Wirtschaftsthemen Pferdefleischskandal !

lupus
lupus
Mitglied

Re: Pferdefleischscandal !
geschrieben von lupus
als Antwort auf mart1 vom 23.02.2013, 15:32:47
Ich bin ja auch deiner Meinung, aber sie meint doch, daß das Angebot schon "pervers" sei.Und das gestützt auf den angeblichen Medikamenteninhalt. Sie muß wohl genauere Informationen haben?
lupus
Edita
Edita
Mitglied

Re: Pferdefleischscandal !
geschrieben von Edita
als Antwort auf lupus vom 24.02.2013, 08:16:24
Ich bin ja auch deiner Meinung, aber sie meint doch, daß das Angebot schon "pervers" sei.Und das gestützt auf den angeblichen Medikamenteninhalt. Sie muß wohl genauere Informationen haben?
lupus


Ob "sie" genauere Informationen hat, weiß "sie" nicht, aber neuere! Vor allen Dingen glaubt "sie" nicht, daß das Verstecken von Pferdefleisch in Rind-und Schweinefleischgerichten, auf einer seriösen Basis ruht! So lange das nicht lückenlos geklärt ist, halte ich das "Angebot" für menschenverachtend, ja...und pervers!

Arzneimittel in Pferdefleisch

Einen schönen Sonntag wünscht

" Sie "
Mareike
Mareike
Mitglied

Re: Pferdefleischscandal !
geschrieben von Mareike
als Antwort auf lupus vom 24.02.2013, 08:16:24
.Und das gestützt auf den angeblichen Medikamenteninhalt.

Dieses "angeblich" kannst Du getrost weglassen.

Phenylbutazon darf beim Menschen nicht so ohne weiteres als Medikament eingesetzt werden: Nach dem Bekanntwerden schwerer Nebenwirkungen (gastrointestinale Schädigungen, Störungen der Blutbildung), zum Teil mit Todesfolge, wurden 1984 die Indikationen eingeschränkt und weitere Maßnahmen auferlegt, um die Anwendung von Phenylbutazon nur auf das absolut notwendige Maß zu beschränken.

Dass Phenilbutazon bei Schlachttiere grundsätzlich verboten ist wird einleuchten.
Bei Pferden wird Phenylbutazon sehr häufig therapeutisch eingesetzt. Allerdings wird Phenylbutazon im Pferdesport auch als Dopingmittel missbraucht. Phenylbutazon ist diesbezüglich Spitzenreiter der Statistik.
Phenylbutazon hat im Körper eine sehr lange Verweildauer.

http:
//de.wikipedia.org/wiki/Phenylbutazon


Mareike

Anzeige

rolf †
rolf †
Mitglied

Re: Pferdefleischscandal !
geschrieben von rolf †
als Antwort auf Mareike vom 24.02.2013, 09:46:25
Phenylbutazon wurde nur in einem Fall festgestellt, der aber nichts mit dem Pferdefleisch aus Rumänien zu tun hatte.
Es wurde in Großbritannien in einer Probe gefunden, es war keine Importware.
Edita
Edita
Mitglied

Re: Pferdefleischscandal !
geschrieben von Edita
als Antwort auf Mareike vom 24.02.2013, 09:46:25
Na-ja Mareike, wir stehen ja nicht alleine da mit unserer Meinung, daß auch Tafelbesucher ein Anrecht auf "mindestens" nicht krankmachende Nahrung haben !

NRW mit den meisten Pferdefleisch-Fällen

Zitat hieraus:

Ein Sprecher des Bundesverbraucherministeriums sagte am Freitag, es reiche nicht aus, solche Produkte nur neu zu kennzeichnen. Lückenlos geklärt sein müsse auch, woher alle Zutaten stammten. Daher sähen etwa die Tafeln eine Weitergabe zu Recht sehr kritisch.

Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, Ulrich Schneider, sagte der Nachrichtenagentur dpa: „Wenn die Menschen in Deutschland das nicht essen wollen, weil sie völlig verunsichert sind, was da überhaupt drin ist, oder wenn sie es auch nur eklig finden, dann kann man das jetzt nicht Hartz-IV-Beziehern andrehen.“

Zitat-Ende

Was du nicht willst, daß man Dir tu, das füg auch keinem Andern zu!

Ein weiser Spruch, finde ich!

Edita
Re: Pferdefleischscandal !
geschrieben von mart1
als Antwort auf Edita vom 24.02.2013, 08:54:46
Hier gibt es die aktuelle Liste mit den. betroffenen zurueckgerufenen
Produkten.

