Soziales Ist Rache süß?

det
det
Mitglied

Re: Ist Rache süß?
geschrieben von det
als Antwort auf mane vom 28.10.2014, 13:17:32
Was bringt es, aus verletzten Gefühlen heraus, im realen, aber auch im virtuellen Leben, seine Rachegelüsten nachzugeben?
Hilft es, Eurer Meinung nach, diese Gefühle zu heilen? Was will man damit erreichen? Fühlt man sich wirklich besser danach oder steckt man nur weiterhin Energie in die Sache, indem man sich länger als nötig, damit beschäftigt?
geschrieben von mane
Rache ist unproduktiv, weil sie nur dazu dient, verletzten Gefühlen Genugtuung zu verschaffen. Der andere rächt sich wieder und es beginnt ein sinnlose Hin und Her. Trotzdem ist es oft schwer, sich zurück zu nehmen, denn wer möchte schon öffentlich gedemütigt werden oder als Verlierer dastehen.
Die Rache im Kleinen ist häufig zu beobachten: sie heißt "das letzte Wort behalten". Letztendlich ist sie auch nicht besser als echte Rache, nur daß sie etwas harmloser daher kommt.

Das Gegenteil zur Rache zeigt ein chinesisches Sprichwort: "Wenn du lange genug am Fluss sitzt, siehst du irgendwann die Leiche deines Feindes vorbeischwimmen." Doch wer hat schon die erforderliche Geduld?

det
Re: Ist Rache süß?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
Hallo Mane,
Rachegefühle kommen selten bei mir auf,oft sind es ja Mißverständnisse,die zu einer vermeintlichen "Verletzung " führen und ein Gespräch wirkt dann klärend.
Aber zur Zeit erlebe ich eine Situation,die bei mir schon Rachegefühle auslöst und ich spiele diese auch in Gedanken durch,dabei ergeben sich interessanterweise neue Möglichkeiten,die ich mir notiere und vielleicht als Rettungsanker gebrauchen kann.
Gefühle können nicht immer unterdrückt werden,denke ich.
LG Inga
hisun
hisun
Mitglied

Re: Ist Rache süß?
geschrieben von hisun
als Antwort auf mane vom 28.10.2014, 13:17:32
Also Rache kann schon süss sein,
wenn jemand, der mir Übles angetan,
irgendwann Üblem begegnet, dann kommen
unweigerlich die Gedanken:
„er/sie hat bekommen, was er/sie gesät hat!

Jedoch selbst Rache üben, würde ich niemals.

In jungen Jahren hat mich mal meine damals beste
Freundin blossgestellt – es war sehr, sehr schlimm!
Am anderen Tag rief sie mich im Büro an und wollte
sich entschuldigen. Ich sagte: „ich will von dir nichts
mehr hören, dich nie mehr sehen, du bist keine Freundin,
und hängte auf. Ich habe sie nie mehr gesehen, aber es
mir das Herz gebrochen und es brauchte sehr viel Zeit,
bis ich anderen wieder vertrauten konnte.

Aber so bin ich nun mal gestickt.
Ich verlange nur, was ich selber bereit bin zu geben.

hisun
.*.

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KaJazza
KaJazza
Mitglied

Re: Ist Rache süß?
geschrieben von KaJazza
Ob "Rache" nun süß, sauer, salzig oder bitter ist - manchmal braucht man wohl einfach ein Ventil, um tiefgreifende Verletzungen überhaupt ertragen zu können.

Ich rede hier nicht vom alltäglichen Kleinkrieg, der sich wohl besonders gerne auch in Web-Foren abspielt.
Sondern von Menschen, die z.B. ihre Partner über Jahre belogen, betrogen, verarscht haben - und dann auch noch versuchen, dem anderen die Schuld an diesem unsozialen Verhalten geben zu wollen.

