Forum Finanzen & Wirtschaft Wirtschaftsthemen Götterdämmerung bei VW?

Wirtschaftsthemen Götterdämmerung bei VW?

olga64
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Götterdämmerung bei VW?
geschrieben von olga64
Bisher genügte es ja, wenn Herr Piech mit einem Satz oder Halbsatz einen ehemaligen Vertrauten den Garaus machen wollte. Dieses Mal scheint es ins Leere gelaufen zu sein.
Herr Winterkorn bleibt Vorstandsvorsitzender bei VW. Der Aufsichtsrat hat sich sogar dafür ausgesprochen, diesen Vertrag nochmals zu verlängern.
Herr Winterkorn hatte die ARbeitnehmerschaft im Rücken, evtl. auch die Familie Porsche - Herr Piech die Anteilseigner aus Katar und natürlich seine Frau. Das Manöver des fast 80-jährigen Piech sollte - so wird gemunkelt - auch dahingehend führen, dass seine Frau eine noch höhere Position im Aufsichtsrat einnimmt, wenn er abtritt. Damit würde er dann lebenslang weiterhin die Fäden im Hintergrund ziehen.
Ich finde es gut, wenn sich VW endlich emanzipiert aus diesen patriarchalischen und diktatorischen Fesseln des Herrn Piech. Für jeden sollte die Zeit mal abgelaufen sein - und das Wichtigste ist die VW AG mit weltweit vielen Hunderttausenden von Mitarbeitern. Olga
heigl
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Re: Götterdämmerung bei VW?
geschrieben von heigl
Mir war die Firma VW das letzte mal vor 40 Jahren von direkter privater Bedeutung, bei meinem zweiten und letzten VW.
Von daher sehe ich VW nur noch als Zaungast, und da fiel mir immer Piech negativ auf, dessen Blick schon immer Bosheit und Arroganz ausstrahlte.

Wahrscheinlich hat Piech aber auch Verdienste, die ihn jenseits seiner Beteiligungen wichtig erscheinen liess.

Ob die Querelen der Gegenwart VW als Umsatzkönig schaden können, denn die Menschen sind ja nicht ignorant, wird sich zeigen.

Götter, aha.
pschroed
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Re: Götterdämmerung bei VW?
geschrieben von pschroed
VW hat verpaßt sich umzustellen, sie bauen viele Teile noch immer selbst zusammen, wie zb. die teure Golf Hinterachse. Der Gewinn pro gebautem Golf ist dramatisch tief gesunken. Mal abwarten was sich bei VW noch bewegen wird. Hoffentlich nicht die Aktie. Manager Winterkorn wird sich der Neuzeit anpassen müssen um VW für die Zukunft auszurichten, sollte er sein Stuhl behalten.
Man nehme nur den teueren VW UP , das macht DACIA wesentlich besser und billiger.

Phil.

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olga64
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Re: Götterdämmerung bei VW?
geschrieben von olga64
als Antwort auf pschroed vom 22.04.2015, 08:36:10
So oder so - mit einem Manager Winterkorn, der 68 Jahre alt ist, kann man die Zukunft nicht aufbauen. Auch wenn er jetzt als Anerkennung noch eine Vertragsverlängerung erhält - bald werden andere die Geschicke bei VW regeln und hoffentlich zukunftsgewandter.
Mies fand ich das durchsichtige Spielchen, dass Herr Piech seine Gattin nach oben befördern wollte - das dürfte nun ausgestanden sein. Ich hoffe, die Federn bleiben gestutzt und Herr Piech kauft sich nicht doch noch das Gros der Anleger. Olga
pschroed
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Re: Götterdämmerung bei VW?
geschrieben von pschroed
als Antwort auf olga64 vom 22.04.2015, 17:48:37
Liebe Olga.

So kann es auch gehen wenn der Schuss nach hinten losgeht
Wenn es fertig ist wird Piech noch VW verlassen.

Phil.

ZITAT FOCUS:

Gegenwind aus Kontrollgremium - Piëch gerät unter Druck

14.49 Uhr: Im Machtkampf bei Volkswagen gerät nach einem "Spiegel"-Bericht VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch unter Druck. Er sei als Aufsichtsratsvorsitzender des VW-Konzerns nicht mehr tragbar, sagten mehrere Mitglieder des 20-köpfigen Kontrollgremiums, wie der "Spiegel" berichtete.
Am Donnerstag hatten die Deutsche Presse-Agentur, der NDR und die "Welt" übereinstimmendend berichtet, Piëch versuche, die Ablösung von Vorstandschef Martin Winterkorn noch vor der VW-Hauptversammlung am 5. Mai zu betreiben. Piëch hatte dies dementiert und erklärte: "Ich betreibe die Ablösung von Martin Winterkorn nicht."
pschroed
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Re: Götterdämmerung bei VW?
geschrieben von pschroed
als Antwort auf olga64 vom 22.04.2015, 17:48:37

Mies fand ich das durchsichtige Spielchen, dass Herr Piech seine Gattin nach oben befördern wollte - das dürfte nun ausgestanden sein. Ich hoffe, die Federn bleiben gestutzt und Herr Piech kauft sich nicht doch noch das Gros der Anleger. Olga


Und weg, sind beide.

