Forum Soziales und Lebenshilfe Soziales Den Grosseltern sei Dank !

Soziales Den Grosseltern sei Dank !

luchs35
luchs35
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Den Grosseltern sei Dank !
geschrieben von luchs35
Eine offizielle Schweizer Studie zeigt , dass Grosseltern für die Betreuung ihrer Enkel ca. 100 Millionen Stunden jährlich aufwenden, was einem Betrag von 2 Milliarden SFR ( ca. 1,45 Mrd. Euro) entspricht, die die Eltern sonst aufwenden müssten, um diese Betreuung zu bezahlen.
Aber Grosseltern arbeiten gratis, sei es in der Enkelbetreung oder auch in der Pflege von Angehörigen, wobei Letzteres laut Statistik mit rund 25 Millionen Pflegestunden zu Buche schlägt. Das wäre zu vergeichen mit etwa 13 000 Vollzeitjobs mit etwa pro Job 100 000 SFR ( ca.72 000 Euro) .
.
Die sind Statistiken , denen die Schweizer Bevölkerungszahl von 8 Millionen zugrunde liegt, für die 80 Mio Deutschen müsste einfach hochgerechnet werden, denn hier ist der Einsatz der Grosseltern genau so engagiert und unersetzlich.

Pensionierte pflegen ihren Partner, ihre Geschwister und oft auch ihre eigenen Eltern. Gerade in den jüngeren Grosselternjahren kann die Belastung sehr gross werden. Dann nämlich, wenn auf der einen Seite Enkelkinder zu betreuen sind und auch der anderen Seite die eigenen Eltern pflegerische Unterstützung brauchen.
Das Engagement der Menschen in der dritten Lebensphase ist für unsere Gesellschaft unersetzlich.

Was kann die Gesellschaft beitragen, dass die Bereitschaft zum Einsatz für die Gemeinschaft bei den Rentnerinnen und Rentnern auch künftig vorhanden ist?
Eines scheint klar: Wenn wir auch künftig auf das Engagement der älteren Menschen zählen wollen, braucht es mehr Anerkennung und Wertschätzung dieser grossartigen Leistung. Ältere Menschen immer wieder unterschwellig nur als Last für die Jüngeren hinzustellen, ist nicht nur unethisch, sondern auch falsch, wird aber gerne grossmäulig praktiziert - vor allem ,wenn es um die Erhöhung von Beiträgen z. Bsp. bei den Renten geht.

Ohne die riesige Freiwilligenarbeit der Menschen in der dritten Lebensphase würde die Volkswirtschaft nur mit schweren Einbussen funktionieren.

Auch darüber sollte einmal nachgedacht werden!

Oder sehe ich das falsch?

Luchs
Re: Den Grosseltern sei Dank !
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf luchs35 vom 12.09.2010, 13:32:42


Du hast recht luchs35.
In diesem Zusammenhang sehe ich die Kampagne "Runter vom Sofa" von Frau von der Leyen sehr kritisch, die Rentnerinnen und Rentner als einen Haufen von Sofasitzern dastehen lässt.

Nichts gegen Ermunterung zu ehrenamtlicher Tätigkeit,
aber die von dir genannten Zahlen zeigen, welche Mengen gesellschaftlich wichtiger Arbeit
so "nebenbei" geleistet wird.

Sorella


luchs35
luchs35
Mitglied

Re: Den Grosseltern sei Dank !
geschrieben von luchs35
als Antwort auf vom 12.09.2010, 13:50:09
Im Prinzp, Sorella, bräuchte es zu dieser Feststellung keine Statistiken und Zahlen. Wir müssen uns ja bloss selbst einmal kritisch umsehen, dann wissen wir selbst, wieviel Menschen im Rentenalter in Pflege- und Betreuungsbereichen noch leisten.

Natürlich muss man das auch kritisch betrachten, denn nicht in jedem Fall kann man davon ausgehen, dass beispielsweise der Pflegebedarf auch ausreicht, wenn eine älterer Mensch anstelle einer Fachkraft einen Kranken alleine betreut. Da sehen wir dann viele Varianten, bei denen allein der gute Wille nicht ausreicht.

Aber grundsätzlich ist es doch so, dass pflegebedürftige Angehörige sehr viel länger in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können, wenn ein nicht mehr berufstätiger älterer Mensch die Pflege übernimmt.