Dass in solchen Fällen "Rachegedanken" aufkommen, ist doch nur normal - und diese ganzen asiatischen "Gutmenschen-Gedanken" zu diesem Themenkomplex gehen mir persönlich eher gegen den Strich
Re: Ist Rache süß?
geschrieben von ehemaliges Mitglied_0af83
als Antwort auf KaJazza vom 29.10.2014, 08:14:58

Dass in solchen Fällen "Rachegedanken" aufkommen, ist doch nur normal - und diese ganzen asiatischen "Gutmenschen-Gedanken" zu diesem Themenkomplex gehen mir persönlich eher gegen den Strich


?

Wo stehen denn diese " asiatischen Gutmenschen-Gedanken " ?
Und was sind das denn überhaupt ?

Ich bin vor Jahren mal von einem Geschäftspartner betrogen worden. Das hat mich sehr geärgert und als ich lange Zeit später die Gelegenheit hatte, ihm seine Karriere kaputt zu machen, habe ich meine Rache genossen.

hannes
schorsch
schorsch
Mitglied

Re: Ist Rache süß?
geschrieben von schorsch
als Antwort auf mane vom 28.10.2014, 13:17:32
Ich räche mich zwar nie. Aber wenn ich sehe oder vernehme, dass jemand, der mir Unrecht getan oder Schlechtes angetan, vom Gesetz erwischt wurde, dann gibt`s in meinem Inneren schon so was wie Glücksgefühl!

Beispiel: Ein "besserer" Politiker einer gewissen populistischen Schweizer Partei wollte mich in der gesamten Schweizer Medienlandschaft fertig machen. Allerdings schüttelten die meisten Medien nur den Kopf. Ein paar Monate später wurde dieser Politiker erwischt und angeklagt wegen Steuerschummelei!

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det
det
Mitglied

Re: Ist Rache süß?
geschrieben von det
als Antwort auf ehemaliges Mitglied_0af83 vom 29.10.2014, 08:53:42
Ich bin vor Jahren mal von einem Geschäftspartner betrogen worden. Das hat mich sehr geärgert und als ich lange Zeit später die Gelegenheit hatte, ihm seine Karriere kaputt zu machen, habe ich meine Rache genossen.
Das ist einer der Gesichtspunkte bei Rache, die ich auch für wichtig halte.
Wenn ich lange Zeit später Rache nehmen kann, dann bedeutet das auch, daß ich die Rachegedanken, den Zorn auf einen anderen Menschen, den ganzen Sack an negativen Gefühlen, ebenfalls für lange Zeit mit mir rumtrage und ihn am Leben erhalte. Darauf hätte ich keine Lust. Wer mich in welcher Form auch immer betrügt, den halte ich mir so weit wie möglich vom Leib - weit genug, daß er keine zweite Chance bekommt, mich zu betrügen. Aber ich hege und pflege den Zorn nicht, weil ich glaube, daß das mein Denken "vergiftet". ich will nicht nachtragend sein und Zorn für weiß der Geier wie lange Zeit mit mir herumtragen. Lieber hake ich die Sache als Erfahrung ab und versuche daraus zu lernen. Vielleicht war ich ja zu vertrauensselig?

det
mane
mane
Mitglied

Re: Ist Rache süß?
geschrieben von mane

Danke für Eure interessanten Überlegungen zu dem Thema.

Zivilisation und Rache schließen sich aus, oder? Mir scheint, das gilt heute weder im "Kleinen" noch im "Großen".

Wir nähern uns wieder dem Prinzip Auge um Auge, Zahn um Zahn.
Bruny


Hierbei geht es, genaugenommen, um eine Entschädigung, eine Wiedergutmachung, entsprechend dem Schaden, der jemandem zugefügt worden ist, und nicht um Rache.
Das Zitat "Auge um Auge, Zahn um Zahn" stammt aus dem Alten Testament und soll ein blutiges Zurückschlagen verhindern, welches sich immer mehr hochschaukelt.
Es wurde festgelegt: "Nur diese Strafe und nicht mehr".

