Forum Finanzen & Wirtschaft Wirtschaftsthemen Amazon - das Ausbeuter-Unternehmen

Wirtschaftsthemen Amazon - das Ausbeuter-Unternehmen

olga64
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Mitglied

Re: Amazon ist mehr, als nur Ausbeuter-Firma
geschrieben von olga64
als Antwort auf Edita vom 04.03.2013, 17:35:17
Freuen tut mich dabei, daß Sie mit sich sehr zufrieden sind, und das Leben genießen können, weiter so

Eine grübelnde Edita


Was für ein Missverständis: auch Sie wissen sicherlich nicht ,wann ich mit mir nicht zufrieden bin - als kritische Person mache ich selbstverständlich nicht Halt vor mir selbst. Allerdings bin ich nur durch gute Argumente oder Beweise umzustimmen - von polemischen Äusserungen ohne Basis habe ich noch nie viel gehalten.
Mein Leben geniesse ich - das soll auch so sein,denke ich, in unserem Alter. Wir haben alles Recht der Welt, die Ernte einzufahren - dafür haben wir vorher ja viel geackert, oder? Olga
hinterwaeldler
hinterwaeldler
Mitglied

Re: Amazon ist mehr, als nur Ausbeuter-Firma
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf lupus vom 26.02.2013, 07:59:33
Nun ist es wohl entgültig: Das Fernseh-Aufnahmeteam des HR hat gelogen und die angeblich wichtigsten Beweise sind frei erfunden. Diese Beweisstücke haben auch hier im ST für große Aufregung gesorgt und den Internethändler unter Druck gesetzt. Nun dies: meedia.de: Film darf wegen [u]Schmähkritik nicht mehr gezeigt werden - Verfügung gegen Amazon-Doku der ARD[/url]
Das Leipziger Job-Touristikunternehmen CoCo hat gegen den Hessischen Rundfunk in Sachen Amazon-Doku eine einstweilige Verfügung erwirkt. Konkret geht es darum, dass in dem ARD-Film “Ausgeliefert”, in dem die Arbeitsbedingungen von Leiharbeitern bei Amazon angeprangert wurden, eine unzulässige Schmähkritik an dem Touristikunternehmen geübt worden sei. Im Film war die Rede davon, dass Leiharbeiter “abgefüttert” würden “wie die Schweine”.

Diese einstweilige Verfügung ist nun schon drei Tage alt, aber keines der an dieser Schmäh-Aktion beteiligten Medien hat es bisher für notwendig gehalten, öffentlich dazu Stellung zu nehmen. Sogar das Video befindet sich noch in der Mediathek, allerdings in gekürzter Form.

pcwelt.de: Leiharbeiter-Drama - ARD soll Beweise in Amazon-Doku erfunden haben schreibt dazu:
Die Rechtsabteilung des HR soll bereits zugegeben haben, dass eine in der Reportage gezeigte E-Mail fingiert gewesen sei und dass eine Zeugin frei erfunden worden sei. Der Hessische Rundfunk kann gegen die Verfügung nun Rechtsmittel einlegen.

Das sind die schäbigsten Tricks der Journalisten, um eine Stimmung zu erzeugen, auf die auch ihr zum großen Teil hereingefallen seid. Ich erinnere mich, da gab es sogar Boykottaufrufe. Ich bin übrigens noch immer zufriedener Kunde dieses Internethändlers. Was übrig bleibt ist purer Kapitalismus und in dieser Form überall in Deutschland anzutreffen, also keine Besonderheit.
Drachenmutter
Drachenmutter
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Re: Amazon ist mehr, als nur Ausbeuter-Firma
geschrieben von Drachenmutter
als Antwort auf hinterwaeldler vom 09.04.2013, 09:15:40
Das ist allerdings blöd, dass durch so eine Sache nun der gesamte Inhalt des Beitrages des HRs ein gewisses Gschmäckle bekommt.
Ich lehne solche Methoden der "Aufklärung" mit unlauteren Mitteln ab.

Nun, auch ich habe nach dem Bericht im TV geschrieben, mein Mann und ich würden bei Amazon nicht mehr bestellen, weil wir zu der Zeit davon überzeugt waren, dass dies der richtige Weg sei. Aber wir lassen uns auch durchaus davon überzeugen, dass diese Entscheidung evtl. nicht richtig war und sind in der Lage, sie rückgängig zu machen. Andere Voraussetzungen erfordern andere Entscheidungen. Wir werden sehen.

woelfin

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digizar
digizar
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Re: Amazon - das Ausbeuter-Unternehmen
geschrieben von digizar
Mit Amazon habe ich keine Schwierigkeiten.
Die Preise sind nicht die günstigste, aber für mich ok.
Und die Ware ist auch zuverlässig gut.

