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Schwarzes Brett heute Hart aber fair - auch zu Gaza

hafel
hafel
Mitglied

Re: heute Hart aber fair - auch zu Gaza
geschrieben von hafel
als Antwort auf Medea vom 22.01.2009, 08:33:50
Auch mir gefiel Herr Dreßler in seiner Sachlichkeit am besten von allen Diskutanten.
Da das Thema lautete: "Wie weit geht unsere Solidarität zu Israel", war der Abschweif am Schluss der Sendung vertretbar.
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hafel
luchs35
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Mitglied

Re: heute Hart aber fair - auch zu Gaza
geschrieben von luchs35
als Antwort auf pilli † vom 22.01.2009, 11:44:21
Das siehst du völlig richtig, Pilli, das mit dem roten Köpfchen von Luchsi .

In einem widerspreche ich dir nicht im mindesten: Friedmann ist ein brillanter Rhetoriker, dem nicht viele gewachsen sind und auch ein Garant für laute Streitgespräche, die manchen Zuhöreren besser gefallen als ruhige oder "tattrige" Entgegnungen im hilflosen Versuch, ein Thema zum eigentlichen Ursprung zurückzubringen. (Kennen wir hier in den Foren doch auch !)

Auch wenn "Opa" Blüm ihm darin nicht das Wasser reichen konnte und sich in seiner verständlichen Erregung vergaloppierte, bleibt eben doch, dass Friedmann sehr gezielt und absolut erfolgreich vom Thema ablenkte. Trotzdem: Ein Rhetoriker kann noch so gut sein, am Gehalt des von ihm insgesamt Gesagten ändert es nichts!

Zugegeben: Friedmann bekam manche Steilvorlage , um zu brillieren, den Inhalt des Themas jedoch betraf es selten.
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luchs35
hugo
hugo
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Re: heute Hart aber fair - auch zu Gaza
geschrieben von hugo
als Antwort auf pilli † vom 22.01.2009, 11:44:21
hallo pilli, wenn dieser abend gestern auf Dein extrem hohes Niveau zugeschnitten war, und Friedmann genau Deinen Genius mit seinem rhetorisch excellentem Ping Pong getroffen und fasziniert hat,,ok ,,freut mich für Dich,,

meinen Geschmack hat er eben nicht getroffen und wie es scheint gibts noch mehr solcher Dämlacks wie hugo einer ist,,--

und,,ok, seine rechtslastigen Gästebucheintragungen ,,ob Die nun Plasberg und seine Gäste vor dem eigentlichem Kehraus retteten, kann ich nicht erkennen, damit wurde jedoch der Kern der Diskussion bzw der Teil der mich interessiert hätte, mehr oder weniger zugedeckt, verwässert,,.
hugo

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rolf †
rolf †
Mitglied

Re: heute Hart aber fair - auch zu Gaza
geschrieben von rolf †
als Antwort auf uki vom 22.01.2009, 11:16:48
Leider formulierte Blüm seine Sätze paarmal so, als sei Friedmann Israeli und gab ihm damit Gelegenheit, lautstark und möglichst anhaltend Erklärungen abzugeben, dass er Deutscher sei.


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uki
geschrieben von uki


Das ist mir zwar auch aufgefallen, aber Friedmann hat ihn ja auch so angesprochen, als sei er der Vertreter Israels.
Ich glaube nicht, daß ich mir das gefallen lassen hätte. Da Plasberg die Moderation nicht mehr im Griff hatte - Haben wollte? -, wäre ich wohl gegangen.

--
rolf
pilli †
pilli †
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Re: heute Hart aber fair - auch zu Gaza
geschrieben von pilli †
als Antwort auf hugo vom 22.01.2009, 12:11:13
watt musst du denn gleich so masslos übertreiben, hugo?

...extrem hohes Niveau...
geschrieben von hugo


nur frank&frei davon, watt andere meinen, habe ich meinen persönlichen eindruck geschildert. d.h. aber doch nicht, dass mich andere sichtweisen nicht interessieren? die vielzahl macht es für mich interessant und dass in dieser art von tv-unterhaltung watt wirklich wissenswertes von sogenannten Experten bekannt gemacht wird, schliesse ich ja nicht grundsätzlich aus und vergleiche das oftmals mit den in foren geführten diskussionen.

und dennoch: niemand wird erwartet haben, dass in dieser sendung ernst zu nehmende lösungen angeboten werden könnten ???

es waren zum beispiel neben Friedmann auch die wortbeiträge des ehemaligen botschafters Dreßler, die es wert waren, der sendung meine aufmerksamkeit zu schenken.


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pilli
wikinger
wikinger
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Re: heute Hart aber fair - auch zu Gaza
geschrieben von wikinger
als Antwort auf hugo vom 22.01.2009, 12:11:13
Am Besten gefiel mir Dreßler und Kienzle, die immer sachlich blieben. Friedmann dagegen ließ die Anderen nicht ausreden, wurde laut wenn er in die Enge getrieben wurde. So fällt man auf und begeistert einige Leute.
--
wikinger

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miriam
miriam
Mitglied

Re: heute Hart aber fair - auch zu Gaza
geschrieben von miriam
als Antwort auf luchs35 vom 22.01.2009, 12:05:03
Möchte in erster Linie das sehr gute Resumé bzw Einschätzung der Sendung, welches Pilli oben lieferte, unterschreiben.
Auch wenn Friedmann nicht gerade meine uneingeschränkte Sympathie genießt, - seine Abweichungen habe ich eher als Antwort auf die Abweichungen anderer aus der Runde gesehen (Steinbach und auch Blüm). Und sehr peinlich dieses ewige verwechseln von Juden und Israelis.

