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Wirtschaftsthemen Großbanken sind organisierte Kriminalität

hinterwaeldler
hinterwaeldler
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Großbanken sind organisierte Kriminalität
geschrieben von hinterwaeldler
Mackie Messer in Bert Brecht's Dreigroschenoper: "Was ist ein Dietrich gegen eine Aktie? Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank? Was ist die Ermordung eines Mannes gegen die Anstellung eines Mannes?"

Ein neuer Bankenskandal: Jeder von uns wurde in den vergangenen Jahren durch die Manipulation von Zinssätzen um sein Geld betrogen. In der faz schreibt Christian Siedenbiedel unter dem Titel "Zinsmanipulation - Die Libor-Bande" :
Einer der größten Bankenskandale in der Wirtschaftsgeschichte steht kurz vor der Aufklärung. Betroffen ist fast jeder. Die großen Banken der Welt haben in einem beispiellosen Kartell über Jahre hinweg den Zins manipuliert, die wichtigste Stellgröße der Wirtschaft. Sie haben ihn mit üblen Tricks nach unten und oben getrieben - genauso, wie es ihnen gerade passte. Und keiner konnte sich ihrer Machenschaften entziehen. Während man bei Zertifikaten oder komplizierten Finanzprodukten immer noch selbst entscheiden kann, ob man sie kauft, entkommt der Macht des Zinses keiner.

Ein Stück weiter unten lesen wir
Was waren das für Leute, die so was machten? Als extremes Beispiel wird in den Ermittlungsakten Tom Hayes genannt, ein 33 Jahre alter Händler der UBS in Tokio. Er war ein Star im Handelsraum und brachte seiner Bank Hunderte von Millionen Dollar ein. Für Hayes genügte ein winziges Rädchen, um gewaltige Summen zu bewegen: Er habe in einem Fall den Libor nur um 0,01 Prozent manipulieren müssen, damit seine Spekulationsgeschäfte einen Gewinn von 459.000 Dollar abwarfen, wird berichtet.

Davon machte er offenbar reichlich Gebrauch - und andere auch. Die Behörden jedenfalls kamen zu dem Schluss, zwischen 2005 und 2010 habe es bei der UBS mindestens 2000 Manipulationsversuche gegeben. Sie verdächtigen die Bank sogar, in dieser Zeit ausschließlich gefälschte Libor-Meldungen abgegeben zu haben.

Wenn dort steht fast jeder, so ist es auch so und wir haben nicht die geringste Chance unser Geld zurück zu erhalten. Alle Großbanken haben sich beteiligt, auch die Deutsche Bank. Sie haben uns vorsätzlich belogen und betrogen. Und solche Banken hat Merkel und Schäuble noch gerettet.....
digizar
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Re: Großbanken sind organisierte Kriminalität
geschrieben von digizar
als Antwort auf hinterwaeldler vom 10.02.2013, 20:00:20
Diese Tricks kenne ich auch.
Interessiere Dich mal für internationalen Devisenhandel *.
Ein Mordsgeschäft, nur musst Du SEHR SEHR schnell sein (Sekunden entscheiden über ein paar Riesen).
Und ein 'paar Moppen' anne Scheichen musse hamm - im voraus natürlich.
Diese Herrschaften sitzen deswegen an genau richtiger Position.

*Achtung!
Betrüger dabei
digizar
digizar
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Re: Großbanken sind organisierte Kriminalität
geschrieben von digizar
als Antwort auf digizar vom 10.02.2013, 21:00:22
Leonardo da Vinci sagte jedoch:
Wer an einem Tag reich werden will, wird in einem Jahr gehängt werden.

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Re: Großbanken sind organisierte Kriminalität
geschrieben von crosby
als Antwort auf hinterwaeldler vom 10.02.2013, 20:00:20
@hinterwaeldler schade dass Du nicht erwähnst dass Bert Brecht HEUTE seinen 115 Geburtstag hätte ;)

Wenn man schon von Bert Brecht schreibt ;)

crosby :)
hinterwaeldler
hinterwaeldler
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Re: Großbanken sind organisierte Kriminalität
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf crosby vom 10.02.2013, 22:22:03
Ich werde es mir nicht verzeihen können.
schorsch
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Re: Großbanken sind organisierte Kriminalität
geschrieben von schorsch
als Antwort auf hinterwaeldler vom 10.02.2013, 20:00:20
So lange sich diese Spekulationen gegenseitig neutralisieren konnten, war die Sache noch eine Spielerei. Als sich die Spekulanten aber dann zu Banden zusammen schlossen, wurde es richtig gefährlich.

