Religionen-Weltanschauungen Gedanken zur Papstwahl

Re: Gedanken zur Papstwahl
geschrieben von mart1
als Antwort auf Mareike vom 08.04.2013, 15:26:14
Mareike, ich denke dein Link paßt besser in deinen anderen Thread und nicht zu dem Thema, das hier angesprochen ist "Gedanken zur Papstwahl".

Sack scheint mir ein sympathischer Mann zu sein, aber seinen Argumente Pro-Monotheistischen-Glauben kann ich nicht folgen.

Ohne Religion gäbe es keine Moral?
Durch Moralrelativismus stürbe Europa aus, da zuwenig Kinder gezeugt werden?
Nur durch Religion könne der fundamentalistische Glaube und die Gefahr, die dadurch drohen würde, gebannt werden?
Nur monotheistische Religionen können eine Antwort auf die Sinnfrage, die sie selbst stellen, geben?
Die Religionen seien die Heimat und die Ursache von Aufklärung, Freiheit und Toleranz?

[i]"Wenn ich mir anschaue, was bei einem katholischen Gottesdienst abläuft, und wenn ich mir anhöre, was da gesagt wird - warum sollte ich dann meinen Nicht-Glauben verteidigen? Man denke bloß an die Transsubstantiation, also die Verwandlung von Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi.
Da liegt es doch wohl näher, derlei nicht zu glauben!"

[/indent](H.W.Valerian)

LG mart
Mareike
Mareike
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Re: Gedanken zur Papstwahl
geschrieben von Mareike
als Antwort auf mart1 vom 09.04.2013, 21:18:21
Mareike, ich denke dein Link paßt besser in deinen anderen Thread und nicht zu dem Thema, das hier angesprochen ist "Gedanken zur Papstwahl".
geschrieben von Mart 1


Stimmt.

LG
Mareike
Re: Gedanken zur Papstwahl
geschrieben von mart1
als Antwort auf Mareike vom 09.04.2013, 22:50:03
Es ist halt schwierig.
Hier geht es um die christliche Religion in ihrer kath. Spielart und ihren obersten in best. Glaubensfragen unfehlbaren Chef und den seit sehr vielen Jahrhunderten den Gläubigen verordneten Dogmen und nicht um eine selbst zusammengeschusterte Religion.

Wenn jemand nicht an diese Dogmen glaubt, dann wird er in der Hölle landen. Früher sehr laut von der Kanzel herunter laut verkündet, heute - in Österreich zumindest, sehr viel leiser. (die Polnischen Priester, die sich den hiesigen Sitten and Nontodos noch nicht ganz angepaßt haben, sind da eine Ausnahme.)

Woher kommt bloß die Vorstellung, gläubig zu sein sei gleichbedeutend mit anständig sein und den Sinn des Lebens erfaßt zu haben und anständig zu sein sei gleichbedeutend mit gläubig zu sein?

mart

PS

"Zwischen einem Atheisten oder einen Agnostiker und einem Katholiken kann es keinen Dialog über Glaubensfragen geben. Entweder glaubt man oder man glaubt nicht. Darüber lässt sich keine Diskussion führen, höchstens darüber, was schon Sören Kierkegaard vor rund 150 Jahren das „Ärgernis der Repräsentation“ nannte. Auch Kierkegaard störte die Tatsache, dass zu seiner Zeit jedermann Christ war, ohne wirklich ein solcher zu sein."(Anton Unterkircher)

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Mareike
Mareike
Mitglied

Re: Gedanken zur Papstwahl
geschrieben von Mareike
als Antwort auf mart1 vom 10.04.2013, 00:27:12
Zwischen einem Atheisten oder einen Agnostiker und einem Katholiken kann es keinen Dialog über Glaubensfragen geben.
geschrieben von Mart 1


Meiner Meinung nach ist ein Dialog sehr wohl möglich.
Sogar unabdingbar wenn Verständigung angestrebt wird.

http://de.wikipedia.org/wiki/Dialog

Lg
Mareike
Re: Gedanken zur Papstwahl
geschrieben von mart1
als Antwort auf Mareike vom 10.04.2013, 09:31:53
Mareike,

Mein vollständiges Zitat ist aufschlußreicher:

"Zwischen einem Atheisten oder einen Agnostiker und einem Katholiken kann es keinen Dialog über Glaubensfragen geben. Entweder glaubt man oder man glaubt nicht. Darüber lässt sich keine Diskussion führen, höchstens...."

