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Umwelt und Klima Neue EU- Verordnung gegen Plastikmüll

Rosi65
Rosi65
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Neue EU- Verordnung gegen Plastikmüll
geschrieben von Rosi65

Neue EU-Verordnung gegen Plastikmüll – leider nur halbherzig!


Die EU-Kommission stellte vorgestern Pläne zur Vermeidung von Plastikmüll vor.                                                                       
Damit soll vor allem gegen die gewaltige Vermüllung der Weltmeere mit Plastikabfällen vorgegangen werden. Demnach sollen Produkte wie Plastikbesteck und Plastikgeschirr, Trinkhalme und Rührstäbchen verboten werden.
Dieses sollte aber nur für die Gastronomie gelten. Also z.B. nicht für den Einzelhandel. Plastikflaschen sind ausgenommen, obwohl  gerade diese Artikel mit zu den größten Hauptproblemen zählen.

Diese Verordnung ist bis jetzt aber leider nur ein Vorschlag, denn es kann noch einige Jahre dauern bis sie umgesetzt wird.
Wenn es dann nicht schon viel zu spät ist!


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Naturella
Naturella
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RE: Neue EU- Verordnung gegen Plastikmüll
geschrieben von Naturella
als Antwort auf Rosi65 vom 31.05.2018, 21:07:15

Ja, ich habe davon auch gehört und hatte schon einen kleinen Hoffnungsschimmer. Aber so schnell mahlen die Mühlen der Politik leider nicht, auch nicht die der EU-Kommission. Es werden wahrscheinlich wohl noch Ausnahmeregelungen erstellt werden müssen, die dann von den Lobbyisten abgesegnet werden können.
Ich hege den Verdacht, dass viele Menschen aus der Bevölkerung es schon aufgegeben haben, sich für irgendetwas einzusetzen.

LG - Naturella

Rosi65
Rosi65
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RE: Neue EU- Verordnung gegen Plastikmüll
geschrieben von Rosi65
als Antwort auf Naturella vom 31.05.2018, 22:49:03
 
 
Umweltverschmutzung: Jeder Deutsche produziert im Schnitt 37 Kilo Plastikmüll pro Jahr !
 
In der EU ist die Menge des Plastikmülls von 2005 bis 2015 um zwölf Prozent gestiegen – in Deutschland sogar um fast ein Drittel. Nur drei Länder produzieren mehr Müll.
22. November 2017, 8:51 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, AFP
 
Bei der Vermeidung von Plastikmüll ist Deutschland laut einem Bericht alles andere als vorbildlich.
37 Kilogramm Verpackungsmüll aus Plastik produziere jeder Deutsche im Durchschnitt pro Jahr, zitierten die Zeitungen der Funke Mediengruppe aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln.
Dies seien sechs Kilogramm mehr als im EU-Durchschnitt.
 
Laut der Studie, die sich auf Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat beziehe, habe in der EU die Müllmenge durch Plastikverpackungen von 2005 bis 2015 um zwölf Prozent zugenommen, berichteten die Zeitungen.
In Deutschland liege der Zuwachs sogar bei 29 Prozent. Noch mehr Plastikmüll pro Kopf als die Deutschen produzierten derzeit nur Irland (61 Kilogramm), Luxemburg (52) und Estland (46,5). Am besten schnitten die Kroaten mit 12,4 Kilogramm Plastikmüll pro Kopf ab.

"In Europa wird noch immer viel zu wenig dafür getan, dass der Müll recycelt werden kann", sagte die Umweltökonomin am IW, Adriana Neligan, den Zeitungen.
Die EU-Kommission will deshalb dem Bericht zufolge am 6. Dezember eine "Strategie für Kunststoffabfälle in der Umwelt" beschließen. Demnach soll es eine EU-weite Regelung zur Mülltrennung geben. Auch die Recyclingfähigkeit von Produkten ist demnach Thema.
Während in Deutschland knapp die Hälfte des Plastikmülls recycelt und der Rest überwiegend verbrannt werde, verfrachteten andere Länder ihren Abfall häufig auf Deponien.
 

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Sayes
Sayes
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RE: Neue EU- Verordnung gegen Plastikmüll
geschrieben von Sayes
als Antwort auf Rosi65 vom 01.06.2018, 13:31:29

Andere Länder sind uns da voraus.

