Forum Soziales und Lebenshilfe Soziales Ist es wichtig und richtig, wenn Familiendramen in Buchform erörtert werden?

Soziales Ist es wichtig und richtig, wenn Familiendramen in Buchform erörtert werden?

Mitglied_81b4260
Mitglied_81b4260
Mitglied

Re: Ist es wichtig und richtig, wenn Familiendramen in Buchform erörtert werden?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 15.03.2013, 11:54:49
Witz oder Ernst....es liegt im Auge des Betrachters.

LG
Mart
miriam
miriam
Mitglied

Re: Ist es wichtig und richtig, wenn Familiendramen in Buchform erörtert werden?
geschrieben von miriam
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 15.03.2013, 12:05:09
Ja Mart - Witz oder Ernst, das ist hier die Frage...

Auch mir lässt dieses Thema einfach keine Ruhe – habe bis jetzt versucht selbst eine Antwort darauf zu finden.

Doch keines dieser monologartigen Frage und Antwort-Versuche, bot mir wirklich Zufriedenheit – bzw. wies mir einen Weg, um diese zu finden.

Die logische Konsequenz schien mir, mich an jemandem zu wenden, der vielleicht mehr Erfahrung diesbezüglich hat.
Nach kurzem Überlegen, fiel meine Wahl auf Hamlet.
Kennt Ihr Hamlet? Es ist derjenige, der mit einer gewissen Ophelia ziemlich viel trouble gehabt hat, nicht zuletzt wegen der Mischpoche.

Also machte ich mich auf dem Wege nach Dänemark, um Hamlet zu finden.

Unsere Begegnung war leider sehr kurz – und ließ mich zurück – wie soll ich sagen?
Da steh ich nun, ich armer Tor - und bin so klug als wie zuvor...

Was Hamlet betrifft, der sagte nur noch soviel:

Das starke Gift bewältigt meinen Geist;
Ich kann von England nicht die Zeitung hören. (was bedeutet das eigentlich?)
Doch prophezei’ ich, die Erwählung fällt
Auf Cameron, der nicht mein sterbend Wort bekommt...
Das sagt ihm, samt den Fügungen des Zufalls,
Die es dahin gebracht. – Der Rest ist Schweigen.

Waaas? Nach solchen erklärungsbedürftigen Worten hüllt er sich nun in Schweigen?
Die heutige Politik scheint sich hier etwas abgeguckt zu haben.

Miriam
Mitglied_81b4260
Mitglied_81b4260
Mitglied

Re: Ist es wichtig und richtig, wenn Familiendramen in Buchform erörtert werden?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf miriam vom 15.03.2013, 12:20:39
Der Rest ist Schweigen.... RIP

und davor die Refrainzeile aus dem Kapitulationslied der Mutter Courage „Der Mensch denkt: Gott lenkt. Keine Red davon!“

Anzeige

miriam
miriam
Mitglied

Re: Ist es wichtig und richtig, wenn Familiendramen in Buchform erörtert werden?
geschrieben von miriam
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 15.03.2013, 12:50:18
Der Rest ist Schweigen.... RIP


RIP? - nein noch nicht...

Vorläufig - VIP

bescheiden wie immer...

Miriam

ich sehe gerade, dass dieses Thema von Frau Olga eröffnet wurde...
Was wird sich diese freuen, weil wir so fleißig waren...
Re: Ist es wichtig und richtig, wenn Familiendramen in Buchform erörtert werden?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf miriam vom 15.03.2013, 12:59:35
Ist es wichtig und richtig, wenn Familiendramen in Buchform erörtert werden?

"Früher" waren Bücher für mich sehr wichtig, heute klappt's mit dem Lesen nicht mehr.
Besonders gerne las ich Biografien, also Tatsachenberichte um anerkannte und/oder bekannte Persönlichkeiten der Vergangenheit,
die ja grösstenteils auch Familiendramen enthielten.

Nunmehr werden im TV häufig Menschen vorgestellt, die natürlich noch leben, und
deren "Biografien" grösstenteils auch Familiendramen enthalten.

Die hohen Verkaufszahlen in der heutzutage sehr schwierigen Zeit für Bücher (ausgenommen Sachbücher) zeigen doch deutlich, dass jüngere Leute, trotz TV und allen anderen Unterhaltungsmedien und -möglichkeiten,
noch immer gerne lesen,
vor allem "Familiendramen" - warum auch nicht?

LG MargArit
miriam
miriam
Mitglied

Re: Ist es wichtig und richtig, wenn Familiendramen in Buchform erörtert werden?
geschrieben von miriam
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 15.03.2013, 17:52:59
Mir geht es auch ähnlich, MargArit.
Auch ich lese weniger als früher - aber heute ist mir etwas wunderbares geschehen...

Ich blätterte etwas unschlüssig im Internet, wusste nicht genau nach was ich eigentlich suche - und da kam mir (auf den besagten Seiten), ein alter guter Freund plötzlich entgegen.
Schon als ich seinen Namen las, bekam ich wieder Lust zu lesen - nein, keine der großen Familiendramen wie früher - aber genau seine Bücher.
Also stelle ich ihn auch dir vor - und auch anderen, die vielleich Lust haben auf gute, aber nicht sehr schwere Literatur.

Sein Name ist Franz Hohler.

Und jetzt soll er selber von sich erzählen. Im Link.

Achtung, unten auf den jeweiligen Seiten befindet sich ein kleines rotes Zeichen - wenn man das anklickt, geht es weiter.

Viel Spaß und einen schönen Abend

Miriam

Anzeige

Mitglied_81b4260
Mitglied_81b4260
Mitglied

Re: Ist es wichtig und richtig, wenn Familiendramen in Buchform erörtert werden?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf miriam vom 15.03.2013, 18:37:07
Danke miriam für den Tipp!

