Forum Finanzen & Wirtschaft Wirtschaftsthemen Strompreiserhöhung - Zuschläge ab 01.01.2013

Wirtschaftsthemen Strompreiserhöhung - Zuschläge ab 01.01.2013

ehemaligesMitglied41
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Re: Strompreiserhöhung - Zuschläge ab 01.01.2013
geschrieben von ehemaligesMitglied41
als Antwort auf olga64 vom 22.11.2012, 16:10:17
…zum einem Frau Olga,
haben Sie mich nicht richtig verstanden, ich erwarte nicht von den Stromanbietern, dass diese für mich die Kosten übernehmen.
Mir ist es nur noch nicht passiert, dass die Anbieter auf die Erhöhung verzichten.

Ich habe mich nicht beklagt über die Erhöhung ich beklage mich nur darüber, dass wir die Subventionen zu tragen haben.

Danke für Ihren Hinweis, ich habe bereits vieles auf Sparflamme und der Rest ist etwas Luxus.

Ich kenne es sehr wohl aus der DDR wie es ist, Strom zu sparen, doch da wurden alle angehalten, da gab es keine Fußballspiele unter Flutlicht, keine Schaufensterbeleuchtung, nur jede 2. Straßenlaterne leuchtete und die wenige Leuchtreklame wurde auch abgeschaltet.

Wir hatten keine so umweltfreundlichen, aber auch gefährlichen AKWs, wir hatten Braunkohlekraftwerke und heizten mit Kohle.
Wollen wir hoffen, dass wir nicht dorthin zurückkehren.

…ein_lächeln_für_dich…

ehemaligesMitglied41
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Re: Strompreiserhöhung
geschrieben von ehemaligesMitglied41
als Antwort auf lupus vom 22.11.2012, 19:21:49
.... ich kann helfen Lupus,

es geht um meine Stromrechnung, welche jetzt exakt 157 € im Monat beträgt und um 20 € pro Monat erhöht werden soll.

Vergeben wir Olga für die „erhöhte“ Berechnung. Wie sagt man so schön: …der Rest ist Trinkgeld….

..ein_lächeln_für_dich…
lupus
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Re: Strompreiserhöhung
geschrieben von lupus
als Antwort auf ehemaligesMitglied41 vom 22.11.2012, 22:53:06
Hallo ein_l....!
Danke für die Aufklärung!
Sie hat auch noch "mindestens" geschrieben. So kann man seine Rückschlüsse wichtiger machen.
lupus

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olga64
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Re: Strompreiserhöhung
geschrieben von olga64
als Antwort auf lupus vom 23.11.2012, 11:04:10
Gerne helfe ich Ihnen Lupus: wenn 20.-- Euro Erhöhung (wie von mir angenommen) 10% betragen, muss die Ausgangssumme (= 100%) bei 200.-- Euro liegen. Versuchen Sie es einfach mal mit den Grundrechnungsarten.
Wir sind ja nun klüger - die Stromrechnung beträgt ca 157.-- Euro; das entspricht dann einer ERhöhung von ca 14%. Aber ich bleibe dabei: eine monatliche Stromrechnung von fast 160.-- Euro ist exorbitant und muss mit einer Elektroheizug zusammenhängen; evtl. auch Boykott von Energiesparlampen u.ä.
In wenigen Tagen wird man jedoch landauf und landab wieder die geschmackvolle Beleuchtung an Häusern sehen mit illuminierten, krabbelnden Nikoläusen an der Hausmauer und ähnlichen Kram. Es wird also gar nicht so schlimm beurteilt werden diese Strompreiserhöhung, wie ich befürchte. Olga
ehemaligesMitglied41
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Re: Strompreiserhöhung
geschrieben von ehemaligesMitglied41
als Antwort auf olga64 vom 23.11.2012, 16:51:01
..ihre Vermutungen über den Grund meiner Energiekosten, Frau Olga, sind so etwas von falsch und beweist erneut Ihre Ahnungslosigkeit.

Sie hätten mich ja fragen können, nein, stattdessen schreiben Sie dummes Zeug dahin, mir fällt dazu nichts Besseres ein, sorry.

Wahrscheinlich haben Sie auch noch nie etwas von LED Leuchten gehört, die hänge ich jedes Jahr um mein Haus mit einem gesamtverbrauch von 3 Watt.

Sie können nun meine Stromverschwendung für 30 Tage ausrechnen, da ja nur Sie die Grundrechnungsarten wie Sie schreiben beherrschen.

Bitte bedenken Sie, dass es Grundrechenarten sind, bei allen anderen bin ich nicht so genau, Sie selbst wünschen es ja so.

….ein_lächeln_für_dich…
carlos1
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Re: Strompreiserhöhung - Zuschläge ab 01.01.2013
geschrieben von carlos1
als Antwort auf ehemaligesMitglied41 vom 21.11.2012, 02:46:46
"Der Hauptgrund, warum die Energiekosten jetzt so enorm steigen liegt doch darin, dass für den Ausbau der erneuerbaren Energien Festpreise gelten, die für 15 Jahre festgeschrieben sind.