Rache mag vielleicht kurzfristig süß sein, solange daraus eine angebliche Stärke gezogen wird. Sie hat aber immer einen bitteren Nachgeschmack, spätestens, wenn dieses Stärkegefühl nachlässt und der Kreislauf wieder von vorne beginnt.
geschrieben von Woelfin


Es besteht bei einem Racheakt immer die Gefahr, dass der/die andere sich im Gegenzug an uns rächt und wir in einen Teufelskreis geraten. Manchmal weiß man später kaum noch, wer angefangen hat oder worum es überhaupt ging.

Wohin Rache führen kann ist bei den Völkern gut zu beobachten,
zu deren Gesellschaftsordnung die Blutrache gehört. Das kann
weitergehen bis ins dritte und vierte Glied einer Familie, es
werden auch Enkel und Urenkel nicht verschont im Extremfall.


So ist es heute in manchen Gegenden leider immer noch. Kann das Opfer sich nicht mehr selber rächen, straft seine Familie den Täter und seine Familie, um sich zu rächen und die vermeindlich verlorene Familienehre wiederherzustellen.
Kanun in Albanien

sich WEHREN, wenn man angegriffen ist (oder zur Rede stellen wenn man sich angegriffen FÜHLT) = JA

sich RÄCHEN, NEIN ! Die event. augenblickliche Genugtuung ist (für mich) ein primäres Gefühl und bringt nicht weiter..
geschrieben von Val


Ich glaube, dass die Grenzen zwischen "sich wehren" und "sich rächen" fließend sein können. Sind nicht auch "kleine Nadelstiche", die dem anderen zeigen sollen, "bis hierher und nicht weiter", kleine Racheakte?

Ich denke ,wer sich dazu hinreißen lässt sich mit Wut im Bauch zu rächen, wird keine Ruhe und Zufriedenheit bekommen. Wenn man verletzt ist, neigt man oft zu übertriebenen und dummen Handlungen, die nichts bringen.
geschrieben von Stellamaris


Die "Wut im Bauch" lässt sich leider nicht so einfach wegschieben. Sie bleibt, wenn man keine Kanäle findet, sie rauszulassen. Irgendwann wird das Fass voll sein und unkontrolliert überlaufen.
Die Frage ist, wie kann man mit der Wut kontroliert umgehen?

Ich habe mich einige Male in meinem Leben gerächt - auch an Männern. Ich fühlte mich nach erfolgter Tat so mies, dass ich es nicht mehr machte - insoweit habe ich aus dem Leben gelernt, was ja auch nicht schlecht ist.
Da ich von meiner Mentalität sowieso dazu neige, Missstände nicht zu verdrängen oder zu verstecken, sonder anzusprechen und auf Änderung zu pochen (sehr oft auch bei mir), fallen die meisten Rachegedanken in sich zusammen. Olga
geschrieben von Olga


Ich glaube, dass es von Person zu Person zu ganz unterschiedlichen Gefühlen kommen kann, wenn sie sich an dem "Missetäter" rächt. Manche werden sich besser fühlen, wenn auch nur kurzfristig.
Besser finde ich auch, mal bei sich selbst zu schauen, aus dem Erlebten zu lernen und nachdenken, was man selber zu dem Geschehen beigetragen hat.
Das ist jedoch nicht leicht.

Handelt es sich um intelligente organisierte Intrigen oder Manipulationen so versuche ich langfristig herauszufinden um den Sinn und Zweck dieser zu verstehen.

Aber, bei normalen Verletzungen, ist für mich ein Racheakt wie ein Foto, man genießt es einige Sekunden, nachher macht sich ein Kater breit, besser,man dreht sich um stellt die Ohren auf Durchzug und geht. Eine Nacht darüber Schlafen hilft immer.
geschrieben von Philippe


Meinst Du in Deinem ersten Absatz "den Sinn und Zweck zu verstehen", Racheakte anderer in Deine Richtung? Da kann das Verstehen hilfreich sein und etwas von der erlittenen "Kränkung" ablenken oder zu einer ganz neuen Sichtweise zu gelangen.

"Racheakt wie ein Foto" trifft es gut. Man fügt der erlittenen Kränkung eine weitere Kränkung hinzu.

