Forum Politik und Gesellschaft Religionen-Weltanschauungen Warum "Klein Fritzchen/Erna" den "lieben Gott" sucht und nie finden wird.

Religionen-Weltanschauungen Warum "Klein Fritzchen/Erna" den "lieben Gott" sucht und nie finden wird.

kirk
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Re: Warum "Klein Fritzchen/Erna" den "lieben Gott" sucht und nie finden wird.
geschrieben von kirk
als Antwort auf hema vom 13.10.2010, 11:12:15
Schorsch, der Mensch ist das einzige Lebewesen auf der Erde das selbständig denken und handeln kann.
geschrieben von hema


Genau das bezweifle ich sehr stark.
Jedes Lebewesen, daß sich z.B. in einem Spiegel selbst erkennt und keinen Rivalen, wird eine gewisse Denkleistung erbringen können, genauso allen Lebewesen die Werkzeuge benutzen kann m.E. das Denken nicht abgesprochen werden.
Ich halte es für mehr als überheblich, wennd er Mensch als einziges denkes Wesen dargestellt wird.

Kirk
Urego
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Re: Warum "Klein Fritzchen/Erna" den "lieben Gott" sucht und nie finden wird.
geschrieben von Urego
als Antwort auf hema vom 12.10.2010, 23:30:32


@ Hema

Wenn Du einen Gottesbeweis bekommen hast, kannst Du Dich glücklich preisen, und ich verstehe Dich und Dein Handeln jetzt viel besser. Dadurch bist Du aber in einer glücklicheren Lage als fast alle anderen Menschen.

Ein Satz Deines Beitrages läßt mich aufhorchen (sinngemäß): "Gott ist nicht so wie die röm.kath.Kirche". Dieser Satz entspricht genau meiner Meinung und deshalb hatte ich auch schon den anderen Thread (Hat das Christentum noch eine Chance...?) initiiert. Es geht mir darum, einmal zu zeigen, welche seelische Schuld die Kirche vor ca. 70 Jahren noch bei der Erziehung von Kindern (Teufel,Satan,Fegefeuer,Hölle,Todsünde usw.) auf sich geladen hat.

Obwohl ich Katholik war, zur damaligen Zeit, habe ich meine eigenen Kinder evangelisch taufen lassen, um ihnen die seelischen Qualen zu ersparen.

Wer natürlich in einer Familie erzogen wurde, in der religiöse Fragen keine Rolle spielten, der hatte einfach Glück.
Urego
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Re: Warum "Klein Fritzchen/Erna" den "lieben Gott" sucht und nie finden wird.
geschrieben von Urego
als Antwort auf kirk vom 13.10.2010, 14:00:15


@ Kirk

Das "sich erkennen" können sie (die Tiere) eben nicht. Du machst ja schon die Einschränkung: ...und keinen Rivalen.
Ich meine schon, daß der Mensch zwar nicht die Krone der Schöpfung ist, aber doch eine gewisse Sonderstellung hat. Das sieht man doch schon daran, daß er ohne zwingende Gründe seine eigenen Lebensgrundlagen zerstört.

Urego

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kirk
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Re: Warum "Klein Fritzchen/Erna" den "lieben Gott" sucht und nie finden wird.
geschrieben von kirk
als Antwort auf Urego vom 13.10.2010, 15:02:18
Raben können sich offensichtlich selbst in einem Spiegel erkennen.
Dies ist zumindest das Ergebnis eines Experiments der Uni Bochum.
Unter dem unten angegebenen Link zu Wikipedia unter dem Stichwort "Intelligenz" zu finden.

Tiere sind oft den Menschen in einzelnen Disziplinen überlegen. In der Gesamtheit hat allerdings der Mensch die "Nase vorn". Leider nutzt der Mensch seine Fähigkeiten nicht immer zum Wohle seiner Umwelt.

Trotzdem spreche ich Tieren nicht generell die Fähigkeit zu denken ab.

