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Sport Fairness ... die leider keine Schlagzeile wert war

WoSchi
WoSchi
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Fairness ... die leider keine Schlagzeile wert war
geschrieben von WoSchi

Sehr wenig wurde darüber gesagt…
Am 2. Dezember 2015 nahm der baskische Athlet Iván Fernández Anaya an einem Langlaufrennen in Burlada (Navarra) teil. Er war Zweiter, etwas hinter dem Spitzenreiter aus Kenia, Abel Mutai - Bronzemedaillengewinner im 3.000-Meter-Hindernislauf bei den Olympischen Spielen in London.

Als sie die Zielgerade betraten, sah er den kenianischen Läufer - den sicheren Sieger des Rennens - fälschlicherweise etwa 10 Meter vor dem Ziel abzubremsen, weil er dachte, er hätte die Ziellinie bereits überschritten.

Fernández Anaya holte ihn schnell ein, aber anstatt Mutais Fehler zu nutzen, um an ihm vorbeizukommen und einen eigentlich unwahrscheinlichen Sieg zu erlangen,  blieb er zurück und führte den Kenianer mit Gesten und Handzeichen zur Ziellinie  und ließ sie ihn zuerst kreuzen.

Ivan Fernandez Anaya, ein baskischer Läufer von 24 Jahren, der als Sportler mit großer Zukunft betrachtet wird (spanischer Meister über 5.000 Metern vor zwei Jahren), sagte nach dem Lauf:
„Aber selbst wenn man mir gesagt hätte, dass das Gewinnen mir einen Platz in der spanischen Mannschaft für die Europameisterschaft eingebracht hätte, hätte ich es auch nicht getan. Ich denke auch, dass ich mehr mit dem gewonnen habe, wie ich es getan habe wie mit einem unverdienten Sieg"

Wie wichtig ist doch Fairness -  in allen Kreisen, im Fußball, in der Gesellschaft, in der Politik.
Überall  kommt eine Geste der Aufrichtigkeit gut an. Über diese sportliche Geste wurde leider sehr wenig berichtet. Eigentlich eine Schande. Meiner Meinung nach wäre es schön, sie gerade Jugendlichen und Kindern zu erklären, und sie glauben lassen,  dass Sport nur das ist, was sie im Fernsehen sehen: gewalttätige Tritte im Überfluss, noble Äußerungen, Finger in den Augen des Feindes und ein dickes Bankkonto.



 

heide
heide
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RE: Fairness ... die leider keine Schlagzeile wert war
geschrieben von heide
als Antwort auf WoSchi vom 12.04.2019, 21:31:04

Doch, WoSchi, Fairness gab es immer schon, nur, und das ist das Elend auf der Welt, werden solche besonderswerte Gseten wenig besprochen oder gar nicht etwähnt. Nur Elend wird angezeigt, die Menschen merken nicht, wie sie sich selbst ins Abseits bewegen.

zu Deinem Thema - sieh Dir das Beispiel zu der Amerikanierin und Neuseeländerin an....D'Agustino/ Nikki Hamblin an.

Es gibt mehr faire oder überhaupt gute Menschen als man denkt. Nur   , gibt es auch Bayern

PS: Bayern sollte sich bald Jodelland nennen....

Nächtlicher Gruß
Hvdg

WoSchi
WoSchi
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RE: Fairness ... die leider keine Schlagzeile wert war
geschrieben von WoSchi
als Antwort auf heide vom 13.04.2019, 00:25:27

Hallo heide -
ja natürlich, das will ich auch nicht bestreiten - Fairness hat es zu allen Zeiten gegeben, gerade auch im Sport. Nur wird leider viel zu wenig darüber berichtet und wenn man heute die Kids fragt,, warum sie gerne Sportler werden wollen, dann steht das "viel Geld verdienen"  fast immer im Vordergrund . Wie sollte es auch anders sein, wenn in den Medien vor allem über vergoldete Steaks berichtet wird, die Fussballer sich servieren lassen oder von ihren teuren Autos ooder den horrenden Ablösesummen oder wie aktuell die 19.000-Euro teure "Designerjacke" , mit der eirgend ein angesagter = teurer Fussballer zum Training erschien.

