Forum Soziales und Lebenshilfe Soziales Hat der Führerschein für`s Leben noch eine Überlebenschance?

Soziales Hat der Führerschein für`s Leben noch eine Überlebenschance?

barbarakary
barbarakary
Mitglied

Re: Hat der Führerschein für`s Leben noch eine Überlebenschance?
geschrieben von barbarakary
als Antwort auf old_go vom 04.05.2017, 10:35:43
Gratuliere - ebenso allen, die noch fit sind! Fahrpraxis spielt natürlich auch eine Rolle. Verantwortung ist das Stichwort: Das Alter ist nicht maßgebend, sondern der Zustand desjenigen, der Auto fahren will. Und da verstehe ich eben nicht, dass die Augen verschlossen werden, wenn eindeutige Fahrunsicherheit vorliegt! Schweigepflicht der Ärzte sollte da ihre Grenzen haben, ohne dass ein Arzt Probleme bekommt...

LG barbarakary
Re: Hat der Führerschein für`s Leben noch eine Überlebenschance?
geschrieben von kunvivanto
als Antwort auf schorsch vom 04.05.2017, 10:24:21
Es gibt einen ganz einfachen Test, ob man geistig noch auf der Höhe ist: Hier mitmachen.

OK, ab und zu zweifle ich schon mal, ob das immer stimmt!
Ich liebe Sarkasmus.
Re: Hat der Führerschein für`s Leben noch eine Überlebenschance?
geschrieben von kunvivanto
als Antwort auf kunvivanto vom 04.05.2017, 09:45:10
Ich denke, eine Rückfrage bei der Anwaltskammer würde ihm helfen.
Sorry, meinte Ärztekammer.

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Re: Hat der Führerschein für`s Leben noch eine Überlebenschance?
geschrieben von WoSchi
In anderen Ländern ist es längst üblich, dass die Fahrprüfung und theoretisches Wissen alle paar Jahre erneuert werden muss und das finde ich auch vernünftig. Selbsteinschätzung wird bei sehr jungen und sehr alten Führerscheinbesitzern, die schon oder noch aktiv fahren, leider schnell zur Überschätzung, die Folgen sind oft schrecklich, wobei oft genug völlig Unschuldige zu Schaden kommen. Und erzählen sie von "Fast-Unfällen, waren immer die anderen Schuld , nur sie selbst haben zum Glück so toll aufgepasst... jaja. In München hatten wir so eine Nachbarin, die mit ihren 81 immer noch ans Steuer wollte und sich für eine ausgezeichnete Fahrerin hielt. Regelmässig aber fuhr sie an einer bestimmten Rechtskurve, an der auch die Tram abbog und ein eigenes Gleisbett hatte, das parallel zur Strasse lief, auf die Gleise und musste allein in meiner Zeit dort 3 x herausgeschleppt werden. Nicht auszudenken, wäre da eine Bahn gekommen. Natürlich war sie niemals schuld ...
Monja_moin
Monja_moin
Mitglied

Re: Hat der Führerschein für`s Leben noch eine Überlebenschance?
geschrieben von Monja_moin
als Antwort auf barbarakary vom 04.05.2017, 11:36:23
Woher soll eigentlich der Arzt wissen, ob ich noch Auto selbst fahre, muß es ihm ja nicht erzählen.

Wenn ich irgendwann meine, nicht mehr sicher Auto fahren zu können, verkaufe ich mein Auto.
Aber Führerschein würde ich nicht abgeben oder ungültig machen lassen.
Warum sollte ich?
Ich fahre halt nicht mehr.
Das reicht.

Ansonsten bin ich der gleichen Ansicht, ""Menschen auf sein Lebensalter bezogen "einzustufen",".

Ich kenne einige viel jüngere Autofahrer die so unsicher fahren, da frage ich mich, wie haben diese ihren Führerschein erlangt.

Ansonsten sind die Hürden einen Führerschein abgenommen zu bekommen recht hoch.
Ich erlebte es bei meinem Vater.
Er erblindete im Alter auf dem linken Auge.
Fuhr aber weitermit seinem Auto.
Eines Tages fuhr er im dunkeln und sah nicht die Polizisten, die links auf der Fahrbahn standen und eine Kelle zum stoppen hochhielten.
Er hat sie fast überfahren, sie konnten nur noch schnell weg springen.
Sie fuhren ihm hinterher und auf dem Parkplatz stellten sie ihn zur Rede.
Es gab eine Anzeige und Gerichtsverhandlung.
Außer eine hohe Geldstrafe, bekam er in den Führerschein einen Eintrag, daß er nur noch bis zu einer bestimmten Geschwindigkeit fahren darf und nicht mehr im dunkeln.
Fahren durfte er aber weiterhin.

Noch nicht mal eine Fahrüberprüfung fand statt.
Wir sind nicht mehr gerne mit ihm gefahren.

Monja.
old_go
old_go
Mitglied

Re: Hat der Führerschein für`s Leben noch eine Überlebenschance?
geschrieben von old_go
als Antwort auf WoSchi vom 04.05.2017, 12:53:38
In anderen Ländern ist es längst üblich, dass die Fahrprüfung und theoretisches Wissen alle paar Jahre erneuert werden muss und das finde ich auch vernünftig. Selbsteinschätzung wird bei sehr jungen und sehr alten Führerscheinbesitzern, die schon oder noch aktiv fahren, leider schnell zur Überschätzung, die Folgen sind oft schrecklich, wobei oft genug völlig Unschuldige zu Schaden kommen. Und erzählen sie von "Fast-Unfällen, waren immer die anderen Schuld , nur sie selbst haben zum Glück so toll aufgepasst... jaja. In München hatten wir so eine Nachbarin, die mit ihren 81 immer noch ans Steuer wollte und sich für eine ausgezeichnete Fahrerin hielt. Regelmässig aber fuhr sie an einer bestimmten Rechtskurve, an der auch die Tram abbog und ein eigenes Gleisbett hatte, das parallel zur Strasse lief, auf die Gleise und musste allein in meiner Zeit dort 3 x herausgeschleppt werden. Nicht auszudenken, wäre da eine Bahn gekommen. Natürlich war sie niemals schuld ...