Kirk
Re: Warum "Klein Fritzchen/Erna" den "lieben Gott" sucht und nie finden wird.
geschrieben von traumvergessen
als Antwort auf kirk vom 13.10.2010, 15:18:11
Nun ja,

die Frage nach den Gottesbeweisen beschäftigen seit Urzeiten die Philosophen. Einer - es ist lange her - hatte sich sogar einmal daran versucht. Nun, deine Ausführungen Urego, könnten von Schopenhauer stammen. Er war Atheist und ein absoluter Gegenspieler von dem bereits zitierten Hegel. Er meinte, er würde sich freuen, wenn er nach seinem Tode ins Nichts gelänge. Sein Vordenker Kant, der sich auch auf den Verneiner Hume, der von den Religionen die Nase voll hatte, stützte, fand auch keine Erklärung. Aber er meinte sinngemäß wie du auch formuliert hast, wir könnten mit unserem Gehirn Gott nicht erfassen. Es müsse ihn aber geben. Du sprachst von dem Gebot der Toleranz. Diese gebietet es auch, denjenigen, die fest in der Religion beheimatet sind, ihre Heimat zu lassen. Du hast Recht: Wenn wir wüssten, dass es einen Gott gibt, wären wir Gott. Aber wir wissen absolut nichts in dieser Richtung, sondern können nur glauben. Nun wird klein Erna diese tiefen Gedanken nicht fassen können und möglicherweise ohne diese tiefen Gedanken Gott eher finden als wir. Wer weiß.
hema
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Re: Warum "Klein Fritzchen/Erna" den "lieben Gott" sucht und nie finden wird.
geschrieben von hema
als Antwort auf traumvergessen vom 13.10.2010, 16:13:38

Er meinte, er würde sich freuen, wenn er nach seinem Tode ins Nichts gelänge.


Das ist auch so eine große Lüge. Das Nichts, auch Nirwana genannt gibt es gar nicht. Da irrt der Buddhismus.

Wir sind alle göttliche Wesen. Was von Gott kommt, stirbt nicht! Es kann höchstens "gewandelt" werden. Am Ende kehren wir alle wieder zu Gott zurück, weil wir von IHM ausgegangen sind. ER liebt uns viel zu sehr, als dass er uns "sterben" läßt.

Das ganze Elend auf dieser Welt wäre umsonst, wenn wir, unser ICH, unsere Seele nach dem Erdentod im Nirwana "aufgelöst" werden.

Zu den Tieren:
Ich spreche den Tieren eine gewisse Intelligenz, nicht einmal Gefühle ab. Das kann man aber doch nicht mit den Möglichkeiten eines Menschen vergleichen. Da klaffen doch Welten dazwischen.



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Re: Warum "Klein Fritzchen/Erna" den "lieben Gott" sucht und nie finden wird.
geschrieben von traumvergessen
als Antwort auf hema vom 13.10.2010, 17:36:07
Liebe Hema,

meine Grundaussage war, dass wir über Gott nichts wissen, sondern nur daran glauben können. Die Umkehrung des Gottesglaubens ist der Atheismus. Auch hierfür gibt es keinen Beweis. Es gilt nach wie vor, so wie vor Jahrtausenden auch heute, jeder soll das glauben, was er für richtig hält und man sollte jedem seinen Glauben lassen. Das gilt auch für die derzeitige Diskussion in Deutschland zum Islam. Wir Menschen neigen leider dazu, dem anderen seine Meinung aufzudrängen. Das ist aber grundlegend falsch. Das Gebot der Toleranz, der Menschlichkeit, gebietet es, den anderen Menschen in dem zu achten, was er für richtig hält. Sofern er hierdurch andere nicht in ihrer Persönlichkeit verletzt, ist das seine subjektive Angelegenheit. Das gebietet auch die christliche Lehre.