Als schönes Beispiel erinnere ich an die große Geste des Radsportlersjan Ullrich im Jahr 2003  auf der 15. Etappe der Tour de France. er, Favorit Lance Armstrong und noch ein Dritter lieferten sich auf der schwierigen Bergetappe in den Pyrenäen einen harten Kampf.  Ullrich war dem US Amerikaner dicht auf den Fersen. Dann attackierte der Dritte den führenden Ami, der strauchelte und verfing sichmit dem Lenker im Beutel eines Zuschauers an der Piste und stürzte - und Ullrich nutzte nicht etwa die Gelegenheit sondern wartete tatsächlich auf ihn, obwohl er durch die Situation Sieger geworden wäre. Armstrong sass kaum wieder auf dem Rad, da griff er Ullrich wieder an, war sogar durchaus uunfair - aber siegte. Für mich war Ullrich durch diese Szene über sich hinaus gewachsen.


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olga64
olga64
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RE: Fairness ... die leider keine Schlagzeile wert war
geschrieben von olga64
als Antwort auf WoSchi vom 13.04.2019, 09:32:14
 
 
Wie sollte es auch anders sein, wenn in den Medien vor allem über vergoldete Steaks berichtet wird, die Fussballer sich servieren lassen oder von ihren teuren Autos ooder den horrenden Ablösesummen oder wie aktuell die 19.000-Euro teure "Designerjacke" , mit der eirgend ein angesagter = teurer Fussballer zum Training erschien.

Als schönes Beispiel erinnere ich an die große Geste des Radsportlersjan Ullrich im Jahr 2003 
GAb es da wirklich mehrere golden Steaks als jenes des Franzosen Ribery, mit dem er sich mehr als lächerlich machte oder diese seltsame Jacke?
Das beweist doch nur, dass jemand, auch wenn er später mal viel Geld erhält, nicht automatisch zu einem wirklich guten Menschen wird oder gar seine intellektuellen Fähigkeiten synchron mit dem Einkommen wachsen.
Auch das Beispiel des Herrn Ulrich vor 16 Jahren trifft nicht mehr den Kern der Wahrheit, wenn man dessen Ausrutscher auf Mallorca betrachtet, seine Drogen- und Alkoholsucht staunend bemerkt. Mit all diesen Auftritten hat er frühere tolle Taten sicher negativ beeinflusst und ich bedaure seine Kinder, die dies alles miterleben müssen, ebenso wie seine diversen Frauen in diesem unwürdigen Spiel.

Andererseits denke ich ,wenn Sportler, die viel Geld verdienen innerhalb weniger Jahre, diese Einnahmen in Deutschland ordnungsgemäss versteuern, habe ich nichts dagegen. Schlimmer sind die, die schon bei ersten Erfolgen in ein Land flüchten, das ihnen attraktive Steuersparmodelle anbietet und sie dem Land, das sie anfangs unterstützte, nichts mehr gönnen wollen.
Olga
freddy-2015
freddy-2015
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RE: Fairness ... die leider keine Schlagzeile wert war
geschrieben von freddy-2015

Wenn alles klein geredet wird, verlieren wir das Ziel aus den Augen.

Was zählt ist der Moment und der entscheidet.
 

WoSchi
WoSchi
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RE: Fairness ... die leider keine Schlagzeile wert war
geschrieben von WoSchi
als Antwort auf olga64 vom 15.04.2019, 18:30:55

Olga, was hat denn die sportliche Fairness von Jan Ullrich  bei der Tour de France 2003 mit seinen Alkoholproblemen viele jahre später zu tun? Mnidert das die damalige grosse sportliche Geste?
Immer wieder erstaunlich, welch seltsames Weltbild manche Leute hier so offen legen.
Und warst Du dabei, dass Du seine Probleme auf Mallorca als so verwerflich hier anschneidest oder hast Du es eimal wieder nur aus der Münchner Boulevardpresse?

Und ja - es gab mehrere "goldene Steaks" für diverse Sportler bei besagtem türkischen Metzger und Gastronom. Er lädt immer wieder gerne Prominente in seinen Nobelschuppen ein und promotet so seine Läden, so auch Podolski und Ösil. Selbst Maduro, venezolanischer Präsident, hat dort schon Blattgoldsteak verdrückt. Wie es sich für einen Sozialisten gehört.

In diesem Thema geht es um kleine, grosse sportliche . faire Gesten, die meist vergessen wurden und nicht um das problematische Privatleben der Sportler. Alles klar?


