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Umwelt und Klima Klimawandel ist keine Hypothese

hinterwaeldler
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Klimawandel ist keine Hypothese
geschrieben von hinterwaeldler
Klimawandel ist keine Hypothese, wie einige Mitglieder des ST verkünden und auch keine Verschwörungstheorie. Das musste jetzt sogar schon der Gouverneur von Kalifornien Jerry Brown zur Kenntnis nehmen und erließ strenge Auflagen zum Wasserverbrauch. Einstige Bootsanlegestellen an einem Badesee sehen jetzt so aus: Anlegestelle am Lake Cachuma bei Santa Barbara.

Quelle: tagesanzeiger.ch - Der Klimawandel ist kein Scherz
karl
karl
Administrator

Re: Klimawandel ist keine Hypothese
geschrieben von karl
als Antwort auf hinterwaeldler vom 06.04.2015, 10:16:34
Klimawandel findet statt seitdem es die Erde gibt und die Biosphäre war schon immer ursächlich beteiligt, aber es gibt auch viele physikalische Faktoren, die Einflüsse haben: Die Schwankungen der Sonnenaktivität, die Ausrichtung der Erdachse, Vulkanausbrüche, Meteoriteneinschläge etc. Persönlich bin ich auch überzeugt, dass die Monokultur Mensch mit ihrer CO2 Produktion, der Abholzung der Wälder etc. derzeit viel zur Klimaerwärmung beiträgt.

Der menschengemachte Klimawandel ist aber die Hypothese, die umstritten ist, nicht Klimawandel an sich.

Ich erinnere einen regenlosen Sommer 1957 bei uns in Westfalen, als es auch verboten wurde, Autos zu waschen, ein Bad zu nehmen etc. Eine Dürre allein macht noch keinen Klimawandel, da braucht (und gibt es) Langzeituntersuchungen.

Karl
teri
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Mitglied

Re: Klimawandel ist keine Hypothese
geschrieben von teri
als Antwort auf karl vom 06.04.2015, 10:31:10
Karl schreibt:
Der menschengemachte Klimawandel ist aber die Hypothese, die umstritten ist, nicht Klimawandel an sich.

Viele von uns neigen zu dieser Art der Klimaleugnung. Wir schauen kurz hin, dann schauen wir wieder weg - das ist eben der Klimawandel, den gab es ja schon immer.
Wir leugnen die menschengemachte Klimawandelbeschleunigung, weil wir Angst haben, daß sich alles ändern wird, wenn wir diese gallopierende Krise in ihrer ganzen Tragweite an uns heranlassen.

Wir wissen, daß der Klimawandel unsere Welt von Grund auf verändern wird, wenn wir auf dem derzeitigen Weg bleiben und die Emissionen Jahr für Jahr zunehmen. Große Städte und Landstriche werden im Meer versinken, Stürme, extreme Dürren, Trinkwasserknappheit, Flüchtlingströme aus der ganzen Welt, die vor den Klima-Katastrophen flüchten, Nahrungsmangel ungeahnten Ausmaßes und die daraus resultierenden Kriege usw. (Es wäre zu viel, hier die ganze Liste anzuführen.)

Damit diese Zunkunft Wirklichkeit wird, brauchen wir gar nichts tun. Wir legen nur die Hände in den Schoß und machen weiter wie bisher und leugnen weiterhin den vom Mensch verursachten Beschleuniger der Klima-Krise.

...ist ja alles nur ein Hypothese, gelle?

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det
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Mitglied

Re: Klimawandel ist keine Hypothese
geschrieben von det
als Antwort auf teri vom 04.04.2016, 09:54:12
Karl schreibt:
Der menschengemachte Klimawandel ist aber die Hypothese, die umstritten ist, nicht Klimawandel an sich.

Viele von uns neigen zu dieser Art der Klimaleugnung. Wir schauen kurz hin, dann schauen wir wieder weg - das ist eben der Klimawandel, den gab es ja schon immer.
geschrieben von teri
Das dürftest du in den falschen Hals bekommen haben. Der Klimawandel selbst ist natürlich unbestritten. Der menschengemachte Klimawandel bleibt solange eine Hypothese, bis es einen eindeutigen Nachweis gibt. Den zu führen dürfte aber schwer bis unmöglich sein, weil zuviele Parameter mitspielen und die klimatischen Zusammenhänge viel zu komplex sind, als daß man sie mal eben so analysieren und Zusammenhänge aufzeigen könnte. Das enthebt uns aber nicht der Pflicht, alles machbare zu tun, um den menschlichen Einfluß auf das Klima so gering wie möglich zu halten.

det
teri
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Re: Klimawandel ist keine Hypothese
geschrieben von teri
als Antwort auf det vom 04.04.2016, 10:15:32
Nein Karl, ich habe es nicht in den falschen Hals bekommen. Mich irritiert nur das Wort Hypothese.

