Forum Finanzen & Wirtschaft Wirtschaftsthemen Wer gewinnt langfristig den Wirtschaftskrieg? Wer verliert?

Wirtschaftsthemen Wer gewinnt langfristig den Wirtschaftskrieg? Wer verliert?

heigl
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Mitglied

RE: Wer gewinnt langfristig den Wirtschaftskrieg? Wer verliert?
geschrieben von heigl
als Antwort auf pschroed vom 27.06.2019, 17:48:50

Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

Die werden sich auf einen Kompromiss einigen, weil sonst beide verlieren, nicht nur einer.

Specht
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RE: Wer gewinnt langfristig den Wirtschaftskrieg? Wer verliert?
geschrieben von Specht
als Antwort auf heigl vom 27.06.2019, 19:31:48

Man könnte auch von "Korrekturversuch des WTO-Vertrags" sprechen statt von Handelskrieg. Krieg tönt aber in den Medien wesentlich interessanter.
Die WTO wurde uns unter dem Titel "Wohlstand für alle" untergejubelt, hat aber die Wirkung von "Armut für alle ausser den Superkonzernen".

 

pschroed
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RE: Wer gewinnt langfristig den Wirtschaftskrieg? Wer verliert?
geschrieben von pschroed

Rutschen wir in eine Rezession weltweit ?
Der DAX die 30 wichtigsten Konzerne in DE.verlieren gefährlich an Boden.
Von 12600 auf 11850 Punkte innerhalb sehr kurzer Zeit, stürzt der DAX weiter ab, so wird es wieder in DE Arbeitslose geben,

Ursachen gibt es zur Genüge,
Die Krise in der Automobil-Industrie.
Rechtspopulist Trump mit seinem Handelskrieg gegen China, der sich auf die Weltwirtschaft global auswirken wird, Drohung von Handelszölle auf deutsche Autos, wo noch immer in der Schwebe ist..
Der verrückte BREXIT, 

REALWIRTSCHAFT
Wenn der Bäcker nicht mehr backt, der Maurer nicht mehr baut, der Autohersteller keine Autos mehr herstellt,dann zieht der Investor sich zurück, das einzige was dann steigt sind die Sorgen.
In der Hoffnung dass die Politik entgegensteuert und irgendwann die Kurve wieder gelingt und es nicht wieder zu einer Rezession von Millionen von Arbeitslosen kommen wird.

Besonders jetzt mit der  Rechtspopulistischen Stimmung könnte es gefährlich werden.
Phil.



QUELLE https://www.focus.de/finanzen/boerse/experten/gastbeitrag-von-gabor-steingart-angst-vor-neuer-rezession-us-investoren-fliehen-zunehmend-in-bargeld_id_10996917.html


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olga64
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RE: Wer gewinnt langfristig den Wirtschaftskrieg? Wer verliert?
geschrieben von olga64
als Antwort auf pschroed vom 05.08.2019, 10:45:08

Lieber Phil,

auch der FAchkräftemangel (z.B. teilweise Europa und auch in den USA) trägt zur Verunsicherung der Investoren und Märkte bei.
Wenn es zu wenige Menschen, die gut (aus)gebildet sind für die ARbeit gibt und dann auch im weiteren Sinne, um die Produkte zu erwerben, die hergestellt werden, kommt es zu ökonomischen Krisen weltweit.
Am Anfang werden insbesondere die kritischen Staaten wie in Europa z.B. Italien, Griechenland, Grossbritannien (nach dem Brexit) usw. davon betroffen sein und diese Sogwirkung kann sich dann auch auf die Elefanten wie zB. Deutschland recht schnell ausbreiten. Olga

dutchweepee
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RE: Wer gewinnt langfristig den Wirtschaftskrieg? Wer verliert?
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf olga64 vom 06.08.2019, 18:11:25
MEHR EMBARGOS! Embargos sind der richtige Weg aus einer Krise! ...am besten gegen Russland.
pschroed
pschroed
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RE: Wer gewinnt langfristig den Wirtschaftskrieg? Wer verliert?
geschrieben von pschroed
als Antwort auf olga64 vom 06.08.2019, 18:11:25

Liebe Olga
1-0 fuer China. Die Abwertung des Yuan tut der USA richtig  weh, wenn es so kommen sollte wie es vorgesehen ist so wird China diese Strategie bis zu den Wahlen  2020 beibehalten, um die US Wahlen zu beeinflussen, mit der Hoffnung dass der Rechtspopulist die Wahlen verlieren wird.

Natürlich ohne Rücksicht auf Kollateralschäden, wir stehen (EU) dazwischen die gefürchtete Zerreibung zwischen den Grossmächten ist eingetreten in diesem Fall der Einbruch der Märkte , was noch kein Drama ist.

Möglich dass der Clown im weissen Haus nachgibt. Phil

QUELLE https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/marktberichte/aktienmaerkte-handelsstreit-mit-china-und-yuan-entwertung-lassen-us-boersen-einbrechen/24873996.html


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pschroed
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RE: Wer gewinnt langfristig den Wirtschaftskrieg? Wer verliert?
geschrieben von pschroed
als Antwort auf dutchweepee vom 06.08.2019, 18:17:03
MEHR EMBARGOS! Embargos sind der richtige Weg aus einer Krise! ...am besten gegen Russland.
Dutch,
Das Embargo gegen Russland ist wegen völkerrechtlichen Verfehlungen eingeführt worden
Russland sollte in der Ostukraine aufhören Krieg zu führen, eine Bedingung des Minsker Abkommem.
Phil.