Von dem Heer der von Grosselteren betreuten Enkel ganz zu schwiegen.

Luchs



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lalelu
lalelu
Mitglied

Re: Den Grosseltern sei Dank !
geschrieben von lalelu
als Antwort auf luchs35 vom 13.09.2010, 08:11:15
@luchs @ sorella

Ich schließe mich euren Ausführungen in vollem Umfang an. Ich lebe im ländlichen Raum, in dem es zwar heutzutage auch kaum noch Großfamilien gibt, in welchem aber trotzdem der Zusammenhalt innerhalb der Familie oft noch funktioniert.

Sehr häufig werden pflegebedürftige Angehörige zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung betreut – mit oder ohne Unterstützung eines professionellen Pflegedienstes. Nicht selten gehen die Pflegenden dabei bis ans Limit, was ihre eigenen Kräfte betrifft.

Auf die volkswirtschaftliche Komponente habt ihr bereits hingewiesen. Was ich ergänzen möchte ist die Tatsache, dass für Zuneigung und Liebe in offiziellen Pflege- und Betreuungseinrichtungen durch den Personalschlüssel und die überbordende Bürokratie fast keine Zeit übrig bleibt. Schnell satt und sauber, das ist die Devise; für mehr reicht die Zeit oft nicht - meistens zum Leidwesen der Pflegekräfte selbst.

Ich will nicht beschönigen, dass auch nicht alle pflegebedürftigen Menschen bei häuslicher Pflege Streicheleinheiten für die Seele erhalten, aber nach meiner Erfahrung dennoch sehr viel häufiger als in einem Pflegeheim.

Ein anderes Kapitel ist die regelmäßige Betreuung der Enkel. Auch sie gehört zu den selbstverständlichen "Aufgaben", die von den Großeltern übernommen werden. Ohne diese Betreuung könnten viele der jungen Mütter keiner Berufstätigkeit nachgehen. Wenn es um zusätzliches gelegentliches Babysitten geht, sind die Grosseltern ebenfalls zur Stelle. Meistens tun sie das sehr gerne – und bekommen von ihren Kindern und Enkelkindern Wertschätzung und Anerkennung dafür, was für mich persönlich noch wichtiger ist, als Anerkennung durch die Gesellschaft.

Trotzdem sollte das allgemeine Bewusstsein dafür geschärft werden, was die Rentnergeneration durch diese freiwillige Aufgabe leistet und welche Kosten dem Staat erspart bleiben. Wenn von heute auf morgen alle Kinder oder pflegebedürftigen Menschen, die bisher zu Hause betreut werden, Anspruch auf einen Kitaplatz, Kindergartenplatz bzw. Pflegeplatz erheben würden, wäre das wahrscheinlich unbezahlbar.

Die Kehrseite der Medaille ist, dass manche der erwachsenen Kinder es geradezu als Verpflichtung der Großeltern ansehen, für die Enkelkinder da zu sein und eigene Ansprüche tunlichst hinten anzustellen. Ich habe es häufig (!) im Bekanntenkreis erlebt, dass ein Treffen, ein gemeinsames Ausgehen usw. ganz kurzfristig abgesagt wurde, weil z. B. "Tochter und Schwiegersohn nachher ins Kino gehen wollen und wir den Enkel nehmen müssen".

Ein solches Verhalten finde ich unmöglich! Ich bin immer bereit, nach vorheriger Absprache (was oft der Fall ist) oder auch kurzfristig im Notfall meine Enkelkinder zu betreuen, aber ich würde nicht ständig meine eigenen Termine über den Haufen werfen, damit meine Kinder ungestört ihrem Vergnügen nachgehen können.

Wie haltet ihr das?