Phil.

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olga64
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Re: Götterdämmerung bei VW?
geschrieben von olga64
als Antwort auf pschroed vom 25.04.2015, 18:07:44
Nachdem nun Herr Piech und seine "Uschi" den Aufsichtsrat bei VW verlassen haben, wird er kommissarisch von dem alten Gewerkschafts-Haudegen Huber in die Hauptversammlung geführt.
Ich finde es ein gutes Zeichen, wenn dokumentiert wird, dass die Zeit eines patriarchalen Alleinherrschers in Firmen vorbei ist. An diesem Führungsstil aus längst vergangener Zeit wollen ja immer noch insbesondere alte und ältere Chefs festhalten, die nicht einsehen wollen, dass die heute gut und international ausgebildeten jungen Leute dies nicht mehr akzeptieren.
Chefs, die denken, nur sie bestimmen, was und wie es gemacht wird - sind zum Scheitern verurteilt und man kann nur hoffen, dass die Firmen nicht mit ihnen untergehen werden.
Bei VW muss sich vieles ändern - die Zeit ist reif dafür. Wenn man bedenkt, dass Toyota ebenso viele Autos wie VW produziert aber nur mit der Hälfte der Belegschaft? Auch hier muss sich einiges ändern, wenn VW eine deutsche Vorzeigefirma bleiben möchte und nicht von feindlicher Übernahme bedroht wird. Mal sehen, was Herr Piech mit seinen Aktien macht - ob sie von der Familie Porsche übernommen werden oder an die Börse gehen? Dann wird es gefährlich. Olga
olga64
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Re: Götterdämmerung bei VW?
geschrieben von olga64
als Antwort auf olga64 vom 27.04.2015, 16:07:28
Nachdem nun Herr Piech und seine "Uschi" den Aufsichtsrat bei VW verlassen haben, wird er kommissarisch von dem alten Gewerkschafts-Haudegen Huber in die Hauptversammlung geführt.
Ich finde es ein gutes Zeichen, wenn dokumentiert wird, dass die Zeit eines patriarchalen Alleinherrschers in Firmen vorbei ist. An diesem Führungsstil aus längst vergangener Zeit wollen ja immer noch insbesondere alte und ältere Chefs festhalten, die nicht einsehen wollen, dass die heute gut und international ausgebildeten jungen Leute dies nicht mehr akzeptieren.
Chefs, die denken, nur sie bestimmen, was und wie es gemacht wird - sind zum Scheitern verurteilt und man kann nur hoffen, dass die Firmen nicht mit ihnen untergehen werden.
Bei VW muss sich vieles ändern - die Zeit ist reif dafür. Wenn man bedenkt, dass Toyota ebenso viele Autos wie VW produziert aber nur mit der Hälfte der Belegschaft? Auch hier muss sich einiges ändern, wenn VW eine deutsche Vorzeigefirma bleiben möchte und nicht von feindlicher Übernahme bedroht wird. Mal sehen, was Herr Piech mit seinen Aktien macht - ob sie von der Familie Porsche übernommen werden oder an die Börse gehen? Dann wird es gefährlich. Olga
geschrieben von olga


Frau sollte sich ja wirklich nicht selbst loben - aber meine hellseherische Einschätzung zu 'VW' vor vielen Monaten war so falsch ja nicht.
Es wird immer komplizierter für VW - jetzt sind anscheinend auch die Benziner-Autos betroffen und dazu die Premium-Classes von VW, Audi und sogar Porsche (wo der neue Vorstandsvorsitzende ja bis vor wenigen Wochen noch arbeitete).
Jetzt werden viele Milliarden Euros fällig, um zumindest finanziell dieses Drama zu kompensieren - geht VW langsam aber sicher unter? Olga
pschroed
pschroed
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Re: Götterdämmerung bei VW?
geschrieben von pschroed
als Antwort auf olga64 vom 04.11.2015, 17:28:54
Liebe Olga wie Recht Sie hatten, das wird der Supergau, schade für diesen Konzern.

phil.
dutchweepee
dutchweepee
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Re: Götterdämmerung bei VW?
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf pschroed vom 04.11.2015, 18:03:12
Lieber philippe. Du weißt, wie ich über das Großkapital und diese mächtigen Konzerne denke. Eigentlich finde ich es erstaunlich, dass nun einmal ein Betrug aufgedeckt wurde. Sonst passiert das erst, wenn der Dreck zum Himmel stinkt.

Der VW-Konzern ist wichtiger für Deutschland, als alle Banken zusammen. Deshalb schaue ich mit Sorge auf die Ausweitung der kriminellen Betrugsfälle in dieser Firma. Die haben sowohl Kunden als auch Regierungen beschissen. Aber vielleicht haben ja zumindest Teile der deutschen Regierung bescheid gewusst?

Dieser Schaden ist wohl nicht mehr zu reparieren. Auch nicht mit Software-Updates. Natürlich fällt mir dazu ein Zitat von Karl Marx ein:

Bei 50 Prozent Profit drückt der Kapitalist beide Augen zu,
bei 75 wird er kriminell und bei 100, da geht er über Leichen.

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