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Schwarzes Brett Petition Betriebskosten - tatsächliche

frechdachs
frechdachs
Mitglied

Petition Betriebskosten - tatsächliche
geschrieben von frechdachs
http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=541

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass § 556 Abs. 2 Bürgerliches Gesetzbuch dahingehend konkretisiert wird, dass Vorauszahlungen für Betriebskosten in Anlehnung an die tatsächlich bisher angefallenen Kosten kalkuliert werden.

Begründung:

Zur Vermeidung von „geschönten“ Betriebskostenvorauszahlungen bei Mietverträgen ist aus Gründen des Verbraucherschutzes eine gesetzliche Konkretisierung von § 556 BGB erforderlich.

„Geschönt“ sind Betriebskostenvorauszahlungen dann, wenn sie optisch niedriger angesetzt sind als zur kalkulierten Kostendeckung notwendig, um eine sonst schwerer vermietbare Wohnung vermieten zu können.

(Bitte in der Petition weiterlesen)

(Abschlusstermin für die Mitzeichnung: Dienstag, 27. November 2007)

euligen Gruß von Frechdachs
Re: Petition Betriebskosten - tatsächliche
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf frechdachs vom 30.10.2007, 01:45:52
hi frechdachs,
da ich grundstücks- und wohnungswirtin bin, kann ich dir allerdings aus meiner erfahrung heraus auch sagen, das bei der neuanmietung sowie beim kauf einer wohnung, die preise beim kauf einer waschmaschine eher vergliechen werden, als bei einer wohnung. des weiteren kann ich weder mieter noch käufer verstehen, wenn sie auf zu niedrig angesetze betriebskosten eingehen, ohne z.b. beim verwalter nachzufragen, wie hoch die abrechnung im letzten jahr ausgefallen ist. damit würde dann sofort auffallen, dass die kosten zu niedrig angesetzt wurden. wir fügen einem mietvertrag grundsätzlich die abrechnung des letzten jahres bei, um derartigen ärger zu vermeiden. beim kauf einer wohnung kann der interessent sich jederzeit mit dem verwalter in verbindung setzen und sich über die kosten aufklären lassen, oder aber den verkäufer nach seiner letzten abrechnung fragen. des weiteren hat man ja schon vorher in einer wohnung gewohnt.

mir geht es auf den keks, dass ständig nach dem staat geschrieben wird bei "problemen" die durch ein bisschen eigenes nachdenken selbst behoben werden könnten. wir dürfen uns nicht wundern, wenn wir von politikern immer mehr bevormundet werden.
--
plumpudding
wolfgang38
wolfgang38
Mitglied

Re: Petition Betriebskosten - tatsächliche
geschrieben von wolfgang38
als Antwort auf vom 30.10.2007, 10:49:13
Plumpudding,
das ist genau auch meine Meinung. Die Leute sind zu faul oder zu bequem, auch nur ein bisschen nachzudenken. Sie rufen lieber nach dem Staat. Anschließend beklagen sie sich über zu viel Bürokratie und die Regelungswut des Staats.

--
wolfgang38

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fratz
fratz
Mitglied

Re: Petition Betriebskosten - tatsächliche
geschrieben von fratz
als Antwort auf vom 30.10.2007, 10:49:13
@plumpudding

Du schreibst:


Es geht in dieser Petition nicht um 'Kauf eines Objekts', sondern um Offenlegung von tatsächlich anfallenden MIET-Nebenkosten, genannt Betriebskosten.


'Man' stelle sich vor:

es hatte ein junger Mensch vorher noch keine eigene Wohnung. Der junge Mensch geht von den Neben- und Heizkosten der Wohnung oder des Hauses aus, in welchem er mit seinen Eltern wohnt/e. Deren Haus ist gedämmt; sie haben eigene Kompostentsorgung; sie mähen ihren Rasen und schippen Schnee selbst u.a.m. Folglich waren dort die Neben- und Heizkosten relativ gering. Und so geht der junge unbedarfte Mensch davon aus - auch nach Treu und Glauben, dass die von seinem 1. Vermieter angegebenen Zahlen stimmen.

... oder jemand hatte in seiner vorherigen Wohnung in etwa die Höhe an Nebenkosten, die der VM ihm mitteilt, so dass er nun folglich davon ausgeht, dass die gelieferten Daten des künftigen VMs die tatsächlich richtigen sind. Er kommt deshalb schon gar nicht auf eine andere Idee; vor allem auch nicht, dass das Haus nicht gedämmt ist; die Heizung veraltet; sonstige Mängel bestehen usw., denn ein ehrlicher VM setzt seinen neuen Mieter von den ihm bekannten Mängel seines Objekts in Kenntnis und verschweigt nicht arglistig.

