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olga64
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Bombenanschlag auf den BVB-Mannschaftsbus
geschrieben von olga64
Die Spieler des BVB hatten anscheinend einen SChutzengel gehabt. Die Nachuntersuchung der Bombe, die in den Bus einschlug, ergab, dass diese gespickt mit Glassplitter, Nägeln usw. teilweise in den Kopfstützen landete und zu verheerenden VErletzungen der Spieler hätte führen können, wenn diese nicht vermutlich reflexartig reagiert und sich in Sicherheit gebracht hätten.

Das heutige Spiel gegen Monaco soll trotzdem stattfinden.
Die ersten Verhaftungen aus der islamistischen Szene haben stattgefunden. Im Internet wird noch ein Gerücht gestreut, dass linke Antifa-Gruppen dahinterstehen sollen.
Auch München ist in Alarmbereitschaft, wo heute gegen Real gespielt wird.

Tapfere Fussfallfans wurden auf der Strasse bereits interviewt, die dann sagen, was immer nach solchen Anschlägen gesagt wird: "ich habe keine Angst"; "ich gehe zum Spiel, sonst hätten die anderen gesiegt" usw.

Da ich nie so mutig wäre, bin ich froh, dass ich keinen Besuch der Allianz-Arena geplant habe und mich dieser Nervenanspannung nicht aussetzen muss. Wünsche unseren Mannschaften ein gutes, sportliches Spiel ohne jegliche Beeinträchtigungen. Olga
grinsekatze
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Re: Bombenanschlag auf den BVB-Mannschaftsbus
geschrieben von grinsekatze als Antwort auf olga64 vom 12.04.2017 17:08:49
Ich bin genauso erschüttert und hoffe, daß heute abend alles gut geht in Dortmund sowie in München.

München hat sein Polizeiaufgebot ordentlich aufgestockt nach der grausamen Attacke gegen die Spieler des BVB. Was ich auch für sinnvoll halte.

Die Spieler und Betreuer können wirklich von Glück sagen, daß nichts Schlimmeres passiert ist bei dem Anschlag. Nicht auszudenken, wenn die Nagelbombe Spieler getroffen hätte, da hätte niemand überlebt.

Bleibt zu wünschen, daß alle Spieler heute den Kopf einigermaßen frei haben und ein gutes Spiel zustande bringen.

Ganz widerwärtig ist sowas und ich hoffe man findet die Täter schnell.

grinsekatze
olga64
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Re: Bombenanschlag au den BVB-Mannschaftsbus
geschrieben von olga64 als Antwort auf grinsekatze vom 12.04.2017 17:56:48
Sicher ist es wichtig, die richtigen Täter zu finden, egal aus welcher Ecke sie kommen sollten. ABer Tatsache ist auch,d ass die nächsten Täter schon ihre Taten strategisch planen und es kommt immer näher und wird immer grausamer. Die Frage ist ja nicht, ob wieder ein Anschlag erfolgt, sondern nur noch wann und wo. Olga
Edita
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Re: Bombenanschlag auf den BVB-Mannschaftsbus
geschrieben von Edita als Antwort auf olga64 vom 12.04.2017 18:52:20
Daß das Spiel heute schon "nachgeholt" werden muß weil sonst keine Termine mehr frei sind, das finde ich, ist ein Skandal, zeigt es doch, daß der psychische Zustand der Spieler überhaupt keine Rolle spielt, sondern einzig die Kasse der FIFA!
Mir kann kein Mensch erzählen, daß die Spieler, die sich ja im Bus auf den Boden geworfen haben um nicht von Schüssen oder sonstwas getroffen zu werden, nicht mindestens eine "psychische Beeinträchtigung", wenn nicht gar ein Trauma erlitten haben!
Der Unterschied von der Mannschaft vom BVB zu unserer Nationalmannschaft, die ja den entsetzlichen Anschlag vor eineinhalb Jahren in Paris ziemlich gut "weggesteckt" hat, besteht darin, daß sie vom Geschehen, außer das Hören der von "weiter weg" explodierenden Böller, selber nichts mitbekommen hat!
Nein - hier geht es nicht mehr um Menschen, Freude und Sport, hier geht es nur noch um Geld für die FIFA, koste es was es wolle!

