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Sport "Ultimate Fighting" – Premiere in Köln

hafel
hafel
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"Ultimate Fighting" – Premiere in Köln
geschrieben von hafel
Ich frage mich allen Ernstes, was Menschen daran fasziniert, so genannte sportliche Kampfsportarten zu beobachten und zu zujubeln, wobei es nur auf die Verletzung des Gegners ankommt. Auf die Gefahr hin, dass ich hier als "Weichei" bezeichnet werde, halte ich bereits den normalen Boxsport für Grenzwertig. Was treibt Männer - und unterdessen auch Frauen - dazu, Ihre "Männlichkeit" damit zu dokumentieren, dem Gegner grün und blau zu prügeln?

Bei diesen neuen "Käfigkämpfen" in Köln, die fast ohne Regeln in einem abgezäunten Achteck stattfinden, können sich nach Belieben die Kamphähne die Köpfe blutig schlagen. Wir regen uns zu Recht über virtuelle Computer- Kampfspiele auf und führen hier ganz reale Gladiatorenkämpfe ein. Nicht alles muss, was aus Amerika kommt, übernommen werden !

Ist es wirklich das Verlangen der Menschen nach derlei Kampfszenarien? Muss unser Verfassungsstaat für derartige Käfigkämpfe den gesetzlichen Spielraum bieten?

Wir müssen uns dann nicht wundern, wenn unsere Jugend zunehmend verroht, da hier klar die Grenze zwischen "Sport" und rohe Realität fließend ist.
hafel
oesiblitz
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Re:
geschrieben von oesiblitz
als Antwort auf hafel vom 15.06.2009, 12:31:36
davon halte ich ebenso wenig wie Du. Es nicht nur, dass ich dafür keinen Cent ausgeben würde, sondern interessiert diese Art sich zu kloppen vermutlich gewisse Personen, die sich den Schmerz der Kämpfer für sich genüsslich reinziehen müssen.
Aber obwohl ich mir ab und zu Boxkämpfe im TV ansehe, muss ich zugeben, dass auch da gewisse Parallelen gegeben sind.
Nur dabei regt sich komischerweise keiner auf.
Natürlich kommen jetzt Gegenargumente: Boxen ist doch ganz was anderes. Diese Art sich zu verprügeln ist "natürlich" etwas ganz anderes, weil wir es seit Max Schmeling vielleicht akzeptiert haben, wenn auch sehr oft Menschen ko geschlagen werden.

Das Ultimate Fighting ist für mich brutaler. Aber was da manchmal von Amerika kommt wird halt leider sehr oft als "trendig" empfunden.

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oesiblitz
dutchweepee
dutchweepee
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Hauptkongress der Zuhälter und Gangster
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf oesiblitz vom 15.06.2009, 12:43:56
Ohne Interesse für den eigentlichen Kampf, habe ich einmal solch einer Veranstaltung Life beigewohnt. Da tummeln sich auf den Rängen Promis und B-Promies, gemeinsam mit den Köpfen der Unter- und Halbwelt. Soviele Nutten und Zuhälter habe ich nie wieder auf einem Haufen gesehen.

Wahrscheinlich werden diese Kämpfe nur veranstaltet, damit die alle mal aus ihren Löchern gekrochen kommen, um sie dann in Ruhe fotografieren zu können.

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youngster
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Re:
geschrieben von youngster
als Antwort auf hafel vom 15.06.2009, 12:31:36
Ich geb dir hier in allem was du dazu schreibst vollkommen recht. Mir ist auch nicht klar was dabei so aufregend sein soll und wer daran wirklich gefallen findet.

Mit dem Boxsport allerdings bei dem feste Regeln herrschen und bei dem der Kampfrichter i.d.R. rechtzeitig den Kampf abbricht bevor es zu ernstlichen gesundheitlichen Schädigungen kommt ist dieses Gehaue und Geklopfe bis zu ernsthaften Verletzungen nicht vergleichbar.

