Forum Finanzen & Wirtschaft Wirtschaftsthemen Pessimisten auf dem Vormarsch

Wirtschaftsthemen Pessimisten auf dem Vormarsch

fred-lang
fred-lang
Mitglied

Re: Pessimisten auf dem Vormarsch
geschrieben von fred-lang
als Antwort auf Edita vom 14.05.2015, 09:44:50
... ein bißchen von allem ist eine gesunde, spannende und interessante Mischung!

Diesem Fazit schließe ich mich gerne an.
Edita
Edita
Mitglied

Re: Pessimisten auf dem Vormarsch
geschrieben von Edita
als Antwort auf Specht vom 14.05.2015, 17:07:35
ich bin bekennender Realist, daher muss ich mich nicht in eine dieser Schubladen legen.


Das ist eine gute Alternative, ich bin auch geneigt, mich da einzuordnen, wobei ich auch glaube, daß ein Pessimist, auch wenn er eher zu Depressionen neigt als ein Optimist, eher in der Lage ist, unvorhergesehene aufkommende Schwierigkeiten zu meistern, denn irgendwann hat er das für sich bestimmt schon mal " durchgespielt, und nun fügt er sich zwar zähneknirschend, aber immerhin in die neue Situation ein!
Ein Optimist hingegen (och- das kann alles nicht so schlimm sein, irgendwie wird es schon weiter gehen) kommt mit unvorhergesehenen aufkommenden negativen Ereignissen, überhaupt wenn sie gehäuft auftreten, nicht so zurecht, und damit sie ihn nicht belästigen, verdrängt er sie einfach, und verdrängt solange, bis das Kartenhaus zusammenbricht, und dann wird es auch für ihn gefährlich, entweder fällt er in eine Depression, oder spielt mit Selbsttötungsgedanken!
Fazit - pessimistische Menschen sind, weil sie im Umgang mit negativen Ereignissen geübter sind, und somit, immer unter der Voraussetzung, daß sie nicht auch noch depressiv sind, lebenstüchtiger als die Optimisten! Optimisten, wenn sie dann auch noch die großen Verdränger sind, bringen es auch fertig noch zu lachen, wenn sie mit einem Fuß schon überm Abgrund stehen, - ach irgendwie geht das schon, ist alles nicht so schlimm, das schaffe ich schon, nächste Woche gewinne ich im Lotto, und.....und....und, bis es eben zusammenkracht.....das Verdrängungssystem, oder er zieht endlich die Reißleine und schaut der Realität ins Auge!
Im alltäglichen Umgang sind mir pessimistische Menschen lieber, weil sie nach- und mitdenken, wenn man mit spricht, man sollte es nicht vermuten, aber sie haben auch ihre optimistischen Momente, während die sozusagen optimistischen Leute immer den Eindruck erwecken, daß sie sowieso nicht zuhören, und sie mit negativen oder belastenden Dingen auch nicht viel zu tun haben wollen!

Edita
Specht
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Re: Pessimisten auf dem Vormarsch
geschrieben von Specht
als Antwort auf Edita vom 14.05.2015, 18:25:48
Störenden und wenig einfühlsamen Optimismus finde ich die Sprüche wie "ich bin ganz sicher, dass du diese Prüfung bestehen wirst", "ich bin sicher, dass du wieder gesund wirst", "du musst nur positiv denken, dann besiegst du den Krebs" etc. Letzteres ist auch insofern speziell beleidigend, weil die angesprochene kranke Person beim Nichtbesiegen des Krebses beschuldigt wird, daran selbst schuld zu sein weil sie nicht genügend optimistisch gewesen sei.

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silhouette
silhouette
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Re: Pessimisten auf dem Vormarsch
geschrieben von silhouette
als Antwort auf Specht vom 15.05.2015, 10:41:35
"du musst nur positiv denken, dann besiegst du den Krebs" etc. Letzteres ist auch insofern speziell beleidigend, weil die angesprochene kranke Person beim Nichtbesiegen des Krebses beschuldigt wird, daran selbst schuld zu sein weil sie nicht genügend optimistisch gewesen sei.