Wie viele Beweise benötigt der Mensch denn noch?
Einfacher gesagt, es finden bereits schon vor unserer Haustüre jährlich bisher unvorhergesehene Klima-Ereignisse statt.

Wie die Wissenschaft arbeitet, ist ja hinlänglich bekannt. Bei der Erkenntnis von Ursache-Wirkung-Ketten zur Komplexität hat sie aber noch viel dazuzulernen.
Ihre Erfolgsstrategie ist eine aus Wissenschaft und Wirtschaft - einer unheiligen Allianz.Sie führt zum ontologischem Reduktionismus mit der Annahme, daß das, was sich manipulieren läßt auch legitim sei. Unabhängig davon, ob Unwiederholbares zerstört wird.
Sie produziert die Zauberlehrlinge der Evolution, das Schreckgespenst von der "reparierbaren Welt".

Die o.g. Hypothese würde demnach erst dann zur wirklichen Bestätigung führen, wenn als kaputt ist.
karl
karl
Administrator

Re: Klimawandel ist keine Hypothese
geschrieben von karl
als Antwort auf teri vom 04.04.2016, 10:43:56
Wieso "Nein karl", ich hatte noch überhaupt nicht geantwortet

Ich habe sinngemäß geschrieben,

1. dass ein Klimawandel stattfindet ist unbestritten.
2. Umstritten ist, welchen Anteil der Mensch daran hat.
3. Ich persönlich bin der Meinung, dass der Mensch beteiligt ist.

Die Sachlage ist aber zu komplex, dass ich als Laie alles überschauen kann. Die Komplexität kann/muss in Großrechnern simuliert werden und diese werden dann mögliche Szenarien aufzeigen.

Gegen Wissenschaft zu polemisieren und gleichzeitig als Einzelperson die Wahrheit verkünden, davon halte ich gar nichts.

Karl

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Re: Klimawandel ist keine Hypothese
geschrieben von klaus
als Antwort auf hinterwaeldler vom 06.04.2015, 10:16:34
"Klimawandel ist keine Hypothese, wie einige Mitglieder des ST verkünden und auch keine Verschwörungstheorie."


Ich kann mich nicht erinnern, dass hier irgendjemand behauptet hätte, dass es auf unserer Erde keinen Klimawandel gab und gibt.
Wer hat denn hier im ST von Verschwörungstheorie geschrieben?

Seit Jahrmillionen gibt es Veränderungen, die abhängig von natürlichen Faktoren sind ( z.B. vermehrte Vulkanausbrüche, aber auch unterschiedliche Strahlungsintensität der Sonne, Kontinentalbewegungen... ( siehe auch Karl).
Neu hinzu kommt die aktive "Teilnahme" des Menschen an klimatischen Veränderungen, wie z.B. durch hohe Abgabe an FCKW oder von CO2 durch Verbrennung von Kohlenwasserstoffen aus denen Erdölprodukte und Erdgas bestehen und natürlich durch intensive Verbrennung von Kohle.
Wie hoch der Anteil des Menschen ist, ist nach wie vor umstritten - aber dass der Mensch einen Anteil hat, ist sicher.
Dieser Anteil kann vom Menschen beeinflusst werden - nicht aber der allgemeine Klimawandel.
Re: Klimawandel ist keine Hypothese
geschrieben von klaus
als Antwort auf teri vom 04.04.2016, 09:54:12
"Viele von uns neigen zu dieser Art der Klimaleugnung."
geschrieben von teri


Was ist denn "Klimaleugnung"?
teri
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Re: Klimawandel ist keine Hypothese
geschrieben von teri
als Antwort auf karl vom 04.04.2016, 11:29:05
Sorry, eine Namensverwechslung - meine lapidare Entschuldigung: Ich bin noch neu hier!

Ich glaube, wir haben beide die Komplexität angesprochen - und ich habe genau diese mögliche Simulation mit den Großrechnern kritisiert, weil sie unzulänglich ist - also nur eine wissenschaftliche Rubrik.

Ich halte auch nichts von "vorgeworfener Polemik einer Einzelperson", da ich hier kein wissenschaftliches Werk verfasse, sondern als "Einzelperson" in einem Forum diskutiere.



Terri
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Re: Klimawandel ist keine Hypothese
geschrieben von teri
als Antwort auf klaus vom 04.04.2016, 11:54:06
Klaus, kommt jetzt die zermürbende Wortklauberei?


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