Allerdings sind es ja erwachsene Männer die sich das für gutes Geld antun und die müssen schließlich selber wissen was sie tun. Würde niemand diesen Schwachsinn ansehen gehen hätte der Spuck bald ein Ende. Aber es gibt ja genug geile Zuschauer die das toll finden und dafür ein Haufen Geld ausgeben.

Das Gleiche gilt für die neueste Entwicklung auf dem Sexmarkt die sog. Flatrate in den Bordellen. Auch dieses Geschäftsmodell kann nur funktionieren weil eine Nachfrage da ist ohne ansehen und Rücksicht datrauf ob es frauenverachtend ist oder nicht.
--
youngster
pilli
pilli
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Re:
geschrieben von pilli
als Antwort auf hafel vom 15.06.2009, 12:31:36
grausam & entsetzlich empfinde ich diese art des kampfes und das nicht erst, seit es den ersten toten im ring hatte.

die verantwortlichen des jugendamtes haben in Köln zumindest erreicht, dass jugendliche diese veranstaltung nicht besuchen dürfen.

Mainstream-Aufstieg

Die ansteigenden Zahlen der Zuschauer, Fans und Kämpfer kann mit der Macht der Massenmedien begründet werden. Nachdem die Fertitta Brüder den Erfolg der Reality-TV-Show American Casinos gesehen haben, entschlossen sie sich der UFC ihre eigene Reality-Show zu geben. Dabei sollte es sich um eine Show handeln, in der talentierte Kämpfer, die auf ihren Durchbruch warten, eine Chance haben, sich einen UFC-Vertrag zu erkämpfen. Einige US-Sender lehnten diese Idee ab, bis man an Spike TV herantrat und anbot, dass man die Produktionskosten in Höhe von 10 Millionen US-Dollar selbst zahle. So haben seit Januar 2005 acht Staffeln dieser Show stattgefunden. Den ersten nationale Erfolg konnte man mit dem Finale der ersten Staffel erzielen. Die Show erreichte ein Rating von 1,9, was einer durchschnittlichen Zuschauerzahl von 2,6 Millionen entspricht.

Nach dem Erfolg von The Ultimate Fighter entschloss sich Spike TV dazu, weitere UFC-Formate auszustrahlen. Dazu gehören die wöchentliche UFC Unleashed Show, in der die besten Kämpfe der UFC-Geschichte gezeigt werden, sowie All-Access-Sendungen, die vor wichtigen Veranstaltungen einen Blick auf die Kämpfer und ihr Training liefern. Mit dem Erfolg der Fernsehsendungen konnte auch das Pay-Per-View-Geschäft starke Verbesserungen verbuchen. Die erste Großveranstaltung nach der Ultimate-Fighter-Show hatte 280.000 Bestellungen und damit fast doppelt so viele wie der vorige Rekord von 150.000. Und so konnte man 2005 und 2006 viele neue Fans anlocken, bis man bei der Veranstaltung UFC 66 die Rekordkaufzahl von 1.050.000 erreichte. 2006 konnte die UFC auch einen höheren Gesamt-Pay-Per-View-Profit verbuchen als die WWE und Boxen mit 222.766.000 US-Dollar.

Die UFC hat es unter anderem mit ihren Kämpfern auf die Titelblätter der Sports Illustrated und ESPN The Magazine geschafft und wird in 36 Länder ausgestrahlt. Im März 2007 kaufte Zuffa den bis dato einzigen internationalen Konkurrenten Pride FC auf. Viele ehemalige Pride-Kämpfer sind seither in der UFC aktiv. Außerdem gehört World Extreme Cagefighting zum Zuffa-Unternehmen; die Organisation wird als „Farmliga“ (Liga für neue Talente) für die UFC bezeichnet. Außerdem konnte die UFC in 2008 Werbeverträge mit Harley-Davidson und Anheuser-Busch abschließen.