Liebe Grüße,
Mane
pschroed
pschroed
Mitglied

Re: Ist Rache süß?
geschrieben von pschroed
als Antwort auf mane vom 29.10.2014, 10:07:53


Meinst Du in Deinem ersten Absatz "den Sinn und Zweck zu verstehen", Racheakte anderer in Deine Richtung? Da kann das Verstehen hilfreich sein und etwas von der erlittenen "Kränkung" ablenken oder zu einer ganz neuen Sichtweise zu gelangen.

"Racheakt wie ein Foto" trifft es gut. Man fügt der erlittenen Kränkung eine weitere Kränkung hinzu.
,
Liebe Grüße,
Mane
geschrieben von mane


Liebe Mane

Ich führte circa 30 Jahre lang Gruppen in meiner Sturm und Drangzeit,es kam öfters vor daß es Stimmungsschwankungen oder schlechte Atmosphären gab, wo ich nicht immer gleich den Sinn verstanden habe, manchmal stellte es sich heraus daß ich selbst daneben lag, (Organisieren, usw.)sich aber keiner traute mir es zu sagen.
Auch im alltäglichen kann es die gleiche Situationen geben, wenn man sich selbst nicht in Frage stellt und vielleicht von sich selbst zu sehr überzeugt ist.
Es sind oft die verschiedenen Sichtweisen einer Situation oder das interpretieren von Gesagtem oder Geschriebenem. Eine falsche Tonlage und schon kann es passiert sein. Der Idealzustand wäre ein offener toleranter ehrlicher Umgang wo man durch positive Kritik entspannen kann und den Racheakt etwas reduziert.

Phil.

Puhh.. habe heute einige Probleme die richtige Sätze zu finden.
mane
mane
Mitglied

Re: Ist Rache süß?
geschrieben von mane
Es ist erstaunlich wie unterschiedlich Menschen mit dem Gedanken an Rache umgehen. Eher selten wird wirklich Rache geübt, oder?
Ich finde Eure Gedanken zum Thema sehr bereichernd, sie bringen mich zum Nachdenken. Auch über das Thema hinaus.

Ich denke, Rachegefühle und -ausführung laufen häufig unbewusst ab.


Das glaube ich auch, Klaro. Rachegefühle kommen manchmal hoch, wenn uns Situationen und/oder Menschen an unbewusste Verletzungen, oft aus der Kinderzeit, erinnern. Dann trägt unser Gegenüber, der diese Gefühle ausgelöst hat, eigentlich keine Schuld. Diese Person spiegelt mir nur etwas, was ich mir mal genauer anschauen sollte.

Liebe Mane, da ist dir ja wieder ein interessantes Diskussionsthema eingefallen, und ich habe es heute mal zum Thema beim Nachmittagskaffee gemacht .
Das erstaunliche Ergebnis: Weder mein Mann noch ich können uns an eine Situation erinnern, wo uns einmal ernsthafte "Rachegedanken" gekommen wären .
Wie ist das möglich? Haben wir ein so schlechtes Gedächtnis? An viele andere Begebenheiten bis hin zur Kindheit erinnern wir uns doch auch noch!


Das gefällt mir, liebe Gillian, mein Thema beim Nachmittagskaffee zu diskutieren.

Ich denke, dass Du ein sehr ausgeglichener, selbstbewusster Mensch bist und warst, dass Dir Rachegedanken fern liegen.

Wenn ich z.B. an meine Schulzeit zurückdenke, erinnere ich mich an einige Rachegedanken, was meine Lehrer betraf. Da fühlte ich mich manchmal ganz klein und wehrlos und hatte die Phantasie, wie "schön" es doch wäre, später selber mal diesen Beruf auszuüben, um mich zu rächen. Das war natürlich Kinderkram und es hätte natürlich die Falschen getroffen.

.... Trotzdem ist es oft schwer, sich zurück zu nehmen, denn wer möchte schon öffentlich gedemütigt werden oder als Verlierer dastehen.
Die Rache im Kleinen ist häufig zu beobachten: sie heißt "das letzte Wort behalten". Letztendlich ist sie auch nicht besser als echte Rache, nur daß sie etwas harmloser daher kommt.