Quelle https://www.tagesspiegel.de/politik/zwei-jahre-minsker-abkommen-eine-geschichte-des-scheiterns-in-der-ukraine/19379196.html
olga64
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RE: Wer gewinnt langfristig den Wirtschaftskrieg? Wer verliert?
geschrieben von olga64
als Antwort auf pschroed vom 06.08.2019, 19:41:51

Die spürbare Abwertung des Yuan (inzwischen stützt China ihn wieder) wird spannend und die Sorgen wachsen, ob sich der Handelskonflikt zum globalen Währungskrieg aufschaukeln könnte.
China und die USA sind für die deutsche Wirtschaft extrem wichtig. Ausserhalb der Eurozone war China der grösste Lieferant und der zweitgrösste Absatzmarkt für Deutschland (nach den USA).
Deutschland importierte von Januar bis Mai 19 Waren im Wert von 44 Milliarden Euro aus China. Diese würden nun nach dem Yuan-Sturz billiger.
Zugleich lieferte Deutschland Waren für 40 Milliarden Euro nach China - diese werden nun teurer. WErden die chinesischen Konsumenten dies akzeptieren?
Wer trägt diese KOsten im Ernstfall? Deutsche Exporteure?

Viele deutsche Unternehmen produzieren schon seit Jahren direkt in China, um in der Nähe ihrer grossen Kunden zu sein und auch unverwundbarer gegen solche politischen Manöver zu sein.
Es heisst auch ,dass Chinesen mittlerweile patriotischer einkaufen. Das würde dann insbesondere Unternehmen wie Apple treffen. Die entwickeln und designen ihre Produkte zwar in Kalifornien, lassen sie aber in China zusammenbauern. Dann werden die Geräte von dort in alle Welt geliefert.
Mittlerweile kaufen Chinesen aus patriotischen Gründen Huawei-Smartphones (die verkauften im 2. Quartal in China 31% mehr als im Vorjahreszeitraum).
Das könnte Apple allmählich sehr schmerzen, weil hier auch sukzessive Drittländer im Sog von China involviert sein werden.
ES wird spannend, auch was sich China und die USA in ihrem Handelskrieg noch alles einfallen lassen werden. Olga

dutchweepee
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RE: Wer gewinnt langfristig den Wirtschaftskrieg? Wer verliert?
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf olga64 vom 07.08.2019, 17:39:24
Mittlerweile kaufen Chinesen aus patriotischen Gründen Huawei-Smartphones (die verkauften im 2. Quartal in China 31% mehr als im Vorjahreszeitraum).
Das könnte Apple allmählich sehr schmerzen, weil hier auch sukzessive Drittländer im Sog von China involviert sein werden.
Vielleicht liegts aber auch nur daran, dass HUAWEI besser als das iPhone Flaggschiff ist?

siehe Quelle: Huawei P20 Pro und iPhone X im großen Vergleich
olga64
olga64
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RE: Wer gewinnt langfristig den Wirtschaftskrieg? Wer verliert?
geschrieben von olga64

Jetzt wird es weltwirtschaftlich noch interessanter:

US-Politiker (auch von den Demokraten) überlegen, in das Rennen um niedrigere Wechselkurse einzusteigen.
Zwar kann ein solches Rennen schon rein denklogisch niemand gewinnen, denn im Verhältnis zweier Währungen können ja nicht beide gleichzeitig an Wert verlieren.

Angesichts der finanziellen Stärke wären die USA immer im Vorteil.
Sollten die USA aber tatsächlich zurückschlagen und den Dollar künftig durch gezielte Verkäufe willkürlich schwächen, käme das einer Revolution gleich, deren Auswirkungen bis in den letzten Winkel desErdballs zu spüren wären.
SEit fast 50 Jahren ist der Dollar die unumstrittene Leitwährung der Welt und der Eckpfeiler des globalen Finanzsystems.
Asien, Afrika und Lateinamerika haben ihre eigenen Währungen an den US-Dollar gekoppelt, um ihre Länder vor zu grossen Devisenschwankungen zu schützen.

MIt dieser Vormachtsstellung beim Dollar profitierten die USA selbst; sie schützt vor Inflation, erspart der heimischen Wirtschaft Wechselkursrisiken beim Kauf von Öl und erlaubt es der Regierung in Washington D.D., sich praktisch unbegrenzt zu verschulden.

Ob eine ABwertung des US-Dollar jemals in Kraft tritt, ist ungewiss. Aber allein, dass darüber inden USA parteiübergreifend nachgedacht wird, zeigt, wie sehr sich die Stimmung in der US-Politik verändert hat.
(Textpassagen teilweise übernommen aus "Trump hoch zwei" von Claus Hulverscheidt aus der heutigen SZ, Wirtschaftsteil) Olga


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