Lalelu


olga64
olga64
Mitglied

Re: Den Grosseltern sei Dank !
geschrieben von olga64
als Antwort auf lalelu vom 13.09.2010, 10:30:59
Lalelu - wie Sie ja schreiben, basieren Ihre Erkenntnisse auf dem ländlichen Raum. Es wohnen aber die meisten Menschen in den grossen Städten und hier sieht es völlig anders aus.
Fast jeder 2. Haushalt ist ein Single-Haushalt; die Menschen arbeiten bis 65 Jahre und länger. Die Pflege alter Menschen wurde bislang ja immer auf die Frauen in den Familien delegiert - dies klappt nicht mehr - siehe oben = Berufstätigkeit.
Und auch die Betreuung durch Oma und Opa klappt nicht, wenn diese selbst arbeiten müssen.
Ich glaube auch, dass die Kinder - meist sind es ja Einzelkinder - besser in gutgeführten Kitas aufgehoben sind als bei Grosseltern, die wiederum diesen lieben Kleinen den Status eines wunderbaren Prinzen oder Prinzessin ermöglichen. Spätestens,wenn diese lieben Kleinen in die Schule (und später ins Berufsleben kommen), haben diese Schwierigkeiten, da sie auf weitere Prinzen und Prinzessinen treffen werden.
Wir sollten uns den neuen Gegebenheiten stellen, die realistisch unser heutiges Leben abbilden und nicht alten Geschichten nachtrauern, die so nicht mehr lebbar sind. Olga
lalelu
lalelu
Mitglied

Re: Den Grosseltern sei Dank !
geschrieben von lalelu
als Antwort auf olga64 vom 13.09.2010, 15:56:29
Olga, es ist korrekt, dass die überwiegende Mehrheit der Menschen in Städten lebt, in denen soziale Kontakte anders – meistens weniger eng – gepflegt werden als im ländlichen Raum. Aber obwohl ich auf dem Lande wohne, kenne ich eine ganze Reihe von Großeltern, die in großen Städten leben und sich trotzdem intensiv um ihre Enkel kümmern, wodurch sie ihren Kindern/Schwiegerkindern eine eigene Berufstätigkeit ermöglichen. Bitte vergessen Sie nicht, dass es für junge Familien einen erheblichen finanziellen Unterschied ausmacht, ob die Großeltern unentgeltlich die Enkel hüten oder ob man Gebühren für die Kita oder die Tagesmutter bezahlen muss, erst recht, wenn es sich um mehr als ein Kind handelt.

Dass Kitas generell besser sind als liebevolle Großeltern unterschreibe ich nicht. Für mich ist "sowohl als auch" die beste Möglichkeit, falls man es in der Praxis so einrichten kann. Persönliche Zuwendung und Liebe kann man in einer Kita nicht im gleichen Maße erwarten wie von den Großeltern. Dafür lernen Kinder in einer Kita besser, sich in eine Gruppe einzufügen und auf andere Kinder Rücksicht zu nehmen, besonders, wenn es sich um Einzelkinder handelt.

In einem Punkt widerspreche ich Ihnen aber ganz entschieden: sehr oft sind es nicht die Großeltern, die ihre Enkel in Watte packen und wie kleine Prinzen und Prinzessinnen behandeln, sondern die eigenen Eltern. Zu meinem Bekannten- und Freundeskreis gehören wirklich viele Großeltern. Ich höre es immer wieder, dass Oma und Opa bei aller Liebe konsequenter in Erziehungsfragen sind als die Eltern. Die lieben Schätzchen hören von den Großeltern eher mal ein deutliches "Nein als von den Eltern – und dieses Nein wird auch bei anhaltendem Gejammer nicht zu einem "Ja!". Ausnahmen in beide Richtungen gibt es natürlich!

Meine 4 Enkelkinder lernen bei mir, dass sie eben keine kleinen Prinzen und Prinzessinnen sind, dass Omi ihnen zwar viel Liebe entgegenbringt, dass es aber auch Regeln gibt, an die man sich halten muss und dass Omi meint, was sie sagt. Nur ein kleines Beispiel: Du möchtest Sandmännchen gucken? In Ordnung – aber zuerst räumen wir die Spielsachen in die Kiste. Wenn du trödelst, ist das Sandmännchen wieder weg.

Für mich ist es wichtig, dass Kinder für ihr späteres Leben lernen, die Folgen aus ihrem eigenen Verhalten zu tragen, und das geht am besten mit liebevoller Konsequenz von Anfang an – im Elternhaus, in der Kita und bei den Großeltern.

