Forum Finanzen & Wirtschaft Wirtschaftsthemen Mehr Fleisch weniger Bauern...

Wirtschaftsthemen Mehr Fleisch weniger Bauern...

ehemaligesMitglied48
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Mehr Fleisch weniger Bauern...
geschrieben von ehemaligesMitglied48
Viele essen gern Fleisch (ich auch) und betonen, daß sie das Fleisch ja vom kleinen Bauern aus der Nachbarschaft beziehen.
Klingt gut ist aber sicher vielfach falsch !
Immer weniger Bauern gibt es...schaut mal auf den Link....aber es wird immer mehr Fleisch produziert.Das geht auf Dauer nicht gut.
Industrieproduktion von Tieren ist schädlich !!!
Sie führt nicht nur zur Belastung des Trinkwassers mit Nitrat, Antibioika oder Phosphor. Auch die Tiere werden in immer kürzeren Abständen gemästet und geschlachtet.
Die Masthaltung braucht Futtermittel....Mais der hier eigentlich untypisch in riesigen Mengen angebaut wird ...aber auch Soja...dafür wird in Brasilien der Urwald gerodet und deshalb gibt es dort Dürren.
Meist osteuropäische Arbeitskräfte werden in den Schlachthöfen ausgebeutet...und nur um beim Discounter immer billigeres Fleisch anzubieten.
Es wird ein Umdenken erfordern beim Fleischverzehr, wenn wir nicht weiter die Umwelt zerstören, Tiere quälen und Bauernhöfe vernichten wollen.
Und bitte unterstellt mir weder vegane Agitation noch Tierschutzinteressen zu vertreten.
Wenn man als normaler Mensch solche Dinge erfasst, sollte es möglich sein, mal einfach auf Fleisch zu verzichten. Aber nur wenn das viele machen wird sich was ändern.

http://www.heise.de/tp/artikel/49/49388/1.html
barbarakary
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Re: Mehr Fleisch weniger Bauern...
geschrieben von barbarakary
als Antwort auf ehemaligesMitglied48 vom 14.09.2016, 11:44:32
Genau! Die einfachste Lösung des Problems ist der Verzicht. Wem das zu heftig ist, dann kann man es auch mit Einschränkung des Fleischkonsums versuchen. Seit einigen Jahren bin ich fast Vegetarierin. D.h. gelegentlich Bio-Wurst, ab und zu Fisch - es lebt sich gut damit. Da man für Käse und Eier doch noch Tiere braucht, wäre vegan zwar eine noch bessere Lösung, aber es langsam angehen, ist auch schon was!

LG barbarakary
olga64
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Re: Mehr Fleisch weniger Bauern...
geschrieben von olga64
als Antwort auf barbarakary vom 14.09.2016, 17:03:15
Ich mache es seit vielen Jahren ebenso und kehrte wieder zurück den GEpflogenheiten, dass die Portion Fleisch zwar gut aber klein sein darf, dafür die Beilagen etwas mehr und üppiger (insbesondere Gemüse und Salate).
Aber mir begegnen oft diese Heuchler (sehr oft ausgewiesene Tierfreunde) bei deren Argumentation man glauben könnte, das Steak wächst auf den Bäumen und die Tiere, sofern nötig, haben Selbstmord begangen, nachdem sie vorher ein wunderschönes Leben "artgerecht" damit verbracht haben, irgendwann diesem Tierfreund und dessen Gaumen Freude zu bereiten. Olga

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lupus
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Re: Mehr Fleisch weniger Bauern...
geschrieben von lupus
Wenn weniger Fleich verbraucht wird, wer wird dann wohl keins mehr produzieren können?