Bei Euch mag es Praxis sein, dass die tatsächlichen Daten mitgeliefert werden, doch der Großteil der Vermieter rückt ungern mit den tatsächlichen Zahlen raus, wie sonst gäbe es immer wieder Streits?
Warum geht jemand so weit und reicht diesbezüglich sogar eine Petition ein?

Sicher finde ich es wichtig und erforderlich, dass bei Ungerechtigkeiten der Staat eingreift. Der Staat hat Schutzfunktion für ALLE Bürger zu erfüllen. Mit Gängelei seitens des Staates hat das rein gar nichts zu tun.
Ich lese zwischen den Zeilen, dass 'besser' nicht der Staat eingreifen sollte, so dass weiterhin - hier z.B. bestimmte Vermieter an ihren - bislang gut funktionierenden - Machenschaften festhalten können.

Uns (Frechdachs und mich) betrifft diese Petition nicht, doch finden wir es wichtig, dass mitgezeichnet wird; aber wir wollten mit dem Einstellen dieser Petition (tatsächliche Angabe der Betriebskostenhöhen - Mietrecht) im ST auch ein Experiment starten - dieses verläuft nun augenscheinlich so, wie ich das vorher vermutet hatte.
Vielleicht verliere ich aber auch die Wette denn die Petition läuft ja noch ne zeitlang ...

In D gilt das Prinzip scheinbar nicht (mehr): einer für alle - alle für einen

Als die Petition wegen der Energie --(http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=545)--
hier im ST veröffentlicht wurde, waren es hunderte aus dem ST, die mitzeichneten, was ich auch für sehr wichtig erachte. Doch in diesem Fall war/ist es ja auch kein 'Wunder': schließlich betraf/betrifft die genannte Petition ja auch ALLE... unsere Geldbeutel... und hier MUSS auch ENDLICH der Staat eingreifen !
Wer denn sonst?

fratz_igen Gruß
Re: Petition Betriebskosten - tatsächliche
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf fratz vom 31.10.2007, 16:39:39
hallo frechdachs, hallo fratz,

ich habe schon sehr wohl verstanden, dass es um mietwohnungen geht. die problematik ist jedoch beim kauf einer wohnung die gleiche. ich bin selbst hauseigentümer und weiss sehr genau, welche kosten auf mich als eigentümer in der zukunft auf mich zukommen und wenn ich daran denke wird mir schlecht und mir wird irgendwann nichts anderes übrig bleiben als zu verkaufen, weil ich die forderungen die vater staat stellt, nicht mehr als alleinverdiener erfüllen kann. mir reichen meine fenster, meine elektrik, meine wasser-leitungen und meine heizung.

ich kann nur jedem mieter raten, wenn ihm die betriebskostenvorauszahlung als zu niedrig erscheint, monatlich einen bestimmten auf die hohe kante zu legen, um dann evtl. nachzahlungen ohne probleme zahlen zu können.

das ändert aber nichts daran, dass ich grundsätzlich ein gegner davon bin, nach dem vater staat zu rufen und petitionen einzureichen. ich finde wahrlich es gibt wichtigeres auf unserer welt.

ich habe mir die petition durchgelesen. und tut mir leid, diese petition betrifft nicht alle sondern die hauseigentümer. vielleicht sind ja da auch einige dabei, denen es so geht wie mir und die nicht in der lage sind, diesen forderungen gerecht zu werden. natürlich weiss ich auch, dass es andere gibt. aber ich mache auch den mietern den vorwurf, dass sie nicht fragen und glaube mir, das erlebe ich sehr häufig. wenn ich dann die frage stelle "kann ich ihnen noch irgendwas beantworten" heisst es meistens nö wieso.

in diesem sinne grüsse

--
plumpudding
fratz
fratz
Mitglied

Re: Petition Betriebskosten - tatsächliche
geschrieben von fratz
als Antwort auf vom 31.10.2007, 17:16:18
hallo, Plumpudding,

die Petition 426 betrifft Mieter und Vermieter - jedoch auf unterschiedliche Weise.

Ich sehe diesbezüglich keine "Benachteiligung" für Vermieter, außer dass bei jedem Umzug das Treppenhaus usw. beschädigt wird. Daran hat er aber selbst Anteil, wenn er von vorneherein mit falschen Karten spielt.

Denn wenn Mieter eine Wohnung nicht (mehr) bezahlen können, ziehen sie halt wieder aus.