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karl
karl
Administrator

RE: Fairness ... die leider keine Schlagzeile wert war
geschrieben von karl
als Antwort auf WoSchi vom 15.04.2019, 19:48:12

@woschi

Woschi

In diesem Thema geht es um kleine, grosse sportliche . faire Gesten, die meist vergessen wurden und nicht um das problematische Privatleben der Sportler.“

Das sehe ich auch so.

Neulich sah ich auf YouTube eine Szene bei der ein Jugendspieler einen unberechtigten Elfmeter gezielt verschoss. 

Im Profifussball habe ich das leider noch nie gesehen. 

Gerade im Amateurbereich ist noch öfters auch  Fairness zu beobachten. 

Karl
Rosi65
Rosi65
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RE: Fairness ... die leider keine Schlagzeile wert war
geschrieben von Rosi65
als Antwort auf karl vom 15.04.2019, 20:54:09

Anbei mal ein richtig schönes Beispiel:
 

 
Fair-Play-Preis für Biathletin Hauser Erst Stock los, dann selbstlos
Sie trat einer Konkurrentin auf den Stock. Dann tat Biathletin Lisa Theresa Hauser etwas Ungewöhnliches: Sie opferte ihr eigenes Rennen, damit ihre Gegnerin weiterlaufen konnte. Dafür ist sie nun ausgezeichnet worden.
 
Lisa Theresa Hauser
imago/ Eibner Europa
Lisa Theresa Hauser
Oberhof im Januar 2017, das Weltcup-Massenstartrennen ist im Gange, da geschieht der Biathletin Lisa Theresa Hauser ein Missgeschick: Sie tritt ihrer deutschen Konkurrentin Vanessa Hinz versehentlich auf den Stock, der daraufhin liegen bleibt.
Hinz läuft mit dem verbliebenen Stock weiter, ein gravierender Nachteil für die 25-Jährige. Dann tut Hauser etwas Ungewöhnliches: Die Österreicherin reichte Hinz einen ihrer eigenen Stöcke, damit diese ihr Rennen unbehindert fortführen konnte.
Für diese Aktion ist Hauser nun vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) mit dem "Fair Play Preis des Deutschen Sports" ausgezeichnet worden. Der Preis wird jährlich an Sportlerinnen, Sportler und Initiativen verliehen, die durch außergewöhnlich faire Gesten und Aktionen beeindruckt haben. So wie Hauser in Oberhof.
Sie selbst lief damals mit nur einem Stock weiter. Im Anschluss stürzte sie auf einer Abfahrt und musste aufgeben. "Lisa Theresa Hauser war trotz des laufenden Wettkampfes einzig darauf bedacht, dass ihre Konkurrentin keinen Nachteil erleidet", so die Jury.
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olga64
olga64
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RE: Fairness ... die leider keine Schlagzeile wert war
geschrieben von olga64
als Antwort auf WoSchi vom 15.04.2019, 19:48:12

Seltsame Logik: der Franzose Ribery darf hier angeprangert werden, weil er in den Emiraten ein vergoldetes Steak gegessen und sich blöderweise fotografieren liess, aber über Jan Ulrich und dessen vielfältige Ausrutscher, die mittlerweile bekannter sind als seine längst vergangenen, sportlichen Leistungen, darf kein böses Wort erwähnt werden.
Mit dieser selbstgestricken Logik komme ich nicht klar - muss ich aber auch nicht, weil es nicht meine WElt ist.
In meiner Welt ist nämlich bekannt ,dass der Franzose Ribery als Fussballer dem unvergleichen FCB schon viele Erfolge brachte und hier in Bayern sehr, sehr beliebt ist. Olga

WoSchi
WoSchi
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RE: Fairness ... die leider keine Schlagzeile wert war
geschrieben von WoSchi
als Antwort auf olga64 vom 16.04.2019, 18:42:35
Seltsame Logik: der Franzose Ribery darf hier angeprangert werden, weil er in den Emiraten ein vergoldetes Steak gegessen und sich blöderweise fotografieren liess, aber über Jan Ulrich und dessen vielfältige Ausrutscher, die mittlerweile bekannter sind als seine längst vergangenen, sportlichen Leistungen, darf kein böses Wort erwähnt werden.
Mit dieser selbstgestricken Logik komme ich nicht klar - muss ich aber auch nicht, weil es nicht meine WElt ist.
In meiner Welt ist nämlich bekannt ,dass der Franzose Ribery als Fussballer dem unvergleichen FCB schon viele Erfolge brachte und hier in Bayern sehr, sehr beliebt ist. Olga
Es war mir klar, dass Du das nicht verstehst.

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