Schwarzes Brett info zu wikileaks

pilli †
pilli †
Mitglied

info zu wikileaks
geschrieben von pilli †
gerade auf wdr gehört und auf der dort angegebenen webseite gelesen:

Eine Webseite macht dem US-Militär besonders zu schaffen:

Immer mehr veröffentlicht Wikileaks Details über den Krieg im Irak und in Afghanistan, die in der Öffentlichkeit Empörung hervorrufen – und Militär wie Präsidenten in die Argumentationsnot treiben. Deshalb geht die Regierung nun offiziell gegen Wikileaks vor. Jeder, der geheime Informationen hat, ob über Firmen, Verbände oder Regierungen, kann diese bei Wikileaks veröffentlichen – und so für Diskussionen sorgen. Längst ist Wikileaks eine wichtige Ergänzung für Journalisten geworden. AKS-Computerexperte Jörg Schieb klärt auf.

geschrieben von wdr


nur kurze stichpunkte zu dem, was Schieb mitgeteilt hat, wikileaks betreffend:

- wikileaks bietet eine gegenöffentlichkeit an; was hier zu sehen ist, kann nicht mehr unter den medialen teppich gekehrt werden...

- es bietet eine plattform an, kostenfrei und anonym, dokumente hochzuladen, die von menschen in aller welt diskutiert werden können. es hat zigtausende dokumente mittlerweile im archiv und das in vielen sprachen.

- wikileaks arbeitet mit den traditionellen informationsquellen zusammen und wird immer mehr von journalisten genutzt, vorab zu recherchieren.

- als beispiel für ein deutsches, bei wikleaks von allen lesbares dokument, nannte Schieb den offiziellen untersuchungsbericht zu Kundus.

wikileaks


--
pilli
hinterwaeldler
hinterwaeldler
Mitglied

Re: info zu wikileaks
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf pilli † vom 06.08.2010, 20:09:32
Apropos Wikileaks:
Das Pentagaon will von Wikileaks die 80.000 Dokumente von vor 14 Tagen zurück. Siehe auch Märkische Allgemeine: Pentagon will WikiLeaks-Dokumente zurück Sie stellen die Behauptung auf, das dadurch die ausländischen Truppen in Afghanistan gefährdet würden, weil darin zu lesen ist, wieviel tausend Frauen, Kinder und Alte durch Kollateralschäden den US- und ISAF-Truppen zum Opfer gefallen sind. Man solle aber dabei beachten, das noch kein Afghane in Bajuwaruiens oder Thüringens Bergen auf Terroristenjagd ging und ähnliche Schäden anrichtete. Das was dort geschieht, geschieht vorgeblich im Namen der Menschlichkeit.

Das Pentagon darf sich das 7z-Datenpaket von 74,5 MByte (3,5 GByte ausgepackt) bei dieser Adresse abholen:
http://www.adrive.com/public/cfa249232348fc21e1097370385e3dfc6cf97b546414ca3c3905c796f65f3e6f.html.
Damit versetze ich Pentagon und Hardthöhe sowie jedes ST-Mitglied in die Lage zu überprüfen, ob eine Gefährdung von US- und Bundesbürgern vorhanden ist.

Wie war das doch gleich mit dem Sack Reis, der in China umgefallen war?
sysiphus
sysiphus
Mitglied

Re: info zu wikileaks
geschrieben von sysiphus
LikiWeaks wird in kürze riesige Mengen geheimer Informationen aus Afganistan veröffentlichen. Dabei geht es um Hinweise der Talibananführer, wie Sprengfallen gebaut werden können, und wo die am effektivsten ein zu setzen sind, das heißt wo die Dinger die meisten Menschen umbringen können. Anweisungen für Anschläge auf ISAF-Soldaten, wie auf missliebige afghanische Bürger werden einsehbar. Berichte über die Giftgasanschläge auf Mädchenschulen werden ebenso bekannt gemacht wie der Ablauf der Kundus-Tankwagen-Aktion, das dürfte besonders die Deutschen interessieren. Von allgemeinem Interesse wird die Aufdeckung der Geldströme sein. Von wo die Gelder fliessen mit denen die Taliban ihr Untergrunddasein finanzieren, mit denen sie Waffen, Munition und Sprengstoff anschaffen, das alles wird aus den bei LikiWeaks offengelegten Dokumenten ersichtlich. Darüber hinaus wird über die langfristige Strategie berichtet, wie das afghanische Volk unter die Knute eines Taliban-Regimes gebracht werden kann.

sysiphus...




Anzeige

pilli †
pilli †
Mitglied

Re: info zu wikileaks
geschrieben von pilli †
focus-online berichtet über

37·000 E-Mails der NPD vor Veröffentlichung

FOCUS Online: Worauf warten Sie, bevor Sie die Daten veröffentlichen?

Schmitt: Derzeit arbeiten wir an einer Plattform, mit der wir diese Menge an E-Mails sinnvoll publizieren können. Die Leser sollen nicht vor einem Wust von Daten sitzen, mit dem sie nichts anfangen können. Sie sollen das Material kommentieren und vielleicht auch besonders relevante Stellen markieren können. So wollen wir alle Leser mit in die Analyse des Materials einbeziehen.