Die Angabe, dass mit P. belastetes Pferdefleisch aus England stammt und ausser in England nur in Holland vertrieben wurde stimmt mit der Aussage des BOKU Professors ueberein, die ich oben verlinkt habe.
Weitere eindeutige Angaben sind mir nicht zugaenglich.
Pervers finde ich vor allem den Glauben an den Weihnachtsmann, der billigste Fertigprodukte zu minimalen Kosten und guter Qualitaet ermoeglicht.

lg mart

Anzeige

Edita
Edita
Mitglied

Re: Pferdefleischscandal !
geschrieben von Edita
als Antwort auf mart1 vom 24.02.2013, 10:21:58

Pervers finde ich vor allem den Glauben an den Weihnachtsmann, der billigste Fertigprodukte zu minimalen Kosten und guter Qualitaet ermoeglicht.

lg mart


Liebe Mart, das würde ich nicht als pervers bezeichnen, sondern als unaufgeklärt, gleichgültig, interessenlos und dumm!
Pervers ist, wenn lausige Geschäftemacher das ausnutzen! Aber pervers ist hier sowieso nicht der passende Ausdruck, ich würde " moralisch oder ethisch nicht vertretbar " vorziehen, denn bei pervers denkt man eher an Sex als an Gesundheit oder an Essen!

Edita
Mareike
Mareike
Mitglied

Re: Pferdefleischscandal !
geschrieben von Mareike
als Antwort auf Edita vom 24.02.2013, 10:31:43
"Ein Sprecher des Bundesverbraucherministeriums sagte am Freitag, es reiche nicht aus, solche Produkte nur neu zu kennzeichnen. Lückenlos geklärt sein müsse auch, woher alle Zutaten stamm(t)en."

Ich befürchte, eine genaue Analyse der Zutaten der Fertiggerichten und auch Wurst würde noch einiges anderes Unappetitliches zu Tage bringen. In diesem Mischmasch mit roter Soße lässt sich manches verstecken.

Mareike
Edita
Edita
Mitglied

Re: Pferdefleischscandal !
geschrieben von Edita
als Antwort auf Mareike vom 24.02.2013, 11:16:49
Vollkommen d'accord Mareike! Das scheinen nicht nur wir, in dieser Sache " Panikmacher ", zu befürchten!

Edita
Mareike
Mareike
Mitglied

Re: Pferdefleischscandal !
geschrieben von Mareike
als Antwort auf mart1 vom 24.02.2013, 10:21:58
Hier gibt es die aktuelle Liste mit den. betroffenen zurueckgerufenen
Produkten.

Die Angabe, dass mit P. belastetes Pferdefleisch aus England stammt und ausser in England nur in Holland vertrieben wurde stimmt mit der Aussage des BOKU Professors ueberein, die ich oben verlinkt habe.
Weitere eindeutige Angaben sind mir nicht zugaenglich.

lg mart


Danke Mart für diesen Link.
Beim Lesen stieß ich auf diesen Abschnitt:
"Auslöser Großbritannien

In Großbritannien, Irland, Schweden und Frankreich wurde Pferdefleisch in Fertigprodukten gefunden. Deklariert war Rindfleisch. Das Pferdefleisch hatte einen Anteil zwischen 30 und 100 Prozent. Der französische Hersteller Findus rief inzwischen 20.000 Packungen Lasagne in Groß­britannien und Schweden zurück. Auch sechs französische Einzel­handels­ketten haben entsprechend reagiert.

Zuvor war von der britischen Lebensmittelaufsicht FSA (Food Standard Agency) bereits in Tiefkühl-Hamburgern und in Spaghetti bolognese Pferdefleisch entdeckt worden. Nach Auskunft der britischen Behörden gibt es bisher keine Hinweise auf ein Gesundheitsrisiko durch den Verzehr der Produkte. Es könnten aber Pferde geschlachtet worden sein, die nicht zur Lebensmittelherstellung geeignet sind, z.B. alte Rennpferde. Bei diesen Pferden könnte das Medikament Phenylbutazon eingesetzt worden sein, das aber europaweit für Tiere, die zu Lebensmitteln verarbeitet werden, verboten ist."

Dieses "könnte" spricht Bände.
Pferdefleisch welches von vornerein zur Lebensmittelherstellung vorgesehen war, wird kaum einen wesentlichen Unterschied hinsichtlich Gewinnmaximierung vorweisen ...

Mareike

Anzeige