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Schwarzes Brett senioren-führerschein

pilli †
pilli †
Mitglied

Re: senioren-führerschein
geschrieben von pilli †
als Antwort auf simba vom 27.07.2007, 10:19:52
simba

darum ja auch die angedachte möglichkeit, den senioren nicht nach einem unfall den führerschein zu entziehen sondern eine chance zu geben?

denjenigen, die bisher keine chance hatten, das fahren im heimatlichen umkreis (20km) zu gestatten.

gerne noch einmal die meldung:

Immer häufiger werde älteren Autofahrern, die durch Unachtsamkeit oder durch eingeschränktes Hör- oder Sehvermögen Unfälle verursacht hätten, die Fahrerlaubnis entzogen. Stephan nannte eine Größenordnung von mehreren tausend Fällen.

Gerade für ältere Menschen sei der Führerschein aber besonders wichtig. «Sie brauchen die Beweglichkeit mit ihrem eigenen Fahrzeug zum Einkaufen, zum Arztbesuch und natürlich auch für ihre Freizeitgestaltung», sagte der Psychologe. In ihrer vertrauten Umgebung führen viele Senioren fehlerfrei. «Probleme tauchen meist vermehrt in fremden Situationen auf.»

geschrieben von pressenotiz


jetzt vielleicht klarer?

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pilli
kagula
kagula
Mitglied

Re: senioren-führerschein
geschrieben von kagula
als Antwort auf pilli † vom 26.07.2007, 12:47:09
Ich habe mir die angegebene Pressenotiz noch einmal angesehen:
[i]...- Senioren die durch unsicheres Fahren aufgefallen sind sollen künftig einen lokal eingeschränkten Führerschein erhalten...!
Mir stellt sich die Frage: "Wo beginnt die Unsicherheit"?
Und dann: Viele, sehr viele Unfälle geschehen im näheren Umkreis des Heimatortes weil kaum ein Einheimischer auf die Verkehrszeichen achtet - sie sind ja bekannt. Ändert sich mal eine Verkehrsführung steigt die Unfallhäufigkeit (nicht nur durch Senioren verschuldet). Ortsfremde Verkehrsteilnehmer fahren in der Regel vorsichtiger.
Ich finde, dass Pro und Kontra eines lokalen Führerscheines für Senioren ist nicht einfach zu beantworten, wie immer eine Lösung ausfallen mag - sie wird in Einzelfällen immer strittig bleiben.
--
kagula
pilli †
pilli †
Mitglied

Re: senioren-führerschein
geschrieben von pilli †
als Antwort auf kagula vom 27.07.2007, 10:39:23
schau bitte nochmal kagula :


Immer häufiger werde älteren Autofahrern, die durch Unachtsamkeit oder durch eingeschränktes Hör- oder Sehvermögen Unfälle verursacht hätten, die Fahrerlaubnis entzogen. Stephan nannte eine Größenordnung von mehreren tausend Fällen.

da steht doch klar und deutlich:

die durch Unachtsamkeit oder durch eingeschränktes Hör- oder Sehvermögen Unfälle verursacht hätten,

also "nach unfällen..."

langsam verstehe ich jetzt die kritische einstellung von niederrhein zum leseverhalten mancher seniorentreffler...

--
pilli

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susannchen
susannchen
Mitglied

Re: senioren-führerschein
geschrieben von susannchen
als Antwort auf kagula vom 27.07.2007, 10:39:23
Ich halte nichts davon!
Es ist schon länger angedacht die Lizenz(Führerschein) alle 2 Jahre überprüfen(Test,gesundheitlich sowie Fahrtüchtigkeit) zu lassen (wie in den USA), dabei fallen automatisch diejenigen raus, welche aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage sind Auto zu fahren
--
susannchen
bongoline
bongoline
Mitglied

Re: senioren-führerschein
geschrieben von bongoline
als Antwort auf pilli † vom 27.07.2007, 10:48:42
also wenn es mal so weit ist, dann lehne ich auch einen Führerschein für einen Umkreis von 20 km ab. Ich lasse mich auch nicht gerne im eigenen Heimatort gefährden durch jemanden, der aus eigener Verantwortung wissen sollte - moment, für mich ist es Zeit, den Lappen abzugeben.

Warum dann 20 km - wenn ich den Wert des PKW beim Verkauf rechne, die Kosten der Haltung desselben dazuzähle wie Versicherung, Garage, Benzin, Reifen, Service etc. dann kann besagte Person locker und leicht für den Rest des Lebens - es handelt sich ja um Senioren - mit dem Taxi zum Einkauf fahren, sich die Ware vom Händler zustellen lassen, selbst die sonntägliche Fahrt zur Kirche und anschließendem Frühschoppen per Taxi ist drin und vor allen Dingen, dann kann der/diejenige getrost sich noch einen Schoppen hinter die Binde giessen.

Außerdem sind wir großteils mit einem dichten öffentlichen Verkehrsnetz überzogen, es gibt Nachbarschaftshilfe, man müßte halt nur mal den Mund aufmachen und sagen - bitte kannst mich mitnehmen. Man kennt sich doch.

Nein, entweder fahrtauglich oder weg von der selbstgesteuerten Verkehrsteilnahme.