....oder weil die Gedanken im (ganzen) bisherigen Leben negativ ausgerichtet waren.
Leider ist diese Methode unter Esoterikern sehr häufig anzutreffen.
olga64
olga64
Mitglied

Re: Pessimisten auf dem Vormarsch
geschrieben von olga64
als Antwort auf Specht vom 15.05.2015, 10:41:35
Ich persönlich bin von meiner 'Grundnatur Optimistin, was mir schon oft in meinem Leben viel gerettet hat, weil ich weiss und immer wieder erfahren habe, dass der Kinderspruch: wenn Du glaubst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her -oft stimmt.
Ich verwehre mich aber dagegen, in diese Esoteriker-Theorien "Think positive" einzufallen und dann grinsend durch die Weltgeschichte zu tingeln in diesem fatalen Irrglauben.
Es nützt eben nichts, bei wirklichen Problemen (wie Krankheiten, Pleite, Arbeitsplatzverlust, Scheidung oder Tod eines Angehörigen) positiv zu denken. Man muss sich der Sache stellen, dies durchmachen, um dann - wenn überhaupt möglich - einen neuen Weg für sich zu finden, um weiterzumachen. DAzu gehören dann auch negative Gedanken bis hin zur grossen, persönlichen Trauerarbeit.
Wenn Menschen mir in sehr schlimmen Situationen sagten "Du musst nur positiv denken", habe ich mich von solchen Leuten separiert. Sie wollten sich keine Zeit nehmen, mir zuzuhören oder gar mir zu helfen - und solche Menschen brauche ich nicht in meinem Leben. Olga
DonRWetter
DonRWetter
Mitglied

Re: Pessimisten auf dem Vormarsch
geschrieben von DonRWetter
als Antwort auf olga64 vom 15.05.2015, 17:16:03
Only bad news are good news.

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DonRWetter
DonRWetter
Mitglied

Re: Pessimisten auf dem Vormarsch
geschrieben von DonRWetter
als Antwort auf Edita vom 14.05.2015, 18:25:48
ich bin bekennender Realist, daher muss ich mich nicht in eine dieser Schubladen legen.


Das ist eine gute Alternative, ich bin auch geneigt, mich da einzuordnen, wobei ich auch glaube, daß ein Pessimist, auch wenn er eher zu Depressionen neigt als ein Optimist, eher in der Lage ist, unvorhergesehene aufkommende Schwierigkeiten zu meistern, denn irgendwann hat er das für sich bestimmt schon mal " durchgespielt, und nun fügt er sich zwar zähneknirschend, aber immerhin in die neue Situation ein!
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Genau das sehe ich anders. Der Pessimist findet immer Gründe, nichts zu tun und abzuwarten. Das beraubt ihn der besten Chancen und bring den Optimisten immer in Vorteil gegenüber dem Pessimisten.

Von der enorm besseren Lebensqualität mal ganz zu schweigen.
olga64
olga64
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Re: Pessimisten auf dem Vormarsch
geschrieben von olga64
als Antwort auf DonRWetter vom 28.05.2015, 17:09:58
Sehe ich ähnlich - der Mensch kann sich in alle Gegebenheiten "einleben" und wenn es der selbsternannte Pessimismus ist,den solche Menschen dann auch oft selbst als Depression diagnostizieren. Oft wird das auch benützt, um die Umwelt und die Menschen in den Griff zu bekommen - denn wer wird schon einen solch armen Menschen zu hart rannehmen.
Dass die Lebensqualität dadurch leidet, nehmen solche Menschen wohl gerne im Gegenzug in Kauf. Olga
Specht
Specht
Mitglied

Re: Pessimisten auf dem Vormarsch
geschrieben von Specht
als Antwort auf olga64 vom 28.05.2015, 18:05:37
Olga
JA - dieser Menschentypus, der berechnend bei andern Mitleid erregt mit einer gespielten Opferrolle, ist berüchtigt und auch oft Thema in Filmen. Zusammen mit Angehörigen, Bekannten oder Pflegepersonal mit starkem Helferwillen kann das sehr gut funktionieren und die Helfenden ausbeuten wenn nicht sogar in Überforderung und Krankheit treiben.
Das ist aber meines Erachtens nicht der eigentliche Pessimismus, der sich doch in der Regel auf die "stets böse Welt die nur Negatives bringen kann" bezieht.
JuergenS
JuergenS
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Re: Pessimisten auf dem Vormarsch
geschrieben von JuergenS
Mich wundert, dass hier alle ohne Selbstzweifel sich sofort an kategorischen Aussagen beteiligen.
Pessimist und Optimist schliessen sich in einer Person nicht aus, situationsbedingt ist keiner reinrassig P oder O.

Ich persönlich kenne, mich eingeschlossen, kaum jemand, der im Alter nicht kritischer wird, grundsätzlich.
Z.B. Christen müssten dagegen im Alter optimistischer werden, weil sie ja vom ewigen glückseeligen Leben nur mehr kurz entfernt sind.

P und O sind keine Konstanten.

Servus

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