lupus
olga64
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Re: Mehr Fleisch weniger Bauern...
geschrieben von olga64
als Antwort auf lupus vom 14.09.2016, 17:39:56
Ich bin ja aufgrund meines eingeschränkten Fleischkonsums keine Expertin in den Kreisen der Fleischproduzenten (sei es nun der sog. Biobauer oder die Massentierhaltung in anderen Ländern). Aber wir sollten es einfach darauf ankommen lassen, wenn wir als Verbraucher hier den längst fälligen Schlüssel umdrehen.
Auch diese unendlich sich steigernde Milchproduktion, die wohl auch mit einem Blick auf China forciert wurde, läuft ja nicht so, wie sich dies Bauern so erdachten. Noch tritt dann der Steuerzahler ein, um wieder mal finanzielle Umschichtungen durchzuführen. Aber lange dürfte dies nicht mehr so gehen.
Bei einem Volk, das sich immer mehr Lactoseunverträglichkeiten zuwendet, könnte es ja auch sein, dass Allergien auftreten, wenn man nachdenkt, woher ein Braten aus Milchkalb oder -lamm wohl wirklich kommt.
Die Bauern, denen ich hier in Oberbayern so begegne, haben sich längst auf unendliche Maisfelder beschränkt, bzw. vermieten ihre Äcker und Felder für Photovoltaik-Anlagen. Damit lässt sich Geld machen und es erfordert weniger Arbeitseinsatz.
Oder man verkauft mal wieder den einen oder anderen Acker, da ja gerade im Speckgürtel von München Grundstücke dringend gesucht werden, um das Wohnungsproblem anzugehen. Dadurch werden solche Bauern dann schnell zu Millionären und können sich anderen Dingen zuwenden. Olga
ehemaligesMitglied48
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Re: Mehr Fleisch weniger Bauern...
geschrieben von ehemaligesMitglied48
als Antwort auf barbarakary vom 14.09.2016, 17:03:15
Ich denke auch, für die meisten Menschen ist Verzicht kaum ein Thema....aber es gibt heute so viele leckere Speisen für die man kein Fleisch braucht...ein wenig Einschränkung ist sicher für jeden machbar.

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ehemaligesMitglied48
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Re: Mehr Fleisch weniger Bauern...
geschrieben von ehemaligesMitglied48
als Antwort auf lupus vom 14.09.2016, 17:39:56
Falscher Ansatz.Wenn weniger Fleisch verbraucht wird...dann kann es hochwertiger sein und die Bauern dürfen ihre Tiere wieder vernünftig halten.
ehemaligesMitglied48
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Re: Mehr Fleisch weniger Bauern...
geschrieben von ehemaligesMitglied48
als Antwort auf olga64 vom 14.09.2016, 17:59:30
Oder man macht Gesetze, welche es unlukrativ erscheinen lässt, diese Anlagen für Massentierhaltung weiter zu betreiben.
lupus
lupus
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Re: Mehr Fleisch weniger Bauern...
geschrieben von lupus
als Antwort auf ehemaligesMitglied48 vom 14.09.2016, 19:10:40
Schwache Kenntnisse zum kapitalistischen Wirtschaftssystem!
Vielleicht noch mal bei Marx nachlesen.
lupus
olga64
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Re: Mehr Fleisch weniger Bauern...
geschrieben von olga64
als Antwort auf ehemaligesMitglied48 vom 14.09.2016, 19:12:52
xxxxOder man macht Gesetze, welche es unlukrativ erscheinen lässt, diese Anlagen für Massentierhaltung weiter zu betreiben.
geschrieben von dion
geschrieben von dion


Ein solches Gesetz wäre das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben ist. Es ist keine Grundlage, etwas "erscheinen zu lassen", wenn offensichtlich der Beweis, dass es hoch lukrativ ist, sehr viel realistischer ist.
Verzicht ist die einzige Möglichkeit und das ist dann die Sache jedes Einzelnen. 'Wird aber vermutlich nicht funktionieren, da nicht mal die medizinischen Aussagen, dass hoher Fleischgenuss zu vielen, menschlichen Krankheiten führt, hier helfen. Die Menschheit in der westlichen Welt wird trotzdem immer älter, wann auch mit Gicht, Fettsucht und anderen daraus resultierenden Einschränkungen. Olga

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