Wirtschaftsthemen Pferdefleischskandal !

wandersmann_1
wandersmann_1
Mitglied

Re: Pferdefleischscandal !
geschrieben von wandersmann_1
als Antwort auf Medea vom 22.02.2013, 11:34:53
Und was soll ich davon halten?
Gerade lese ich den Vorschlag des CDU-Abgeordneten
Hartwig Fischer aus Göttingen, der anregt, die
aus dem Handel genommen Produkte umzuettikettieren
und sie den Bedürftigen von TAFELN zukommen zu lassen.

Ich find das irgendwie pervers. Wem geht es ebenso?

Medea.


Natürlich schwingt in diesem Vorschlag das menschenverachtende eines vermeintlich Mächtigen dieses Landes mit.

Dennoch bin ich nicht der Ansicht, dass diese Fertigprodukte auf den Müll müssen. Vielmehr sollte man sie, nach üblicher Lebensmittelprüfung auf Medikamente, kostenlos für alle anbieten. Und wer es gerne möchte, soll es mitnehmen.
Wenn das, was in unseren Kaufhallen üblicherweise als Fleisch, Fisch und auch Gemüse angeboten wird, und demnach als nicht gesundheitsgefährdend gelten muss, gut sein soll, kann man diese Ferig-Chimären auch bedenkenlos essen.
Medea
Medea
Mitglied

Re: Pferdefleischscandal !
geschrieben von Medea
Verdammte Tat!
Ich zahle 50 Cent pro Ei in der Annahme, es sei von
glücklichen Hühnern gelegt worden und ehrlich in den
Handel gekommen -
und nun sehe ich fast federloses Federvieh in unsäglichen
Ställen diese Eier produzieren.

Wieder eine Schande, die himmelschreiend ist.

M.

@ Einen Gruß an Wandersmann.
Grundsätzlich bin ich ebenfalls gegen die Vernichtung von
Lebensmitteln, bei dieser Mischung Rind-Pferd kam mir der
Ekel hoch, aber was ich ablehne, muß ja nicht allgemein gültig sein.
lars
lars
Mitglied

Re: Pferdefleischscandal !
geschrieben von lars
als Antwort auf Medea vom 25.02.2013, 06:59:54
Nun kommt der nächste Scandal, betreffend Bio
Eier!
Ich schreibe es nochmals, der Konsument hätte es in der Hand, alles zu verändern! Das kann natürlich dauern?
Aber dir Leute gehen lieber 2 - 3 mal in die Ferien, statt etwas mehr für das Essen auszugeben.
Und in Deutschland sollte endlich mit der Batteriehaltung aufgehört werden, mit den Legehennen, in der Schweiz schon lange verboten!
Auch sollte endlich die Politik erwachen, und missliche Umstände untersuchen lassen!
Es darf nicht sein, dass Grossverteiler die Preise diktieren, und die Hersteller fast in den Ruin treiben!

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hinterwaeldler
hinterwaeldler
Mitglied

Re: Pferdefleischscandal !
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf lars vom 25.02.2013, 08:33:30
Es darf nicht sein, dass Grossverteiler die Preise diktieren, und die Hersteller fast in den Ruin treiben!
geschrieben von lars

Ich denke, das du den Finger auf die schmerzende Wunde gelegt hast. Nur wird es dem Verwundeten nicht hilfreich sein. Das Bauernlegen wird weiter gehen und es wird für die Wunden ein Schmerzmittel geben, was dann wiederum seinen Preis hat. Nicht die Ursache, sondern die Symptome werden bekämpft. Das hat unsere Ilse mit ihren 10 Punkten nach jedem Skandal gemacht. Ihr dürft die Lobby der Lebensmittelindustrie nicht vergessen. Sie schlägt der Ilse vor, was sie letzten Endes machen will.

Das Thema ist wohl kaum, wie billig oder teuer ein Lebensmittel sein muss und wie eine produktive Legehenne nach der Vorstellung einer Städterin auszusehen hat. Genau diese Art Bilder werden in den Medien gezeigt und angeprangert. Weshalb eigentlich? Den Hühner scheint es nicht zu schaden, höchstens den Augen der Menschen, wenn ihnen das Klischee vom Aussehen eines Huhnes vorgehalten wird. Trennt euch von den Bildern aus Kinderbüchern, die euch eure Eltern mal geschenkt haben.