Das zahlen wir jetzt, wir zahlen die Subventionen!" ein läch.f. d.



Tendenziell richtig, elfd. Zwischenzeitlich sind die "Solarschulden" (die Beträge, die für die einst üppigen Stromeinspeisentgelte seit 2004, der Novellierung des EEG unter Rot-Grün) auf über 100 Mrd € gestiegen. 2004 betrugen sie o,5ct/kwh, 2012 bereits 3,56ct/kwh. Sie steigen weiter, obwohl die Vergütungen für PV-Anlagen nur noch bei ca. 17/18ctkwh liegen. Dafür sind die Preise der PV-Module gesunken. Die Vergütungen laufen über 20 Jahre (nicht 15). Eine PV-Anlage war seit vielen Jahren eine hervorragende Geldanlage (!) und ist es laut Stiftung Warentest heute noch. Den eigentlichen Zweck hat diese Subvention aber damit verfehlt. Die Einsparung am Treibhausgas CO2 ist bei der PV extrem schlecht.

Um eine Tonne CO2 (Klimaschutz dient doch als Begründung für die grüne Politik!) einzusparen, kostet bei Nutzung der PV 611€. Bei Windenergie nur 91€, bei Solarthermie 75€. Wer nutzt aber Solarthermie, wenn es jährlich messbare Rendite gibt? Ein Beipiel: Jemand lässt sich das gesamte Dach mit Modulen vollpflastern. Das Haus wird nicht gedämmt, die Fenster stammen aus dem jahr 1973. Geheizt wird mit elektrischem Strom (Kosten weit über 2000,- € jährlich. Die geringen Überschüsse der PV-Anlage werden bald durch Strompreissteigerungen (Nachtstrom ab 2013 17,5ct/kwh aufgefressen. Die Geld für die PV wäre besser in eine neue Heizung, Fassadendämmung und neue Fenster invstiert worden.


Aber das ist nicht einmal das Schlimmste. Was die Politik nicht gemerkt hat und was ein Tabu ist, ist die Tatsache, dass das EEG in Kombination mit den Emissionszertifikaten nicht vereinbar ist und damit den Klimaschutz geradezu konterkariert. In Europa hat sich die durch den deutschen Gebührenzahler subventionierte Klimapolitk geradezu als Hemmnis für einen effiziente Klimaschutz erwiesen. Die CO2-Emissionen sinken in Europa nicht. Weltweit schon gar nicht. Schlimm: Die Deutschen Stromverbraucher stehen dafür gerade, dass andere ihre veralteten Kohlekraftwerke nicht abschaffen, sondern lieber die immer billiger werdenden Verschmutzungsrechte kaufen.

Der wirksame ökonomische Mechanismus bei den Subventionen (hier sind es Gebühren der Bürger) lässt sich sehr vereinfacht so darstellen: Die EU gibt die Höhe der CO2-Emissionen vor. Den Energiekonzernen wird eine bestimmte Menge an CO2 in Tonnen zugeteilt(Emissionsrechte/Verschmutzungsrechte). Wechseln nun immer mehr Kunden zu Ökostromanbietern - was doch erwüsncht ist!! - wird weniger Strom von den Energieanbietern abgesetzt, sie fahren mit der Stromerzeugung runter und verkaufen überschüssige Verschmutzungsrechte (CO2-Emissionsrechte) an der Börse). Je mehr Ökostrom angeboten wird, desto billiger also die Zertifikate, die von polnischen, italienischen etc ... Energieanbietern erworben werden können. Sie wurden bis 20123 so billig, dass es sich nicht lohnt in saubere Energietechniken zu investieren. Unser unsinniges Subventionssytem ermöglicht es europaweit Dreckschleudern weiterlaufen zu lassen. Die Bürger bei uns zahlen die Zeche.

Min. Altmeier hat dies System vorgefunden. Namhafte Ökonomen und u.a. auch der Wissenschaftliche Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums weisen seit Jahren darauf hin, dass die Kombination von Emissionshandel und EEG schädlicher Unfug sind.

Elfd, Ich vermute, dass Olga recht hat in der Annahme, dass du mit el. Strom heizt. Anders sind die hohen Stromkosten nicht zu erklären. Bei zwei Personen beträgt der deutsche Durchnschnittsverbrauch 2140kwh (so weit ich mich erinnere).Der Strompreis umfasst neben Netzentgelt, Ökostgeuern, der EEG-Abgabe mit 3,56ct/kwh, die KWK-Abgabe. Auf alles wird die Mehrwertsteuer erhoben. Steuern noch auf Abgaben. Fast die Hälfte des Strompreises besteht aus Steuern und Abgaben.