(Gewünscht hätte ich mir vielleicht einen anderen Diskutanten als Vertreter der Jüdischen Gemeinden bzw. Organisationen, z.B. Salomon Korn oder Mischa Brumlik.)

Ganz brillant und die ganze Thematik auf dem Punkt bringend, war Rudolf Dreßler. Unter anderem hat er eben den Aspekt sehr eloquent und mit guten Beispielen belegt in die Diskussion eingebracht, auf den ich in bescheidener Weise immer wieder versucht habe hinzuweisen: in den Diskussionen hier aber auch andernorts, fehlen sehr oft die elementarsten Kenntnisse über Israel.

Zitat Yankee: "Genauso gibt es auch jüdische Christen."

Auch das ein kleines Beispiel der mangelnden Kenntnisse und der Verwechslungen: es gibt natürlich christliche Israelis - aber nicht christliche Juden.

Persönlich betrachte ich Plasberg und auch seine Sendung als das Beste was die deutsche Politlandschaft als Diskussion zu bieten hat. Und der Inhalt stimmt genau mit dem Titel der Sendung überein: Hart aber Fair.

--
miriam
karl
karl
Administrator

Re: heute Hart aber fair - auch zu Gaza
geschrieben von karl
als Antwort auf uki vom 22.01.2009, 11:42:49
Das Fehlen eines Deutschen palästinensischer Abstammung hat tatsächlich gefehlt. Vielleicht hätte es geholfen etwas mehr zum Kern des Problems zu diskutieren, denn Antisemitismus ist sicherlich nicht das, woran die Palästinenser leiden; sie leiden ganz extrem an einer derzeit weit mächtigeren Form des Rassismus. Das eine wie das andere ist ein Grundübel, welches vielleicht (es keimt Hoffnung auf) jemand wie Obama überwinden helfen kann.
--
karl
ehemaligesMitglied451
ehemaligesMitglied451
Mitglied

Re: heute Hart aber fair - auch zu Gaza
geschrieben von ehemaligesMitglied451
als Antwort auf pilli † vom 22.01.2009, 11:44:21
nun gleich den "Nutten-Michel" raus zu kramen


beim Thema "Friedmann" liegt Häme nahe:

Sein sog. "Ausrutscher" (wo bei er mit langem Anlauf weit gerutscht ist) stand nunmal im krassen Gegensatz zu seinen davor gezeigten moralisierenden, anmassenden Moderatorenauftritten im TV, in denn er seine Gesprächspartner in arroganter, selbstgerechter Art und Weise versucht hat, an den Pranger zu reden.

Insoweit ist er zu Recht Opfer seines selbst öffentlich angemeldeten Moralanspruchs. Und wer in meinen Augen einmal als Oberheuchler entlarvt wurde, bleibt auch einer. Das ist kein Ausrutscher, das ist eine Charaktereigenschaft.



donaldd
karl
karl
Administrator

Off topic: Zwangsprostitution und Kokain
geschrieben von karl
als Antwort auf pilli † vom 22.01.2009, 12:31:24
@ pilli,


schon vergessen? Es ging nicht einfach nur um Nutten, sondern um Zwangsprostitution und Kokain.
Im Juni 2003 geriet Friedman im Zuge von Ermittlungen wegen Menschenhandels im Rotlichtmilieu in das Blickfeld der Staatsanwaltschaft. Mehrere Prostituierte, die illegal aus der Ukraine nach Deutschland gebracht und laut Medienberichten „zwangsprostituiert“ worden waren, sagten aus, er habe mit ihnen mehrmals verkehrt, in ihrem Beisein Kokain konsumiert und das Suchtmittel auch ihnen angeboten. Prostituierte und Kokain habe Friedman unter dem Pseudonym „Paolo Pinkas“ (von der Polizei fälschlicherweise als Paolo Pinkel verstanden – Pinkas ist ein hebräischer Vorname) angefordert. Daraufhin wurden seine Kanzlei und seine Wohnung durchsucht. Drei „szenetypische Päckchen“ wurden gefunden, die Anhaftungen von Kokain aufwiesen. Die gefundene Menge war zu gering, um den genauen Wirkstoffgehalt zu ermitteln. Das Untersuchungsergebnis einer von Friedman abgegebenen Haarprobe war hingegen positiv. Am 8. Juli 2003 erhielt und akzeptierte er einen Strafbefehl wegen Kokainbesitzes über 150 Tagessätze in einer Gesamthöhe von 17.400 Euro.
geschrieben von Wikipedia

Für mich ist es ein Skandal, dass er inzwischen wieder ebenso häufig im TV zu sehen ist wie früher.
--
karl

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