Und - mal so locker gesagt...
bei meiner mir zugeteilten staatlichen Rente suche ich ganz natürlich nach günstigen Angeboten.
Auch Amazon hat Kosten, und die gilt es zu drücken; und zwar mit allen legalen Mitteln. Von Moral war im heutigen Geschäftsleben noch selten die Rede. Geld stinkt halt nicht.

Allerdings würde ich auch ohne weiteres bei Amazon zu Sch...bedingungen arbeiten gehen - wenn ich müsste.
Wo ist also das 'Problem'?

Wenn Gewerkschaften blöde Deals aushandeln, dann darf sich keiner beschweren. Und schon gar nicht mit überzogenen Forderungen und Streik eine Verteuerung erzwingen. Eine Verteuerung, die ein Unternehmen nicht mehr packen kann - Folge: Mitarbeiter abgebaut, selbst verschuldet ins eigene Fleisch der Mitarbeiter geschnitten.
Wo ist da wieder das Problem? Einem nackten Seemann, einem insolventen Unternehmen kann niemand mehr in die Tasche greifen.

Eine Einstweilige Verfügung ist noch kein Urteil.
Allerdings wenn zugegeben wird, dass da getürkt wurde, dann sollte der Sender komplett und sofort geschlossen werden.
Das wäre nämlich mehrfacher Betrug. Einmal informationsmäßig und zweitens konträr zu der Begründung der Zwangsabgabe (nämlich damit politische Willensbildung zu ermöglichen), und drittens auch wissentlich an dem Unternehmen Amazon.
Es wird spannend.
silhouette
silhouette
Mitglied

Re: Amazon - das Ausbeuter-Unternehmen
geschrieben von silhouette
als Antwort auf digizar vom 09.04.2013, 10:13:20
Solange kein Urteil "schuldig" gesprochen ist, denke ich nicht daran, mich durch eine Pressekampagne, hinter der ich den Neid der Konkurrenz vermute, beirren zu lassen.
Jedes Buch und jede CD, die es auf dem Markt gibt, außerdem auch viele vergriffene, gebrauchte, finde ich bei Amazon und erhalte sie unbürokratisch (aufgrund meines accounts), nach einem Tag und versandkostenfrei nach Hause. Nur in den Büchern blättern kann ich nicht. Wenn ich das will, brauche ich Benzin für 50 km und mehrere Euros für's Parkhaus.

In Karlsruhe hat ein berüchtigter Konzern, der keineswegs nur Bücher verkauft, DIE große Buchhandlung in zentraler Lage verdrängt, die ein Familienbetrieb mit anständigen Arbeitsbedingungen war. Zum Dank ? dafür gehe ich doch nicht in das Geschäft, das sich wenige hundert Meter nebem dem Familienbetrieb niedergelassen hat, worauf dieser kaputt ging. Bei den noch bestehenden 2 kleineren Geschäften hätte ich nicht die Auswahl und müsste am Ende erst etwas bestellen, hätte also die genannten Fahrtkosten zwei Mal.

Auch im Falle einer Rücksendung ist Amazon absolut problemlos. Und irgendwann raffe ich mich dazu auf, die Bücher, die ich nicht ganz gelesen habe, weil sie nicht mein Geschmack waren, bei Amazon als gebraucht anzubieten. Auch das ist möglich.
hinterwaeldler
hinterwaeldler
Mitglied

Re: Amazon - das Ausbeuter-Unternehmen
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf digizar vom 09.04.2013, 10:13:20
Eine Einstweilige Verfügung ist noch kein Urteil.
Allerdings wenn zugegeben wird, dass da getürkt wurde, dann sollte der Sender komplett und sofort geschlossen werden.

Jein, Erstens haben wir den Beitrag via GEZ und der Nachfolgeorganisation bezahlt und zweitens ist nicht die ARD bzw der HR für den Inhalt verantwortlich, sondern ist das die Veröffentlichung einer Meinung des Journalistenteams. Das ist das Argument was dann immer herangezogen wird, wenn es brenzlig wird.

Beim Kauf von technischen Produkten bei Amazon muß man immer darauf achten, das der Bestellwert immer über 20 Euro ist, dann entfällt die Versandgebühr und dann liegt der Buchhändler meist über der Konkurrenz.

Und dann muß man darauf achten das der komplette Handel von Amazon abgewickelt wird. Ist Amazon nur der Vermittler für einen Kommissionshändler, gelten dessen Bedingungen. Da kann es schon mal eintreten, das das Produkt dann über dem Preis von Amazon sich befindet. Also bei der Bestellung immer genau hinsehen.