Expansion nach Deutschland

Seit 2007 finden regelmäßig Shows in Großbritannien statt. Der Spiegel berichtet in der Ausgabe 48/2008, dass die UFC vermutlich Mitte Juni 2009 eine Veranstaltung in Deutschland abhalten wird. So wird UFC 99 am 13. Juni in der Lanxess Arena in Köln stattfinden. Außerdem stand die UFC in Verhandlung mit den Fernsehsendern ProSieben und DMAX, wobei Anfang Dezember berichtet wird, dass ProSieben kein Interesse an der UFC hat . Inzwischen überträgt das Deutsche Sportfernsehen (DSF) die Kämpfe.
geschrieben von wikipedia


aber das konzept der veranstalter scheint auf zu gehen wie ein hefekuchen bei der masse von menschen, die das derartig interessiert, dass solche umsätze erzielt werden können!

das aktuelle stunde des wdr hatte anlässlich der grossen besorgnis vieler nur einige wenige szenen gezeigt und ich habe nicht schnell genug umschalten können, so grauenvoll war das, was ich da nur wenige sekunden noch gesehen habe.


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pilli
webchecker
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Re:
geschrieben von webchecker
als Antwort auf youngster vom 15.06.2009, 12:57:28
[quote=youngster]Das Gleiche gilt für die neueste Entwicklung auf dem Sexmarkt die sog. Flatrate in den Bordellen. Auch dieses Geschäftsmodell kann nur funktionieren weil eine Nachfrage da ist ohne ansehen und Rücksicht datrauf ob es frauenverachtend ist oder nicht.[quote]

Ach i wo, youngster. Wo ist denn eine bums-flat frauenverachtend.
Eher scheint es doch so, als wollten sich die Erfinder dieser Bezahlart über die männlichen Kunden etwas lustig machen. Denn simmer doch mal ehrlich - was soll MANN denn mit ner FLAT im Puff??!! In der Kneipe ist das alles doch noch machbar, die Stunde kostet 15 €, und ich kann essen und trinken was und soviel ich kann. Aber ausgerechnet im Puff ... da geht`s beim Durchschnittsfreier doch bereits nach der ersten Runde an Eingemachte. Und die kann er weißgott billiger bekommen.



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webchecker

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hafel
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Re:
geschrieben von hafel
als Antwort auf pilli vom 15.06.2009, 13:13:50
@ Pilli: "die verantwortlichen des jugendamtes haben in Köln zumindest erreicht, dass jugendliche diese veranstaltung nicht besuchen dürfen."

Meine Ablehnung war NICHT gegen die Stadt Köln gerichtet. Mit großer Genugtuung habe ich im TV zur Kenntnis genommen, dass die "Stadtgewaltigen" zumindest die jüngere Jugend vor diesem Wahnsinn bewahrten.
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hafel
pilli
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Re:
geschrieben von pilli
als Antwort auf hafel vom 15.06.2009, 13:54:37
ich hatte dich schon richtig verstanden hafel

leider hat das gericht wohl nicht "mitgezogen" die komplette veranstaltung zu verbieten. gerade las ich folgendes in der Frankfurter Rundschau zum thema, die eine abstimmung zu der doch kontroversen sichtweise zum generellen verbot solcher veranstaltungen anbietet. ich habe mit JA gestimmt; vielleicht nutzt es watt? aber ich denke eher nicht...und das die besucher, die sich daran ergötzen, die veranstaltung boykottieren, glaube ich schon garnicht, nachdem ich in meiner tageszeitung dem KölnerSTadtAnzeiger gelesen habe, wie dort gegrölt & gejohlt wurde wenn das blut nur reichlich und in strömen floss.

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pilli
hafel
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Re:
geschrieben von hafel
als Antwort auf pilli vom 15.06.2009, 14:29:09
na, ich habe gleich mit abgestimmt, immerhin über 56% sind dagegen. ))) Helfen wird es wohl nix, ...."das Fressen kommt vor der Moral".
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hafel
rolf
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Re:
geschrieben von rolf
als Antwort auf hafel vom 15.06.2009, 14:54:53
Die Zustimmung zum Verbot scheint abzunehmen, allerdings ist die Anzahl der Teilnehmer mit ca. 585 noch ziemlich niedrig.
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rolf

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