Ehrlichkeit ist also nicht nur für Mieter, sondern auch für Vermieter von Nutzen.
Deshalb finde ich die Forderung auf "Vervollständigung" § 556 BGB (Mietrecht) wichtig.


Ansonsten sprach ich von dieser Petition, die uns alle betrifft:

http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=545

... aber ich hab mich auch schon öfter verlesen oder was überlesen ...

Ich wünsche Dir, dass Du Dein Objekt 'halten' kannst !!! *Daumendrück*

fratz_igen Gruß

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Re: Petition Betriebskosten - tatsächliche
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf fratz vom 31.10.2007, 19:05:49
„Ich sehe diesbezüglich keine "Benachteiligung" für Vermieter, außer dass bei jedem Umzug das Treppenhaus usw. beschädigt wird. Daran hat er aber selbst Anteil, wenn er von vornherein mit falschen Karten spielt.“

wenn ich diesen satz also richtig verstehe, ist der vermieter es selbst schuld, dass ein mieter bei auszug sein eigentum beschädigt, weil der mieter sich betrogen fühlt ? Ich habe in meiner Laufbahn genau 3 mieter kennengelernt, die nach einem auszug mitteilung gemacht haben, das das treppenhaus beschädigt wurde. das also mal zur ehrlichkeit und zur achtung fremden eigentums.

selbst wenn wir beide bzw. wir drei diese diskussion weiterführen, werden wir zu keinem ergebnis kommen denn von meiner seite aus ist das auf jeden fall vergebliche liebesmüh.

darum, lass uns unsere illusionen behalten.
--
plumpudding
fratz
fratz
Mitglied

Re: Petition Betriebskosten - tatsächliche
geschrieben von fratz
als Antwort auf vom 01.11.2007, 09:48:39


hi, plumpudding,

... ich schrieb nichts von "Schuld"

... und einverstanden: lassen wir´s einfach ... Zeit ist besser anders zu verwenden

fratz_igen Gruß und netten restlichen Feiertag
maggy
maggy
Mitglied

Re: Petition Betriebskosten - tatsächliche
geschrieben von maggy
als Antwort auf vom 31.10.2007, 17:16:18
hallo frechdachs, hallo fratz,

ich habe schon sehr wohl verstanden, dass es um mietwohnungen geht. die problematik ist jedoch beim kauf einer wohnung die gleiche. ich bin selbst hauseigentümer und weiss sehr genau, welche kosten auf mich als eigentümer in der zukunft auf mich zukommen und wenn ich daran denke wird mir schlecht und mir wird irgendwann nichts anderes übrig bleiben als zu verkaufen, weil ich die forderungen die vater staat stellt, nicht mehr als alleinverdiener erfüllen kann. mir reichen meine fenster, meine elektrik, meine wasser-leitungen und meine heizung.

--
plumpudding
geschrieben von plumpudding



Stimme Dir zu! Die Mieter haben in den letzten Jahren wesentlich mehr Rechte bekommen,
als die Vermieter. Eine Kaution reicht z.B. nicht aus, wenn ein Mieter plötzlich die
Wohnung verlassen hat und diese in einem desolaten Zustand zurücklässt. Die Kosten, um
diese Wohnung wieder vermieten zu können, übersteigen oftmals bei weitem eine Kaution,
welche meistens ja auch nur für die fehlende Miete reicht.

Aber nun zu den Nebenkosten - Abschlägen, die vom Mieter mtl. neben der Miete gezahlt werden. Aus meiner langjährigen Erfahrung gab es damit noch nie ein Problem.
Allerdings haben meine Mieter alle ihre eigene Heizung sowie eigene Strom- und Gaszähler. Die restlichen Nebenkosten sind somit einem Neumieter ganz einfach aufzuzeigen.
Wie viel ein Mieter an Heiz- und Stromkosten tatsächlich verbraucht, ist individuell sehr unterschiedlich. Da hilft oftmals auch die letzte Abrechnung des Vormieters nicht viel. Ich kann nur jedem Eigentümer empfehlen, die einzelnen Wohnungen mit einer Heizung zu bestücken, denn nichts ist schwieriger, als eine Heizkosten - Abrechnung, die ja oftmals über Firmen abgewickelt werden muss, und diese nehmen dafür reichlich Geld.

Die neue Forderung des Vater Staat bzgl. Energiepass wird für viele Eigentümer noch eine ganz harte Nuss werden. Vermietung war mal ganz gut, heute ist es nur noch eine Belastung.

--
maggy
Re: Petition Betriebskosten - tatsächliche
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf maggy vom 01.11.2007, 17:28:35
maggy,

ich stimme dir voll und ganz zu. das wollen mieter aber nicht hören.

plumpudding

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