Forum Finanzen & Wirtschaft Wirtschaftsthemen Auch Cypern wird gerettet!

Wirtschaftsthemen Auch Cypern wird gerettet!

pschroed
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Re: Auch Cypern wird gerettet!
geschrieben von pschroed
als Antwort auf silhouette vom 27.03.2013, 17:57:40


Warum sollte ich mich aufregen oder im Glashaus fühlen? Du hast doch nur gezeigt, dass du nicht in der Lage bist, zur Sache zu antworten. Macht nichts. Katzen sind vielleicht ganz possierlich auf einem Autodach.



Silhouette

Die EU ist zur Zeit ein Faß ohne Boden, kein Mensch weiß wie und wo das ganze enden wird.

Die richtigen Probleme kommen erst wenn der kranke Mann Frankreich auf der Intensivstation liegt.

Phil.
silhouette
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Mitglied

Re: Auch Cypern wird gerettet!
geschrieben von silhouette
als Antwort auf pschroed vom 27.03.2013, 18:16:32
Da hast du wohl recht.
Anmerkung am Rande: in Frankreich gab es schon zu meiner Studentenzeit einen gesetzlichen Mindestlohn, und schon vor fast 40 Jahren die denkbar großzügigsten Regelungen für Wochenarbeitszeit, Lebensarbeitszeit, Jahresurlaub, Mutterschaftsurlaub, "Brückentage" usw., von denen alle anderen europäischen Arbeitnehmer, deren Bedingungen ich ein wenig kenne, immer geträumt haben und träumen werden.

Aiaiaiai, der Krug geht so lange zum Brunnen..........
adam
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Re: Auch Cypern wird gerettet!
geschrieben von adam
als Antwort auf pschroed vom 27.03.2013, 18:16:32
Die EU ist zur Zeit ein Faß ohne Boden, kein Mensch weiß wie und wo das ganze enden wird.

Die richtigen Probleme kommen erst wenn der kranke Mann Frankreich auf der Intensivstation liegt.

Phil.


Phil.,

als Fass ohne Boden würde ich die EU nicht bezeichnen. Da ist ein tiefes Loch, in das viel reinpasst, aber es hat einen Boden. Auf diesem Boden ist der Ausgleich des Wirtschafts-, des Lebensniveaus in Europa überhaupt, erreicht.

Im Grunde genommen kennen wir in der Bundesrepublik die Situation schon. Sie ähnelt der als die DDR in die Bundesrepublik eingegliedert wurde. Die DDR war bankrott und die notwendigen Investitionen verkörperten die Überschuldung der DDR, der Umtausch des DDR-Geldes eine Überverschuldung der neuen Bundesrepublik. Abhilfe schufen Maßnahmen, die das Niveau der zusammengeführten Teilstaaten angeglichen. Die Maßnahmen gipfelten in der Agenda 2010, zeigen aber, daß der Weg der Sparmaßnahmen auf eine Größe, die sich die Bundesrepublik leisten kann, und die Kostensenkung, die die Bundesrepublik auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig machten, richtig war.

In der gleichen Situation wie die Gebiete der ehemaligen DDR, sind heute viele europäische Staaten, wobei hier noch kriminelles Tun wie in Zypern oder eine verlogene Politmafia wie in Griechenland, hinzu kommen.

Wie auch immer: Die Lösung des Problems liegt im Ausgleich des Niveaus, wobei die weniger misslich gelagerten Staaten denen helfen müssen, die schlimmer dran sind. Für das Wie gibt es ansich nur zwei Optionen: Entweder bekommen wir das friedlich hin oder wir fallen zurück in Zeiten, in denen versucht wurde, wirtschaftliche Ungleichgewichte über Nationalismus und Krieg förmlich zu bekämpfen. Eine sinnlose Option, die über Tod und Zerstörung keine wirkliche Abhilfe schuf.

Meiner Meinung nach ist natürlich der friedliche Weg zu wählen und was die Bundesrepublik anbelangt, könnte sie das Muß an Ausgleich, der sowieso kommt, damit verbinden, das ihr entgegen gebrachte Vertrauen Europas nach zwei Weltkriegen, zu bestätigen und etwas für ihren Ruf zu tun. Das einige Europa ist für die Zukunft unbedingt nötig, wollen die einzelnen Staaten nicht in völliger Bedeutungslosigkeit enden.

--

adam

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pschroed
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Re: Auch Cypern wird gerettet!
geschrieben von pschroed
als Antwort auf adam vom 27.03.2013, 19:44:30
Die EU ist zur Zeit ein Faß ohne Boden, kein Mensch weiß wie und wo das ganze enden wird.

Die richtigen Probleme kommen erst wenn der kranke Mann Frankreich auf der Intensivstation liegt.

Phil.
geschrieben von adam


Phil.,

als Fass ohne Boden würde ich die EU nicht bezeichnen. Da ist ein tiefes Loch, in das viel reinpasst, aber es hat einen Boden. Auf diesem Boden ist der Ausgleich des Wirtschafts-, des Lebensniveaus in Europa überhaupt, erreicht.

Im Grunde genommen kennen wir in der Bundesrepublik die Situation schon. Sie ähnelt der als die DDR in die Bundesrepublik eingegliedert wurde. Die DDR war bankrott und die notwendigen Investitionen verkörperten die Überschuldung der DDR, der Umtausch des DDR-Geldes eine Überverschuldung der neuen Bundesrepublik. Abhilfe schufen Maßnahmen, die das Niveau der zusammengeführten Teilstaaten angeglichen. Die Maßnahmen gipfelten in der Agenda 2010, zeigen aber, daß der Weg der Sparmaßnahmen auf eine Größe, die sich die Bundesrepublik leisten kann, und die Kostensenkung, die die Bundesrepublik auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig machten, richtig war.