Edita
grinsekatze
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Re: Bombenanschlag auf den BVB-Mannschaftsbus
geschrieben von grinsekatze als Antwort auf Edita vom 12.04.2017 19:48:28
Edita, im Prinzig gebe ich dir recht.

Der Trainer überließ es den Spielern, ob sie auflaufen wollen oder nicht und es hat sich niemand gemeldet. Vielleicht auch aus Scham, um hinterher nicht als Weichei dazustehen und man sah in der ersten Halbzeit sehr deutlich, wie die Mannschaft neben sich stand.

Was der Herr Watzke vorher alles sagte kann ich nicht nachvollziehen. Natürlich soll man sich von solchen Ereignissen das Leben nicht vorschreiben lassen, aber das Spiel hätte genausogut an einem anderen spielfreien Tag nachgeholt werden können.

Thomas Tuchel hätte es auch besser gefunden, wenn das Spiel vertagt worden wäre, aber das hatte er leider nicht zu entscheiden.

Es ist schlimm, das heutzutage nur der Profit zählt, was ist da schon ein Menschenleben dagegen?

grinsekatze
werderanerin
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Re: Bombenanschlag auf den BVB-Mannschaftsbus
geschrieben von werderanerin
Das Spielergebnis hat doch gezeigt, dass es zumindest einige psychische Beeinträchtigungen gegeben haben kann...natürlich weiß man das nicht zu 100 % aber solch ein Ereignis kann niemand einfach so wegstecken.

Zum Glück ist nicht mehr passiert...die Entscheidung der Verantwortlichen, einen Tag später spielen zu lassen, war eine Entscheidung im Sinne des Profits..., nicht der Spieler und damit meine ich beide Mannschaften !

Traurige Wahrheit !

Kristine
Edita
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Re: Bombenanschlag auf den BVB-Mannschaftsbus
geschrieben von Edita als Antwort auf grinsekatze vom 13.04.2017 09:38:20

Der Trainer überließ es den Spielern, ob sie auflaufen wollen oder nicht und es hat sich niemand gemeldet. Vielleicht auch aus Scham, um hinterher nicht als Weichei dazustehen und man sah in der ersten Halbzeit sehr deutlich, wie die Mannschaft neben sich stand.
Thomas Tuchel hätte es auch besser gefunden, wenn das Spiel vertagt worden wäre, aber das hatte er leider nicht zu entscheiden.
grinsekatze


Ich habe unkorrekterweise oben die FIFA benannt, es muß UEFA heißen!

DAS sagte BVB-Trainer Thomas Tuchel gestern nach dem Spiel dazu:
" "Wir haben zu funktionieren"
"Die Termine werden vorgegeben und wir haben zu funktionieren. Wir hatten das Gefühl, dass wir behandelt werden, als wäre eine Bierdose an unseren Bus geflogen", sagte Tuchel nach der 2:3-Niederlage gegen den französischen Tabellenführer. Er bemängelte zudem, dass man "in die Entscheidung überhaupt nicht eingebunden" gewesen sei. "Das hat die UEFA in der Schweiz entschieden. Das ist kein gutes Gefühl, es war ein Gefühl der Ohnmacht."


"Als sei eine Bierdose an unseren Bus geflogen"

Edita
grinsekatze
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Re: Bombenanschlag auf den BVB-Mannschaftsbus
geschrieben von grinsekatze als Antwort auf Edita vom 13.04.2017 11:47:55
Wir haben nach dem Spiel sofort umgeschaltet und Bayern gegen Mailand geguckt, leider habe ich die Aussage von Thomas Tuchel dadurch verpaßt.

