichtet; Wasser, Luft und Erde siechen dahin.
Allein das Feuer konnten wir noch nicht verschmutzen. Ist es das Feuer, das Dich dies alles ertragen lässt? Das Feuer der Liebe?
Deine Liebe zu Deinen Kindern muss unendlich sein und dafür danken wir Dir, gute Mutter ERDE.


C.F.19.11.2004

 
Entscheide Du, ob das hierher passt. Ich wollte Dich mit diesem Thema nicht ganz alleine lassen.

Liebe Grüße,
Drachenmutter
Bote Asgards
Bote Asgards
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RE: Die Göttin
geschrieben von Bote Asgards
als Antwort auf Drachenmutter vom 17.01.2020, 11:17:49

 
Kettwiger
Kettwiger
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RE: Die Göttin
geschrieben von Kettwiger
als Antwort auf dutchweepee vom 22.12.2019, 11:42:58

Dutch, das klingt nach einer Göttin der Wollust und der Gier. Die hat alles bewegt....sogar die Meere. Solch Hallos werden nur von hochprozentigen THC Produkten ausgelöst, da stimme ich dir zu, "schwarzer Afghan" oder vielleicht auch "roter Libanon", ich kenne mich da nicht so aus. Was solls, ich hatte sehr viel Spaß beim lesen.


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