Lalelu



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Re: Den Grosseltern sei Dank !
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf olga64 vom 13.09.2010, 15:56:29
...
Ich glaube auch, dass die Kinder - meist sind es ja Einzelkinder - besser in gutgeführten Kitas aufgehoben sind als bei Grosseltern, die wiederum diesen lieben Kleinen den Status eines wunderbaren Prinzen oder Prinzessin ermöglichen. Spätestens,wenn diese lieben Kleinen in die Schule (und später ins Berufsleben kommen), haben diese Schwierigkeiten, da sie auf weitere Prinzen und Prinzessinen treffen werden.
Wir sollten uns den neuen Gegebenheiten stellen, die realistisch unser heutiges Leben abbilden und nicht alten Geschichten nachtrauern, die so nicht mehr lebbar sind. Olga



Die "neuen Gegebenheiten" unserer zur Zeit: bei weitem steht noch nicht für jedes Kind ein Kita-Platz zur Verfügung.
Die allermeisten Kitaplätze bieten für Mütter in Schichtarbeit oder mit "ungewöhnlichen Arbeitszeiten" keine Hilfen.
In den Schulferien und an manchen "Feiertagen" stellen viele Kitas ihre Betreuung der Kinder ein.

Der grundsätzlichen Betrachtung des pädagogischen Nutzwertes der Sozialisation von Kindern in Gruppen steht also bisher noch ein mangelndes Vermögen der Kommunen gegenüber, die Plätze (auch nur dem propagierten gesetzlichen Anspruch gegenüber) in ausreichender Zahl zur Verfügung zu stellen.

luchs35
luchs35
Mitglied

Re: Den Grosseltern sei Dank !
geschrieben von luchs35
als Antwort auf olga64 vom 13.09.2010, 15:56:29
Pardon, Olga, aber Sie haben ein etwas merkwürdiges Menschenbild. Vielleicht liegt es daran, dass Sie keine Enkel haben - wie Sie schon des öfteren betonten - und dass Sie auch nie vor der Frage standen, ob sie einen geliebten Menschen in ein Pflegeheim stecken möchten.

Dass es auf beiden Seiten auch Auswüchse gibt, sowohl im Verwöhnen von Enkeln als auch bei der Betreuung eines Pflegebedürftigen, der dann in einem Heim besser aufgehoben wäre, bestreite ich durchaus nicht.

Tatsache ist aber auch, dass im Normalfall Grossmütter (mehr als die Grossväter) Pflege oder Betreuung übernehmen, wenn "Not am Mann/Frau ist. Ich kenne kaum jemanden aus der angesprochenen Gruppe, der beispielsweise seinen erkrankten Ehepartner oder einen anderen geliebten Menschen in ein Pflegeheim abschiebt, soforn häusliche Betreuung möglich ist.

Es geht hier auch um Möglichkeiten und nicht nur um den guten Willen.

Ausserdem unterliegen Sie einem Irrtum, wenn Sie annehmen, nur die "Stadtfrauen" hätten Berufs- oder Singleprobleme, das ist in ländlicher Umgebung auch der Fall. Die Stadtfrauen haben nur mehr stadtspezifische Anreize, denen sie vielleicht lieber nachkommen als einer menschlichen Aufgabe. Aber auch das wäre eine Verallgemeinerung, denn ich kenne sehr viele Frauen in Städten, die die Pflege ihrer Angehörigen - soweit dies möglich ist - übernommen haben. Manchmal ist dies mit einem Riesenspagat verbunden, um alles unter einen Hut zu bringen.

Und wie Sorella und Lalelu schon schrieben, Enkel werden im Durchschnitt von Grosseltern weniger verwöhnt oder verzogen als von den Eltern. Was die Kita betrifft : überfüllt und zu wenig vorhanden, also kein Platz. Wir haben hier beispielsweise gar keine .Und dann wohin mit den Kindern? Auf die Strasse?

Mein Enkel kommt nach der Schule zu mir, ich lerne in seinen schwächeren Fächern mit ihm, spielen eine Runde Schach zum Abschluss oder er geht mit seinen Freunden Fussball spielen. Allerdings mault er oft, weil ich strenger als seine Eltern sei. Aber es gibt auch Verwöhntage mit Kino, essen gehen etc.! Das geniessen wir dann beide.

Es gäbe noch viele Argumente, aber mit Märchen aus vergangenen Tagen hat die Realität nichts zu tun.