Es hätte Alternativen gegeben das Spiel zu verlegen, aber davon wollte man nichts hören.

Mir taten die Spieler gestern leid, es muß grausam gewesen sein einfach nur zu funktionieren, wie Herr Watzke sagte.

Aber der hatte ja den Innenminister an seiner Seite und konnte klug reden, weil er dem Minister recht gab und genau das selbe redete.

grinsekatze
olga64
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Re: Bombenanschlag auf den BVB-Mannschaftsbus
geschrieben von olga64 als Antwort auf Edita vom 12.04.2017 19:48:28
Es ist wie es ist (das mi der UEFA haben Sie ja schon selbst richtiggestellt) und es sollte uns allen längst bekannt sein: in diesem Fussballgeschäft (und anderen Sportarten) geht es nur um Geld.
Vermutlich hätte der Ausfall für Fernseh- und Sponsorenverträge hohe Konventionalstrafen nach sich gezogen.
Nicht richtig finde ich es, wenn nun mal wieder unser Innenminister angeprangert wird. Ich denke, er wollte unterstützend im Stadion bei den Spielern sein.
Es wäre vielleicht Sache des seltsamen Herrn Jäger oder gar Mutti Kraft gewesen, hier ein Machtwort zu sprechen. Aber sicher wollten die nicht so kurz vor der NRW-Wahl irgendwelche Fussballer-Wähler verärgern.
DAnn stellt man sich auf den Standpunkt, die jungen Kerle verdienen so viel Kohle,dass sie ihrerseits Professionalität zeigen müssen. Aber es sind nun mal junge Kerle, die auch einige Zeit brauchen, um ein solches Erlebnis zu verdauen. Warum haben sie dann aber so wenig Selbstbewusstsein, ihrem Trainer zu sagen, dass sie nicht spielen wollen/werden? Wenigstens die Typen, die international stark nachgefragt sind, hätten doch hier nach vorne marschieren können.
Was ich dann auch etwas widerlich fand, waren die pastoralen Äusserungen eines Herrn Watzke, "dass man jetzt zeigen muss, dass man dem Terror nicht nachgibt" usw. Umgekehrt weigern sich ständig Sportler und ihre Funktionäre, wenn sie mal ein Standing zeigen sollten, wenn es um Olympische Spiele z.B. in korrupten Diktatoren-Staaten geht (z.B. China und Russland). Da heisst es dann gerne, Sportler sind keine Politiker, sondern wollen nur Sport machen.

Man wird nichts daraus lernen, auch wenn beide Spieler verloren wurden. Es geht nur um Geld und jeder von uns, der trotzdem Fussball noch mag, ist auch ein wenig an diesem kaltschnäuzigen Prozedere beteiligt.

Nun muss aber hier aufgeklärt werden. So wie es aussieht, wird das eine schwierige Sache. Islamisten haben bisher ihre Bekennerschreiben nicht ohne spezifisches Logo in Büsche geworfen und dort noch inkludiert, dass ein regionaler US-Stützpunkt in Ramstein aufgelöst werden muss. Bin gespannt, wer dahintersteckt und ob es evtl. eine Gruppierung ist, die als Trittbrettfahrer auf der islamistischen Schiene mitfährt. Olga
Sirona
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Re: Bombenanschlag auf den BVB-Mannschaftsbus
geschrieben von Sirona
Nach wie vor ist es unklar wer hinter dem Bombenattentat steckt. Wahrscheinlich wurde mit den Bekennerschreiben eine falsche Fährte gelegt. Ich könnte mir gut vorstellen dass es eine Gruppe war die dem BVB oder sogar dem Fußball im allgemeinen feindlich gesinnt ist und den weiteren Verlauf der CHL stören bzw. sogar unterbinden wollte.
Dass man den bzw. die Täter noch nicht gefasst hat zeigt dass hier Profis am Werke waren, die die Tat bis ins Kleinste durchdacht haben.
Es gab schon Drohungen gegen Köln.

Sirona