In der gleichen Situation wie die Gebiete der ehemaligen DDR, sind heute viele europäische Staaten, wobei hier noch kriminelles Tun wie in Zypern oder eine verlogene Politmafia wie in Griechenland, hinzu kommen.

adam


Hallo Adam

Ich sehe es auch so der Vergleich mit DDR ist richtig, es wird eine Änderung welche das Geld pro Kopf dramatisch zurückfahren wird.

Wie du schreibst ist es nur zu hoffen daß das kommende Jahrzehnt friedlich über die Bühne geht.

Was sich zur Zeit sich in Frankreich zusammenbraut ist nicht gerade beruhigend.

Der Vorteil, wessen die früheren DDR Bürger haben, sie haben gelernt sich einzuschränken, das wird noch manchen heutigen EU Bürger sehr schwer fallen.

IRONIE: Ich weiß nicht ob Herrn Helmut Kohl´s Idee (in dieser Form,EU) gut war

Phil.
adam
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Re: Auch Cypern wird gerettet!
geschrieben von adam
als Antwort auf pschroed vom 27.03.2013, 21:09:05
Phil,

ich denke die Idee ist die einzig richtige für Europa und die Euroeinführung war wohl mehr der Preis, den Mitterand für die Wiedervereinigung forderte. Theoretisch hätte es ja auch gut gehen können, wenn die Vereinbarungen über die Verschuldung eingehalten, die Beitrittsvoraussetzungen erfüllt, die Vergrößerung der EU und vor allem des Euroraums nicht zu schnell voarangetrieben worden wäre. Die Angst vor der ehemaligen Sowjetunion wirkte wohl sehr nach und statt Russland näher an die EU zu binden, wurde es vergrault. Es gibt sicher noch mehr Entscheidungen, die falsch waren.

Interessant finde ich, daß die Idee einer Konföderation von Staaten, die auch den USA zugrunde liegt, von den nordamerikanischen Irokesen stammt, die einsahen, daß sie die Kriege untereinander nur beenden können, wenn sie zusammenarbeiten. Hoffen wir, daß diese Einsicht auch in Europa erhalten bleibt und die Freundschaft nicht beim Geld aufhört.

--

adam
olga64
olga64
Mitglied

Re: Auch Cypern wird gerettet!
geschrieben von olga64
als Antwort auf adam vom 27.03.2013, 21:39:45
Um beim Thema Zypern zu bleiben: heute öffneten die Banken alle vermuteten einen hohen Run auf dieselben - ist alles ausgeblieben. Es scheint wieder Alltag in Zypern einzukehren, was auch die einzige Möglichkeit ist, dass diese halbe, kleine Insel eine Zukunft haben wird. Olga

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adam
adam
Mitglied

Re: Auch Cypern wird gerettet!
geschrieben von adam
als Antwort auf olga64 vom 28.03.2013, 17:12:30
Warum sollte es auch zum Run kommen?

Dem Geld der Kleinsparer geschieht nichts und die Großen hatten Gelegenheit, ihres in Sicherheit zu bringen.

--

adam
Re: Auch Cypern wird gerettet!
geschrieben von mart1
als Antwort auf adam vom 28.03.2013, 19:20:41
Es sei nicht zu einem "Run" gekommen, melden alle Medien hocherfreut.

So in dem Sinn, schaut, es ist doch alles in Ordnung.

Die Anleger, die das Finanzparadies genutzt haben, haben ihr Geld längst abgezogen und die normalen Leute dürfen 300 Euro pro Tag abheben, so es denn ihr Kontostand erlaubt.

(Hab ich nicht gelesen, dass die Banken schon wieder Geldmangel haben?)

Mart
digi
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Re: Auch Cypern wird gerettet!
geschrieben von digi
als Antwort auf mart1 vom 29.03.2013, 10:30:53
Ob das nicht reißerisch ist?
Würde es erklären.

Das Gelbe Forum zu Cypern

Wurden den dortigen Banken nicht evtl ein grandioses Geschenk überreicht, und zwar nur den Banken? Raffiniert eingefädelt dann.
Re: Auch Cypern wird gerettet!
geschrieben von klaus
als Antwort auf digi vom 29.03.2013, 17:29:32
"Wurden den dortigen Banken nicht evtl ein grandioses Geschenk überreicht, und zwar nur den Banken? Raffiniert eingefädelt dann."


Interessanter Link!

Unser Finanzminister Markow (Linke)( ich bin Brandenburger) hat ja auch 1,9 Mio € in Zypern angelegt ( Pensionskasse), weil die Zinsen so schön hoch waren.
Interessant, wie kapitalistisch auch ein Finanzminister der Linken denkt, wenn er in der Regierung ist.
Auf die Frage, ob er auch schon das Geld schnell abgehoben hat oder nun bereit ist, bis zu 40% Steuer über alles, was über 100.000 € ist, zu zahlen , hat er noch nicht geantwortet ( die Grünen, die hier in der Opposition sind, hatten nachgefragt).
Fragen auf der HP des Innenministeriums, wie z.B., ob er denn bereit ist, die ev. verzockte Summe aus der eigenen Tasche zu zahlen, wurde auch nicht beantwortet.

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