Luchs



lalelu
lalelu
Mitglied

Re: Den Grosseltern sei Dank !
geschrieben von lalelu
@ sorella, @luchs

Ihr habt ein wichtiges Argument in die Debatte gebracht, zu dem ich aus eigener Erfahrung etwas sagen möchte: Es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass - unanhängig von allen Argumenten pro oder contra Kita – die Anzahl der vorhandenen Kitas nicht ausreichend ist.

Meine Tochter arbeitet an zwei Wochentagen. Während dieser Zeit versorgten bisher Schwiegermutter und Schwiegervater die kleine Enkeltochter von zwei Jahren, holten den Vierjährigen mittags aus dem Kindergarten ab und kümmerten sich bis zur Rückkehr meiner Tochter am späten Nachmittag um beide Kinder.

Von jetzt auf gleich wurde alles anders, weil die Schwiegermutter vor knapp zwei Monaten einen sehr schweren Schlaganfall hatte. Natürlich half ich aus, kann das aber wegen der zu großen räumlichen Entfernung nicht dauerhaft übernehmen.

Trotz aller Bemühungen gelang es meiner Tochter nicht, eine Kita zu finden, die meine kleine Enkeltochter an ihren beiden Arbeitstagen aufgenommen hätte. Es gibt einfach zu wenige Plätze und für die vorhandenen werden Wartelisten geführt, auf denen man je nach Nachfrage nach oben rückt.

Pikantes Detail am Rande: meine Tochter wohnt in Hessen, arbeitet aber in Rheinland-Pfalz (Mainz). Dort hätte sie einen Kita-Platz sogar in der Nähe ihrer Arbeitsstelle bekommen können. ABER: da diese Plätze vom Land Rheinland-Pfalz bezuschusst werden, müssen Interessenten aus anderen Bundesländern diesen Zuschuss aus eigener Tasche zahlen, was den Kita-Platz fast unerschwinglich teuer macht.

Wenn meine Tochter nicht glücklicherweise zum guten Schluss eine Tagesmutter gefunden hätte, hätte entweder ich mein Leben zur Hälfte in Hessen leben oder sie hätte ihren Arbeitsplatz aufgeben müssen. Die Kehrseite der Medaille: Durch die Aufstockung auf einen Ganztagesplatz an zwei Wochentagen im Kindergarten für ihren Sohn und die Bezahlung der Tagesmutter für die beiden Arbeitstage hat sie Mehrkosten im Monat von rund 400 Euro. Es lässt sich leicht ausrechnen, welche finanzielle Belastung jemand tragen muss, der an jedem Arbeitstag eine Betreuung für seine Kinder finanzieren muss. Das zum eingangs erwähnten volkswirtschaftlichen Beitrag, den Großeltern durch ihr unentgeltliches Engagement bei der Betreuung ihrer Enkel leisten.

@ olga: So viel zu den Gegebenheiten, die realistisch unser heutiges Leben abbilden.

Lalelu
eko †
eko †
Mitglied

Re: Den Grosseltern sei Dank !
geschrieben von eko †
Auch wenn dies ein reiner Frauenthread zu sein scheint, möchte ich als Opa (3fach) meine Meinung dazu beisteuern.

Jede von Euch Frauen stellt hier ihre persönliche Sichtweise ein............und die stehen sich an manchen Stellen (gut lesen bitte!, ich schreibe "an manchen) diametral gegenüber.

Und doch hat jede Sichtweise ihre Berechtigung.

Es gibt Großeltern, die für ihre Enkel unersetzlich sind.

Es gibt Großeltern, die damit überfordert sind.

Es gibt Großeltern, denen man seine Kinder besser nicht anvertraut.

Es gibt Eltern, die besser keine Kinder in die Welt gesetzt hätten.

Es gibt Eltern, die ihr Kinder vorbildlich erziehen.

.....und es gibt gute und schlechte Kitas (früher sprach man ja von Kindergärten, aber die Sucht, neue Worte zu verwenden, ist zu groß)



Also, die Palette ist so riesengroß, da gibts keine einheitlichen Sichtweisen (auch "Runter vom Sofa" hat seine Berechtigung !).

Das sollte man schon auch berücksichtigen.


Es grüßt der e k o


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