In dieser Situation sit es notwendig eine Debatte darüber zu führen, wo die Bealstungsgrenez für Verbraucher verläuft. Es geht einfach nicht, dass Rentner und Arbeitslose die PV-Anlagen auf den Dächern von Gutverdienenden finanzieren.

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lupus
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Re: Strompreiserhöhung
geschrieben von lupus
als Antwort auf olga64 vom 23.11.2012, 16:51:01
Da hätte ich einen Verbesserungsvorschlag.
Wenn die Erhöhung bei ein-lächeln... nur 5% wäre, wäre Ihre Vermutung noch kräftiger und ein_lächel.. ein grenzenloser Verschwender

Die Erhöhung meines Stromlieferanten beträgt 26%!

lupus
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Re: Strompreiserhöhung - Zuschläge ab 01.01.2013
geschrieben von ehemaligesMitglied41
als Antwort auf carlos1 vom 23.11.2012, 21:03:31
..um die Diskussion betreffs meines Stromverbrauches zu beenden:

Ich heize mit Gas, (also hat Olga nicht recht) das Haus ist rundherum nach den Standards isoliert (10 Jahre, Neubau),
ich habe nur Energiesparlampen und LED und der Verbrauch war vor 7 Jahren wesentlich höher.

Über den Rest kann sich jeder den Kopf zerbrechen wie er will, das geht niemanden was an.

Und weil weitere Details nicht bekannt sind, bitte hört auf zu spekulieren und glaubt ganz einfach, dass Geräte und sonstige Energiefresser die Energieeffizienzklasse A+++ und A++ haben.
Trotzdem…

..ein_lächeln_für_dich mit +++
carlos1
carlos1
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Re: Strompreiserhöhung - Zuschläge ab 01.01.2013
geschrieben von carlos1
als Antwort auf ehemaligesMitglied41 vom 24.11.2012, 00:14:46
Hallo elfd, deinen vorletzten Beitrag, in dem du keine Spekulationen bezüglich deines Stromverbrauchs wünschst, hatte ich nicht gelesen. Sonst hätte ich keine Vermutungen angestellt. Dein Beitrag ist bei den allgemeinen Strompreissteigerungen von allgemeinen Interesse. Es geht also nicht allein darum, die Gründe für irgendeinen persönlichen Stromverbrauch herauszufinden. Niemand will in deinen Daten schnüffeln und Rückschlüsse auf das Verbrauchsverhalten ziehen.

Preissteigerungen bei Strom gab es früher auch schon. Anfang der 70er Jahre zahlten wir für Nachtstrom (der so genannte saubere Atomstrom) einen Preis von 0,032DM/kwh (= ca. 1,5ct/kwh). Ab 2013 liegt der Niedertarif bei Nachtstrom bei 17,5ct/kwh. Der so oft genannte Wechsel des Anbieters als Abhilfe bei Preissteigerungen geht und ging leider nicht, weil preiswerte Anbieter keinen Nachtstromtarif haben. Ende der 90er Jahre warten die Strompreise übrigens rückläufig, bis dann ab 2003 etwa Preiserhöhungen in jedem Jahr erfolgten. Ich überwache seit Jahrzehnten jeden Tag alle Verbrauchswerte, könnte auch alles dokumentieren.

Aus dieser Entwicklung konnte nur ein Schluss gezogen werden: Raus aus Leitungsenergie Strom, raus mit der El.heizung.
Re: Strompreiserhöhung - Zuschläge ab 01.01.2013
geschrieben von ozimmi
... huch, ich hatte dieses Thema doch hier nur zur "Sprache" gebracht um auf die Zuschläge ab 01.01.2013 aufmerksam zu machen ...

Keinesfalls lag es in meiner Absicht, daß hier über die individuellen Stromkosten - egal in welcher Art - "diskutiert" wird.
Denn der Stromverbrauch hängt von sehr vielen Faktoren ab. Ich nenne nur einige:
- Personenanzahl
- qm der Räumlichkeiten
- backt und kocht man viel ...
- Wohnung oder Haus
- bei Haus oder EG-Wohnung = Bewegungsmelder - Überwachungsvideo
- braucht man Wäschetrockner, weil keine andere Trocknungsmöglichkeit
und und und ...

Vergleichen kann man also nur, wenn alle Faktoren bei den zu vergleichenden Objekten übereinstimmen. Das wird m. E. seltenst der Fall sein. Ich habe bisher noch keinen einzigen kennen gelernt.

Tatsache ist, daß man durch bewußtes Umgehen mit der Energie Geld sparen kann. Es gibt dann einen Punkt, an dem man einfach nicht mehr sparen kann; dann nämlich, wenn man alle Einsparpotentiale ausgeschöpft hat.

Ich/wir brauchen im Winter auch mehr Strom. Klar, weil wir viel öfters durch die kurzen Tage Licht anmachen müssen ...

Gut, daß wir nicht am Nordpol wohnen; da dauert der Winter wesentlich länger ...

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