Es gibt für Federn in Europa keinen Markt mehr, weshalb sollen Hühner dann ein dichtes Federkleid haben. Oder wer von euch kauft noch Federbetten? Die chemische Industrie hat ihren Werbefeldzug erfolgreich beendet! Die Industrie macht höchsten Dünger aus Federn und lässt sich die Abnahme überdies bezahlen.

Die meisten Kunden würden auch gern nach etwas teuren Lebensmitteln greifen, wenn sie es könnten. Die Lebenshaltungskosten sind in den letzten Jahren gestiegen und die Einkommen sind gesunken, das lässt sich nicht schön reden. Ihr könnt von einem Mindestrentner oder einem Hartz4er nicht erwarten, das er im Edeka in die auf Sichthöhe befindlichen Regale greift. Ist euch das überhaupt bewusst? Was glaubt ihr denn, wie sehr ihr den Menschen mit euren Worten weh tut, die genau dorthin, in die Regale in Augenhöhe, nicht greifen können.

Macht euch mit der Realität bekannt: http://www.stockachertafel.de/tafel-laden.html. Richtig, es gibt im reichen Deutschland wieder Lebensmittel, Bekleidung und Konsumgüter auf Bezugsschein, so wie in den 50ern im Osten. Was glaubt ihr eigentlich, weshalb es eine Mindestlohnforderung gibt? Das ist es, wovon mir schlecht wird.
Elisabet
Elisabet
Mitglied

Re: Pferdefleischscandal !
geschrieben von Elisabet
als Antwort auf lars vom 25.02.2013, 08:33:30
So sehe ich es auch, dass der Konsument es in der Hand hat, was erzeugt werden soll.
Wir Menschen müßten uns dringend darüber Gedanken machen, dass wir als Konsumenten die Auftraggeber sind von menschenverachtenden Tierfabriken .Kein Konsument kann überprüfen, was in der Tiernahrung tatsächlich alles drin ist, was der Mensch dann hineinißt.
Mir is schon lange klar, dass mit der Trägheit des Menschen eiskalt kalkuliert wird. Hauptsache es wird geschafft den trägen Esser mundgerechte Happen vorzusetzen.
Geben wir unsere Trägheit doch dem Wind, wir können viel Leid ersparen.
In diesem Sinne wünsche ich allen eine wachsame und gesunde Woche.
Elisabet
Elisabet
Mitglied

Re: Pferdefleischscandal !
geschrieben von Elisabet
als Antwort auf hinterwaeldler vom 25.02.2013, 10:58:37
Trotz alle dem, wir dürfen nicht BEJAEN die sogenannte Macht der Lobby etc. wir müssen ihre Ohnmacht bejaen, und unsere Standfestigkeit den Mut das Durchhaltevermögen.
Ist mir schon klar, dass es das Ziel ist immer mehr Sklaven zu halten. Doch dies befürworte ich nicht, sondern unsere Stärke sich dem zu stellen und danach zu handeln. Es gibt doch schon ehrliche Bio-Höfe, die müssen unterstütz werden,vom Konsumenten, indem er dort einkauft.
Und ich finde,es würde unserer noch vorhandenen Trägheit nicht schaden, wenn sich immer mehr aufraffen und Kleingärtnern anfangen.
Mich hat der Bericht aus Kuba mal so fasziniert, als den Bewohnern von Havanna kostenlos kleine Flächen angeboten wurden zum selbstbebauen.Es wurde getan, und feinstes biologisches Gemüse geerntet, da sie zum Glück für Düngemittel kein Geld hatten.