Ich wollte mit dieser Aussage noch einmal meine Aussage untermauern und ich möchte dir kundtun, ich respektiere deine Religion voll und ganz. Die Aussage von Urego war etwas missverständlich und vielleicht auch provokativ. Einen Beweis, dass es Gott nicht gibt und niemand ihn findet, gibt es auch nicht.
schorsch
schorsch
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Re: Warum "Klein Fritzchen/Erna" den "lieben Gott" sucht und nie finden wird.
geschrieben von schorsch
als Antwort auf hema vom 13.10.2010, 17:36:07
Liebe hema, bei dir beisst sich die Katze immer wieder in den eigenen Schwanz, sprich: sie dreht sich in einem engen Kreise.

Mal (zum x-ten Mal) diese Frage: Wenn du irgendwo im Busch aufgewachsen wärst und wüsstest nichts vom christlichen Gott, was würdest du dann glauben? Vielleicht an einen alten Baumstumpf, unter dem sich ein kleines Nagetier seinen Bau gegraben hat und nun meinst du, die Geräusche kämen vom Baumstrunk, der also eine Art Gottheit ist? Oder deine Eltern - dein Klan - hat dir nichts beigebracht über Gottheiten und Leben nach dem Tod. Was würdest du dann glauben?

Ich glaube deine Antwort zu kennen: "Mein Gott hat mich hierher geboren lassen; ich wurde in seinem Sinn erzogen; darum glaube ich an ihn"!

Grübel: Ist das nicht ein böser, parteiischer Gott, der nur jene als berufen genug einstuft, bei ihm zu wohnen, die an Christus glauben. Diejenigen aber, die er ja auch erschaffen hat, denen er aber vergessen hat, seinen Glauben beizubringen, landen in der Hölle?

Übrigens: Dein Gott hat mich beauftragt, dir dies mitzuteilen (
Urego
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Re: Warum "Klein Fritzchen/Erna" den "lieben Gott" sucht und nie finden wird.
geschrieben von Urego
als Antwort auf traumvergessen vom 14.10.2010, 08:46:13


@ Traumvergessen

Nur noch einmal meine Gedanken zu diesem Thread: Ich habe nicht gesagt, daß es keinen Gott gibt. Im Gegenteil vertete ich die Ansicht, daß es einen Gott gibt. Er ist aber weder katholisch, noch evangelisch, noch islamisch oder sonstwas.
Er steht aufgrund seines Gottseins völlig außerhalb unserer geistigen Reichweite. Wir können uns als Menschen nicht mal eine Vorstellung machen, wie er sein könnte.

Traumvergessen, könntest Du mir bitte mal sagen, welche meiner Aussagen für Hema mißverständlich oder gar provokativ gewesen sein könnten. Wenn das so sein sollte, lag es nicht in meiner Absicht.
Das mit dem Beweis, daß es keinen Gott gibt, erübrigt sich nach meinen obigen Ausführungen.

Urego
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Re: Warum "Klein Fritzchen/Erna" den "lieben Gott" sucht und nie finden wird.
geschrieben von Urego
als Antwort auf schorsch vom 14.10.2010, 10:45:23

@ Schorsch

Ich muß Schorsch nicht in allen Punkten, so doch in einigen Recht geben. Ich kann mich erinnern, daß es für mich als Kind und später als Heranwachsender ein Problem war, für die "armen Negerkinder" zu beten. Es hieß: "Und nun beten wir noch drei Vaterunser für die armen Negerkinder, die nicht getauft sind und somit nicht in den Himmel kommen können".

Das war sicherlich gut gemeint, aber welche Vermessenheit und Überheblichkeit steckt dahinter!? Damals kam mir schon der Gedanke: Was ist das denn für ein Gott, der arme Kinder, die nicht einmal wissen warum, in die Hölle verbannt?
So stimme ich Schorschs Theorie, daß der Glaube von der Umwelt geprägt wird uneingeschränkt zu.

Urego

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