Werde das heute abend anschauen.

Thema war ja, ob es WICHTIG und RICHTIG sei, FamilienDRAMEN in Buchform zu erörtern und ob das angesichts eines übersättigten Marktes auch verkauft würde.

Wichtig für den Schreibenen? Wahrscheinlich in den meisten Fällen ja, da es ein Weg der Aufarbeitung bzw. der Darstellung der eigenen Sicht ist (Schorsch hat das ausgeführt.)

Wichtig zum Teil, um hinter eine scheinbar idyllische Familiensituation zu schauen und Leichen aus dem dunklen Keller hervorzuziehen ....damit ist jede Subjektivität klarerweise gegeben. Unangenehm und manchmal ungustiös, wenn heute Lebenden, aber auch wenn Verstorbene betroffen sind. Klarerweise umstritten, z.T. sicherlich voyeuristisch und geschmacklos .... da gibt es alle Übergange von guter bis miserabler Handarbeit. Manchmal literatisch hochwertig; von purer Effektheischerei und zur Verfremdung und Verklaustulierung, alles gibt es.

Der Markt entscheidet, heißt es ja ---- (wurde schon früher angesprochen). Dass zum Promoten die entsprechenden Methoden eingesetzt werden, braucht doch gerade Befürworter des freien Marktes nicht erstaunen.

Ich persönlich lese gerne Biographien und Familiengeschichten; es gibt auch Meisterwerke darunter.

LG mart
schorsch
schorsch
Mitglied

Re: Ist es wichtig und richtig, wenn Familiendramen in Buchform erörtert werden?
geschrieben von schorsch
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 16.03.2013, 10:40:40
Damit die Aufarbeitung seiner Erlebnisse nicht zur Abrechnung verkommt, ist es wichtig, dass man alle Namen von Personen, die schlecht wegkommen könnten, ändert und auch die Ortsnamen so gestaltet, dass nur diejenigen begreifen, wer da gemeint sein könnte, die die Fakten ohnehin schon kennen.

Ich wurde nach der Veröffentlichung meines 1. Buches mehrmals von Angehörigen von im Buch Vorkommenden darauf angesprochen. Dann sagte ich etwa sinngemäss: "Wenn du trotz Namens- und Ortsänderung auf den richtigen Namen gekommen bist, gibst du indirekt damit zu, dass die Fakten stimmen!"
Mitglied_81b4260
Mitglied_81b4260
Mitglied

Re: Ist es wichtig und richtig, wenn Familiendramen in Buchform erörtert werden?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf schorsch vom 16.03.2013, 10:49:22
Klarerweise und naturgemäß artet manches in Schuldzuschreibung bzw. in Weißwaschung aus.

Andererseits werden ja bekanntere Leute sehr gerne über vergangene Zeiten befragt ... auch das spätere Informationsquellen für Historiker und Soziologen.
Es werden gerne Dokus über noch heute Lebende, ihr Wirken, ihre Familie etc. gedreht usw.

Geschmack und Absichten?

... und es werden Gerichte bemüht.
olga64
olga64
Mitglied

Re: Ist es wichtig und richtig, wenn Familiendramen in Buchform erörtert werden?
geschrieben von olga64
als Antwort auf majana vom 15.03.2013, 00:59:10
Nicht umsonst gibt es heute die Altersarmut und Renter die ihr Leben lang gearbeitet und nicht soviel verdient haben, sind heute die Dummen. Es ist eben nicht jedem gegeben in einem hochqualifizierten Beruf viel Geld zu verdienen, um sich das geforderte Polster zuzulegen. Manche vergessen z. b., dass in früheren Jahren die weiterführenden Schulen Schulgeld verlangten und auch die Schulbücher nicht umsonst waren. Nicht jeder konnte es sich leisten sein Kind aufs Gymnasium zu schicken, damit es bessere berufliche Chancen hat, geschweige denn zu studieren, denn auch das kostete damals Geld, aber das steht hier scheinbar alles nicht zur Debatte, man sieht alles einseitig von seinem eigenen Standpunkt aus.


Die Altersarmut beträgt aktuell 4% - die Armut der Kinder und Familien ist sehr viel höher. Es kam nie darauf an,wie lange jemand berufstätig war - es kam immer auf die Höhe der Einzahlungen in die Rentenversicherung an, die sich nach dem GEhalt richtete. DAs ist auch heutigen Rentnern, die Sie als dumm bezeichnen, lange gut bekannt gewesen - sie erhielten ja viele Jahre, bevor sie Rente erhielten, die Prognosen der Rentenversicherung zugesandt.
Bildungspolitik ist in unserem Land Ländersache - auch früher wurde dies in Sachen Schulgeld und Schulbücher so gehandhabt. Schon bei mir war kein SChulgeld mehr erforderlich - und für Schulbücher und deren ERwerb wurde dann auf etwas anderes verzichtet, da es meiner Familie sehr wichtig war, zwei Kinder, die die Voraussetzungen in Form von guten Noten erfüllten, für eine weiterführende Schule zu qualifizieren.
Und das Studium finanzierte ich und viele meiner KOmmilitionen damals noch selbst - durch Nebenjobs usw. - Bafög gab es damals noch nicht.
Und weshalb ist es so schlimm, wenn jemand von seinem eigenen STandpunkt und aus eigener Erfahrung eine komplexe Angelegenheit beurteilt? Mir persönlich ist dies immer lieber gewesen als die Leute, die ohne Kenntnisse usw. einfach spekulativ nachplappern. Olga

Anzeige