Forum Soziales und Lebenshilfe Soziales Berlin verbietet Mitfahrdienst Uber

Soziales Berlin verbietet Mitfahrdienst Uber

karl
karl
Administrator

Berlin verbietet Mitfahrdienst Uber
geschrieben von karl
Dürfen Bürger sich Mitfahrgelegenheiten über das Internet organisieren oder nicht?

Ich finde, es gibt Argumente dafür und dagegen. Ist das klassische Taxi schützenswert oder nicht? Was meint Ihr?

Karl
ehemaligesMitglied23
ehemaligesMitglied23
Mitglied

Re: Berlin verbietet Mitfahrdienst Uber
geschrieben von ehemaligesMitglied23
als Antwort auf karl vom 14.08.2014, 12:50:24
Meine Freundin hat in Hamburg über Uber eine Mitfahrgelegenheit genutzt.

Der Fahrer erzählte ihr, er hätte sich nur einfach anmelden müssen.
Uber hätte weder sein Auto überprüft, noch sich nach Führerschein und Fahrpraxis erkundigt.
Die wissen eigentlich nichts über die Fahrer und ihre Autos.

Das kann übel ausgehen, denn die weitaus meisten Kraftfahrzeugversicherungen schließen gewerbliche Personenbeförderung von ihrer Abdeckung aus, so dass im Schadensfall kein Versicherungsschutz vorliegt.
Cheval
Cheval
Mitglied

Re: Berlin verbietet Mitfahrdienst Uber
geschrieben von Cheval
Wenn ich denn mal "fremdfahre", dann ausschließlich im herkömmlichen Taxi.
Da bleibe ich Traditionalist.

Cheval

Anzeige

rehse
rehse
Mitglied

Re: Berlin verbietet Mitfahrdienst Uber
geschrieben von rehse
als Antwort auf Cheval vom 14.08.2014, 14:42:46
Das werde ich auch weiterhin so machen. Das klassische Taxi ist schützenswert. Ich habe nur wenige Fahrer getroffen, die nicht gut fahren konnten. Sie fahren auch für ihre Existenz und z.B. nicht dafür, dass sie für ihr Privatfahrzeug Kosten "reinfahren" möchten.
hafel
hafel
Mitglied

Re: Berlin verbietet Mitfahrdienst Uber
geschrieben von hafel
als Antwort auf karl vom 14.08.2014, 12:50:24
Richtig, das Taxi ist schützenswert.

Die Diskrepanz taucht ja bei einem Unfall auf, da bist Du bei so einem
"Hobbyfahrer" ungeschützt.

Hafel
olga64
olga64
Mitglied

Re: Berlin verbietet Mitfahrdienst Uber
geschrieben von olga64
als Antwort auf hafel vom 14.08.2014, 15:27:22
Berlin will Uber verbieten - die haben aber schon Einspruch erhoben, wird wohl vor dem Gericht landen. Bei Schäden bin ich sicher, dass eine entsprechende Insassen-Unfallversicherung bezahlen wird; es ist dann ja immer Formulierungssache, ob jemand jemanden mitnimmt (aus Gefälligkeitsgründen) oder was auch immer - muss auch in diesem Fall juristisch geprüft werden.
Auch im klassischen Taxigewerbe tummeln sich zwielichtige Gestalten. Seitdem es Navis gibt, ist dies besser - früher erlebte ich aber oft,dass man mir einen Stadtplan übergab und ich dann praktisch die Strasse suchen musste, wohin ich gegen hohe Bezahlung wollte.
Auch extreme Unterbezahlung, praktisch Ausbeutung, der oft ausländischen Taxifahrer ist eine Tatsache. Die wissen ja oft nicht, wie sie sich wehren können, sind evtl. auch illegal beschäftigt usw.
Ich befürchte, dass Uber - wie in den USA - nicht sterben wird,da insbesondere die jungen Menschen das mögen. Ist leicht über App zu bekommen, billiger - verhält sich ein wenig so, wie die Fernbusse gegen die klassische Bahn. Der Preis wird letztendlich entscheiden. Olga

Anzeige

schorsch
schorsch
Mitglied

Re: Berlin verbietet Mitfahrdienst Uber
geschrieben von schorsch
Falls über die Hälfte der Fahrgäste sich für Uber und ähnliche Fahrdienste entscheiden, dann gehen sämtliche "normalen Taxidienste" in Pleite. Und dann werden sich Uber & Co. solch erbitterte Konkurrenzkämpfe liefern, dass auch sie zugrunde gehen. Wer bleibt dann auf der Strecke? 1.) die selbständigen (Franchise-nehmenden) Fahrer und 2.) die Fahrgäste. Die Franchisegeber aber haben bis dann ihr Schäflein im Trockenen.
heijes
heijes
Mitglied

Re: Berlin verbietet Mitfahrdienst Uber
geschrieben von heijes
Hier wurde die Frage gestellt, ob das klassische Taxi schützenswert ist oder nicht?

Wenn alle rechtlichen Dinge eingehalten werden, warum nicht.
Aber meldet jede/r Fahrer/in das Fahrzeug und seinen Job gewerblich an?

Und deshalb stelle mir aber die Frage, wie steht es mit dem Versicherungsschutz der Uber-App Fahrer im Schadensfall.
Haftet die Versicherung, wenn er/sie ihr Auto als Privatfahrer/in und nicht gewerblich angemeldet haben?

Ich habe mal etwas recherchiert, diese 2 Links sind durchaus lesenswert für angehende Uber-Fahrer aber auch alle anderen hr-online.de - Bewerbung als Uber-Fahrer
hr-online.de - Experten warnen - Uber-Fahrern droht Ruin

heijes
Re: Berlin verbietet Mitfahrdienst Uber
geschrieben von claude
als Antwort auf olga64 vom 14.08.2014, 15:58:08
Bin deiner Meinung
olga64
olga64
Mitglied

Re: Berlin verbietet Mitfahrdienst Uber
geschrieben von olga64
als Antwort auf schorsch vom 15.08.2014, 09:28:47
Uber wird jetzt mit einem vorläufigen Urteil aus Hessen verboten. Allerdings erklärten diese, trotzdem weitermachen zu wollen und alle juristischen Möglichkeiten auszuschöpfen. Im Einzelfall bedeutet dies eine Strafzahlung von bis zu 250.000 Euro pro Fahrer. DA das Uber-Unternehmen aber jetzt schon ca 17 Milliarden Dollar schwer sein sollte, ist das finanziell zu schaffen und wird auch den Bekanntheitsgrad noch weiter steigern.
Ich denke, es wird sich einpendeln -auch gute Taxis werden überleben; jeder muss sich halt ein wenig ändern und an neue Wünsche der Kunden anpassen.
Vielleicht werden Taxifahrer jetzt auch ein wenig freundlicher (insbesondere in Berlin), die Autos ein wenig sauberer, die Fahrer ein wenig gewaschener und besser riechend und auch in München in Kürze beim Oktoberfest nicht mehr so gierig, dass sie Ortsfremden, die zudem besoffen sind, den Heimweg so teuer machen, weil sie grosse Umwege fahren. Olga

Anzeige