Hinzufügen möchte ich noch das der nächste Fachdiscounter von Hinterwaldhofen sich 15 km entfernt im nächsten Industriegebiet befindet. Will ich mir also dort etwas kaufen muß ich noch das KM-Geld und den Zeitaufwand hinzurechnen. Das Erstere ist ganz erheblich wenn die öffentlichen VK-Mittel benutzt werden, aber auch mit dem eigenen Auto hat man Kosten. Der Zeitaufwand ist auch für Rentner nicht ganz bedeutungslos.

Wenn man genau weiß was man kaufen will und 24-48h Zeit hat ist der Internethandel unschlagbar. Im Outlet-Handel von Amazon (Kunde hat Ware ausgepackt, angesehen und wieder zurückgeschickt) kann man zudem sogar noch ein tolles Schnäppchen machen.

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marina
marina
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Re: Amazon - das Ausbeuter-Unternehmen
geschrieben von marina
Eure Elogen auf Amazon könnt ihr euch an den Hut stecken. Dass die unschlagbar sind in ihren Lieferbedingungen dem Kunden gegenüber, hat nichts, aber auch gar nichts mit den Methoden zu tun, mit denen die Mitarbeiter trotzdem ausgebeutet werden. Dass die Berichte darüber teilweise getürkt sind, besagt noch lange nicht, dass alle Vorwürfe gegenstandslos sind.
Immerhin haben sie schonmal das rechtsextreme Wachpersonal ausgewechselt, warum wohl? Wegen getürkter Berichte? Und warum wollen die Beschäftigten streiken? Ganz ohne Grund?
Ihr schüttet das Kind mit dem Bade aus, wenn ihr nun versucht, Amazon vollständig reinzuwaschen.

Im Übrigen: Warten wir mal ab, was da noch kommt. Darüber ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.
Re: Amazon - das Ausbeuter-Unternehmen
geschrieben von meli
als Antwort auf marina vom 09.04.2013, 11:46:44
Als ich hörte, dass das "Wachpersonal" ausgetauscht wurde, dachte Aha! ein Anfang.

Wozu wurde dieses eigentlich benötigt?
Was ich bisher davon erfahren habe, schlug jedenfalls alles, was hier bisher an derartigen Skandalen zu hören war.

Bei Bekanntwerden dieser Machenschaft habe ich mir vorgenommen, dass ich dort nichts mehr kaufen werde und siehe da! Die Welt ist davon nicht untergegangen. Es ist ein wenig mehr Huddel mit Transport und Aussuchen. Doch vorher im Netz kann ich mich immer schlau machen und auch Preisvergleiche anstellen. Allerdings habe ich das auch in meiner Bestellzeit bei amazon getan.

Und ich bleibe dabei so lange, bis dort "normale" Verhältnisse eingekehrt sind. Wobei auch diese bei vielen Kaufhäusern nicht unbedingt die Besten sind, aber doch immer noch von diesen Methoden weit entfernt.

Meli
clara
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Re: Amazon - das Ausbeuter-Unternehmen
geschrieben von clara
als Antwort auf meli vom 09.04.2013, 13:12:21
Doch vorher im Netz kann ich mich immer schlau machen und auch Preisvergleiche anstellen. Allerdings habe ich das auch in meiner Bestellzeit bei amazon getan.

Meli
geschrieben von meli

So verfahre ich auch immer, bevor ich etwas bestelle. In den Preisvergleichsseiten steht Amazon selten ganz oben. Bei Google kauft es sich die oberen Suchergebnisse. Mit anderen Versandhäusern habe ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht, es gab bei seltenen Problemchen seriöse Telefonate mit der betr. Firma.
Amazon will ja alles an sich reißen und weitet sein Sortiment immer mehr aus.

In Bad Hersfeld gibt es bisher noch keine gemeinsame Basis mit der Belegschaft, nur zu informellen Gesprächen sei das Unternehmen bereit. Es wird gepokert wie man dies ja seit jeher bei Tarifverhandlungen gewöhnt ist. Ein Streik ist in Aussicht. Für mich ist Amazon nicht rehabilitiert.

Clara
silhouette
silhouette
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Re: Amazon - das Ausbeuter-Unternehmen
geschrieben von silhouette
als Antwort auf hinterwaeldler vom 09.04.2013, 11:01:08


Beim Kauf von technischen Produkten bei Amazon muß man immer darauf achten, das der Bestellwert immer über 20 Euro ist, dann entfällt die Versandgebühr

Bücher sind grundsätzlich versandkostenfrei. Bei allen anderen Produkten schaue ich, was der Markt sonst noch bietet, und der Markt im Internethandel ist mittlerweile sehr groß, der hat auch nicht auf amazon gewartet.

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