--
bongoline
simba
simba
Mitglied

Re: senioren-führerschein
geschrieben von simba
als Antwort auf pilli † vom 27.07.2007, 10:36:04
Wenn schon Seniorenführerschein - dann bitte gleiches Recht für alle. Auch für die Jungen und die Mittelalterlichen - jeder der einen Unfall verschuldet hat, soll dann Körper und Geist auf Fahrtauglichkeit prüfen lassen und nach Bedarf eine 20km Umgebungseinschränkung erhalten
--
simba

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Re: senioren-führerschein
geschrieben von donauperle
als Antwort auf pilli † vom 26.07.2007, 22:19:58
natürlich hast Du recht bzw der "experte " die Rundumschläge der Verwaltungsbehörde sind Unsinn.
Aber wer stellt unsichere Fahrweise fest.
Wenn das den autofahrende Menschen nicht selbst einleuchtet, nur da zu fahren wo sie sich sicher fühlen, dann kannst du den nur bremsen, wenn er schon einen Unfall verursacht hat.
Ich spreche aus Erfahrung, ein lieber Opa hat mich, Motorradfahrer
schön angeschaut, ich hatte Vorfahrt und hat mich einfach umgefahren, lach nicht.
Hut und gestrickte Toilettenrollenverkleidung, das liebe ich.
Grossen Bogen drumrum.
Ich wäre für Verkehrserziehung, erst freiwillig , notfalls mit Auflage wenn Unsicherheit oder Zweifel gegeben sind.

Werbung dafür müssten die SENIOREN machen.
Hartmut
--
donauperle
Re: senioren-führerschein
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf pilli † vom 26.07.2007, 12:47:09
Ich bin für den "senioren-führerschein. Den gab es auch schon in "meinem früheren Leben" (zu DDR-Zeiten). Warum sollten Senioren die Bedingungen (Auflagen) nicht einhalten?
--
serra
uki
uki
Mitglied

Re: senioren-führerschein
geschrieben von uki
als Antwort auf vom 28.07.2007, 13:34:15
Als Alternative zum Seniorenführerschein gäbe es auch noch die Autos mit einer 25 km Geschwindigkeitsbegrenzung.
Automatisch ist hiermit eine Erlaubnis für die Autobahnbenutzung ausgeschlossen. Dafür ist die Entfernungserlaubnis vom Wohnort unbegrenzt.
Falls ich wählen müsste, wäre mir diese Variante fast lieber, (glaube ich im Moment) da mir die Entfernungsbeschränkung vom Wohnort, fast wie ein Laufstall für motorisierte Senioren vorkommt. Außerdem, wer will das schon kontrollieren, und was ist, wenn ein gern angefahrenes Ziel 5 km weiter entfernt ist?
Bedenken beim 25 km Auto, hätte ich nur hinsichtlich der Störung für den innerstädtischen Verkehr, wenn vermehrt solche wirklichen „Schleicher“ andere mehr oder weniger behindern.

Was mich in der Pressenotiz stutzig macht, ist auch folgendes:
„Immer häufiger werde älteren Autofahrern, die durch Unachtsamkeit oder durch eingeschränktes Hör- oder Sehvermögen Unfälle verursacht hätten, die Fahrerlaubnis entzogen. Stephan nannte eine Größenordnung
von mehreren tausend Fällen.“

Also, wenn diese Personen altersbedingt unachtsam sind, das Hörvermögen arg eingeschränkt ist und das Sehvermögen durch eine Brille nicht mehr zu korrigieren ist, dann wurde ihnen wohl mit Recht der Führerschein entzogen. Auch im Umkreis von 20 km bedeuten sie dann eine Gefahr für andere.
Sie sollten auch kein Auto mit einer 25km Geschwindigkeitsbegrenzung mehr fahren. Also gar nicht mehr. Vielleicht so etwas, was auch auf Bürgersteigen befahrbar ist. Ich weiß nicht, ob es das gibt.

Wenn die Medikamente, die evtl. von Senioren eingenommen werden müssen, als Risikofaktor betrachtet werden, (wohl manchmal zu Recht), dürfen im Gegenzug dazu nicht die alkoholisierten anderen Auto fahrenden Personen, besonders Jugendliche außer Acht gelassen werden. Übermüdete Bus- und Lasterfahrer ebenfalls.

Ein Test für alle, vielleicht schon ab 60, dann ab 70 alle 5 Jahre würde ich überlegenswert finden.

--
uki
Re: senioren-führerschein
geschrieben von ehemaliges Mitglied_84475
als Antwort auf uki vom 28.07.2007, 19:55:09


Also, wenn diese Personen altersbedingt unachtsam sind, das Hörvermögen arg eingeschränkt ist und das Sehvermögen durch eine Brille nicht mehr zu korrigieren ist, dann wurde ihnen wohl mit Recht der Führerschein entzogen. Auch im Umkreis von 20 km bedeuten sie dann eine Gefahr für andere.
Sie sollten auch kein Auto mit einer 25km Geschwindigkeitsbegrenzung mehr fahren. Also gar nicht mehr.

--
uki
geschrieben von uki



Das ist auch meine Meinung: Wer krankheits- oder altersbedingt nur eingeschränkt fahrtüchtig oder/und infolge von Medikamenten (!!) in seinen Reaktionen verlangsamt ist, gehört überhaupt nicht als Autofahrer in den Straßenverkehr! Und wenn derjenige nicht über die nötige Einsicht verfügt, freiwillig auf das Auto zu verzichten, muss der Führerschein eben eingezogen werden, so bitter das sein mag.
Alles andere sind gefährliche Kompromisse.

--
ursula

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