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hinterwaeldler
hinterwaeldler
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Re: Der Skandal zu Ostern
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf lars vom 24.02.2013, 20:15:08
Es wird höchste Zeit dass die Konsumenten mitdenken, und sich fragen, woher die Ware angekarrt werden, und verarbeitet wird, alles BIO, dass ich nicht lache!
geschrieben von lars

Du kaufst doch auch bei Lidl und Aldi und nicht bei Micros und Coop oder habe ich mich geirrt? Bei Irrtum im Einzelfall bitte ich im voraus um Entschuldigung. Zumindest in Stockach wurden extra für diesen Kundenkreis neue Märkte gebaut.
lars
lars
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Re: Der Skandal zu Ostern
geschrieben von lars
als Antwort auf hinterwaeldler vom 25.02.2013, 11:21:00
Ich habe es nicht nötig bei Lidel oder Aldi einzukaufen, deine Gedanken und Schreiben sind hinterwälderisch, Pfui
Du bist ein "Herdentier", wie viele auch bei euch, mit lobenswerten Ausnahmen, wie zB. Elisabeth!
Medea
Medea
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Re: Der Skandal zu Ostern
geschrieben von Medea
als Antwort auf hinterwaeldler vom 25.02.2013, 11:21:00
Vom Pferd zum Huhn

- Zitat Hinterwäldler -

"Das Thema ist wohl kaum, wie billig oder teuer ein Lebensmittel sein muss und wie eine produktive Legehenne nach der Vorstellung einer Städterin auszusehen hat. Genau diese Art Bilder werden in den Medien gezeigt und angeprangert. Weshalb eigentlich? Den Hühnern scheint es nicht zu schaden, höchstens den Augen der Menschen, wenn ihnen das Klischee vom Aussehen eines Huhnes vorgehalten wird. Trennt euch von den Bildern aus Kinderbüchern, die euch eure Eltern mal geschenkt haben."

- Zitatende -

Falsch lieber HW, ganz falsch.
ICH weiß, wie Hühner beschaffen sind, in der schlechten Zeit gab es
in der Familie sechs weiße, schmucke Legehorn-Hennen und dazu Otto,
den stolzen Hahn. Meine Puppenstube hatte mein Vater zum Legenest
umfunktioniert, sie hatten einen eingezäunten Hof und man sah ihnen an,
daß sie sich wohlfühlten. Sie dankten es mit fleißigem Eierlegen und
rissen weder sich noch den Mithühnern die Federn aus.

Selbstverständlich schadet es dem Huhn, wenn es durch ausgerissene oder
abgeknabberte Federn halb nackt sein Dasein fristen muß - mir fällt der Bibelspruch Jesu ein: was Du dem Geringsten der Geschöpfe antust, das tust Du auch mir an. (Nur zur Klarstellung, ich bin üblicherweise keine Betschwester.) Kann aber auch ganz weltlich ausgedrückt werden mit dem bekannten Spruch: was Du nicht willst,
das man Dir tu, das füg auch keinem and'ren zu.

HW, es ist die Rohheit und Erbarmungslosigkeit, die mich ganz elend macht und diese hemmungslose Gier nach Profit um jeden Preis.
Ich wünsche mir spürbare Strafen für die Legebatterien-Betreiber
und für alle, die sich am Tierelend bereichern.

Medea.
lupus
lupus
Mitglied

Re: Der Skandal zu Ostern
geschrieben von lupus
als Antwort auf Medea vom 25.02.2013, 13:02:12
Ihr habt in der Kleintierhaltung eben glücklicherweise nie mit Federfressern zu tun gehabt.
In meiner Zucht (ja! Zucht) trat diese Unsitte mal auf und ich bekam sie nur schwer wieder weg.( Hennen standen beim Hahn und zupften ihn den Rücken kahl) Ich mußte die bisherigen Hühner von der nachwachsenden Generation räumlich trennen, denn nur so wurde das Federfressen nicht weitergelernt. Ein sofortiges Ausmerzen meines gesamten Bestandes war mir zu ratikal und wollte ich nicht.
Du kannst sicher sein, daß es mit den Haltebedingungen in meinem Stall nichts zu tun hatte. Es trat mit dem Zukauf von Zuchttieren auf. Ich kann mir vorstellen, daß Federfressen in großen Haltungen nicht zu beseitigen ist.
Das nur für ein reales Bild vom Federnfressen bei Hühnern.
lupus

PS.: Das eigentliche Problem ist doch wohl, daß man die Hühnereier nicht unterscheiden kann.

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