Und die Grossbanken haben überhaupt nichts gelernt aus ihren Verfehlungen dem Volksvermögen gegenüber. Nein, auch heute noch arbeiten sie mit den genau gleichen Werkzeugen - und bezahlen mit den Gewinnen, sie sie aus den ihnen anvertrauten Geldern von Milliarden Kleinsparern quetschen, Millionen-Boni an ihre unfähigen Bosse.

Wie sollten dann diese Bosse je auf die Idee kommen, dem bösen Treiben ihrer hasardierenden Angestellten einen Riegel zu stossen?!

Wie weiter oben schon angetönt wurde, ist das Geld die einzige Materie, die sich den Schwerkraftgesetzen entzieht und von unten nach oben fliesst -, nämlich durch die Millionen kleinen Rinnsale und Bäche, die sich zu Geldflüssen vereinen - und schliesslich in die unendlich weiten Taschen der Bosse fliessen.

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wolfgang
wolfgang
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Re: Großbanken sind organisierte Kriminalität
geschrieben von wolfgang
eine definition der "organisierten kriminalität" wurde im rahmen des "Schweizer Nationalfonds für wissenschaftliche Forschung" erarbeitet. - sie lautet (zit. n. Henrik Kreutz: Gesellschaftliche Anomie und Organisierte Kriminalität: Ein reziprokes Verhältnis):
[list]
[*]Ein organisiertes (transkontinentales) Verbrechen liegt dann vor, wenn eine Organisation, deren Arbeitsweise der eines internationalen Unternehmens ähnelt,
- eine sehr strikte Arbeitsteilung aufweist,
- über hermetisch abgeschlossene, methodisch und dauerhaft angelegte Strukturen verfügt
- und danach strebt, durch Gesetzesübertretungen wie auch durch Teilnahme am legalen Wirtschaftskreislauf größtmöglichen Profit zu erreichen.
[*]Zu diesem Zweck setzt die Organisation
- Gewalt und Einschüchterung ein und
- versucht, Einfluss auf Politik und Wirtschaft zu nehmen.
[*]Im allgemeinen weist die Organisation
- eine stark hierarchische Struktur auf und
- verfügt über wirkungsvolle Mechanismen, um ihre internen Regeln durchzusetzen.
- Zudem sind ihre Protagonisten in hohem Maße austauschbar.
[/list]

ich meine, so gesehen gehören die national und international agierenden sogenannten systemrelevanten banken allesamt zur "organisierten kriminalität", auch wenn es nicht zu physischer gewalt (mord und totschlag) kommt, sondern "nur" zu einschüchterung.
---
w.
hinterwaeldler
hinterwaeldler
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Re: Großbanken sind organisierte Kriminalität
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf wolfgang vom 11.02.2013, 10:50:09
auch wenn es nicht zu physischer gewalt (mord und totschlag) kommt, sondern "nur" zu einschüchterung.

Zählt deiner Meinung nach auch "Verhungern lassen" dazu? Ist das keine physische Gewalt?

Hunger & Nahrungsmittelspekulationen
wolfgang
wolfgang
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Re: Großbanken sind organisierte Kriminalität
geschrieben von wolfgang
als Antwort auf hinterwaeldler vom 12.02.2013, 04:30:55
m.w.n. verursachen banken den hunger nicht. sie verdienen höchstens an dem zustand, in dem sich etwa eine milliarde menschen befindet. physische gewalt, direkten mord und totschlag, kann man den bankstern nicht unterstellen. - das hungern bzw. verhungern hat eine ganz andere ursache. stichwort: malthusianische katastrophe -> http://de.wikipedia.org/wiki/Malthusianische_Katastrophe
---
w.
dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

Re: Großbanken sind organisierte Kriminalität
geschrieben von dutchweepee
Ein toller Spot zum Thema ...warum läuft der eigentlich nicht pausenlos im Fernsehen?


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