FOCUS Online: Wie begegnen Sie Datenschutzbedenken? Fremde E-Mails zu veröffentlichen ist gerade in Deutschland verpönt.

Schmitt: Aufgrund der Tatsache, dass es 37 000 E-Mails sind, ist es extrem schwierig, das herauszufiltern, was privat ist. Uns ist das sehr wohl bewusst, wir hätten gerne eine Lösung für dieses Problem. Auf der anderen Seite sind das E-Mails einer politisch sehr umstrittenen Partei, die auch aufgrund der Involvierung des Verfassungsschutzes in Deutschland umstritten ist. Dies sind Punkte, die aus unserer Sicht definitiv öffentliches Interesse begründen – zum Beispiel die Frage, wie sehr der Staat diese Partei unterstützt hat.

FOCUS Online: Würden Sie auch E-Mails der SPD und CDU veröffentlichen?

Schmitt: Auch diese sind definitiv von öffentlichem Interesse.
geschrieben von focus online


...

der link zu den deutschen artikeln auf wikileaks: Deutschland

der link wikileaks auf Twitter zu folgen:
twitter


--
pilli
hinterwaeldler
hinterwaeldler
Mitglied

Re: info zu wikileaks
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf sysiphus vom 07.08.2010, 10:10:07
LikiWeaks wird in kürze riesige Mengen geheimer Informationen aus Afganistan veröffentlichen.

Hochinteressante Meldung. Leider schon längst überholt. Es gibt lediglich noch rund 15.000 Dokumente, welche stark kompromittierende Inhalte besitzen und darum tatsächlich Personen gefährden könnte. Alles andere kannst du schon seit 2 Wochen bei http://wikileaks.org/wiki/Afghan_War_Diary,_2004-2010 herunterladen. Auch bei obigen Link kannst du sie erhalten. Dort geht es sogar schneller.

Ich frage mich, weshalb du diese Dokumente oder zumindest die Tatsache ihrer Verfügbarkeit nicht zur Kenntnis nimmst und einfach irgend etwas postest.

Um keine Irrtümer aufkommen zu lassen, bei deiner Aufzählung handelt es sich um Ermittlungsberichte der Geheimdienste und Militärs. Nicht etwa um erbeutete Dokumente von den Paschtunen (Taliban). Und in fast jedem der veröffentlichten Dokumenten ist von Opfern unter der Zivilbevölkerung zu lesen. So genannte Kollateralschäden.

Übrigens sucht man noch immer im Irak nach den angeblich dort in der Wüste versteckten Massenvernichtungswaffen und wäre vermutlich auch froh darüber, wenn die Weltöffentlichkeit den vorgeblichen Anlass für diesen Völkermord vergessen würde. Der Irak besaß keine Massenvernichtungswaffen, deshalb konnte er sie auch nicht zeigen oder ausliefern. Darum war Bushs Ultimatum vom 18.03.2003 eine Absichtserklärung dort Krieg zu führen. Das Ergebnis waren mehr als 1 Mio tote Zivilisten. 5 Jahre Irakkrieg: Eine Million Tote, Millionen auf der Flucht Das wurde nicht irgendwo in einer Bunten geschrieben, sondern an der Uni Kassel.

Darüber hinaus wird über die langfristige Strategie berichtet, wie das afghanische Volk unter die Knute eines Taliban-Regimes gebracht werden kann.

Das sehen die Menschen, die in einem von bewaffneten Ausländern beherrschten Land wohnen, nach mehr als 35 Jahren blutigen Neo-Kolonialkrieg vermutlich völlig anders. Frage doch sie oder gugge am Besten mal in http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Afghanistans und http://www.welt.de/politik/ausland/article8034235/Rohstoffe-mit-Billionen-Wert-in-Afghanistan-entdeckt.html Dann wird dir einiges klarer erscheinen.
adam
adam
Mitglied

Re: info zu wikileaks
geschrieben von adam
als Antwort auf hinterwaeldler vom 07.08.2010, 12:26:58
5 Jahre Irakkrieg: Eine Million Tote, Millionen auf der Flucht Das wurde nicht irgendwo in einer Bunten geschrieben, sondern an der Uni Kassel.


Seit wann ist Glas Dijapore vom März 2008 die Uni Kassel? Oder die junge Welt oder das Neues Deutschland? Und Wikileaks bringt auch nichts Neues. Alles schon tausendmal durchgekaut.

Ebenso die Sache mit den Bodenschätzen. Laut Deinem Link (der auch längst bekannt ist) wissen sie das in Afghanistan schon seit 35 Jahren , aber wegen Krieg war der Abbau nicht möglich. Und die Taliban werden den Abbau wohl auch in den nächsten 35 Jahren verhindern.

Arme Afghanen kann ich nur sagen, wenn die Nato abzieht, körperlich, geistig und auch was das Geld anbelangt.

--

adam


Anzeige