Gibt es Gott (wirklich)?
Gibt es (wirklich) einen personalen Gott?

Solche Fragen sind aber nicht comme il faut.
Kann es in der dialogischen Auseinandersetzung zwischen einem Gläubigen einer monotheistischen Religion und einem Atheisten überhaupt wesentlichere Frage geben als diese?

Sie führen aber regelmäßig zu Aufzählungen bzw. Links zu Gottes"beweisen", die sich in fruchtlosen Geplänkere verlieren und fast unweigerlich zu den selbstimmunisierenden Vorwürfen der fehlenden Achtung vor dem Glauben und vor dem Anderen führen und den Vorwurf des Missionierungsversuches in beiden Richtungen in den Raum stellen.

(Wie wenig Argumente zählen und wie selbst bei unsinnigsten Dingen der Respekt vor dem anderen eingefordert wurde, habe ich in einer anderen Diskussion hier über das wundermäßig bergauffließende Wasser, erlebt. Entweder man glaubt, oder man glaubt nicht daran. )

Zu deinem Link zur Rede des Rabbi Socks:
Er will erstens beweisen, dass gläubige Menschen die besseren sind, dass sie diejenigen sind, die moralisch handeln und vor allem viele Kinder kriegen. Zweitens führt er aus, dass gläubige Menschen einen evolutionären Vorteil haben, da viele Nachkommen. Das erstere ist eine Beleidigung jedes nichtreligiösen Menschen, dass zweite ist nicht gerade die neueste Erkenntnis - Warum wohl gibt es (göttliche?)Verbote der empfängnisverhütenden Mitteln....?
Beides sind keine Antworten auf die Frage, ob es den personalen Gott gibt, der im Pflichtprogramm jeder monotheistischen Religion ist.
---------------

Aber was hat das alles mit der Wahl eines neuen Papstes zu tun, der sich als Stellvertreter Gottes auf Erden versteht, der das Oberhaupt eines Gottesstaates ist und der das Leben von Millionen Menschen auf Erden erheblich beeinflußt?

LG Mart
ingo
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Mitglied

Re: Gedanken zur Papstwahl
geschrieben von ingo
als Antwort auf mart1 vom 10.04.2013, 10:35:31
In der römisch-katholischen Kirche gilt der Papst als Stellvertreter Christi auf Erden.

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Re: Gedanken zur Papstwahl
geschrieben von mart1
als Antwort auf ingo vom 10.04.2013, 10:52:12
Lach,.... und Christus ist nicht Gott?

Oder wollen wir den häretischen Gedanken der Arianer aufleben lassen?

LG mart
Mareike
Mareike
Mitglied

Re: Gedanken zur Papstwahl
geschrieben von Mareike
als Antwort auf mart1 vom 10.04.2013, 10:35:31
Ich verstehe Rabbi Socks ganz anders:
Zitat aus der Einleitung seiner Rede:
" Doch alles, was ich tun kann, ist es, einige große Fragen zu eröffnen – weil die Frage so groß ist – und ganz einfach, aus meiner Perspektive, drei Fragen aufzuwerfen:

1. Warum hat Religion überlebt?

2. Was ist ihr Platz in einem freiheitlich demokratischen Staat?

3.Was sind die Möglichkeiten und Zwänge der Zukunft?


Und Diskussion ist nicht gleich Dialog.

LG
Mareike
Mareike
Mareike
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Re: Gedanken zur Papstwahl
geschrieben von Mareike
als Antwort auf mart1 vom 10.04.2013, 11:06:16
Das Gedankengut der Arianer ist doch nach wie vor vorhanden:
"Gott offenbart sich im WORT - im Logos".

Warum nicht einen Dialog darüber führen?

Aber wie Du schon selber sagtest: Wir sind im falschen Thread. (?)

Mareike
ingo
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Re: Gedanken zur Papstwahl
geschrieben von ingo
als Antwort auf mart1 vom 10.04.2013, 11:06:16
Ich weiß nicht wovon Du redest, mart; aber für mich ist Gott "Gott" und Jesus Christus ist Gottes Sohn. Das soll's dann aber auch gewesen sein. Darüber möchte ich nicht diskutieren.

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