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Soziales Kostenexplosion Pflegeheimplätze

karl
karl
Administrator

RE: Kostenexplosion Pflegeheimplätze
geschrieben von karl
als Antwort auf Heddy vom 12.07.2021, 20:41:14

Danke @heddy

Karl

dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

RE: Kostenexplosion Pflegeheimplätze
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf karl vom 12.07.2021, 20:43:32

Es freut mich sehr, karl, dass mein Beitrag für Dich Anlass zu einer eigenen Recherche war und auch vielen Dank @heddy für Deine Hilfe. Auf Grund des angespannten Dienstplans wegen der Urlaube meiner Kollegen, arbeite ich zur Zeit 12-Stunden-Schichten und bin froh, wenn ich Dir nicht zuarbeiten muss.

Liebe Grüße - dutch

olga64
olga64
Mitglied

RE: Kostenexplosion Pflegeheimplätze
geschrieben von olga64
als Antwort auf Heddy vom 12.07.2021, 20:41:14

Vielen DAnk für diese Info. DAs hört sich alles sehr gut an.
Zu bedenken ist aber auch ,dass Dänemark m.W.ca 6 Mio Einwohner hat (Deutschland ca 83 Mio). Da sind solche Modelle, wie geschildert sicher einfacher umzusetzen als bei mehr 20 Mio alten Menschen wie in Deutschland.
Dänemark ist m.W. auch ein Hochsteuerland; allerdings sind in diesen Steuersätzen (nach meiner Information bis zu 53%) auch die Sozialkosten enthalten, die bei uns extra von den Gehältern abgezogen werden.
Auch die Mehrwertsteuer ist in Dänemark höher (25% - Deutschland 19%).

Aber die Idee ist sehr gut, dürfte aber auf Deutschland nicht umsetzbar sein. Olga


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Heddy
Heddy
Mitglied

RE: Kostenexplosion Pflegeheimplätze
geschrieben von Heddy
als Antwort auf olga64 vom 13.07.2021, 19:37:02

Ja es ist richtig, dieses Model wird bei uns nicht umsetzbar sein. Allerdings kenne ich nicht den Anteil der Erwerbsfähigen, aber soviel ich weiß legt der Anteil der über 65-jährigen bei 19,7 der Gesamtzahl der Einwohner.Es ist also wichtig, eine hohe Anzahl an Erwerbstätigen zu haben, da ja die Einkommenssteuer ein wichtiger Teil der Steuern ist. Aber da alles über Steuern finanziert wird,  zählt auch die sogenannte Luxussteuer auf Autos( kann variieren zwischen 150  und 80% des Autopreises) sowie die hohe Mehrwertsteuer.  Es sind also auch steuermäßig ganz andere Voraussetzungen. Der Anteil der Steuern, der in den Kommunen verbleibt wird dort aufgeteilt u.a. für die Sozialausgaben, dazu zählen Bezahlung der Ärzte,Krankenhäuser ,Pflegepersonal, Kosten für Kinder- und Jugendbetreuung usw.
Das ist so mein letzter Stand an Informationen. Kann evtl. sich leicht verändert haben.
Heddy

olga64
olga64
Mitglied

RE: Kostenexplosion Pflegeheimplätze
geschrieben von olga64
als Antwort auf Heddy vom 13.07.2021, 21:45:49

Letzten Endes ist es eine Sache der Additon: in Deutschland gibt es Steuern plus Sozialabgaben (= für Rente, Kranken- und Pflegeversicherung, ARbeitslosenversicherung). Die Sozialabgaben betragen ca 23% für den ARbeitnehmer plus Anteil der ARbeitgeber weitere 23%.
Höchststeuer für Grossverdiener geht bis zu 60% (Einkommenssteuer, Reichensteuer, Soli plus Kirchensteuer).
Die Mehrwertsteuer liegt bei uns noch bei 19%, aber unterschiedlich: z.B. für Lebensmittel nur 7%. DAs hat direkte Auswirkung auf den KOnsumenten, zu dem alle Bevölkerungsgruppen gehören.
Der Anteil der über 65-jährigen wächst kontinuierlich und liegt derzeit bei ca 19%, also fast 25% der Bevölkerung.
Unser Staatshaushalt beträgt ca 362 Milliarden Euro, wovon die Hälfte in soziale Bereiche fliessen.
Bedingt durch die Seuche verschulden sich jetzt alle Staaten, bzw. werden, sofern sie zur EU gehören, auch von dieser unterstützt. Aber das wird noch eine grosse Bürde für nachfolgende Generationen und es kann schon angenommen werden, dass irgendwann die LÄnder auch die Steuern erhöhen müssen, zumal sich an der demographischen Situation der Bürger nicht schnell etwas zum Positiven ändern wird. D.h., die Leute werden immer älter und benötigen immer mehr aus den Staatskassen, in welche sie aber nur wenig einzahlen (können).
Olga


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