"Ein Verbot ist eine harte, aber sehr effektive Maßnahme", sagt Barratt. Das hat sich auch in Ruanda gezeigt. Der ostafrikanische Staat ist inzwischen berühmt für seine sauberen Straßen, schon am Flughafen werden Besuchern jegliche Plastiktüten abgenommen. Im Nachbarland Kenia wurden nach jahrelangen Verhandlungen und zwei Anläufen endlich im August die Nutzung, Herstellung und der Import von Plastiktüten untersagt. "

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/wie-die-welt-gegen-plastikmuell-kaempft-a-1180652.html

olga64
olga64
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RE: Neue EU- Verordnung gegen Plastikmüll
geschrieben von olga64

Kurz bevor in unseren Breitengraden wieder die Grillsaison beginnt und Berge von Einweg-Tellern, -Besteck, -Bechern und Strohhalmen türmen , aber meist nicht in bereitstehenden  Abfalleimen entsorgt werden oder gar zu Hause im privaten Müll ihr Ende finden, hat das Europaparlament einem Verbot dieser Produkte in allen EU-Ländern ab 2021 zugestimmt.
Eine gute Idee? Faktum ist, dass keine Regierung die Plastikflut im Alleingang bekämpfen kann, es braucht europaweite Regeln und auch VErbote, zumal solche Plastikprodukte zu 70% des in den Meeren schwimmenden Kunststoffmülls ausmachen.
Nun werden die Griller und andere Verbraucher zu Alternativprodukten greifen: Papier, Bambus oder Pappe für Teller, Becher usw., die dann ebenfalls nach einmaliger Benutzung auf dem Müll landen. Es wird nicht bedacht, dass auch diese Produkte in der Herstellung genauso ressourcenintensiv sind und das Problem vermutlich nur verlagern werden.
Wirklich konsequent wäre es, auf Einwegartikel generell zu verzichten (und diese auch zu verbieten). Warum nehmen die Leute z.B. keine Tupper-Teller und normales Besteck mit, das sie dann wieder zurück nach Hause befördern und in die Geschirrspülmaschine stecken?
Strohhalme könnte man völlig weglassen; die Cola oder das Bier oder gar Wasser kann man auch ohne trinken. Das wäre doch das MIndeste, was ein umweltbewusster Menschen machen könnte.
Wenn die Verbraucher nicht in der Lage oder bereit sind, ihr Konsumverhalten zugunsten des Planeten anzupassen, muss die Politik auch mit Verboten agieren. Und die sollten weitergehen, als eine Handvoll Produkte medienwirksam verbieten zu wollen. Olga

Kettwiger
Kettwiger
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RE: Neue EU- Verordnung gegen Plastikmüll
geschrieben von Kettwiger
als Antwort auf olga64 vom 28.03.2019, 14:13:58

Deine "Tupper" Werbung in allen Ehren, ich bevorzuge Porzellan Geschirr und habe es nicht nötig, für überteuerte Plastik Produkte wie "Tupper" auch noch latent oder öffentlich Werbung zu machen. Was die Politik muss, oder nicht muss, bestimmt sie selbst, auch Politiker benutzen eifrig Produkte der Plastikindustrie, da sei mal sehr sicher! Ich benutze für köstliche Rinderrouladen und auch andere Speisen nur Porzellan, Steingut oder Glas. Das ist für mich eine Frage der Ehre! Ein sehr kluger Brite hat mal gesagt; "Hypocrisy is a sort of homage that vice pays to virtue"....warum nur erinnere ich mich jetzt bei dieser Diskussion daran ? Bevor du dich jetzt echauffierst, sei versichert, dass mein Geschirr nicht aus der Porzellan Manufaktur Meissen stammt. Statussymbole empfinde ich als absolut ekelhaft, genau so wie "Tupper" Teller!
Pozellan 001.JPG

schorsch
schorsch
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RE: Neue EU- Verordnung gegen Plastikmüll
geschrieben von schorsch

Nicht der Gebrauch von Plastik sollte verboten werden, sondern nur die Herstellung desselben. Der Rest würde sich von selbst erledigen!

Via
Via
Mitglied

RE: Neue EU- Verordnung gegen Plastikmüll
geschrieben von Via

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