Was in "andern Ländern längst üblich ist"

muss noch lange nicht gut durchdacht sein und übernommen werden!

Dann könnte man genauso gut verlangen,.dass zumindest alle Berufe,in denen es um Menschenleben geht:
Ärzte,Pflegepersonal und Hebammen u.a.
ebenso ihre Berufs-Fähigkeit überprüfen lassen müssten!

Wer täglich sein Können unter Beweis stellt,erbringt doch den erforderlichen Beweis für sein Handeln!

Und das hier angeführte "Beispiel" ist absolut kein Kriterium für die beweisbare Richtigkeit dieser Forderung!



o_g

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olga64
olga64
Mitglied

Re: Hat der Führerschein für`s Leben noch eine Überlebenschance?
geschrieben von olga64
als Antwort auf Monja_moin vom 03.05.2017, 22:52:48
xxx Ärzte können nur Empfehlungen, Ratschläge geben, verbieten können sie nichts.
Da sie auch Schweigepflicht haben, dürfen sie es nur mit Erlaubnis des Patienten melden.

Monja.
[/quote]

Das ist teilweise richtig; deshalb sind auch die Sprüche von PatientInnen oft gewaltiger Unsinn, wenn sie erklären, ihrArzt hätte ihnen verboten, sich zu bewegen oder auf Fleisch zu verzichten.
Aber wenn Gefahr für die Allgemeinheit besteht, dürfen Ärzte ihre Schweigepflicht ausser Kraft setzen und diese Vorfälle an zuständige Behörden melden. Das geschieht z.B. auch, wenn eine Misshandlung an Kindern verdächtigt wird; da sind Ärzte sogar verpflichtet, dies zu melden, damit entsprechende Massnahmen ergriffen werden können.
KOmmt es nämlich zu späteren Autofahrerproblemen mit verheerenden Folgen, wird auch der medizinische Aspekt beleuchtet und auch, welche Ärzte der Delinquent zuletzt konsultierte.
Stellen Ärzte bei Patienten z.B. grosse Seh- oder Hörprobleme fest oder Demenz, müssen sie es - wenn sie verantwortungsvoll sind - ebenfalls melden, um die Gesellschaft vor solchen Autofahrern zu schützen.
Ich finde die Beiträge zu diesem von mir eingestellten Thema schon sehr interessant, vor allem, wie sehr sich einige wehren,dass ihnen evtl. der Führerschein und damit das hochgeliebte Auto entzogen werden könnte.
Ist es nicht viel wichtiger, selbst ein Zeichen für persönliche Verantwortung zu setzen als an diesen heissgeliebten Gewohnheiten festzuhalten? Auf vielen Gebieten fordern wir alle immer mehr Verantwortungsübernahme - warum fangen wir nicht bei uns selbst an?Olga
Re: Hat der Führerschein für`s Leben noch eine Überlebenschance?
geschrieben von kunvivanto
als Antwort auf old_go vom 04.05.2017, 13:49:35

Was in "andern Ländern längst üblich ist"

muss noch lange nicht gut durchdacht sein und übernommen werden!


Vielleicht wäre es ja sinnvoll, dass die anderen Länder sich ein Vorbild an unserer Regelung nehmen? So rum kann man es schließlich auch sehen.
Und jetzt werde ich gemein: In anderen Ländern ist auch noch die Todesstrafe üblich. Sind die auch ein geeignetes Vorbild? Wenn nein: Wer legt fest, auf welchen Gebieten, wir uns Vorbilder nehmen oder Vorbilder sind?
Ich erwarte bessere Argumente, als nur die Aufforderung, andern etwas nachzumachen.
SamuelVimes
SamuelVimes
Mitglied

Re: Hat der Führerschein für`s Leben noch eine Überlebenschance?
geschrieben von SamuelVimes
als Antwort auf old_go vom 04.05.2017, 13:49:35
Es ist wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit.
Die neuen Führerscheine sind alle zeitlich befristet -
für die Klassen C1, C1E, C oder CE ist eine ärztliche Bescheinigung erforderlich.
Bei den Klassen D1, D1E, D und DE muss ein betriebs-, arbeitsmedizinisches oder ein medizinisch-psychologisches Gutachten vorgelegt werden. Bis zum 50. Lebensjahr genügt für die Verlängerung dieser Fahrerlaubnisklassen die ärztliche Bescheinigung wie beim Lkw-Führerschein. Nach dem 50. Lebensjahr werden die Bus-Klassen dagegen nur bei Vorlage des umfassenderen Gutachtens verlängert.
Quelle
ADAC

LG
Sam
Re: Hat der Führerschein für`s Leben noch eine Überlebenschance?
geschrieben von kunvivanto
als Antwort auf SamuelVimes vom 04.05.2017, 14:12:36
Na also. Wozu dann die Aufregung. Wenn die Besitzer unbegrenzt gültiger Dokumente weggestorben sind, ist die Umstellung abgeschlossen.

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