Das Gegenteil zur Rache zeigt ein chinesisches Sprichwort: "Wenn du lange genug am Fluss sitzt, siehst du irgendwann die Leiche deines Feindes vorbeischwimmen." Doch wer hat schon die erforderliche Geduld?
det
geschrieben von Det


Manchmal habe ich den Eindruck, dass hinter persönlichen Beleidigungen die eigene Unzufriedenheit steht und die Betreffenden "sich prügeln wollen", um ihren Frust abzulassen.
Das gilt es rechtzeitig zu erkennen und sich nicht darauf einzulassen.

Dein eingestelltes chinesisches Sprichwort passt auf einige Antworten hier im Thread, die darauf hoffen, dass die "Gerechtigkeit" auch ohne ihr Zutun siegen wird.

Rachegefühle kommen selten bei mir auf,oft sind es ja Mißverständnisse,die zu einer vermeintlichen "Verletzung " führen und ein Gespräch wirkt dann klärend.

Aber zur Zeit erlebe ich eine Situation,die bei mir schon Rachegefühle auslöst und ich spiele diese auch in Gedanken durch,dabei ergeben sich interessanterweise neue Möglichkeiten,die ich mir notiere und vielleicht als Rettungsanker gebrauchen kann.
geschrieben von Inga


Du hast recht, oft sind es nur Missverständnisse und wenn man dann vorschnell seinen Gefühlen freien Lauf lässt, folgt auf die eigene Rache die des anderen. Besser mal nachfragen, wie es gemeint war.
Deinen zweiten Absatz verstehe ich nicht ganz. Du schaffst Dir "Rettungsanker", um mit Verletzungen umzugehen?

Also Rache kann schon süss sein,
wenn jemand, der mir Übles angetan,
irgendwann Üblem begegnet, dann kommen
unweigerlich die Gedanken:
„er/sie hat bekommen, was er/sie gesät hat!

Jedoch selbst Rache üben, würde ich niemals.

In jungen Jahren hat mich mal meine damals beste
Freundin blossgestellt – es war sehr, sehr schlimm!
Am anderen Tag rief sie mich im Büro an und wollte
sich entschuldigen. Ich sagte: „ich will von dir nichts
mehr hören, dich nie mehr sehen, du bist keine Freundin,
und hängte auf. Ich habe sie nie mehr gesehen, aber es
mir das Herz gebrochen und es brauchte sehr viel Zeit,
bis ich anderen wieder vertrauten konnte.


Das ist eine traurige Geschichte, liebe Hisun, die Dich wahrscheinlich immer noch bedrückt. Ich sehe es so, dass es Deine Rache gegenüber Deiner ehemaligen Freundin war, ihr nicht zu verzeihen. Hast Du Dir damit nicht am meisten wehgetan?

Ob "Rache" nun süß, sauer, salzig oder bitter ist - manchmal braucht man wohl einfach ein Ventil, um tiefgreifende Verletzungen überhaupt ertragen zu können.

Ich rede hier nicht vom alltäglichen Kleinkrieg, der sich wohl besonders gerne auch in Web-Foren abspielt.
Sondern von Menschen, die z.B. ihre Partner über Jahre belogen, betrogen, verarscht haben - und dann auch noch versuchen, dem anderen die Schuld an diesem unsozialen Verhalten geben zu wollen.


Denkst Du, dass es leichter wird, "tiefgreifende Verletzungen" zu ertragen, wenn man sich rächt? Verstehen kann ich das (tue es selber, aber nur in Gedanken), aber ob es wirklich was positives bringt, sich lange damit zu beschäftigen?t? Man schadet dem anderen, der einem das angetan hat, aber was macht es mir einem? Das sollte das Wichtigste sein, finde ich.
Racheakte sind selten impulsiv, besonders bei großen Kränkungen. Da beschäftigt man sich möglicherweise eine lange Zeit durch die Racheplanung und -ausführung mit diesen Kränkungen. Das ist, in meinen Augen, eine weitere Verletzung, die man sich aber selber antut.

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